Social Games Freunde ausbeuten als Spiel
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Botschaft des Zweifels säen

ZEIT ONLNE: Was hat Cow Clicker Sie denn gelehrt?

Bogost: Dass der "social game"-Sektor und dass soziale Netzwerke im Allgemeinen kompliziert sind und merkwürdig und dass niemand wirklich damit umzugehen weiß, selbst diejenigen nicht, die damit eimerweise Geld verdienen.

ZEIT ONLINE: Wenn Cow Clicker als eine Art Kommentar zu "social games" gemeint war, hatten Sie dann Erfolg damit? Zehntausende von Menschen haben es immerhin ganz ernsthaft gespielt. Zeigt das nicht eher, dass die Leute die Pointe von Cow Clicker nicht verstanden haben?

Bogost: Ich weiß nicht so recht, was im Falle von Cow Clicker überhaupt ein "Erfolg" gewesen wäre. Jedenfalls hat es die Botschaft des Zweifels verbreitet und zwar gleichermaßen unter Spielern und Nicht-Spielern. Sogar die ernsthaften Spieler – und da gibt es viele – verspüren dabei einen seltsamen, irritierenden Stich. Vielleicht ist ja so ein Stich wirkungsvoller als wütend mit der Faust zu drohen.

ZEIT ONLINE: Im Juni haben Sie auf der Cow-Clicker-Seite verkündet, dass das Ende naht – die "Kuhpokalypse"! Ein Countdown läuft rückwärts, und schon in einer Woche könnte alles vorbei sein. Gibt es keinen Ausweg mehr?

Bogost: Da bin ich mir nicht sicher. Ich habe das Schicksal des Spiels in die Hände der Spieler gelegt. Sie können das Spiel am Leben erhalten, wenn sie Geld ausgeben – um die Kuhgötter zu beschwichtigen. Ich fürchte, viele von Ihnen glauben gar nicht an die Kuhpokalypse, so wie viele auch nicht an das Jüngste Gericht glauben. Aber die Kuhpokalypse ist definitv real. Ich glaube daran. Und es gibt ja auch noch die Möglichkeit, dass sich uns ein Heiland zu erkennen gibt.

 
Leser-Kommentare
  1. ist tatsächlich nicht gleichzusetzen mit dem sehr bekannten, gleichnamigen Familientherapeuten?

  2. Im Artikel erfährt man das nicht und im Kasten in der Mitte des Artikels steht zwar einiges über Facebook, aber nichts über Social Games.

    Informationsgehalt für mich daher: gleich Null.

    11 Leser-Empfehlungen
  3. Entfernt. Bitte bleiben Sie konstruktiv und achten auf Ihre Ausdrucksweise. Danke, die Redaktion/se.

    • Kelhim
    • 08.07.2011 um 20:41 Uhr

    Eine lustige Idee, das System der sozialen (im Sinne von Interaktion) Spiele mit den Mitteln des Systems zu parodieren. Spiele, die abseits von Spielspaß subtilen Druck erzeugen, ihm nicht zu lange fernzubleiben, weil man sonst den Anschluss verlöre, gab es natürlich schon vor der Invasion der Facebook-Spiele. Dieser soziale Druck fand sich in viel stärkerem Ausmaß bei World of Warcraft und ähnlichen MMORPGs (ist wieder ruhiger geworden, vielleicht spielen die Leute jetzt alle Farmville? ;o).

    Wie bei Alkohol oder Tabak liegt es an den Menschen, mit diesen Spielen verantwortungsvoll umzugehen, statt sich in künstliche Abhängigkeiten zu begeben, die Kern eines Geschäftsmodells sind.

    Eine Leser-Empfehlung
  4. keine CowApokalypse geben. Er verdient also mit etwas Geld, dass er im Grunde schlecht findet und redet sich dann mit Geschwurbel die Sache irgendwie schön.

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    Wie kann er mit CowKlicker Geld verdienen? Soweit ich weiß kann man nichts kaufen oder so...nur eine Rechenaufgabe lösen, um direkt wieder klicken zu dürfen. das Spiel ist sowas von sinnfrei und doof dass man es nur als Parodie sehen kann. Und schade, dass bald alles vorbei ist - es ist das einzige Facebookspiel dass ich jemals gespielt habe (habe mindestens 5 Mal auf meine Kuh geklickt)

    aber wenn er das Spiel als Satire konsequent durchziehen will muss er damit bis zum bitteren Ende gehen und den Leuten die sich dieser Dummheit hingeben das Geld aus der Tasche ziehen wie das letzendlich alle "Social Games" machen wollen.

