Touchscreen Das iPad als Spielemaschine
Noch wirken viele Spiele auf dem iPad wie Versuchsballons. Doch langfristig hat Apples Hightech-Handheld das Zeug dazu, den Spielemarkt umzukrempeln.
© golem.de

Real Racing HD für das Apple iPad
"Stell dir vor, das ist ein Lenkrad" – mehr Erklärung ist nicht nötig, damit ein Mensch, der bislang keinen Kontakt mit der Steuerung von Spielen hatte, im Rennspiel Real Racing HD für Apples iPad um Kurven saust. Und er bekommt Überholmanöver fast auf Anhieb hin, die auf Nintendo DS oder Playstation Portable an der nächsten Leitplanke zu Ende gewesen wären. Zugegeben, Rennwagen lassen sich auf dem iPhone und iPod touch schon länger auf gleiche Weise lenken, aber es ist ein Unterschied, ob das Ergebnis die Größe einer halben Handfläche oder einer Zeitschrift hat.
Auf den ersten Blick unterscheidet sich das iPad – abgesehen von seiner Größe – wenig vom iPod touch. Beide verfügen über Bewegungssteuerung und die Möglichkeit, Befehle über den Touchscreen einzugeben, beide haben keine speziellen Tasten wie klassische Handhelds. Doch wer das iPad in der Hand hält, bemerkt den Unterschied zu den kleinen Geschwistern schnell, allein weil die dafür programmierten Spiele in einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten laufen.
Die Bildschirmgröße hat direkte Auswirkungen auf die Spielmechanik: Entwickler müssen, anders als auf iPhone und iPod touch, nicht mehr darauf achten, alles möglichst einfach und großflächig zu gestalten. Schon in den ersten Titeln für das iPad erinnert die Gestaltung von Menüs an PC-Spiele. In Strategiespielen wie Civilization Revolution oder dem kostenlosen Aufbauspiel Castlecraft kann der Spieler auf dem Touchpad beherzt mitten ins Geschehen tippen, statt vorsichtig seine Einheiten anvisieren zu müssen. Karten, Statistiken und andere Übersichten werde jetzt mit deutlich mehr Details dargestellt.
Ein Trend unter den Neuerscheinungen, der sich noch verstärken dürfte, sind Programme, bei denen zwei Spieler gegeneinander oder gemeinsam am Bildschirm antreten. Anders als beim iPhone geht das beim iPad komfortabel gleichzeitig, etwa im Arcade-Titel Air Hockey. Wenn es da besonders wild zugeht, kommen sich die Finger zwar in die Quere, aber auf Partys ist das gelegentlich ja gewollt. In Strategiespielen wie Small World ziehen die Kontrahenten rundenweise, was sich fast wie die Hightechversion eines Brettspiels anfühlt.
Mehr Probleme macht die Steuerung von Actionspielen auf dem iPad, vor allem von Ego-Shootern. Sie verwenden meist auf dem Bildschirm eingeblendete virtuelle Joysticks. In Call of Duty: World at War - Zombies etwa steuert der Spieler mit zwei solchen Knöpfen die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung und die Richtung. Das fühlt sich auch mit Übung nicht intuitiv an und ist schwerfälliger und langsamer als die Steuerung auf anderen Plattformen.
Dazu kommt, dass der Touchscreen bei sehr schnellen Bewegungen streikt: Der Finger des Spielers rutscht dann über den Bildschirm, ohne dass das iPad ihm folgen kann. Gut funktionieren lediglich Actionspiele, bei denen der Spieler Schüsse durch einen schnellen "Touch" auf den Screen anbringt. Mit der in Actionspielen oft verwendeten 3D-Grafik hat Apples Tablet Probleme, spektakulär sehen die Titel nicht aus. Figuren bestehen nur aus wenigen Polygonen, Animationen und Spezialeffekte liegen gegenüber Konsolen oder PC-Grafik um ein paar Jahre zurück.
Wenigstens aber ist das Angebot an Spielen zum US-Start des iPad groß. Nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Distimo gehören zum Stichtag 6. April 35 Prozent von 2.385 speziell für das iPad entwickelten Apps zur Kategorie "Games". Neben kostenpflichtigen Programmen von fast allen großen Publishern wie Electronic Arts und Take2 finden sich auch von unabhängigen Entwicklern produzierte Titel wie Geometry Wars oder kostenlose Spiele, bei denen es sich großteils um Demoversionen oder um solche mit kostenpflichtigen Inhalten handelt.
- Datum 12.04.2010 - 10:30 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, golem.de
- Kommentare 9
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oder auch nicht.
Es wird spannend zu sehen sein, in wie weit die verzweifelte Kampagne der Verlage fürs ipad, tatsächlich Wirkung zeigt.
Meinung machen?
