Star Wars The Old Republic : Das klassische Online-Rollenspiel schlägt zurück

Mehr als nur "World of Warcraft" mit Laserschwertern: Das Online-Rollenspiel "Star Wars: The Old Republic" ist erfolgreich, weil es das Geschichtenerzählen ernst nimmt.
"Star Wars: The Old Republic" lohnt sich für Rollenspieler und Fans von "Krieg der Sterne". © Electronic Arts

Online-Rollenspiele verändern sich derzeit wie kaum ein anderes Genre. Kein Verlag konnte bisher den Erfolg von Blizzards World of Warcraft mit einem ähnlichen Spielkonzept wiederholen. Stattdessen setzen die meisten auf Gratis-Spiele mit optionalen Bezahlinhalten und neuen Ideen für das Multiplayer-Gamedesign. Umso erstaunlicher also, dass Electronic Arts und BioWare mit Star Wars: The Old Republic ein klassisches Onlinerollenspiel veröffentlicht haben – und damit schon jetzt fast 200.000 Spieler alleine in Deutschland gewinnen konnten.

Denn auf den ersten Blick sieht Star Wars: The Old Republic nur aus wie World of Warcraft mit Lichtschwertern. Spieler entscheiden sich in einem Universum, das viele tausend Jahre vor den Star-Wars -Filmen von George Lucas angelegt ist, für einen von acht Helden. Zur Auswahl stehen etwa Schmuggler, Jedi-Ritter oder Kopfgeldjäger. Sie kämpfen alleine oder gemeinsam mit Hilfe von "Machtblitzschlägen" oder "Blasterschüssen" gegen Gegner aus dem Star-Wars -Universum, bekommen von Nichtspielercharakteren meist simple Aufgaben und steigen Level für Level auf, um immer neue Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände freizuschalten.

Die offensichtlichen Ähnlichkeiten zu World of Warcraft enden aber bei der Beschreibung der puren Spielmechaniken. Star Wars: The Old Republic ist ein klassisches MMO ( Massively Multiplayer Online Game ), das von BioWares Erzähltalent profitiert. Statt Spieler als generische Helden ohne Hintergrund in eine Fantasiewelt loszulassen, nimmt The Old Republic seine Geschichten ernst.

Jede Heldenklasse bekommt einen eigenen Plot, auf den die Spieler in Dialogen mit vielen Nichtspielercharakteren Einfluss nehmen können. Die republikanische Soldatin etwa gerät in einen Bürgerkrieg, in dem sie zwischen der Verteidigung von Moral und Bürgerrechten oder der möglichst effizienten Bekämpfung einer brutalen Widerstandsbewegung entscheiden muss. In der Geschichte des Sith-Inquisitors geht es hingegen um einen Sklaven, der durch Intrigen und Ränkespiele zum mächtigen Sith-Lord aufsteigt. Jeder Charakter im Spiel wird dabei professionell und stimmig von Sprechern wie der aus Mass Effect bekannten Jennifer Hale vertont. Jedes Abenteuer außerhalb der langen Kerngeschichte um den eigenen Helden bringt Spielern die Spielwelt näher und dient dazu, die Lebensgeschichte des eigenen Helden zu individualisieren.

In Gruppenquests, sogenannten Flashpoints, gibt es dabei noch mehr Gelegenheit, auch vor anderen Spielern den eigenen Helden darzustellen. In Gruppendialogen entscheidet ein Würfelwurf im Hintergrund des Spiels, wer auf die Fragen der Nichtspielercharaktere antworten darf und wer den Ausgang eines Szenarios bestimmen kann. So müssen sich Gruppen gemeinsam moralischen Entscheidungen stellen: Wird der übergelaufene General bloß gefangengenommen oder gleich exekutiert?

Diese Entscheidungen erweitern das klassische MMO-Gruppenspiel, in dem es meist um besonders effiziente Rollenverteilung im Kampf geht, um eine persönliche Ebene: Es wird wichtig, wen die Gruppenmitglieder verkörpern. Es hilft dabei, dass einmal getroffene Entscheidungen nicht durch das Laden eines älteren Spielstands rückgängig gemacht werden können. Die dauerhaften Entscheidungen schaffen so eine starke Bindung zum eigenen Charakter.

 

Wer einige Zeit auf dem deutschen Rollenspielserver Vanjervalis Chain verbringt, wird merken, dass sich die Konzentration auf das Geschichtenerzählen gelohnt hat. Auf der Heimatwelt der Sith, dem verregneten Dschungelplaneten Dromund Kaas , diskutieren Spieler und Spielerinnen nicht nur über aktuelle Aufgaben, sondern auch über die Philosophie der Sith und der Jedi.

In diesen Momenten wirkt The Old Republic zwar nicht wie eine glaubhafte Star-Wars -Simulation. Es ermöglicht dafür aber einen Dialog zwischen den Spielern über das Erlebte und über die Welt, in der sie sich bewegen. Für Jamin Warren , einen der Gründer des Spielkulturmagazins Kill Screen ,  ist dieses "Darüber Reden" eines der wichtigsten Elemente des Spielens an sich. Er vergleicht Computerspieler mit Sportlern, die immer wieder die größten Momente ihres Lebens nacherzählen, um die Erinnerung für sich selbst und andere lebendig zu halten. The Old Republic verschafft den Spielern solche Erlebnisse und bietet ihnen einen Raum zum Austausch – und zeigt damit: Da ist noch Leben im Konzept des klassischen Online-Rollenspiels.

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Kommentare

134 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

Welt des Kriegshandwerks

"Spieler entscheiden sich in einem Universum, (...), für einen von acht Helden. Zur Auswahl stehen etwa Schmuggler, Jedi-Ritter oder Kopfgeldjäger."

