Geschlechterrollen Games, die ein Leben veränderten
Morgan McCormick wurde als Junge geboren. Es fühlte sich falsch an. In Computerspielen trainierte sie, eine starke Frau zu sein – und entschloss sich, als Frau zu leben.
Eine glückliche Kindheit hatte Morgan McCormick nicht. Schon als Dreijährige wusste sie, dass der Körper, in dem sie geboren wurde, nicht der richtige für sie war. Sie war ein Junge, der viel lieber ein Mädchen sein wollte. Angst bestimmte ihr Leben über viele Jahre. Angst entdeckt und ausgelacht zu werden. Angst bestraft zu werden. Angst in die Hölle zu kommen. Es waren schließlich Computerspiele, die ihr den Mut zu einer Geschlechtsangleichung gaben.
"Games waren der einzige Weg für mich, eine Frau zu sein, jedenfalls außerhalb meiner Fantasie", sagt die heute 24-Jährige, die sich selbst als "lesbische Transsexuelle" bezeichnet. Je komplexer die Spielcharaktere im Laufe der Jahre wurden, desto mehr konnte sich McCormick mit ihnen identifizieren.
Perfect Dark aus dem Jahr 2000 war das erste Spiel, das ihr die Möglichkeit gab, als starke Frau zu handeln, ohne den hypersexualisierten Figuren der Lara-Croft-Liga entsprechen zu müssen: Als Agentin Joanna Dark vergaß McCormick für einige Zeit ihren verhassten männlichen Körper und ballerte sich "den Kopf frei", wie sie sagt. Bis zu ihrer Entscheidung, den realen Körper an das virtuell gelebte Ideal anzugleichen, sollte es aber noch Jahre dauern.
- Transsexualität
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Bei transsexuellen Menschen herrscht eine Diskrepanz zwischen den körperlichen Geschlechtsmerkmalen und der Geschlechtsidentität: Es sind Männer, die mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren werden und Frauen, die mit männlichen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommen.
Die Weltgesundheitsorganisation stuft Transsexualität im Katalog ICD-10 als psychische Krankheit ein ("Geschlechtsidentitätsstörung“). Diese Einordnung ist jedoch umstritten, Transsexuellenverbände wehren sich gegen die Pathologisierung.
In Frankreich darf Transsexualität nicht als psychische Krankheit eingestuft werden, Frankreich hat die WHO 2009 aufgefordert, Transsexualität aus dem ICD-10 zu streichen.
- Gesetz
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In Deutschland gilt das Transsexuellengesetz (TSG). Dort ist unter anderem geregelt, unter welchen Bedingungen Transsexuelle ihren Vornamen ("kleine Lösung") und den Personenstand ("große Lösung") ändern lassen können.
Allerdings hat das Bundesverfassungsgericht im Januar 2011 mit dem Operationszwang erneut einen Teil des Gesetzes für verfassungswidrig erklärt.
- Angleichende OP
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Bei der geschlechtsangleichenden Operation von Transfrauen werden die Hoden entfernt und aus dem Penis eine Vagina rekonstruiert. Bei der Operation von Transmännern werden in der Regel die Brüste, sowie Gebärmutter und Eierstöcke entfernt und manchmal ein Neophallus rekonstruiert.
Der Begriff "Geschlechtsumwandlung" wird von Transsexuellen als nicht zutreffend empfunden, da sich durch die Operation nicht ihr Geschlecht ändert, sondern nur die körperlichen Merkmale an die Geschlechtsidentität angepasst werden.
Der OP voraus geht eine Hormonbehandlung, die in der Regel ein Leben lang fortgeführt wird.
- Begriffe
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Transmann, Drag Queen? Wenn es um Transsexuelle geht, herrscht oft Sprachverwirrung. Das Transgender Netzwerk Berlin hat gängige Selbstdefinitionen aufgelistet.
Informationen gibt es unter anderem auch bei der deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität und der Aktion Transsexualität und Menschenrecht.
Dass sich Computerspiele als geschützter Raum zum Ausprobieren von Geschlechterrollen besonders eignen, liegt nahe. Spieler können ihre Identität verschleiern, ihr Erscheinungsbild wechseln, ihr Verhalten, ihre Kommunikation. Die Handlungen im Spiel haben keine Konsequenzen im realen Leben.
