Shooter Dem neuen Max Payne fehlt noch die Poesie
Der Third-Person-Shooter "Max Payne 3" wird realistischer als seine Vorgänger. Ob darunter die gewohnte Film-Noir-Atmosphäre leidet, verrät Rockstar Games nur im Ansatz.

Max Payne 3 – auch der kommende Teil der Spielereihe wird Elemente des Film Noir beinhalten.
Edgar Allan Poe schrieb 1846 in einem Aufsatz: "Der Tod eines schönen Weibes ist unzweifelhaft der poetischste Gegenstand von der Welt." An Poes Poesie der schönen Leiche orientierte sich auch das 2001 erschienene Videospiel Max Payne. Im März soll der dritte Teil der Reihe erscheinen – und bisher ist von Poesie nicht viel zu sehen.
Ein Blick zurück auf die Vorgänger: Als der gleichnamige Held, ein Polizist in New York, eines Tages nach Hause kommt, trifft er auf eine Gruppe von Gangstern. Gleich darauf hört er seine Frau um Hilfe rufen. Doch bis Payne sich den Weg ins Schlafzimmer freigeschossen hat, ist sie tot. Ihr Gesicht stets vor Augen und nur von Schmerzmitteln aufrecht gehalten irrt Max Payne fortan durch eine Nachtwelt voller Korruption und Drogen. Und auch die nächste schöne Frau, die seinen Weg kreuzt, die Killerin Mona Sax, muss ihr Leben lassen – in der Fortsetzung von 2003, Max Payne 2: The Fall of Max Payne.
Im Vordergrund der beiden Spiele stand ein Held, der von seiner toten Frau erzählte. Alles, was er sagte, war von Trauer eingefärbt. Der Spieler befand sich in Paynes Kopf, auch wenn die Third-Person-Perspektive, die auf ihn herabsehen ließ, das Gegenteil nahelegte. Die Atmosphäre war geprägt vom emotional gefärbten Tunnelblick des Helden, mit starken Anleihen im Film Noir der 40er Jahre. Anders als bei Open World Games wie Red Dead Redemption gehörte es immer zu Paynes Paranoia, dass er in der linearen Abfolge der Ereignisse gefangen war. Sein Schicksal war unausweichlich.
Die falsch verstandene Moral von Dornröschen
Dieser Noir-Stil, der mit Realismus nicht viel am Hut hat, kam auch in Details zum Vorschein. Das gilt etwa für die handgemalten Zwischensequenzen, die als Graphic Novel gestaltet sind, in der Tradition von Will Eisners Spirit-Comics. Oder in der Stimme des Ich-Erzählers. Denn mehr als jeder klassische Hard-Boiled-Krimi schwelgte Max Payne in wunderbar übertriebenen Metaphern. Von einer toten Geliebten etwa sagte er: "In der Tiefe ihres Mundes lauert die Nacht."
Diese Genre-Elemente finden sich auch auf der Story-Ebene, vom skrupellosen, superreichen Bösewicht bis zur Femme Fatale, die den Helden umbringen soll, dann aber ihr Leben für ihn opfert. Letztlich wird hier ein Märchen erzählt. Das zeigt sich an der vielleicht schönsten Stelle aus Max Payne 2: Als der Held feststellt, die Moral von Dornröschen sei immer falsch verstanden worden – der Prinz küsse sie nicht, um sie zu wecken, sondern um selbst aus seinem Alptraum aufzuwachen.
Gerade dieser elegante, selbstironische Umgang mit kulturellen Versatzstücken prägte die beiden ersten Max-Payne-Teile. Verantwortlich dafür war Sam Lake, der das Skript für beide Games schrieb. Lake hat englische Literatur studiert. In seinem letzten großen Spiel, Alan Wake von 2010, ging es dann um einen Schriftsteller, dessen Figuren anfangen, ihn zu bekämpfen.
Nun hat Rockstar Games erste Szenen aus Max Payne 3 vorgestellt, das im März 2012 für Xbox 360, Playstation 3 und PC erscheinen soll. Wieder handelt es sich um einen linear ablaufenden Third-Person-Shooter.
- Datum 02.12.2011 - 12:12 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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die versauen mir das.May Payne war eines der besten Spiele überhaupt.
Und das soll gefälligst so bleiben.
Ich liebe Max Payne 1&2, auch nach all den Jahren spiele ich sie noch gerne, weil die Story nicht von ihrer Faszination und ihrer düsteren, traurigen Stimmung eingebüßt hat.
Bei Teil 3 bin ich bisher nicht so zuversichtlich. Sao Paulo, Sonne, Palmen und eine John McClane Gedächtnisunterhemd passen nicht wirklich zu Max. Ich hätte es lieber gesehen wenn er sich z. B. als Privatdetektiv nach Detroit abgesetzt hätte.
Und nur zur Info, nicht nur seine Frau wurde getötet, die Junkies haben auch sein Baby umgebracht und in Teil 2 gibt es ein alternatives Ende, bei dem Mona überlebt.
jetzt schon den Teufel an die Wand zu malen.
Rockstar hat bislang immer erstklassige Titel abgeliefert.
Und die wenigebn Schnippsel zu Max Payne 3 lassen sich auch recht sicher unter Technikdemo ablegen.
Ist doch viel eher so, zu dem Spiel lässt sich eben zum jetzigen Zeitpunkt nur Spekulation veröffentlichen, wofür in meinen Augen ein FanForum der richtige Ort ist, oder man spricht über die Technik, da hat man zumindest die Demovideos als Anhaltspunkt.
Aber das hier, das ist doch sinnbefreit.