Darf man Kopfgeldjäger als Helden bezeichnen?

"So müssen sich Gruppen gemeinsam moralischen Entscheidungen stellen: Wird der übergelaufene General bloß gefangengenommen oder gleich exekutiert?"

Wie soll ich eine Gruppe von Menschen bezeichnen, die im Spiel über die Exekution eines Menschen debatiert? Geschmacklos? [...] Verantwortungslos?

"Die dauerhaften Entscheidungen schaffen so eine starke Bindung zum eigenen Charakter."

Ich hoffe hoffe nicht! Ich hoffe dass die Spieler eines Tages wieder zu sich kommen und sich meilenweit davon distanzieren, was sie da gespielt haben!

Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/sc

mangelnde Kompetenz

Es gibt eben auch Leute, die zwischen einem Spiel und der Realität unterscheiden können. Ich finde schade, dass Ihnen dazu offensichtlich die entsprechende Kompetenz fehlt.

Und zum Artikel: SWTOR als einen Erfolg zu bezeichnen ist extrem verfrüht. Das Spiel ist erst seit 2 Wochen auf dem Markt und z. b. in den britischen Verkaufscharts schon auf Platz 38 gefallen. Ob das Spiel wirklich ein Erfolg wird, kann man erst in frühestens einem halben Jahr sagen. Ansonsten droht SWTOR dasselbe Schicksal wie vielen anderen, im Vorfeld gehypten MMOs wie Warhammer, Aion oder Rift, die alle nur noch irgendwo rumdümpeln, was die Spielerzahlen betrifft. Und ein MMO lebt nunmal davon, dass es von vielen Spielern gespielt wird.

Schwingen sie...

... ihre Moralkeule doch bitte irgendwo anders. Wer den Unterschied zwischen Computerspielen und der Realität nicht (er)kennt, sollte mit Äußerungen zurückhaltend sein. Und mit Sätzen wie "...die im Spiel über die Exekution eines Menschen debatiert?" diskqualifizieren sie sich komplett als ernstzunehmende Diskussionspartnerin. Man exekutiert in Computerspielen keine Menschen. Es sind nämlich Keine dort.

Davon abgesehen: interessante Idee, wenn ich auch den Onlinespielen nicht so sehr zugetan bin. Mich stört meist das Abomodell und der Zeitaufwand. KotoR fand ich als Singleplayer aufgrund des Setting recht reizvoll. Das StarWars-Universum eignet sich aber auch prima zum Geschichtenerzählen. Nur etwas mehr Mut hätte ich mir gewünscht.

Ein paar tausend Jahre vor der Handlung der Filme? Da merkt man nicht so viel von...

Krieg der Sterne

"Darf man Kopfgeldjäger als Helden bezeichnen?"

Warum nicht? Die Frage impliziert eigentlich schon, dass Sie mit der Materie nicht im Geringsten vertraut sind. Insbesondere für moralischen Fragen und Kritik gilt: Sich mit dem Thema auseinandersetzen.

"Wie soll ich eine Gruppe von Menschen bezeichnen, die im Spiel über die Exekution eines Menschen debatiert? Geschmacklos? Hirnlos? Verantwortungslos?"

Warum?

"Ich hoffe hoffe nicht! Ich hoffe dass die Spieler eines Tages wieder zu sich kommen und sich meilenweit davon distanzieren, was sie da gespielt haben!"

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Warum?

Das interessiert mich wirklich brennend. Das klingt für mich wieder mal nach einer dieser steinzeitlichen Ansichten, die Computerspielern per se die Trennung von Realität und Fiktion - dazu gehört auch Phantasie (kennen Sie das?) - abspricht.

Bitte lesen Sie richtig.

"Und mit Sätzen wie "...die im Spiel über die Exekution eines Menschen debatiert?" diskqualifizieren sie sich komplett als ernstzunehmende Diskussionspartnerin. Man exekutiert in Computerspielen keine Menschen."

Ich habe mich auf dieses Zitat aus dem Artikel bezogen:

"So müssen sich Gruppen gemeinsam moralischen Entscheidungen stellen: Wird der übergelaufene General bloß gefangengenommen oder gleich exekutiert?"

Danach findet eine Abstimmung innerhalb einer Gruppe von Spielern darüber statt, ob der übergelaufene General exekutiert wird. Und vorher wird wohl darüber geredet, oder?

Wenn Sie das als Anhänger dieser Form von Spielen nicht für geschmacklos halten, fehlen Ihnen wohl inzwischen ein paar zwischenmenschliche Instinkte. Das muss ich aber als Leserin der ZEIT nicht unbedingt kommentarlos hinnehmen.

Mir fehlen dazu einfach die Worte.

"Das interessiert mich wirklich brennend. Das klingt für mich wieder mal nach einer dieser steinzeitlichen Ansichten, die Computerspielern per se die Trennung von Realität und Fiktion - dazu gehört auch Phantasie (kennen Sie das?) - abspricht."

Ich kenne Fantasie, und es bedrückt mich, wenn Menschen in ihrer Fantasie andere Menschen umbringen. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

Vage Hoffnung

Na, denn hoff ich auch mal schwer, dass sämtliche Autoren und Drehbuchschreiber eines Tages wieder zu sich kommen und sich von dem distanzieren, was die da geschrieben haben. Ebenso hoffe ich, dass sämtliche Buchleser, Kinogänger, Fernsehzuschauer und sonstige Filmenthusiasten eines Tages zu sich kommen und sich von dem distanzieren, was sie da verkonsumiert haben.

Schon schlimm, diese Medien. Tsk.