Der probeweise Gender Switch sei in der Gamer-Szene durchaus üblich, sagt Jutta Zaremba, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Kunst und Visuelle Medien am Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung der Universität Flensburg. So gibt es das sogenannte Cosplay-Phänomen, bei dem Fans "wie die von ihnen verehrten medialen Figuren aus Computerspielen posieren", wie Zaremba sagt. Sie fertigen selbst Kleider an, überlegen sich Inszenierungen, erstellen möglichst professionelle Fotos, die sie auf Fanportale stellen, und treten mitunter öffentlich auf Conventions oder Messen auf. Durchaus auch Frauen als Männer und umgekehrt.
Einen solchen Gender Switch hat auch McCormick immer wieder geprobt. Sie sei "eine Person in jahrelanger, teils isolierter persönlicher Ausnahmesituation, die Stärke, Mut und Ermächtigungshandeln aus medialen Vorbildern gezogen hat, um ihr Leben schließlich für sich selbst gender-stimmig zu gestalten", glaubt Forscherin Zaremba.
Einüben von Gender-Konventionen
Zaremba gehört zu den wenigen deutschen Wissenschaftlerinnen, die sich mit dem Thema Games und Gender befassen. So normal der spielerische Wechsel zwischen den Geschlechterrollen auch sein mag, die Auswirkungen seien nicht planbar, sagt sie: "Grundsätzlich sind Identifikationen mit medialen Heldinnen und Helden komplex und können weder vorausgesagt noch eindeutig erklärt werden. Auch nicht von den Spieleentwicklern." Die Ausprägungen seien zu vielfältig: "Handelt es sich um eine bewusste Strategie, eine spielerische Maskerade, eine hyperreale Vervielfältigung von Geschlechtsbildern, eine Netzphantasie des Begehrens?"
Doch was immer das Motiv sein mag, die Wissenschaftlerin hält Computerspiele für ein geeignetes Trainingsgelände, um alte Verhaltensweisen abzulegen und neue zu erlernen: "Probehandeln" nennt sie das Ausprobieren und Experimentieren mit dem Rollenverhalten eines anderen Geschlechts. Das könne "eine Befreiung von Parametern erworbener Rollenstereotypien sein". Wobei dabei letztlich neue Konventionen und Stereotypen erworben würden, "nur eben zur Abwechslung die des anderen Geschlechts".
- Datum 15.09.2011 - 13:45 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Die Entwicklung einer neuen starken Frau kann ich eigentlich eher nicht erkennen. Eher hat sich das von keiner Möglichkeit, eine Frau überhaupt zu spielen, zu einem jetzt spielbaren Frauenbild gewandelt, das gängigen männlichen Phantasien entspricht. Viele Gamer lieben es einfach Lesbische Charaktere zu spielen.
Liegt vielleicht an der verbesserten Grafik aber zb in Dragon Age 2 laufen keine Frauen mit realistischen Körbchengrößen rum.
Sozusagen "Porno 2.0" interaktiv :D
Tja, wenn man kein Reallife hat ist sowas vorprogrammiert; ( und das sage ich aus alter eigener Erfahrung ( man muss sich nur mal eine zeitlang in den Rollenspielforen rumtreiben)
Ob ich dies übertrieben sehe? Kann sein!
PC-Spiele bieten aber definitiv immer weniger Herausforderung sondern möchten immer mehr einfach nur unterhalten und setzen dabei immer mehr auf erotische Inhalte.
sondern ahnungslos. Geschlechterrollen sind nicht zu 100% dem freien Willen unterworfen. Würden Sie sich glücklich fühlen, wenn Sie gezwungen wären, eine Geschlechterrolle auszufüllen, die nicht Ihrem Gefühl von sich selbst entspricht? Man stellt nicht seine Rolle in Frage, weil es diese Games gibt, sondern man probiert in den Games aus, was im Real Life nicht geht. Der Fehler liegt beim Real Life.
sondern ahnungslos. Geschlechterrollen sind nicht zu 100% dem freien Willen unterworfen. Würden Sie sich glücklich fühlen, wenn Sie gezwungen wären, eine Geschlechterrolle auszufüllen, die nicht Ihrem Gefühl von sich selbst entspricht? Man stellt nicht seine Rolle in Frage, weil es diese Games gibt, sondern man probiert in den Games aus, was im Real Life nicht geht. Der Fehler liegt beim Real Life.