Ihr klammert euch an diese Tafel wie der ertrinkende an den Strohhalm.
hat den iPad-Hype perfekt auf den Punkt gebracht, als er demonstrierte, wie toll man mit dem Ding Salsa zubereiten kann. Die ideale Alternative zu Küchenmesser und Brettchen. Und morgen kann man damit sicher auch noch den Frühstücksteller und die Bratpfanne ersetzen...
Hehe, da kann ich mir ein Schmunzeln und eine Zustimmung zu den vorherigen Kommentare nicht verkneifen.
Mittlerweile hat auch wirklich der letzte Mensch mitbekommen, dass das Ipad die größte Medienerfindung seit dem Buckdruck ist und wir uns alle so schnell wie möglich eins kaufen sollten, damit das Teil uns jeden Wunsch von den Lippen abliest. Und den Printmedien gleich mit....
Spielerevolution! Ha! Dass ich nicht lache.
Gut, dass Apple diese Richtung einschlägt. Als kleiner Spielehandheld hat das Gerät vielleicht doch noch eine Chance.
Denn mehr als ein Spielzeug ist das Ipad nicht. Ein bisschen Musik und Videos hier und ein bisschen SocialNetwork da, für mehr ist das Gerät nicht zu gebrauchen.
Strategiespiele mögen auf dem iPad ja noch Sinn machen, aber für Shooter halte ich das Gerät nicht geeignet. Da werden Playstation und Xbox weiterhin die Nase vorn haben. Für ein wenig Fun wird es langen. Spiele, die ich bis jetzt zu Gesicht bekommen habe, sind technisch auch nicht State of the Art .
Beste Grüße
Fred
http://www.mobile-junkies.de
für eine Artikel der nicht gantz so gehypet ist ^^
es ist nett zu sehen das nun auch Zeitungen mehr und mehr von hype abkommen und das Ipad nicht mehr als den untergang der Laptops und Computer feiern.
Das für 2 spileer die kleinen handhelds nun mal zu kleine waren hat schon jeder gemerkt der damit mal ein bischen gespielt hat, da macht der grosse bildschirm sinn, auch bei casual games die man mal schnell zwischenduch spielt kann ich mit das IPad gut forstellen.
Nun neigen grad Strategie Spiler dazu zur bemütlichen Sorte zu zählen und vile statistiken habn zu wollen und auch eine etwas tiefgreifende Gameengine als risiko oder casual games die sich strategie nennen die mahjong.
Und da komt wider das 3D problem den IPad auf den Tisch, der Mentsch ist heute grafiken von Laptop oder Konsolen gewöhnt, es wird schwer werden ihn zu erklären das er sich nun auf den grossen Bildschirm bitte mit Verbesserter Handheldgrafik zufrieden geben muss.
Auch seint es so zu sein das nun Spiele für Handhelt und IPad zusammen entwikelt wereden und für den IPad dann schnell gesterekt und ein gisschen aufpoliert.
Aber wenn er so gut ist wie der Hype gehauptet wird er sich schon durchseten, wenn nicht ist es ebend ein anderes Appel Produkt wo di Jünger auch noch in 10 Jahren behaupten das er besser wäre als alles was nach ihm rausgekommen ist.
Warum sollte der Hype nicht gerechtfertigt sein?
Man steht auf und lässt sich die Zeitung auf das IPad schicken.
Versteht ein Wort in einem Artikel nicht und googelt es auf dem IPad.
Im Hintergrund laufen ein paar mp3 auf dem IPad.
Das Kind kommt von der Schule und man spielt ein Brettspiel auf dem IPad.
Nachmittags kommt die Verwandschaft und man zeigt ihnen die Urlaubsfotos auf dem IPad.
Und Abends im Bett liest man ein Buch auf dem IPad.
Das Ding hat nunmal potential.
Für mich ist es auch die Zukunft des "Zeitung lesens". Wir haben hier in der Familie schon oft darüber gesprochen, wie in Zukunft Zeitungen und Papierdrucke aussterben werden. Und mit dem Ipad fängt diese Zukunft jetzt an.
Viele Grüße
Stephan
www.spielzeug-ratgeber.com
Für mich ist es auch die Zukunft des "Zeitung lesens". Wir haben hier in der Familie schon oft darüber gesprochen, wie in Zukunft Zeitungen und Papierdrucke aussterben werden. Und mit dem Ipad fängt diese Zukunft jetzt an.
Viele Grüße
Stephan
www.spielzeug-ratgeber.com
Für mich ist es auch die Zukunft des "Zeitung lesens". Wir haben hier in der Familie schon oft darüber gesprochen, wie in Zukunft Zeitungen und Papierdrucke aussterben werden. Und mit dem Ipad fängt diese Zukunft jetzt an.
Viele Grüße
Stephan
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