Augen zu Christiane!

Da sind Sie mir aber zuvorgekommen. Das Gleiche wollte ich auch sagen. Da hat wohl jemand grundsätzlich Probleme mit Gewaltdarstellungen in Medien. Mein Tip für Christiane: Meiden Sie solche Medien. Lesen Sie keine gewalttätigen Bücher, vemeiden Sie Action- oder Horrorfilme, Sonntag Abends lieber kein Tatort und um Gottes Willen spielen Sie keine PC-Spiele mit entsprechenden Inhalten. Ansonsten gilt: Medienkompetenz kann man lernen. Muss man aber nicht, wie Sie eindrucksvoll belegen. Ihre Moralkeule ist so voraussehbar wie falsch. In der Tat können Menschen zwischen Fiktion und Realität unterscheiden, aber das geht Ihnen wohl wirklich ab. Naja, kann man nix machen. Augen und Ohren zu und durch, wa?

Ihre Argumentation ist einfach nur ekelhaft

Es gibt keinen Beweis, dass Computerspiele gewalttätig machen. In der Tat scheint die Korrelation umgekehrt zu sein. Wer grundsätzlich zu gewalttätigkeit neigt, spielt eben auch solche Spiele, genauso wie er sich an anderer Gewalt "erfreut". Daraus den Schluss zu ziehen, dass alle Computerspieler potentielle Amokläufer sind, ist einfach nur geschmacklos und so simpel, dass es schon an Idiotie grenzt. Mit der gleichen Logik könnten Sie behaupten, dass das Tragen von Unterhosen jemanden zum Mörder macht, denn immerhin tragen die meisten Mörder Unterhosen. [...]

Wir bitten von der Austragung von Privatfehden abzusehen, und zu einer themenbezogenen Diskussion zurück zu kehren. Danke, die Redaktion/ls

Re: Exekution

Nur weil es seit Menschengedenken (ja auch in der Steinzeit brachten Menschen Menschen um!) Menschen gibt, die Amok laufen sollen wir Computerspiele und Filme und dergleichen mehr verbieten? Der ganze Stoff aus Büchern und Computerspielen ist der Menschheitsgeschichte entlehnt. Sie erinnern sich an die Römer, an die Kreuzritter, an die zwei Weltkriege, an Vietnam und so weiter? Die Realität ist Vorlage für solche Computerspiele wie Battlefield 3, Filme sind Vorlagen für Spiele wie SWTOR. In der Realität wird über Menschenleben entschieden, in Computerspielen wird nur geträumt. Wir verbieten doch auch keine Autos, weil einige nicht mit ihnen umgehen können und frontal gegen vollbesetzte Familienvans fahren um sich selbst umzubringen. Wir verbieten auch keine Mikrowellen, weil dumme Menschen ihre Kleintiere darin töten. All diese Dinge sind nicht Ursache eines Problems und können es somit auch nicht lösen. Genauso wie die NPD nicht die Existenz von Neonazis begünstigt. Die Ursache der Probleme die Sie beschreiben, liegt in der Psyche von Menschen, die mit der Realität nicht umgehen können und sie nicht mehr von der Fiktion trennen können.
Glaube hat nebenbei weit mehr Menschenleben auf dem Gewissen als Computerspiele oder Filme. Das Töten im Namen eines Gottes sollte uns mehr Sorgen bereiten als Star Wars Fans.

Ausgewichen

Ich hab mir sowieso schon gedacht, dass ich auf meine Fragen keine Antwort bekommen werde. ;)

"es bedrückt mich, wenn Menschen in ihrer Fantasie andere Menschen umbringen."

So ein melodramatischer Quatsch. Es geht nicht ums Töten, es geht noch nicht einmal um Menschen. Es geht um das Erzählen von Geschichten und in diesem Fall um die Mitgestaltung dieser Geschichte (und nicht nur das, aber alles andere würde den Rahmen sprengen) durch (kollektive) Entscheidungen, die die Entwicklung des Charakters, in dessen Rolle man geschlüpft ist (hier wären wir bei der Phantasie), beeinflussen. Wenn Sie das nicht verstehen, dann brauchen Sie auch kein Buch mehr aufzuschlagen.

Es nervt wirklich, dass immer auf der Spielergemeinde rumgehackt wird, nur weil Leute einfach blind für die Tatsache sind, dass Gewalt und Aggressivität ihren Ursprung im Menschen und der Gesellschaft haben - und nicht in Computerspielen. Da aber scheinbar keiner Lust hat, in die Büchse der Pandora zu gucken und sich den Abgründen unserer "modernen" Gesellschaft zu stellen, wählt man eben die bequeme Variante der simplen Schuldzuweisung: "Der wars!"

Man macht es sich gerne einfach. Zum Beispiel, indem man tiefergehende Fragen einfach ignoriert und seinem Gegenüber die eigenen Wörter auf die Zunge legt. ;)

Bitte nehmen Sie...

... doch zur Kenntnis das gerade junge Menschen sehr wohl in der Lage sind nicht Alles wörtlich zu nehmen, bzw. zur Ironie fähig sind.

Dass Sie nicht in der Lage sind medial Dargestelltes von der Wirklichkeit zu unterscheiden bedeutet einfach nur dass Sie wenig Übung mit TV und Computer haben.

Ich zum Beispiel sitze vorm Fernseher und denke mir bei einem Horrorfilm: Wahnsinniger Special-Effect - wie haben die Macher das Filmblut so realistisch eingefärbt??

Wenn allerdings ein toter Vogel im Garten liegt geht mir das durch Mark und Bein.

Üben Sie mal mit TV und Computerspielen, dann wird Das auch bei Ihnen besser.

