StarcraftWie Schach spielen im Musikvideo-Rhythmus

Nach zwölf Jahren ist der Nachfolger des bekannten Echtzeit-Strategiespiels "Starcraft" erschienen. Es spielt sich wie Schach, nur schneller, sagt ein Profispieler.

Südkoreanische Spieler in Seoul testen eine Vorab-Version von Starcraft 2

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Das passiert im Spitzensport eher selten: Ein Profi wechselt am Gipfel seines Erfolgs die Disziplin. Dennis Schneider tut das derzeit. Er ist amtierender Meister in der Sparte "Strategiespiel" der Deutschen Liga für Computerspiele, der ESL. Das Spiel, in dem er es zu solcher Meisterschaft gebracht hat, heißt Starcraft . Das gibt es schon seit 12 Jahren. In der Herbstsaison wird Schneider nun in Starcraft II antreten, der dieser Tage veröffentlichen neuen Version des bekannten Echtzeit-Strategiespiels. In Fankreisen schon lange erwartet, hat es die Fortsetzung des Klassikers nun endlich in die Läden geschafft.

Starcraft löste 1998 den Boom des sogenannten E-Sport aus. Menschen traten damals erstmals via Netzwerk oder Internet gegeneinander an. Heute können die besten Zocker davon sogar leben, weil Firmen Preisgelder oder gar Gehälter sponsern. Der Nachfolger von Starcraft erscheint nun unter dem Namen Starcraft II – Wings of Liberty . Für ihn wurden schon in der Testphase Turniere veranstaltet. Dennis Schneider hat ihn bereits gespielt. Und als Hobby-Schachspieler ein paar interessante Gemeinsamkeiten dabei entdeckt.

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"In beiden dirigieren die Gegner ihre Figuren auf einem begrenzten Feld, um die des Kontrahenten zu schlagen und ihn letztlich auszuschalten“, sagt der Profizocker. "Im Schach gibt es drei verschiedene Phasen“, sagt auch Klaus-Jörg Lais, Pressesprecher des Deutschen Schachbundes. "Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel.“ In der Eröffnung gilt es, schnell sein Spiel zu entwickeln, mit seinen Figuren das Zentrum des Bretts zu kontrollieren und den König zu schützen.

Ähnliches muss auch Dennis Schneider tun, er erläutert das anhand des neu erschienenen Starcraft II : "Am Anfang muss ich meine Verteidigung organisieren, das heißt Gebäude bauen, Einheiten erschaffen.“ Der Unterschied: Beim Schach muss niemand seine Figuren schnitzen und das gehört auch nicht zum Spiel.

Im Mittelspiel schließlich gilt es Vorteile zu erlangen, beim Schach heißt das, Bedrohungen aufzubauen, zum Beispiel den Springer, Turm oder Läufer des Gegners zu gefährden. Bei Dennis Schneider geht es nicht so indirekt zu, er lässt seine Monitorkrieger schon einmal vereinzelt Gebäude oder Einheiten angreifen und zerstören. Trotzdem, das Ziel ist das gleiche wie beim Schach: Vorteile sammeln für das Endspiel.

"Im Endspiel muss ich meine Vorteile ausspielen oder meine Nachteile kompensieren, dass ich zumindest ein Remis erreiche“, fasst Klaus-Jörg Lais zusammen. Remis, das gibt es bei Dennis Schneider nicht, nur Sieg oder Niederlage.

Um zu gewinnen, koordiniert er 200 bis 300 Aktionen – pro Minute. Koreanische Spitzenspieler schaffen bis zu 600. Das sieht auf dem Monitor aus wie ein rasant geschnittenes Musik-Video – im Schnelldurchlauf. Da wirkt das Spiel der Könige schon gemütlicher, muss es aber nicht sein. Klaus-Jörg Lais nennt die Varianten Schnellschach mit 15 Minuten und Blitzschach mit fünf Minuten Bedenkzeit aus. Das heißt, eine Partie ist nach maximal 30 oder gar nur 10 Minuten zu Ende. "Da können durchaus pro Minute 300 Aktionen im Kopf ablaufen“, sagt er.

Leserkommentare
    • oddjob
    • 28.07.2010 um 17:03 Uhr

    Ich kann bestätigen, dass hinter der bunten Grafik ein ernstzunehmendes Strategiespiel steckt, der Schachvergleich hinkt aber oder wurde zu direkt übersetzt.

    Außerdem ist Dennis Schneider der amtierende Meister von Warcraft III und nicht Starcraft I / BW.

