Von Fans vergöttert: ein Spiel nur aus ASCII-Schriftzeichen
Der freie Umgang verspricht aber auch praktische Vorteile. Viele Gamedesigner programmieren ihre Spiele nicht, indem sie sich vor einen leeren Bildschirm setzen und dann Algorithmen aneinanderreihen, bis ein ausgefeiltes künstliches Universum entstanden ist. Die meisten benutzen die Benutzeroberfläche einer speziellen Design-Software, etwa Game Maker oder Flash Studio. Oder aber sie stibitzen sich kleine Brocken aus Quellcodes, die sie im Internet finden.
Adam Saltsman vergleicht es mit einem Lego-Baukasten. "Ein Spiel ohne Hilfs-Software oder Fremdcode zu bauen, ist ungefähr so, als öffne man eine Packung Lego, und heraus fällt ein Klumpen Plastik und ein Ofen, um das Plastik einzuschmelzen und in selbstgemachte Formen zu gießen."
Mit diesem Konzept hätte es das Spielzeugunternehmen tatsächlich kaum in so viele Kinderzimmer geschafft. Das Wesensmerkmal von Lego ist stattdessen, dass aus den Einzelteilen einer Polizeistation mit etwas Fantasie auch ein Raumschiff entstehen kann. Ähnliches gilt auch für die vielen kleinen Einzelteile, die sich Programmierer aus den frei im Internet verfügbaren Codezeilen herausklauben.
Sicherlich sind Open-Source-Games grafisch nicht auf dem neuesten Stand. Aber Grafik ist nicht alles, wie auch andere Spiele beweisen. Dwarf Fortress zum Beispiel, zwar kein Open-Source-Spiel aber trotzdem kostenlos, wird von Fans und Kritikern vergöttert. Dabei besteht die Grafik der komplexen und humorvollen Aufbau-Simulation bloß aus ASCII-Schriftzeichen. Es ist dennoch so gut, dass es den Schweden Markus Persson dazu inspirierte, Minecraft zu programmieren, eines der erfolgreichsten, wichtigsten und besten Spiele der letzten Zeit.
- Datum 27.01.2012 - 09:31 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Dwarf Fortress ist nicht open-source...
hat Dwarfs Fortress auch noch einen SDL Layer, mit dem sich das Spiel auch mit Bitmap Grafiken spielen lässt.
Danke für den Hinweis - ist korrigiert.
hat Dwarfs Fortress auch noch einen SDL Layer, mit dem sich das Spiel auch mit Bitmap Grafiken spielen lässt.
Danke für den Hinweis - ist korrigiert.
Kostenlos ist nicht gleich OpenSource. Und wenn UbiArt für die Community veröffentlich wird, dann muss das nicht unter einer OS Lizenz geschehen.
Bin aber trotzdem sehr dafür, Origins ist der Hammer ;)
Insgesamt ein schöner Artikel, leider wird das Konzept OpenSource auch hier wieder etwas verzerrt.
"...die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo er versucht, die einsehbaren Programmzeilen zu nehmen und kommerziell weiterzuverwerten"
Genau das ist falsch und leider auch eins der größten Missverständnisse bezüglich OpenSource, schade dass es auch in einem solchen Artikel falsch dargestellt wird.
OpenSource schließt explizit auch die kommerzielle Verwendung ein. Es ist absolut legal und korrekt, sich OpenSource-Quellcode zu nehmen und für teures Geld zu verkaufen. Die Einschränkung ist nur, dass auch ich wieder den Quellcode veröffentlichen muss und anderen die gleichen Rechte zugestehe.
Ein wenig unpassend ist auch, dass gerade Garrys Mod als Beispiel genutzt wird, wo doch weder das Ursprungsspiel HalfLife2 noch der Mod selbst OpenSource sind.
Es gibt viele Open-Source-Lizenzen, die kommerzielle Verwertung erlauben; es gibt aber auch einige, die dies ausschließen. Es gibt sogar Lizenzen, die verlangen, dass man den Sourcecode einer Applikation offenlegt, wenn man damit erzeugte Dokumente weitergibt, so etwa die AGPL. (Da beschwere sich noch mal jemand über die Lizenzbedingungen von iBooks2.) Manchmal gibt es eine eine Software unter mehreren Lizenzen, oft gibt es eine Opensourcevariante zum Anfixen, die kommerzielle Verwendung ist dann aber nicht möglich. Beispiel: iText, eine Bibliothek zur PDF-Erstellung. Bis Version 2.1.7 GPL, danach AGPL oder kommerziell. In vielen anderen kommerziellen oder Open-Source-Projekten (z.B. iReport) wird bis heute die 2.1.7 eingesetzt.
Man muss bei den Lizenzen ganz genau hinschauen, Fehler können schnell teuer werden. Lizenzmanagement ist ein enormer Kostenfaktor beim Einsatz von Open-Source-Software und darf keinesfalls einem Entwickler überlassen werden, dafür braucht man teure Juristen.