Sie werden dadurch auch in der Lage sein Informationen am Bildschirm viel schneller zu verarbeiten. Ihnen werden plötzlich Kleinigkeiten auffallen, z.B. wenn in der Tagesschau das Gesprochene nicht zu dem Gezeigten passt.

Viel Erfolg!

Ich entkräfte alle ihre Aussagen...

...spielen kleine Kinder denn nicht schon im Kindergarten Cowboy und Indianer.

Welches kleine Kind wünscht sich nicht eine Wasserspritzpistole.

Was ist mit Filmen, die nicht die Real sind und in denen Menschen sterben oder getötet werden.

Sie sind das beste Belegexemplar für einen Menschen der absolut keine Ahnung von Computern und den dazugehörigen Spielen hat.

Nun noch etwas zu mir.

Ich hab keine Probleme damit im Computerspielen, digital nachgebildetet, unechte Menschen zu töten, zu köpfen, zu erschiessen oder hinzurichten.

Vergewaltigungen will ich per se nicht in Computerspielen sehen, nein Vergewaltigungen will ich egal wo nicht sehen.

Aber in den Krieg ziehen, mich bei der Bundeswehr zu melden und mit echten Waffen echte Menschen umzubbringen, das werd ich niemals machen, denn ich will keinen Menschen töten..so wie 99,999999999% aller Computerspielen wollen wir uns in unserer Freizeit aktiv entspannen und nicht vorm Fernseher verenden in dem man täglich Krieg und Vergewaltigung sehen kann.

Redaktionsempfehlung???

"Ich hab keine Probleme damit im Computerspielen, digital nachgebildetet, unechte Menschen zu töten, zu köpfen, zu erschiessen oder hinzurichten.
Vergewaltigungen will ich per se nicht in Computerspielen sehen, nein Vergewaltigungen will ich egal wo nicht sehen."

Wenn Sie das Recht haben, keine Vergewaltigungen in Computerspielen sehen zu wollen, habe ich dann nicht auch das Recht, keine Tötungen in Computerspielen sehen zu wollen? Und was sagen Sie jemanden, der gerne Vergewaltigungen in Computerspielen oder Filmen hätte?

Bitte bleiben Sie sachlich und verzichten auf unnötige Abweichungen vom Thema. Danke, die Redaktion/mo.

Was ist Moral? I

Kennen sie Schach? Vermutlich. Dann denken sie mal darüber nach, was dieses Spiel eigentlich darstellt.

Drauf gekommen? Genau, es ist eine Kriegssimulation. Das gleiche stellt Zweifelderball/Völkerball dar. Oder Räuber und Gendarm. Etc., etc. etc.

Spielerisches besiegen/töten ist seit Anbeginn Teil der Menschheit.
Und genau ersteres Wort ist das, worauf es ankommt. Spielerisch. Es ist reine Fiktion. Wie in Millionen, ach was, Milliarden Büchern, Filmen, Serien und Spielen. Die wiederum von Milliarden Menschen genutzt werden.

Denken sie wirklich, dass Gamer nicht in der Lage sind, zu differenzieren? Ich würde mich selbst und nicht wenige Personen in meinem Umfeld als Gamer bezeichenen. Ich bin aber weder gewalttätig (Beweis siehe meine nicht vorhandene Strafakte) noch sind es die Personen in meinem Umfeld. Auch kenne ich einige Kampfsportler, habe sogar selbst mal welchen betrieben. Was man dort lernt, sind im Prinzip Tötungstechniken. Nur abgewandelt. Ich behaupte sogar, dass Gamer eher friedfertiger sind als andere Personen.

Was ist Moral? II

Und kommen sie mir jetzt nicht mir Amokläufern. Das sind absolute Einzelfälle, in denen Ego-Shooter oder ähnliche Games durchaus zur Eskalation geführt haben können. Das kann aber auch durch den schulischen Stress, den abendlichen Tatort, psychische Störungen, die Tagesschaunachrichten über den Irak, Breivik etc. hervorgerufen werden. Und relativ zur Anzahl der aktiven Gamer tendiert deren Zahl gegen Null.
Ich weiß nicht, ob ihnen die Größe der Spieleindustrie bewusst ist, aber Millionen Menschen auf der ganzen Welt spielen Computer-/Konsolenspiele. Und die meisten davon sind Geistig ziemlich gesund.

Mal davon abgesehen, das Computerspieler keine Menschen, sondern virtuelle Charaktere töten:
Ist es prinzipiell nicht gerechtfertigt, zu töten? Wenn jemand droht, sie zu erschießen, lassen sie es dann zu?. Die Behauptung, Töten sei grundsätzlich falsch kann sich nur jemand leisten, der in Verhältnissen wie denen in Westeuropa aufgewachsen ist. Befänden sie sich in einem Kriegsgebiet in Afrika, würden sie keine Gelegenheit haben, sich ihrer Moral zu stellen. Sie würden einfach um ihr Leben kämpfen.

Was ist Moral? III

Und das ist auch gut so. Stellen sie sich vor, die Menschheit hätte keinen Überlebenstrieb. Dann währen sie, aller Wahrscheinlichkeiten nach, nicht am Leben.
Töten ist ein Bestandteil unserer Psyche. Evulotionstechnisch war das schlicht notwendig. Und in vielen Teilen der Welt, wie zum Beispiel in Asien, Afrika, Südamerika, Nordamerika, Mittelamerika(Besonders Nordmexiko), Ozeanien und Europa. Und Australien nenne ich nur nicht, weil mir da gerade partout kein Kriesengebiet einfällt. Gibt es aber bestimmt irgendwo. Gut, die Antarktisch fällt aufgrund mangelnder Bevölkerung raus. Zumindest, was das Töten von Menschen anbelangt.

