App-Test : Zerstöre deine Facebook-Freunde

Rache für nervige Status-Updates: Die App "Face-Invaders" ersetzt die feindlichen Raumschiffe aus dem Spieleklassiker "Space Invaders" durch Fotos der Facebook-Kontakte.
Face-Invaders sieht aus wie Space Invaders – nur die feindlichen Raumschiffe werden durch die eigenen Facebook-Kontakte ersetzt. Screenshot ZEIT ONLINE

Name:Face-Invaders

Inhalt:Face-Invaders ist Space Invaders , der Arcade-Klassiker von 1978, nur die Gegner sind andere. Bei Face Invaders geht es nicht darum, Außerirdische abzuschießen, sondern die eigenen Facebook-Kontakte. Die iPad-App lädt deren Profilfotos und setzt sie in zufälliger Reihung als Gegner im Spiel ein. Wer die ersten Angriffswellen überstanden hat, muss es mit dem Boss-Freund aufnehmen.

"Sie kamen... aus deinem Newsfeed" witzeln die Macher der App. Und sie treffen einen Nerv. In Zeiten von Facebook Fatigue ist es offenbar vielen ein Bedürfnis, ihre Facebook-Freunde zumindest kurzfristig zu pulverisieren. Einige Spieler haben das Suchtpotenzial schnell erkannt , nur vereinzelt stört sich jemand an dem Gedanken , auf die Bilder realer Personen zu schießen. Die App ist von Apple mit einer Altersempfehlung ab neun Jahren versehen worden.

Die Steuerung ist simpel gehalten: Das eigene Raumschiff bewegt sich, wenn der Spieler das iPad an einer Seite kippt. Im Test reagierte der Tablet-Sensor ein kleines bisschen zu langsam, aber mit ein wenig Übung sollte es gehen. Gefeuert wird, indem man irgendwo auf den Bildschirm tippt.

Die Ergebnisse können natürlich auf Facebook geteilt werden. Müssen sie aber nicht. Oben links am Bildschirm ist ein unscheinbarer Reload-Button, mit dem sich das Veröffentlichen der Ergebnisse umgehen lässt.

Plattform: Noch gibt es die App nur für das iPad . Nach Angaben der Entwickler sind Versionen für andere Plattformen in Arbeit.

Daten: Die App ist eng mit Facebook verknüpft und verlangt Zugriff auf alle allgemeinen Daten, die man bei Facebook öffentlich gemacht hat, auf die eigenen Fotos bei Facebook sowie die Berechtigung, Facebook die Spielergebnisse mitzuteilen, damit sie geteilt werden können. Letzteres ist aber, wie erwähnt, nur eine Option.

Kosten: 1,59 Euro

Bewertung: Simple Ideen sind oft die besten. Das Spiel dürfte vor allem den Fans des Klassikers Space Invaders gefallen. Im Test zeigte sich auch, dass auch Anfänger schon nach wenigen Sekunden verzückt sind, wenn sie etwa ihre lieben Kollegen virtuell zerstören. Was fehlt, ist eine Android-Version – und perspektivisch das gleiche Spiel für Google+ .

Wenn Sie auch eine App kennen, die wir Ihrer Meinung nach vorstellen sollten, schreiben Sie uns eine E-Mail an games@zeit.de, gerne mit einer kurzen Begründung, warum Sie das Programm mögen. Wir freuen uns über Ihre Tipps und Vorschläge!

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Kommentare

5 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Gefährliche Ballerspiele

Solche brutalen Ballerspiele müssen endlich verboten werden. Das Gewaltpotenzial, was von solchen Spielen ausgeht wird immer gefährlicher. Früher wurden nur Pixel abgemetzelt, heute sind es Facebookfreunde und morgen ein Amoklauf.

Damit habe ich allen Gutmenschen die Argumente schon einmal vorweggenommen ;)

Für die nächste Version dieses Spiels wünsche ich mir Facebookserver als Gegner. Im letzten Level kann man dann den Endgegner Zuckerberg abschießen und als Belohnung ist Facebook einen Tag offline. Wenn genügend Spieler zusammenkommen wäre es das ein absoluter Cyberwar und das Ende von Facebook.

Vorsicht: Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten