Crysis 2 : Die neue Referenz für Ego-Shooter

Der Shooter Crysis 2 macht vieles anders und gewinnt trotzdem: mit offenen Umgebungen, klugen Gegnern und beeindruckender Grafik.
Screenshot aus "Crysis 2" © Electronic Arts

Es dauert ein paar Momente, bis sich nach dem Öffnen der Tür die Augen an das helle Sonnenlicht gewöhnt haben, aber dann offenbart sich ein atemberaubendes Panorama: Fast bis zum Horizont scheint die Reihe der Wolkenkratzer in New York zu reichen. Links auf einem Dach glitzern Solarkollektoren, rechts scheint jemand eine Bar auf einer Terrasse eröffnet zu haben. Von dort kommen dann auch die ersten Gewehrkugeln angeschossen - Moment mal, Gewehrkugeln?

Ja klar, denn im Actionspiel Crysis 2 hat der Spieler nur selten Ruhe und Muße, um den Blick auf Sehenswürdigkeiten zu genießen. Schließlich steht er im Mittelpunkt eines Kampfes, an dem außerirdische Invasoren, das US-Militär und ein geheimnisvoller Virus beteiligt sind. Der trägt auch die Hauptschuld daran, dass sich keine Passanten auf den Prachtstraßen tummeln – die Stadt ist im wahrsten Sinne des Wortes so gut wie ausgestorben.

Wie genau er nach New York gekommen ist, was es mit den Aliens und den feindlichen Marines auf sich hat und warum er den Namen Alcatraz hat, erfährt der Spieler im gut gemachten Intro und im Verlauf der Handlung. Nur noch so viel: Wer das erste Crysis nicht kennt, bekommt alle wichtigen Zusammenhänge ausreichend schnell und unkompliziert erklärt.

Im Verlauf der zwischen zehn und 15 Stunden langen Kampagne kämpft der Spieler anfangs vor allem gegen die Elitesoldaten der Cell-Einheit. Schon die ersten Feuergefechte unterscheiden sich deutlich von dem, was aktuelle Shooter wie Call of Duty: Black Ops oder Homefront bieten. Statt auf weitgehend linearen Pfaden gegen große Armeen mit tatkräftiger Unterstützung durch Teamkameraden anzutreten, ist der Spieler in Crysis 2 erstens allein auf sich gestellt, zweitens in großen Umgebungen unterwegs und drittens hat er einen Superanzug – dazu gleich mehr.

In typischen Feuergefechten, insbesondere auf den höheren der vier Schwierigkeitsstufen, hilft es, sich viel zu bewegen – und beispielsweise dann, wenn auf der Mini-Map am Bildschirmrand links die roten Markierungen von Feinden zu sehen sind, schnell nach rechts in Deckung zu gehen. Dabei haben es die Entwickler mit Geschick geschafft, ohne aufgesetzt wirkende Spezialmodi viel Abwechslung zu bieten – in einem Fahrzeug etwa ist Alcatraz nur sporadisch unterwegs.

Stattdessen gibt es mal einen Kampf in luftiger Höhe auf Häuserdächern, dann Kämpfe in eher engen Tunneln, oder der Spieler darf seine Feinde aus halbwegs sicherer Position heraus per Scharfschützengewehr ausschalten. Zwischendurch gibt es auch immer wieder mal Momente, in denen die Figur ohne Feindbeschuss etwa durch einen Teil der zerstörten Kanalisation läuft – nur um dann wenige Minuten später um so heftiger von außerirdischen Monstern attackiert zu werden.

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Kommentare

24 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Oh nein hier gibts auch PR!!

Im Vergleich zum drei Jahre alten Crysis1 ist Crysis2 TECHNISCH UND INHALTLICH ein kapitaler Rückschritt!! Die Grafikengine vom verkauften Crysis 2 läuft auf dem PC aktuell nur mit DX9!! Das alte hatte schon DX10. Aktuell haben Referenztitel im Baller-Segment DX11.

Der deutschtürkische Entwickler setzt bei C2 mehr auf schwächere PCs und Daddelmaschinen wie XBox360 und Sony PS3, damit der Publisher EA mehr absetzen kann, als wie bei Teil 1. Teil 1 brachte damals selbst unbezahlbare Highend-Maschinen in die Knie.

Crysis 2 ist definitiv nicht die Referenz für Ego-Shooter, optisch bleibt das nachwievor Crysis 1.

Inhaltlich falls man von Inhalt überhaupt bei Hirnaus- und nur Geballere ohne Selbstironie von Inhalt sprechen kann. Außer von gescripteten Popkornkino-Sequenzen wie im Call of Duty Franchise vorgemacht und man es aus Michael Bay Actionfilmgedöhns kennt, hat das Spiel nichts zu bieten.

Wer Action, Ironie und versteckte sowie offene Gesellschaftskritik in einem Computerspiel erleben will, sollte lieber zum Fallout-Franchise und GTA greifen.

Natürlich gibts hier PR

hier wird auch ständig PR für oder gegen bestimmte Politiker und politische Positionen gemacht; für ergebnisoffene Recherche hat bedauerlicherweise im harten Zeitungswettbewerb niemand mehr Zeit & Geld. Und dann sind eben jede Woche aufs Neue die Linken zerstritten und können nicht mit Geld umgehen und die Rechten in der SPD sind pragmatisch und wirtschaftskompetent. Eine unendliche Geschichte der Klischees.

Ansonsten wundert es schon, dass im hier vorliegenden Werbetext die klugen Gegner gelobt werden, obwohl ich bei jedem objektiv anmutenden review lesen musste, dass die KI Müll ist.