Computerspiele, insbesondere KotOT 1&2, deren Nachfolger SWTOR ja ist, sind wie kein anderes Medium in der Lage, Menschen zum Nachdenken anzuregen. Besonders Rollenspiele haben mich immer wieder vor moralisch schwierige Entscheidungen gestellt. Das Star-Wars-Universum ist wie kein zweites ein Ort voller Fragen, Fragen anch der Natur der Menschheit, nach Richtig und Falsch. Und wenn sie sich mal ein wenig mit der Materie beschäftigen, Romane zu diesem Thema lesen oder besagte Spiele spielen, werden sie schnell die Relativität des Begriffes Moral feststellen. Es gibt keine Einteilung in Richtig und Falsch. Nur weil sie es falsch finden, Menschen zu töten, müssen andere nicht der gleichen Meinung sein.

Was ist Moral? IV

Ich bin jemand, der sehr auf die Logik fixiert ist. Und ich habe noch kein logisches Argument gehört, was grundsätzlich gegen das Töten von Menschen sprechen würde. Sie müssen immer, für alle Entscheidungen im Leben, Umstandsbezogen entscheiden. Denn wie sagte doch der große Physiker: "Alles ist relativ".

Gut, der Mann bezog das auf die Physik, aber ich nutze es seit vielen Jahren als Lebensphilosophie. Die natürlich auch relativ ist. Ich bin nämlich Grundsätzlich gegen Grundsätze!

Hochemotional im Forum, rational im Spiel?

Ich bin überrascht, dass sie so hochemotional antworten.

Manfred Spitzer argumentiert, dass es schädliche Auswirkungen von Bildschirmmedien (z.B. TV oder Spiele) auf die körperliche und geistige Entwicklung von Menschen gibt. Dies sei für jüngere (Kinder u. Jugendliche noch extremer, da der Mensch in jungen Jahren leichter formbar und beeinflussbar ist (Spitzer 2005, Vorsicht Bildschirm. Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft. In: Transfer ins Leben. Band 1. Stuttgart.). In seinen Vorträgen hebt er besonders den negativen Einfluss von Gewaltspielen hervor.

Wo liegt der Unterschied für sie?

Wo sehen sie einen Unterschied zwischen digital nachgebildeten Gewaltexzesse (töten, köpfen, erschießen etc.) und Vergewaltigungen? Warum wollen Sie das eine nicht sehen wo sie doch mit dem anderen kein Problem haben?

Mit ihrer Anmerkung, dass Gewaltexzesse auch im TV nicht besser sind, gehe ich konform.

p.s. Die aussage konnten sie nicht entkräften, da keiner gesagt hat, dass alles was heute im Kindergarten gemacht wird gut sei.

Theorie und Praxis...

...scheinen da eher konträr zu gehen. Ich habe die dreißig mittlerweile deutlich hinter mir, gehöre wie die meisten Bekannten zur Generation "C64". Wir haben in unserer Freizeit fast nur vor dem Computer gesessen.

Verhaltensgestört oder "irrer Amokläufer" ist Keiner von uns. Aber da sind wir vermutlich nochmal mit dem Schrecken davongekommen. Man kann ja heute von Glück sagen, wenn man nicht von Einem der anderen Millionen Gewaltkonsum-geschädigten auf offener Straße niedergestreckt wird, nicht wahr?

Es geht doch nichts über ein geschlossenes Weltbild.

......

In meinen Augen ist das völlig irrelevant.
Es geht sie schlichtweg nichts an wie ein anderer seine Friezeit verbringt und ob sie das sittlich korrekt oder nicht empfinden ist ihre Sache aber keinesfalls ein Punkt um danach Gesetze zu fassen.

Sie und all die anderen die ihre Meinung vertreten haben schlichtweg kein wie auch immer geartetes Recht anderen vorzuschreiben was sie tun sollen solange diese keine gesetze brechen.

1. Halte ich es für einen zu tiefen eingriff in das privatleben der Menschen.

2. Steht es in keinstem Verhältnis zueinander für MILLIONEN Spieler die Freizeit zu kontrollieren weil alle paar Jahre wieder einige Typen Leute umbringen die eben in ihrer Freizeit auch spielten (wie 90% der jugendlichen in ihrem alter).
das ist als würde man die Schule verantwortlich machen nur weil sie eben auch zur Schule gingen.
Wenn eine studie klar aussagt: Die werden Amokläufer weil videospiele, dann bitte gerne, solange es allehöchstens dabei bleibt das es vielleicht für bereits stark labile Charaktere ein Problem darstellt, nein.

3. Gewalt und Gewaltbereitschaft ist Teil des Menschen man kann es akzeptieren und damit leben oder bekämpfen wollen, nur wer es bekämpfen will macht sich den Menschen selbst zum Feind.

.......

Bei Tabak ist das ganze medizinisch ohne Zweifel bewiesen.

Bei Computerspielen ist nicht man bewiesen das es überhaupt einen negativen effekt neben den positiven gibt.

Wieviel Tote man akzeptieren soll ?
Es ist nicht so das Computerspiele in irgendeinerweise kausal für auch nur einen Amoklauf waren, jeder dieser Amokläufer war psychisch schwerstens labil.

Man sollte sich vielleicht viel eher eine andere Frage stellen, die für mich weit logischer beantwortet werden kann:

Ist an dem ganzen nicht schlichtweg die Berichterstattung über Columbine schuld ?
Mit Columbine hat man einen Hype in einer gewissen Szene ausgelöst, labile Personen die sich an der bösen Welt rächen wollten hatten plötzlich einen "ausweg" und einen weg zur Rache und beschritten ihn.
Der Medienhype darum gab ihnen die Möglichkeit berühmt zu werden und ihre "Ideen" (diese kruden Manifeste die da teilweise verfasst wurden) zu verbreiten.

