Google+ erwächst zur Konkurrenz
Empires and Allies ist unterhaltsam und wagt einen vorsichtigen, ersten Spagat zwischen gutem Game-Design und Facebook-Konventionen. Letztere beschränken die Spielzüge pro Tag, verlangen eine andauernde Benachrichtigung der Facebook-Freunde über den eigenen Spielfortschritt, bieten deutliche Vorteile für Spieler, die reales Geld zahlen und haben kein echtes Ende oder Ziel. Außerdem wird in Facebook-Games bisher vor allem asynchron miteinander gespielt, also nicht gleichzeitig und kooperativ.
Hero Generations, ebenfalls neu bei Facebook, lässt nicht nur die Konventionen von Empires and Aliens weit hinter sich, sondern auch die hohen Budgets und professionellen Studios von CivWorld. Als Pixelheld erkunden die Spieler hier ein Fantasy-Reich, bekämpfen Monster, sammeln Artefakte und Ruhm, um letztendlich einen passenden Lebenspartner zu finden und Nachwuchs zu zeugen, der die Heldenlinie fortsetzen soll.
Ein ganzes Heldenleben in fünf Minuten, als Metapher auf die knapp bemessene Zeit eines Menschenlebens: Damit ist das in Alleinarbeit von Scott Brodie entwickelte Hero Generations den sogenannten Art Games deutlich näher als anderen Facebook-Spielen. Facebook ist für Brodie bloß die Plattform, um Fragen des Menschseins nachzugehen. Ein kurzes Spiel und ein schönes Experiment.
Egal ob Indie-Entwickler, Traditionshaus oder Start-up-Unternehmen: Innerhalb kurzer Zeit sind die Spiele auf Facebook komplexer, spannender und mutiger geworden. CivWorld oder Empires and Allies scheinen zudem zu versprechen, dass die Zukunft im gemeinsamen Spielen liegt.
Eine Entwicklung, die auch Google erkannt hat. In seinem Netzwerk Google+ gibt es seit kurzem ebenfalls einen Bereich für Spiele, die Angebote sind ähnlich sozial angelegt wie auf Facebook. Dass sich zwischen beiden Plattformen eine Konkurrenz entwickelt, zeigen beispielsweise die Preise. Facebook behält von dem Umsatz, den die Spielefirmen in dem Netzwerk machen, 30 Prozent. Google bietet Entwicklern derzeit wohl einen Einstiegspreis von nur fünf Prozent an und hat angekündigt, auch künftig unter der Marge Facebooks zu bleiben.
Facebook also braucht überzeugende Antworten, um weiter so viele Menschen auf seinen Servern zu binden. Qualität bei den Spielen wäre eine.
- Datum 16.08.2011 - 12:07 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Na denn. Hilft eigentlich nur, dass Verlierer sein hoffähig wird. Dann sind wir aus dem Schneider.
Der Schmäh um facebook wird halt immer dämlicher. Kommunizieren wird Vollzeitarbeit. Leider unbezahlt.
der ersten Stunde sage ich ihnen, dass sie leider gänzlich falsch liegen. Nicht um Kommunikation geht es.
Es geht den Spielemachern darum, die Leute möglichst lange und intensiv mit dem Spiel zu beschäftigen, und die Spieler werden zudem gezwungen "Freunde" einzuladen um bestimmte Ziele zu erreichen.
Nur wer beispielsweise 10 Freunde im Spiel hat, kann ein Haus bauen.
Mit echter Kommunikation hat das nichts zu tun.
Es hat vielmehr etwas von einem Schnellballsystem.
> ... neue Games sind komplexer und vor allem sozialer. <
Vor allem sozialer! Welch eine makabre Definition.
"In der Umgangssprache bedeutet „sozial“ den Bezug einer Person auf eine oder mehrere andere Personen; dies beinhaltet die Fähigkeit (zumeist) einer Person, sich für andere zu interessieren, sich einfühlen zu können, das Wohl Anderer im Auge zu behalten (Altruismus) oder fürsorglich auch an die Allgemeinheit zu denken."
Alle von mir bisher gespielten Spiele in FB habe ich genau so wahrgenommen, manche mehr, manche weniger. Als langjähriger Civ Fan reizt mich die Social Network Variante durchaus, aber ich möchte sicher nicht zum unbezahlten Werbebotschafter für ein Spiel werden. Außerdem habe ich keine Lust, mir immer Zeit für bestimmte zeitkritische Quests nehmen zu müssen.
Aber das Schöne daran ist: Es ist alles freiwillig, und man kann ohne wirkliche Sanktionen auch damit wieder aufhören :)
Ich finde es schade, das hier in den Kommentaren nur darauf eingeganen wird, wie furchtbar Bezahlinhalte in Social Networks sind. Okay, darf man drüber diskutieren und sie auch gerne hassen, aber: Die gehören nun mal in der Gegenwart zum Geschäftsmodell der Social Networks und deshalb müssen Gamedesigner dem auch Rechnung tragen, weil aus Spass machen die das ja nicht und die ganze Umsonst-Mentalität des Internets hilft Entwicklern auch nicht gerade weiter. Da empfinde ich das Free2Play (mit Bezahlinhalten) Konzept durchaus die logische Folge. Unabhängig davon sind bei allen drei Spielen Bezahlinhalte nicht unverzichtbar, also für diesen Artikel hier vielleicht nicht unbedingt das zentrale Thema?
Viel Interessanter finde ich wirklich, dass die Entwickler eben jetzt öfter stärker auf Qualität setzen und nicht auf Klickibunti-Sammelwahn-Spiele setzen sowie dass das Gameplay sich weiterentwickelt, sowohl in klassische Genres hinein (CivWorld) als auch in neue Richtungen (Hero Generations). Es sind eben erstaunlicherweise zwischen all dem zu Recht verschrienen Ausbeuter-Blödsinn Spiele versteckt, die einem schlicht durch ihre Qualität wieder etwas zurückgeben! Insofern: Interessanter Artikel!
Und wenn man mal für einen moment die bösen Bezahlinhalte ausblendet: Haben wir nicht schon immer gute, unerhaltsame Spiele mit unseren Freunden teilen wollen?
kommt die schärfste Kritik an dieser Art von Spielen immer noch aus der Spieleindustrie selber:
http://www.gamasutra.com/...
http://www.eurogamer.de/a...
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