"Doch was immer das Motiv sein mag, die Wissenschaftlerin hält Computerspiele für ein geeignetes Trainingsgelände, um alte Verhaltensweisen abzulegen und neue zu erlernen..."
Auch wenn sich manche gleich wieder empören werden, aber dieser Aussage zufolge könnte man sich doch auch ein gewaltätiges Verhalten mithilfe bestimmter Gewaltspiele aneignen. Denn auch in Gewaltspielen werden bestimmte Verhaltensweisen, die sich jenseits normaler gesellschaftlicher Konventionen bewegen, erworben und eingeübt.
Damit will ich nicht behaupten Gewaltspiele führten zwangsläufig zu Gewalt. Nein, so einfach ist es sicher nicht, aber man sollte doch einmal genau darüber nachdenken, welche Verhaltensmuster durch Computerspiele gefördert werden und ob diese im Sinne eines friedlichen und respektvollen Umganges in der Gesellschaft sind.
Also ich wüsste jetzt nicht, wo der grundlegende Unterschied zwischen den Charakteren Lara Croft und Joana Dark liegen sollten. Sind halt beides Titten mit Waffen und bei beiden Charaktären ist die Charakterentwicklung nicht sonderlich komplex.
Wenn ich mir den Charakter aus diesem Guilty Gear anschaue, dann sieht der für mich auch recht stereotypisch aus.
"Grundsätzlich sind Identifikationen mit medialen Heldinnen und Helden komplex und können weder vorausgesagt noch eindeutig erklärt werden. Auch nicht von den Spieleentwicklern." Oh ein Captain Obviouse.
Mal was ganz anderes: Woran macht man fest, ob eine Frau im Männerkörper ist oder umgekehrt? Man kann ja weder in die Köpfe der Menschen hinein schauen? Auch glaube ich, dass nicht wirklich geklärt ist, wie Männer und Frauen anders denken (und ob überhaupt). Im Endeffekt ist es ja total Wurst, weil wenn diese Menschen eben den Wusch verspüren sich umopperieren zu lassen (das Wort "Geschlechtsangleichung" halte ich da für sehr ideologisch gefärbt), kann man ihnen ja diesen Wunsch erfüllen. Wenn sie sich danach besser fühlen, warum nicht. Oder gibt es Methoden um ohne Anschauung der Person neutral festzustellen? Wo liegen überhaupt die Unterschiede zwischen Mann und Frau, außer im physischen und in der Sozialisation?!
so verhalten würde, wie Figuren in virtuellen Räumen oder Spielen, wäre ich schon längst meine Arbeit los, hätte kaum noch soziale Kontakte mal von diversen Fachkräften, die mit mir arbeiten müssen und meine Kinder wären in staatlicher Obhut.
Glaubt tatsächlich irgendjemand, dass ein Spiel sexuelle Rollenschemata lehren kann und läßt sich aufgrund dessen den Körper chirurgisch umbauen?
Bitte sagt mir, dass das eine Ente ist?!?
Moin. Mich würde mal interessieren, was für Eigenschaften sie meinen?
Klar: Sie würden ja nicht mit ner Pistole durch die Gegend rennen und Mafiosi umballern, aber welche Charaktereigenschaften meinen sie, die Spieleheldinnen wie Lara Croft etc. besitzen würden, bei denen man in unserer Gesellschaft als Frau schnell weggeballert wird?
Glaubt tatsächlich irgendjemand, dass ein Spiel sexuelle Rollenschemata lehren kann und läßt sich aufgrund dessen den Körper chirurgisch umbauen?
Offensichtlich. Nur mit der Realität hat das wenig zu tun. Selten, das wir mal einer Meinung sind :-)
Moin. Mich würde mal interessieren, was für Eigenschaften sie meinen?
Klar: Sie würden ja nicht mit ner Pistole durch die Gegend rennen und Mafiosi umballern, aber welche Charaktereigenschaften meinen sie, die Spieleheldinnen wie Lara Croft etc. besitzen würden, bei denen man in unserer Gesellschaft als Frau schnell weggeballert wird?
Glaubt tatsächlich irgendjemand, dass ein Spiel sexuelle Rollenschemata lehren kann und läßt sich aufgrund dessen den Körper chirurgisch umbauen?
Offensichtlich. Nur mit der Realität hat das wenig zu tun. Selten, das wir mal einer Meinung sind :-)
Moin. Mich würde mal interessieren, was für Eigenschaften sie meinen?