Keine Gesetze gefordert

Ich habe auch keine Gesetze gefordert, dafür gibt es meines Wissens zu wenig Beweise.
Man muss Forschen um Die Verhältnissmäßigkeit von gewissen Freizeittätigkeiten und den Opfern fassen zu können. Erst dann ist eine Entscheidung möglich. Diese könnte auch (rein hypothetisch) bedeuten, dass Schützenvereine als zu gefährlich angesehen werden).
Trotzdem sollte man nicht die Gefahren, die Studien aufzeigen (eben der allg. Gewaltverherrlichende Medienkonsum) nicht bagatellisiert werden sondern thematisiert werden.

Wo ziehen sie denn die Grenze?

Finden sie es unverantwortliche Tierquälerei, wenn Super Mario mit brachialem Einsatz seines ganzen Körpergewichts auf Goombas springt? Werfen sie Agatha Christie mordlüsterne Gedanken vor als sie ihre Kriminalromane schrieb? Haben sie schon einmal Schiffe versenken gespielt, oder ist das eine geschmacklose Verherrlichung der Weltkriege? Wie sieht das eigentlich mit "Mensch ärger dich" aus?

Sie trauen sich wieder keine Antwort zu?

Natürlich hat jeder irgend eine Schwelle, die er akzeptieren muss. Wir wollen ja nicht nur die Waltons im TV sehen.

Eine klare rote Linie kann ich ihnen nicht geben, ich kann ihnen aber sagen, dass für mich eine Grenze überschriten ist, wenn wirklichkeitsnah dargestellte Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen.

Letzten Endes muss jeder für sich entscheiden, was er seiner Psyche antut. Egal ob im Film (z.B. Soldat James Ryan), Fernsehn, Buch oder im Spiel. Meiner Meinung nach können wir unser Gehirn nicht dazu bringen nicht zu lernen, wir können nur entscheiden, was unser Gehirn lernt, indem wir die Umgebungseinflüsse auswählen.

......

Ich bin generell der Meinung das die Freizeit so sie nicht DIREKT einen Gesetzesverstoss bedeutet den Staat schlichtweg nichts angeht.

Anders gesagt, wenn meine freizeittätigkeit nicht die ausführung eines Verbrechens ist oder die Vorbereitung (und die ausführung geschieht später, hat der Staat da nichts zu bestimmen.

Selbiges gilt für den "gewaltverherrlichenden Medienkonsum" wenn ich mir Kriegsfilme ansehen will so soll ich sie mir ansehen können und wenn ich in den Schützenverein will so gehts den Staat einen Teufel an ob ich das tue.

verbieten wir Autos weil manche damit zu schnell fahren ?
Ja sogar gezielt Leute damit niederfahren ?

Da sind wir ja einer Meinung....

Ich bin gegen ein generelles Verbot (obwohl ich diese Spiele nicht für förderlich halte, was das Sozialverhalten angeht) da ich die Freiheit des Einzelnen sehr schätze.

Um bei ihrem Vergleich zu bleiben. Auch wenn keine Autos verboten werden (aus Ermangelung an Alternativen) so wird jedoch die Nutzung der Autos eingeschränkt. Zum Glück darf Niemand durch eine Fußgängerzone mit 250 km/h brettern.
Ob solche Einschränkungen bei gewaltverherrlichendem Medienkonsum sinnvoll ist halte ich für ein wichtiges Forschungsgebiet. Meiner Meinung nach bringt es uns auch mehr als die Suche nach dem Higgs-Boson-Teilchen und die Erforschung ist vermutlich kostengünstiger. Aber das ist nur meine Privatmeinung und kein Aufruf die Forschungsaktivitäten rund um das Higgs-Boson-Teilchen aufzugeben.

Doppelantwort

@Christiane77:

Natürlich nehme ich mir das Recht raus und das setzte ich für mich durch, indem ich mir PC Spiele in denen eine Vergewaltigung vorkommt nicht kaufen werde, besser gesagt nicht spielen werde.

Meine drei liebsten Spiele sind im Moment Fussball Manager, Flugsimulator und noch ein Fussball Spiel.
Bei einem 3d Shooter ist übrigens nicht das Töten das Ziel, vielmehr geht es da um Reaktionsschnelligkeit und Teamplay.

@Klaus:
Vergewaltigung sind einfach ekelhaft, das Töten eines Menschen...na wie soll ich es am einfachsten erklären...Darwin.

Töten gehört zum Menschen, sei es zum überleben oder um Grenzen zu schaffen.

Desweiteren ist das Töten in einem Computerspiel sowieso trivial, denn die getötet Figur steht ja nach ein paar Sekunden wieder auf dem Schlachtfeld.

Im Gegensatz dazu, kann man eine Vergewaltigung nicht ohne eine Geschichte(Story)einbauen...ich meine bei Battlefield liegen keine Frauen auf dem Schlachtfeld auf die man springen kann und wenns so wäre würde ich das Spiel nicht spielen, sollen es dann eben andere kranke Hirne spielen :)

Wißt ihr jeder Mensch ist irgendwo ein bisschen verrückt, jeder steht auf unterschiedliche Dinge und mir sind Jugendliche die einen 3d Shooter daheim spielen lieber, als Jugendliche die sich eine modifizierte Gas Pistole nehmen und damit auf den Eingang einer Kita schießen.