    Ansonsten würde seine Kritk auf halber Strecke stehen bleiben.

    Wie kann er mit CowKlicker Geld verdienen? Soweit ich weiß kann man nichts kaufen oder so...nur eine Rechenaufgabe lösen, um direkt wieder klicken zu dürfen. das Spiel ist sowas von sinnfrei und doof dass man es nur als Parodie sehen kann. Und schade, dass bald alles vorbei ist - es ist das einzige Facebookspiel dass ich jemals gespielt habe (habe mindestens 5 Mal auf meine Kuh geklickt)

    aber wenn er das Spiel als Satire konsequent durchziehen will muss er damit bis zum bitteren Ende gehen und den Leuten die sich dieser Dummheit hingeben das Geld aus der Tasche ziehen wie das letzendlich alle "Social Games" machen wollen.

    Ansonsten würde seine Kritk auf halber Strecke stehen bleiben.

  5. Wie kann er mit CowKlicker Geld verdienen? Soweit ich weiß kann man nichts kaufen oder so...nur eine Rechenaufgabe lösen, um direkt wieder klicken zu dürfen. das Spiel ist sowas von sinnfrei und doof dass man es nur als Parodie sehen kann. Und schade, dass bald alles vorbei ist - es ist das einzige Facebookspiel dass ich jemals gespielt habe (habe mindestens 5 Mal auf meine Kuh geklickt)

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    Offensichtlich kann man doch geld ausgeben. Mehr Kühe kaufen und so. Mist.

    Offensichtlich kann man doch geld ausgeben. Mehr Kühe kaufen und so. Mist.

  6. 7. Mist .

    Offensichtlich kann man doch geld ausgeben. Mehr Kühe kaufen und so. Mist.

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    Antwort auf "Geld???"
    • Opaoma
    • 09.07.2011 um 0:16 Uhr

    wie schon erwähnt wäre es hilfreich zu erfahren, was das denn genau ist. Ich spiele gerne Computerspiele von Kind auf, habe jedoch keine Vorstellung was ein social game ist. So macht das Interview wenig sinn.

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    Da wir uns am Anfang dieser Art von Spielen befinden, ist es nicht ganz so einfach zu definieren was denn genau "Social Games" sind. Da hat jeder so seine persönlichen Ansichten zu. Wie auch der interviewte Spieledesigner Bogost, die ich für etwas schwarzmalerisch und überspitzt halte.
    Für mich sind "Social Games" Spiele mit leicht verständlicher Benutzeroberfläche und man kann mit einem einem sozialen Netzwerk interagieren. Was aber kein muss ist. Auch diverse Videospiele interagieren mit dieser Komponente. Sogar für unterwegs. Für das jeweilige Spiel bedeutet das, Geselligkeit wird der wichtigste Motor für Fortschritt und anhaltendes Interesse.
    Doch wer es ganz genau wissen will, dem lege ich diesen Link nahe http://www.gamesbrief.com...
    Hier wurden mehr als mehr als zwei Dutzend Spiele-Koryphäen zum Thema befragt (Der Artikel ist von Januar 2011).

    Da wir uns am Anfang dieser Art von Spielen befinden, ist es nicht ganz so einfach zu definieren was denn genau "Social Games" sind. Da hat jeder so seine persönlichen Ansichten zu. Wie auch der interviewte Spieledesigner Bogost, die ich für etwas schwarzmalerisch und überspitzt halte.
    Für mich sind "Social Games" Spiele mit leicht verständlicher Benutzeroberfläche und man kann mit einem einem sozialen Netzwerk interagieren. Was aber kein muss ist. Auch diverse Videospiele interagieren mit dieser Komponente. Sogar für unterwegs. Für das jeweilige Spiel bedeutet das, Geselligkeit wird der wichtigste Motor für Fortschritt und anhaltendes Interesse.
    Doch wer es ganz genau wissen will, dem lege ich diesen Link nahe http://www.gamesbrief.com...
    Hier wurden mehr als mehr als zwei Dutzend Spiele-Koryphäen zum Thema befragt (Der Artikel ist von Januar 2011).

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