Wenn die ursprüngliche Entwicklerfirma 3D Realms gefragt wurde, wann denn nun endlich der neue Teil des Computerspiels Duke Nukem erscheine, antwortete sie stets mit dem Satz: " When it's done. " Nie gab es einen Termin, immer nur die Aussage, es komme, "wenn es fertig ist". Nach zwölf Jahren war 2009 dann das Geld alle, die Entwickler wurden entlassen und aus Duke Nukem wurde ein Mythos: das auf ewig unvollendete Spiel , das einst viele Fans hatte.

Nun ist es doch noch fertig geworden. Selbstverständlich mit Verzögerung. Die Produktionsfirma Gearbox hatte so viel Stil, den Starttermin noch ein letztes Mal zu verschieben . Ursprünglich sollte Duke Nukem Forever im Mai erscheinen, nun aber kommt es am 10. Juni. Ganz sicher.

Und für die Fans, die nach 14 Jahren noch übrig sind, könnte sich das Warten gelohnt haben. Denn der Duke ist ganz der Alte und die Geschichte ähnelt der in den früheren Teilen Duke Nukem 3D und Duke Nukem: Manhattan Project . Der Über-Macho Duke rettet die Welt vor fiesen Außerirdischen, die Frauen entführen, Menschen in Schweine verwandeln und für sich kämpfen lassen. Dazu muss er viel klettern, springen, kriechen und selbstverständlich wie verrückt um sich schießen. Neben der Welt erlöst er natürlich auch ein paar hübsche Frauen, die gemeinerweise an Bomben gekettet wurden, und gibt dabei stets seine zynischen, chauvinistischen und selbstverliebten Sprüche ab. " Hail to the king, baby! "

Praktisch alles an dem Spiel sei neu, sagt Randy Pitchford, der eine der früheren Versionen mitentwickelt hatte und nun Chef des Entwicklerstudios Gearbox ist, das die Rechte übernommen hat. Doch so ganz stimmt das nicht und soll es wohl auch nicht. Duke Forever fühlt sich doch sehr an wie das legendäre Duke 3D – und dieser Effekt war bestimmt beabsichtigt.

Die Geschichte, wie gesagt, ist die gleiche: Auch dieses Mal bewegt sich der Duke durch eine funktionierende amerikanische Stadt – durch Burger-Filialen, Kinos, Toiletten und so weiter. Na und?, ließe sich fragen, tun sie das nicht alle? Ja, das tun sie, heute. 1997 aber, als Duke 3D herauskam, war das ein revolutionäres Konzept. Damals spielten andere Shooter vor allem in dunklen Labyrinthen, deren einzige Aufgabe es war, den Weg anzuzeigen, den der Spieler nehmen musste.

Die ursprüngliche Idee von Duke Nukem, dass jeder Raum auch seiner Bestimmung gemäß verwendet werden kann, wurde nun noch ausgebaut. So kann der Duke Toiletten nicht nur eintreten, sondern auch benutzen, und Flipperautomaten, die in der Gegend herumstehen, können nicht nur betrachtet, sondern nun auch bespielt werden. Solche Abwechslungen gibt es in vielen Ecken zu entdecken und sie machen Spaß.