Klar: Sie würden ja nicht mit ner Pistole durch die Gegend rennen und Mafiosi umballern, aber welche Charaktereigenschaften meinen sie, die Spieleheldinnen wie Lara Croft etc. besitzen würden, bei denen man in unserer Gesellschaft als Frau schnell weggeballert wird?
sehr weit von den Erwartungen und auch von den Umgangsformen im Alltag von Frauen entfernt. Ich kenne keine einzige, die ich als alltagstauglich ansehen würde und die meisten kommen mir vor wie sehr sportliche und kampfbereite Männer mit etwas anderen Formen und einem Sexualverhalten, das gesellschaftlich mit Sicherheit sanktioniert würde.
Der Gegenentwurf sind die Nicht-Heldinnen in Spielen, die genommen und gerettet werden müssen, da sie es sind, für die sich der Held abarbeitet. Aber auch diese Rolle ist nicht alltagstauglich.
sehr weit von den Erwartungen und auch von den Umgangsformen im Alltag von Frauen entfernt. Ich kenne keine einzige, die ich als alltagstauglich ansehen würde und die meisten kommen mir vor wie sehr sportliche und kampfbereite Männer mit etwas anderen Formen und einem Sexualverhalten, das gesellschaftlich mit Sicherheit sanktioniert würde.
Der Gegenentwurf sind die Nicht-Heldinnen in Spielen, die genommen und gerettet werden müssen, da sie es sind, für die sich der Held abarbeitet. Aber auch diese Rolle ist nicht alltagstauglich.
sehr weit von den Erwartungen und auch von den Umgangsformen im Alltag von Frauen entfernt. Ich kenne keine einzige, die ich als alltagstauglich ansehen würde und die meisten kommen mir vor wie sehr sportliche und kampfbereite Männer mit etwas anderen Formen und einem Sexualverhalten, das gesellschaftlich mit Sicherheit sanktioniert würde.
Der Gegenentwurf sind die Nicht-Heldinnen in Spielen, die genommen und gerettet werden müssen, da sie es sind, für die sich der Held abarbeitet. Aber auch diese Rolle ist nicht alltagstauglich.
So oberflächlig und vermännlicht sind die weiblichen Charaktere in Spielen gar nicht:
Beispiele gefällig?
Ashley Madeline Williams - Mass Effect
Tali'Zorah nar Rayya - Mass Effect
Roll - Mega Man
Samus Aran - Metroid
Zelda - The Legend of Zelda
die 2 weiblichen Charaktere aus Secret of Mana
- generell weibliche Charaktere in World of Warcraft
...
Vermännlichte Frauen gibt es nur beim Frauenfussball.
Just my 2 cents. ;-)
So oberflächlig und vermännlicht sind die weiblichen Charaktere in Spielen gar nicht:
Beispiele gefällig?
Ashley Madeline Williams - Mass Effect
Tali'Zorah nar Rayya - Mass Effect
Roll - Mega Man
Samus Aran - Metroid
Zelda - The Legend of Zelda
die 2 weiblichen Charaktere aus Secret of Mana
- generell weibliche Charaktere in World of Warcraft
...
Vermännlichte Frauen gibt es nur beim Frauenfussball.
Just my 2 cents. ;-)
Weiblichen Hauptcharaktere, bzw spielbare weibliche Figuren wurden einzig geschaffen, um dem weiblichen Publikum eine Identifikationsmöglichkeit zu geben. Ich als Frau spiele viel lieber ein Computerspiel, wenn ich dort als weibliche Spielerin auftreten kann. Es ärgert mich geradezu, wenn ich einen Mann spielen muss. (Oh wie gern hätte ich need for speed als Weiblein gezockt ^^).
Und das Computerspiele und ihre Plots extremst Realitätsfern sind, weiß auch jeder Spieler.
Weibliche Spielfiguren werden in der Tat häufig von Männern gespielt, einfach deshalb, weil sie beim zocken lieber 'nen Weiberarsch ansehen, als einen männlichen Heldenhintern. Mit transgender hat das nullkommanichts zu tun.
Wo ich aber durchaus eine Verbindung sehe: Beim Wohlfühlen. Ich persönlich fühle mich beim Spielen viel wohler, wenn ich ne Frau spielen kann. Ausser bei den Sims, da spiel ich ab und zu mal auch nen Mann. Ich denke, wenn sich jemand im eigenen Geschlecht nicht sicher ist, sind Fantasiefiguren eine gute Möglichkeit, zu testen, ob man diese 'Rolle' lieber mag - sich in ihr wohl fühlt. Bei Lara Croft eher weniger, aber vll bei Figuren aus WoW - wo man die Figur auch realen Menschen gegenüber vertritt.