Es gibt viele Open-Source-Lizenzen, die kommerzielle Verwertung erlauben; es gibt aber auch einige, die dies ausschließen. Es gibt sogar Lizenzen, die verlangen, dass man den Sourcecode einer Applikation offenlegt, wenn man damit erzeugte Dokumente weitergibt, so etwa die AGPL. (Da beschwere sich noch mal jemand über die Lizenzbedingungen von iBooks2.) Manchmal gibt es eine eine Software unter mehreren Lizenzen, oft gibt es eine Opensourcevariante zum Anfixen, die kommerzielle Verwendung ist dann aber nicht möglich. Beispiel: iText, eine Bibliothek zur PDF-Erstellung. Bis Version 2.1.7 GPL, danach AGPL oder kommerziell. In vielen anderen kommerziellen oder Open-Source-Projekten (z.B. iReport) wird bis heute die 2.1.7 eingesetzt.
Man muss bei den Lizenzen ganz genau hinschauen, Fehler können schnell teuer werden. Lizenzmanagement ist ein enormer Kostenfaktor beim Einsatz von Open-Source-Software und darf keinesfalls einem Entwickler überlassen werden, dafür braucht man teure Juristen.
hat Dwarfs Fortress auch noch einen SDL Layer, mit dem sich das Spiel auch mit Bitmap Grafiken spielen lässt.
Eines der besten Spiele der letzten Jahre. Ja, äh, nein. Also, ich habe nichts gegen das Spiel an sich, aber wenn heute gameplay noch was zählt, dann ist Minecraft, egal wie nett die Idee ist, mal sowas von lahm und durchschnittlich.
Es gibt viele Open-Source-Lizenzen, die kommerzielle Verwertung erlauben; es gibt aber auch einige, die dies ausschließen. Es gibt sogar Lizenzen, die verlangen, dass man den Sourcecode einer Applikation offenlegt, wenn man damit erzeugte Dokumente weitergibt, so etwa die AGPL. (Da beschwere sich noch mal jemand über die Lizenzbedingungen von iBooks2.) Manchmal gibt es eine eine Software unter mehreren Lizenzen, oft gibt es eine Opensourcevariante zum Anfixen, die kommerzielle Verwendung ist dann aber nicht möglich. Beispiel: iText, eine Bibliothek zur PDF-Erstellung. Bis Version 2.1.7 GPL, danach AGPL oder kommerziell. In vielen anderen kommerziellen oder Open-Source-Projekten (z.B. iReport) wird bis heute die 2.1.7 eingesetzt.
Man muss bei den Lizenzen ganz genau hinschauen, Fehler können schnell teuer werden. Lizenzmanagement ist ein enormer Kostenfaktor beim Einsatz von Open-Source-Software und darf keinesfalls einem Entwickler überlassen werden, dafür braucht man teure Juristen.
"Es gibt viele Open-Source-Lizenzen, die kommerzielle Verwertung erlauben; es gibt aber auch einige, die dies ausschließen."
Wenn eine Lizenz kommerzielle Verwendung ausschließt, genügt sie meines Erachtens nicht mehr der Definition der "OpenSource-Initiative". Können sie ein Beispiel für eine Lizenz nennen, die kommerzielle Verwendung ausschließt und trotzdem von der OSI anerkannt wird?
Die AGPL dehnt das Copyleft-Prinzip lediglich auf Serverseitige-Software aus, was mit der normalen GPL nicht der fall ist. Mit Kommerzieller Verwendung hat auch das nichts zu tun. Ich kann eine AGPL-Bibliothek ohne weiteres in eine Kommerzielle Serverseitige Software einbauen, nur muss diese dann eben auch unter die gleiche Lizenz kommen.
"Es gibt viele Open-Source-Lizenzen, die kommerzielle Verwertung erlauben; es gibt aber auch einige, die dies ausschließen."
Wenn eine Lizenz kommerzielle Verwendung ausschließt, genügt sie meines Erachtens nicht mehr der Definition der "OpenSource-Initiative". Können sie ein Beispiel für eine Lizenz nennen, die kommerzielle Verwendung ausschließt und trotzdem von der OSI anerkannt wird?
Die AGPL dehnt das Copyleft-Prinzip lediglich auf Serverseitige-Software aus, was mit der normalen GPL nicht der fall ist. Mit Kommerzieller Verwendung hat auch das nichts zu tun. Ich kann eine AGPL-Bibliothek ohne weiteres in eine Kommerzielle Serverseitige Software einbauen, nur muss diese dann eben auch unter die gleiche Lizenz kommen.
Was im Artikel fehlt ist die Motivation außergewöhnliche Spiele zu erhalten (entweder durch Patches oder eine Nachentwicklung). Wer das vorhat und kein Entwicklerstudio bezahlen kann oder will kommt um Open Source als Entwicklungsmodell schwer herum. Ein Beispiel wäre ufo:ai ( http://ufoai.ninex.info/w... ) für die "X-Com"-Reihe oder FreeOrion für die "Master of Orion"-Reihe
ist definitiv Counter Strike.
Auch wenn es mitlerweile keine Mod mehr ist.
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