Ist erst vor zwei hier in München passiert.

Warum denken sie ist das so ?

Ich kann mich noch gut an den ersten Amoklauf hier erinnen, worauf Medien und allen vorran Herr Dr. Pfeiffer sich zuerst zu Wort meldeten und die Schuld direkt den Computerspielen zuschoben.

Dies wurde soo oft in der Presse wiederholt das, Menschen wie sie, denken wir Computerspieler seien böse. Die Spiele die wir spielen machen uns zu gefährlichen Zombies die jederzeit "ausbrechen" könnten und morgen mit der Kettensäge auf die Straße gehen und die ersten 20 menschen umschnetzlen.

Das ist die Meinung die bei vielen im Kopf herrscht und viele dieser Menschen, gerade Älterer glauben das einfach obwohl sie keine Ahnung haben.

Wenn sie allerding ernsthaft verstehen wollen wie es ist so ein Spiel zu spielen, dann sollten sie einfach mal eins spielen.

Und sofern sie nicht schon jetzt eine gestörte Persönlichkeit besitzen, bitte nicht falsch verstehen, garantiere ich ihnen das auch sie keine Lust danach verspüren Morde zu begehen oder generell Gewalttätiger werden.

@ Kommentar Nummer 1

Natürlich kann man das ganze so sehen wie sie es beschreiben.

Aber dann müsste man auch Kinderspiele wie Cowboy und Indianer wesentlich kritischer beurteilen da sie ja eigentlich nicht nur die Mord an den Amerikanischen Ureinwohnern zelebriert sondern diesen auch verharmlost.

Ich denke dass diese paar Zeilen ihnen hoffentlich vor Augen führen werden, dass extremismus auch in der eigenen Meinung selten weise noch klug ist.

Ein Spiel sollte man als das sehen was es ist, ein Spiel uns sonst nichts.

Zum Spiel muss ich persönlich sagen, ich bin angenehm überrascht. Die Umsetzung des Themas finde ich wirklich gut gelungen und ich denke das Spiel hat auf jeden Fall potential.

Im Gegensatz zu unserer werten Kommentatorin war ich so frei das Spiel wenigstens mal auszuprobieren bevor ich mir nach gutbürgerlicher Art eine Meinung darüber bilde, aber da Meinungsbildung ja entfernt auch mit Bildung zu tun hat bin ich sicher sie holen das noch nach.

Argumente, bitte!

Die Fünf Kommentare seien mal dahin gestellt.

Was mich aber an ihrer anmerkung wirklich stört, ist folgendes:
"Die Logik, ja! Wenn sie denn mal da wäre."

Es ist durchaus ihr recht, mein Kommentar als unlogisch zu betrachten. Dann bringen sie aber bitte auch Argumente zu Textpassagen, die ihnen unlogisch erscheinen.

Und was mein Zitat angeht: Ich habe bewusst geschrieben: der große Physiker. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob Einstein das jemals gesagt hat. Jedoch kann ich ihnen garatieren, dass irgendein großer Wissenschaftler diese Worte in den Mund nahm. Hawking z.B.

Interessant...

wie hier persönliche Angriffen (das Absprechen jeglicher Kompetenz derer mit anderer Meinung) bei Menschen wie mir sofort ein reflexartiges Ablehnen dieser Meinung hervorruft.
Die Redaktion sieht dies wohl anders und empfiehlt so ein bashing noch.

Dass sie keine Probleme haben unechte Menschen zu töten, zu köpfen, zu erschiessen oder hinzurichten könnte darin begründet liegen, dass bei ihnen wohl eine gewisse Abstufung bei ihnen stattgefunden hat. Schön, dass sie noch keine Vergewaltigungen sehen wollen.

Garantien?

Nein, auch Hawking hat das nicht gesagt, da Physiker welche die Relativitätstheorie kennen, nie auf dem Gedanken kämen, diese nenne alles relativ. Auch in der Relativitätstheorie gibt es invariante Größen.
Wenn Sie aber Ihr Leben auf einem Zitat aufbauen, das es so nie gab, was soll ich dann mit Ihrer Liebe zur Logik anfangen?
Weil ich diesen Beitrag schrieb, ist mein Leben auf Astrologie aufgebaut.

Momentanstand.

Ich muss leider gestehen, dass ich über keinen Quellennachweis zu diesem Zitat verfüge. Möglicherweise war es auch nicht Hawking, ich weiß es nicht mehr. Wenn ich aber wieder einmal über die Quelle stolpern sollte, lasse ich es sie wissen.

Invariante Größen. Deren Existenz ist per se nicht völlig aus der Luft gegriffen. Aber die Wissenschaft, besonders die theoretische Physik, ist ein sich ständig wandelndes Konstrukt. Und gerade neuste Meldungen über Messungen am CERN lassen zumindest an der Konstanten c zweifeln. Natürlich müssen diese Mesungen noch verifiziert werden, vielleicht handelte es sich doch nur um einen Rechenfehler. Aber früher hielt man die Erde auch für flach. Das dem nicht so ist, werden sie wahrscheinlich nicht anzweifeln.
Das Einzige, was sich immer bestätigen wird, ist, dass sich nichts bestätigen wird. Alles ist relativ eben.

Außerdem: Was hat denn die Quelle eines Zitates mit dessen Inhalt zu tun? Jesus hat sicher auch nicht so gelebt, wie es in der Bibel steht. Trotzdem folgen seinen Gedanken, die wahrscheinlich gar nicht seine sind, über eine Milliarden Menschen. Zugegeben, das Christentum ist für Mord, Totschlag, Diskriminierung, Kreuzzüge etc. verantwortlich, daher ist das vielleicht kein ideales Beispiel. Aber das Prinzip ist klar, oder?