    Die richtigen Starcraft (Alt-)Meister spielen übrigens zu einem Großteil ein anderes Strategie? Spiel: Poker.

    Bertrand Grospellier ist hier bestes Beispiel.

  1. mal eben irgendjemand das letzte Wort in der Überschrift erklären? Oder hab ich schon wieder eine Rechtschreibreform verpasst? Ich fass es nicht!

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    Ryhtmus ist eine leckere Mussorte, so wie Apfelmus, nur mit Ryhten gemacht. Man isst es gerne zu Musikvideos

    Ryhtmus ist eine leckere Mussorte, so wie Apfelmus, nur mit Ryhten gemacht. Man isst es gerne zu Musikvideos

  2. Ryhtmus ist eine leckere Mussorte, so wie Apfelmus, nur mit Ryhten gemacht. Man isst es gerne zu Musikvideos

    Antwort auf "Könnte mir bitte"
  3. Jetzt hab ich´s auch verstanden. Hab mal den entsprechenden Wikipedia-Artikel angelegt... ;-)

  4. Freier Autor

    Danke für den Hinweis, unsere Kommentatoren waren mal wieder schneller als wir. :)

    • tasat
    • 28.07.2010 um 20:55 Uhr

    Die Minute sind vielleicht etwas uebertrieben. Der momentan Amtierende Weltmeister kommt im Schnitt auf bis zu 480 apm (actions per minute). In der Tat hinkt der Vergleich mit Schach etwas, da es bei diesem Spiel nicht nur auf Taktik, sondern auch auf Schnelligkeit und Geschick ankommt.

  5. Sind hauptsächlich eine Frage der Fingerfertigkeit, schnelles Clicken, die Strategien bzw Taktiken sind nämlich absolut überschaubar und jedes Kleinkind lernt sie schnell, beim Schach ist es genau umgekehrt, da ist die Fingerfertigkeit absolut egal, hier dreht sich alles allein um Strategie.

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    Volle Zustimmung Seyinphyin. Ein Strategiespiel ist das trotz des Names nicht. Das einzige Spiel was ich in diese Richtung kenne ist Supreme Commander (Teil 1 nicht Teil 2).

    Starcraft ist hauptsächlich ein "micromanagement" Spiel.
    Das bedeutet das es darum geht sehr viele Einheiten,
    in sehr kurzer Zeit möglichst günstig zu positionieren
    und einzusetzen, um so eine Schlacht zu gewinnen. Was
    aber auch in bezug auf den E-Sport so gewollt ist.

    • Hickey
    • 03.08.2010 um 11:19 Uhr

    Nur klicken bringt nix, da kann man genauso behaupten, jeder Depp kann das 10 Finger System sofort beherrschen, er muss ja nur Tasten drücken.

    Desweiteren sollte man vielleicht nur darüber etwas schreiben wenn man sich ein wenig auskennt :)

    Volle Zustimmung Seyinphyin. Ein Strategiespiel ist das trotz des Names nicht. Das einzige Spiel was ich in diese Richtung kenne ist Supreme Commander (Teil 1 nicht Teil 2).

    Starcraft ist hauptsächlich ein "micromanagement" Spiel.
    Das bedeutet das es darum geht sehr viele Einheiten,
    in sehr kurzer Zeit möglichst günstig zu positionieren
    und einzusetzen, um so eine Schlacht zu gewinnen. Was
    aber auch in bezug auf den E-Sport so gewollt ist.

    • Hickey
    • 03.08.2010 um 11:19 Uhr

    Nur klicken bringt nix, da kann man genauso behaupten, jeder Depp kann das 10 Finger System sofort beherrschen, er muss ja nur Tasten drücken.

    Desweiteren sollte man vielleicht nur darüber etwas schreiben wenn man sich ein wenig auskennt :)

  6. Volle Zustimmung Seyinphyin. Ein Strategiespiel ist das trotz des Names nicht. Das einzige Spiel was ich in diese Richtung kenne ist Supreme Commander (Teil 1 nicht Teil 2).

    Starcraft ist hauptsächlich ein "micromanagement" Spiel.
    Das bedeutet das es darum geht sehr viele Einheiten,
    in sehr kurzer Zeit möglichst günstig zu positionieren
    und einzusetzen, um so eine Schlacht zu gewinnen. Was
    aber auch in bezug auf den E-Sport so gewollt ist.

    Antwort auf "Starcraft und Warcraft"

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