"Are you concerned about player reception, since you are fighting the nostalgia factor?
DH: I think the challenge of nostalgia is a more profound one, because one thing about video games is your memory tends to remove the horrendous. Even though you enjoyed it at the time, your memory tends to fill all the blanks and [older titles] become these great, perfect experiences.
So that nostalgia is definitely a challenge. You want to appeal to the fans of the original and bring in a new audience. It's a challenge to anything when you are doing stuff with properties that have existed for sometime."
Etwas sinnvoller, ein Satz von Dan Hauser (Rockstar Games) zu Max Payne 3 und der hier ja so anschaulich niedergeschriebenen nostalgischen Verklärung.
"Im März soll der dritte Teil der Reihe erscheinen – und bisher ist von Poesie nicht viel zu sehen."
Und genau da liegt das Problem: im März. Alles was Rockstar Games bislang zum Nachfolger zeigte, war nichts anderes als eine Tech-Demo. Man kann davon ausgehen, dass sie sich an der Marketingstrategie von "Red Dead Redemption" orientieren und Stück für Stück neue Trailer veröffentlichen, die weitere Handlungs- und Spielelemente offenbaren werden.
Und wie bei "RDR" wird es allein anhand dieser Teaser unmöglich sein, etwas über die narrative Struktur des Spiels vorherzusagen. Ich störe mich jedenfalls nicht am neuen Setting, wohl aber an den verlautbarten Unkenrufen, Rockstar trage damit das Franchise zu Grabe - und dass Monate vor dem Release.
Der Artikel stimmt genau in diesen Kanon ein und liest sich daher wie ein typisches "Och nö. Mag ich nicht." - Preview eines vorab enttäuschten Fans. Wie wäre es damit, das Original nochmal einzulegen und sich daran zu erfreuen, anstatt ein "Max Payne Reloaded" herbeizusehnen, das der Originalität der Serie zuwider wäre?
Bis März ist ja noch ausreichend "Bullet-Time"...
"Im März soll der dritte Teil der Reihe erscheinen – und bisher ist von Poesie nicht viel zu sehen."
Und genau da liegt das Problem: im März. Alles was Rockstar Games bislang zum Nachfolger zeigte, war nichts anderes als eine Tech-Demo. Man kann davon ausgehen, dass sie sich an der Marketingstrategie von "Red Dead Redemption" orientieren und Stück für Stück neue Trailer veröffentlichen, die weitere Handlungs- und Spielelemente offenbaren werden.
Und wie bei "RDR" wird es allein anhand dieser Teaser unmöglich sein, etwas über die narrative Struktur des Spiels vorherzusagen. Ich störe mich jedenfalls nicht am neuen Setting, wohl aber an den verlautbarten Unkenrufen, Rockstar trage damit das Franchise zu Grabe - und dass Monate vor dem Release.
Der Artikel stimmt genau in diesen Kanon ein und liest sich daher wie ein typisches "Och nö. Mag ich nicht." - Preview eines vorab enttäuschten Fans. Wie wäre es damit, das Original nochmal einzulegen und sich daran zu erfreuen, anstatt ein "Max Payne Reloaded" herbeizusehnen, das der Originalität der Serie zuwider wäre?
Bis März ist ja noch ausreichend "Bullet-Time"...
Ich fand die Story der alten Max Payne-Teile furchtbar.
Was bei Max Payne vor allem faszinierte, war die Art und Weise, wie die Story dargestellt wurde, weniger die Story selber.
Was bei Max Payne vor allem faszinierte, war die Art und Weise, wie die Story dargestellt wurde, weniger die Story selber.
Was bei Max Payne vor allem faszinierte, war die Art und Weise, wie die Story dargestellt wurde, weniger die Story selber.
Rockstar noch am ehesten zu, dass sie eine stimmige Atmosphäre hinbekommen. Ich meine L.A. Noir und Red Dead redemption sind, was die ausgezeichnet. Zumindest fällt mir niemand sonst ein, dem ich das zutrauen würde. Bethesda? Bioware? Weiß nicht.
Allerdings hat Rockstar es nicht (mehr) drauf gute PC Spiele zu machen. Was man von denen in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat waren gute bis hervorragende Konsolenspiele auf die dann grottige PC Portierungen folgten. Matschige Texturen, nervige Quicktime Events, schwammige Stuerung...
auf jeden fall recht! Insbesondere das interface leidet immer heftig, wenn konsolenspiele auf pc portiert werden. Aktuellstes bsp. ist skyrim. Ich warte sehnsüchtig auf die ersten interface overhauls...
Allerdings hat Rockstar es nicht (mehr) drauf gute PC Spiele zu machen. Was man von denen in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat waren gute bis hervorragende Konsolenspiele auf die dann grottige PC Portierungen folgten. Matschige Texturen, nervige Quicktime Events, schwammige Stuerung...
auf jeden fall recht! Insbesondere das interface leidet immer heftig, wenn konsolenspiele auf pc portiert werden. Aktuellstes bsp. ist skyrim. Ich warte sehnsüchtig auf die ersten interface overhauls...
Allerdings hat Rockstar es nicht (mehr) drauf gute PC Spiele zu machen. Was man von denen in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat waren gute bis hervorragende Konsolenspiele auf die dann grottige PC Portierungen folgten. Matschige Texturen, nervige Quicktime Events, schwammige Stuerung...
Die ersten beiden Spiele waren so düster und glaubhaft wie kein anderes. Ich befürchte, dass das bunte Brasilien-Copa-Cabana-Flair den Noir - Charme verdrängt.
Die Story hört sich übrigens nach "Man on Fire" mit Denzel an: http://www.amazon.de/Man-...
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