Nintendo 3DS Nintendos Neue bringt die Realität ins Spiel

Zweierlei macht Nintendos jüngste Spielkonsole interessant: Die 3D-Technik und die Idee, mit der Stereokamera die Umwelt ins Spiel einzubeziehen.

Nintendos neue Konsole 3DS

Nintendos neue Konsole 3DS

Es ist der zweite Versuch Nintendos, dreidimensionale Bilder auf einer Spielkonsole zu zeigen. Und es gibt eine gute Chance, dass er erfolgreicher wird als der erste. Virtual Boy hieß der erste Versuch, Nintendo brachte ihn 1995 erst in Japan und dann in den USA auf den Markt und scheiterte kläglich.

Jetzt, da es keiner speziellen Brille oder Vorrichtung mehr bedarf, um dreidimensionale Darstellungen zu sehen, könnte dem Videospielhersteller der Durchbruch gelingen: mit dem 3DS, der ab dem heutigen Freitag hierzulande zu haben ist.

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Der Nintendo 3DS verfügt wie die vorhergehenden DS-Modelle über zwei Bildschirme. Der untere fungiert als Touchscreen, der obere ist etwas größer und stellt die dreidimensionalen Bilder dar. Neben den bisherigen Tasten und dem Steuerkreuz hat das Gerät ein Schiebepad, mit dem das Geschehen stufenlos um 360 Grad gedreht werden kann. Der untere Bildschirm lässt sich nun mit den Fingern bedienen, den Touchpen genannten Eingabestift aber gibt es noch immer. Er ist nur noch halb so groß, kann aber ausgezogen werden, was die Handhabung erleichtert.

Rechts außen am oberen Bildschirm befindet sich ein Regler, um zwischen 2D- und 3D-Ansicht zu wechseln. Der 3D-Effekt kann damit, um Strom zu sparen, abgeschwächt, oder ganz abgeschaltet werden – dann lassen sich auch Spiele nutzen, die für die Vorgängerversionen der Konsole programmiert wurden.

Nun das Wichtigste: Es funktioniert. Solange der Spieler die Konsole gerade vor sich hält und im richtigen Winkel betrachtet, kommt aus der Tiefe des Wohnzimmers beispielsweise ein knuddelig wirkender Hund auf einen zugewackelt und reckt einem die Schnauze entgegen.

Verrutscht allerdings der Blickwinkel, stellt sich schnell Schwurbel ein, die Bilder überlagern sich und verschwimmen. Hat man den korrekten Winkel dann wiedergefunden, brauchen die Augen einen Moment, um das dreidimensionale Bild wieder scharf zu erfassen. Nicht ohne Grund liefert Nintendo ein Dock mit, in dem sich das Gerät einklinken und dann auf den Tisch stellen lässt.

Eine zweite Neuerung macht kleine Gerät auch interessant. Es hat insgesamt drei Kameras, zwei davon als Stereokamera an der Vorderseite, um die Umgebung zu filmen. Augmented Reality – die erweiterte Realität – funktioniert hier eher als Erweiterung für die Spiele, die dank der eingefangenen Umgebungsbilder um einen Ausschnitt der Realität erweitert werden.

Leser-Kommentare
  1. Noch mlaneinen link zu Virtua Boy und warum er gescheitert ist.

    http://www.youtube.com/wa... ( VORSICHT / im Video wird geflucht )

    Auch heutzutage ist es die Frage wie man das 3-D in die Spiele einbindet. Ob man sich wirklich neue Konzepte ausdenkt oder doch nur wieder alte Spielprozipien eine neue Ebende zuteilt und es " neu " nennt.

    Kaum ein feature ist so gehypt worden wie 3-D und kein andere feature war so enteuschend.

    Vor allem deshalb weil von 3-D grar Firstpersonspiele profitiren würden die daduch einen noch grössenen Endruk des "Mittendrins" vermittel können, grade diese Spielsparte aber nei wirklich über die shooter hinausgewachsen ist.

    So sind dei Meisen Konsolen Spiele eher nicht so geeignet für 3-D wie damal das mario Tennis Tietel der viel potential dadurch verschenkte eben nicht in der firstperson Perspective zu sein.

    Eine Leser-Empfehlung
    • Kisara
    • 28.03.2011 um 9:26 Uhr

    welche Entwicklung die für mich noch als "Gameboys" bekannten Spielkonsolen in den letzten Jahren durchmachten...
    Da fragt man sich wirklich, ob nicht auch ein altes Model für jene Zwecke ausreichend wäre...

    • tabe
    • 29.03.2011 um 13:23 Uhr

    Und wie sieht es mit Plutonium aus, die Dinger kommen doch aus Japan?

  2. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser 3D-Hype mehr ist als nur ein Hype. Macht das Filme oder wie in diesem Fall die Spiele wirklich besser? Vielleicht bin ich einfach auch schon zu alt für das Thema. Wer wie ich mit 8-Bit-Computern aufgewachsen ist, den begeistern 3D und Augmented Reality wohl nicht mehr so sehr. Und eine Konsole, die nur aus einem fixen Blickwinkel wirklich gut funktioniert, grenzt für mich an Themenverfehlung. Naja, die Augenärzte können sich freuen.

  3. Solche Spiele gibt es auch für bada und iOS, wenn auch nur mit Pseudo-3D, aber der Effekt ist toll. Die Kamera visiert ein Blatt Papier mit einem bestimmten Muster an, und schon spielt man z.B. Tower Defense auf dem heimischen Schreibtisch.

    Augmented Reality wird auch bei virtuellen Reiseführern und in diversen anderen Bereichen eingesetzt.

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