"Weiblichen Hauptcharaktere, bzw spielbare weibliche Figuren wurden einzig geschaffen, um dem weiblichen Publikum eine Identifikationsmöglichkeit zu geben."
Ist das Ihr Ernst? Weibliche Spielfiguren wurden zuerst einmal dafür geschaffen, dass die vorherrschend männliche Zielgruppe (geilen) Spaß daran hat. Siehe das Lara-Croft-Phänomen: eine pseudo-toughe, übersexualisierte Männerphantasie.
"Weibliche Spielfiguren werden in der Tat häufig von Männern gespielt, einfach deshalb, weil sie beim zocken lieber 'nen Weiberarsch ansehen, als einen männlichen Heldenhintern. Mit transgender hat das nullkommanichts zu tun."
Bei Wikipedia mal Heteronormativität nachschlagen, bitte. Das nicht alle Männer/Gamer auf "Weiberärsche" schauen wollen ist Ihnen schon aufgefallen? Oder das man etwa in Dragon Age eine romantische Beziehung zum gleichen Geschlecht aufbauen kann?
Dass in ihrer Weltsicht das "nullkommanichts mit trangender" zu tun hat -- das glaube ich gern.
"Weiblichen Hauptcharaktere, bzw spielbare weibliche Figuren wurden einzig geschaffen, um dem weiblichen Publikum eine Identifikationsmöglichkeit zu geben."
Ist das Ihr Ernst? Weibliche Spielfiguren wurden zuerst einmal dafür geschaffen, dass die vorherrschend männliche Zielgruppe (geilen) Spaß daran hat. Siehe das Lara-Croft-Phänomen: eine pseudo-toughe, übersexualisierte Männerphantasie.
"Weibliche Spielfiguren werden in der Tat häufig von Männern gespielt, einfach deshalb, weil sie beim zocken lieber 'nen Weiberarsch ansehen, als einen männlichen Heldenhintern. Mit transgender hat das nullkommanichts zu tun."
Bei Wikipedia mal Heteronormativität nachschlagen, bitte. Das nicht alle Männer/Gamer auf "Weiberärsche" schauen wollen ist Ihnen schon aufgefallen? Oder das man etwa in Dragon Age eine romantische Beziehung zum gleichen Geschlecht aufbauen kann?
Dass in ihrer Weltsicht das "nullkommanichts mit trangender" zu tun hat -- das glaube ich gern.
Aus dem eigenen Körper zu schlüpfen. Das muss nicht unbedingt der Geschlechtswechsel sein, doch letztlich kann man sich in vielen Bereiche, einschließlich reinen Chatprogrammen, eine eigene Persona wählen.
Spiele mit vorgegeben Figuren begrenzen einen dabei schon wieder unnötig viel. Spielt man Lara Croft, spielt man eben kein weibliches Ich, sondern eben Lara Croft. Ebenso sieht es bei allen anderen, mehr oder minder ausgearbeiteten Charakteren aus.
Mehr bieten sich das MMORPGs an, wobei dort in der Regel wenig Rollenspiel und soziale Interaktion stattfindet, die über das jedes anderen Spiels hinausgehen. Die Rolle im Spiel spielt keine (sonderliche) Rolle. Ob da der Heiler eine Frau oder ein Mann ist, hauptsache der Heal Output stimmt.
Es gab bzw gibt ein Spiel, Neverwinter Nights, dass einen eigenen Editor hatte und die Möglichkeiten, kleine Multiplayerwelten aufzubauen. Auch hier gab es natürlich viele reine Hack&Slay Welten, aber auch einige mal mehr mal weniger gute Rollenspielserver. Dort ging es dann tatsächlich um die gespielten Charaktere und das bietet dann durchaus auch die Möglichkeit, sich sehr stark in eine Rolle hineinzuversetzen bzw auch das eigene, "eigentliche" Ich zu spielen, wenn man denn mag.
Ähnliches ist natürlich auch ohne Spiel möglich.
Aber man sollte schon die Freiheit haben, sich selbst zu spiele, wie immer man sich sieht und nicht wieder nur eine neue Vorgabe zu haben.
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