Wenn sie weiterhin meine Logik anzweifeln, dann bringen sie mir doch dafür bitte ein paar Belege. Abgesehen von möglicherweise falsch zugeordneten Zitaten.

PS: Wieso Astrologie?

"Studien" von KlausFuchs

Studien ist immer so ein Totschlagbegriff. Er impliziert, dass "Wissenschaftler" bereits eine Antwort gefunden haben und daher jede weitere Diskussion unnötig ist.

Leider ist nicht geklärt, ob in besagten "Studien" (dies in einer Diskussion anzubringen macht nur Sinn, wenn man eine entsprechende Studie auch vorlegen kann) zuvor ausgeschlossen wurde, ob man sich nicht eher mit Dingen beschäftigt, auf die man ohnehin schon geprägt ist.

Wenn ein gewalttätiger Mensch gerne gewalttätige Computerspiele spielt und man ihn nur darauf untersucht, ob er diese Spiele spielt und nebenbei auch noch gewalttätig ist, dann zäumt man das Pferd in der Untersuchung von der falschen Seite her auf. Bitte nennen Sie eine Studie, die empirisch alle Voraussetzungen untersucht und dann zu dem Schluss kommt, dass Computerspiele reale Verbrecher produzieren.

Antwort auf: Redaktionsempfehlung??? von Christiane77

"Wenn Sie das Recht haben, keine Vergewaltigungen in Computerspielen sehen zu wollen, habe ich dann nicht auch das Recht, keine Tötungen in Computerspielen sehen zu wollen?"

Das Recht haben Sie absolut, das wird Ihnen sicher niemand absprechen wollen. Niemand zwingt Sie, Computerspiele zu spielen, die derartige Inhalte haben. Es klang bisher nur so, als ob Sie diese Spiele jedem anderen verbieten wollten.

Antwort auf: Sie trauen sich wieder keine Antwort zu? KlausFuchs

"Meiner Meinung nach können wir unser Gehirn nicht dazu bringen nicht zu lernen, wir können nur entscheiden, was unser Gehirn lernt, indem wir die Umgebungseinflüsse auswählen."

Dürfen wir unserem Bewusstsein (Sie scheinen das auf das Gehirn zu beschränken) nur zutrauen, dass es wie ein Computer arbeitet?

Es klingt hier so, als ob Informationen über Gewalt im Bewusstsein als Gewalt, die dann zu Gewalt im Handeln führt gespeichert werden würden. Ich führe mittels Informationen von außen einen inneren Dialog und das Ergebnis dieses Dialoges ist es, was ich dann in meinem Bewusstsein verankere. Sehe ich Gewalt, dann bewerte ich für mich was ich gesehen habe und entscheide, was ich davon halte.

Entscheide ich in einem Rollenspiel, in dem ich einen "bösartigen" Charakter spiele, jemandem Gewalt anzutun, dann speichere ich in meinem Bewusstsein nicht simpel ab, dass ich jemandem Gewalt angetan habe, sondern, dass ich in einem Spiel, in einer bestimmten Rolle auf eine bestimmte Art und Weise gehandelt habe, da dies zu der Rolle passt, die der Charakter im Spiel darstellt.

Wie bei allen Online-Spielen ...

werden hier die Möglichkeiten nicht ausgeschöpft.
Ich hätte kein Problem, mein Online-Spiel über Werbung zu finanzieren, anstatt monatliche Gebühren.
Und die StarWars-Puristen in deren Universum es keine CocaCola gibt, bekommen dann alternative Texturen angezeigt.
Wo der eine Spieler ein Amazon-Shop betritt, betritt der andere Spieler ein Waffenlager.
Wo der eine ein Asteroidenfeld durchfliegt, befindet sich beim anderen der Planet e-Bay.
Das ist doch das Tolle an instanzierten Computerwelten.
Im Gegensatz zur Realität bekommt hier jeder die Welt die er möchte.
Der eine mag es bunt & poppig, der andere ist ein Hardcore-Zocker mit Treue zum Original.
Die Differenzen in den Spieler-Mentalitäten könnten die Programmierer kompensieren, und trotzdem Spielen alle irgendwie miteinander!
Oder geht das etwa nicht?

Werbung in Spielen

Nein bloß nicht. Dieses ganze Free2Play zeugs, das mit Werbung finanziert ist, verfehlt einfach vollkommen das Ziel. Meinetwegen sollen sich die ganzen verdummten Fernsehzuschauer mit Werbung rumärgern, aber in Computerspielen soll es die bitte schön nur geben, wenn sie dem Gesamtbild dienen (Stichwort, Bandenwerbung in Sportspielen).

Was spricht den bitteschön dagegen, Spieleentwickler für ihre Arbeit ehrlich zu entlohnen. So arm sind die meisten Menschen doch nciht, die 1000 Euro für ihren PC ausgeben können.

Ranjit

Nein, nicht unfassbar! Nur moralisch!
Denken Sie einfach beim nächsten Mal wenn sie die ganze Nacht mit einer Partnerin geniessen an die katholische Sexualmoral.
Oder wenn sie es wagen mit dem Auto einkaufen zu fahren, an einen grünen Fundi!
Oder wenn Sie GZSZ schauen an Marcel Reich Ranicki.
Oder wenn sie Rambo IV schauen an Christiane!

Wir erkaufen uns unsere Orgasmen, Annehmlichkeiten und Freuden mit Höllenfeuer und Verachtung der moralischen Menschen.

Ob diese allerdings eingreifen wenn in der Fußgängerzone eine Frau vergewaltigt wird dass ist fraglich!