CrowdfundingGames-Entwickler knackt Spendenrekord bei Kickstarter

400.000 Dollar wollte Tim Schafer für sein neues Computerspiel sammeln – auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Wenig später lag bereits eine Million auf dem Konto.

Eigentlich wollte Tim Schafer für sein neues Computerspiel nur 400.000 Dollar einsammeln. Aber keine 24 Stunden später lagen schon eine Million auf dem Konto von Double Fine Productions, und es wird immer mehr. Die Produktion ist gesichert und die Social-Finanzierungsplattform Kickstarter hat einen neuen Rekord.

Mittwoch Mittag kalifornischer Zeit stellte Schafer sein Projekt Double Fine Adventure auf der Crowd-Finance-Seite Kickstarter.com der Allgemeinheit vor und bat um Spenden, damit das Projekt realisiert werden kann. Geplant ist eine Reminiszenz an die 90er Jahre.

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Damals erlebten die so genannten Point & Click-Adventure auf dem PC ihre Blütezeit. Der Spieler klickt teils gut versteckte Objekte auf dem Bildschirm an und löst Aufgaben oder sammelt Informationen, um damit die Geschichte immer weiter voranzutreiben.

Der Deal, den Schafer der Gaminggemeinde vorschlägt, ist ganz einfach: Wer mindestens 15 Dollar spendet, kann eine Kopie des Spiels aus dem Internet laden, so bald es fertig wird. Wer 50.000 Dollar gibt, findet sich als eigener Charakter in dem Spiel wieder, dazwischen und darüber ist jeder Betrag möglich und das Engagement wird mit verschiedenen Schmankerln versüßt.

Für 20.000 Dollar gibt es ein Abendessen mit anschließender Bowlingnacht mit dem ganzen Team und den Chefs. Daneben bekommen alle Unterstützer des Projekts einen monatlichen Videoeinblick in den Fortgang der Entwicklungsarbeiten in den Büros in San Francisco. Sie chatten online mit den Entwicklern und untereinander, suchen als Betatester Fehler und machen Verbesserungsvorschläge.

Zinsen, eine Gewinnbeteiligung oder Firmenanteile wie bei einer klassischen Wagnisfinanzierung gibt es auf Kickstarter nicht. Im Falle von Double Fine Productions wird nach Aussage von Schafer überschüssiges Kapital investiert, um weitere Versionen zu entwickeln, etwa für Apples Mac-Computer oder Mobilversionen für iPhone und iPad. Zurückgezahlt wird nichts.

Der Erfolg des Spiels ist auch ein warmer Regen für Kickstarter, die fünf Prozent der gespendeten Gelder als Provision behalten. 2008 in New York gegründet und unter anderem finanziert durch Twitter-Mitgründer Jack Dorsey ging die Seite im April 2009 online. Seitdem verändert sie die Welt der industriellen Entwicklung.

Leserkommentare
  1. es gibt ja auch nichts Wichtigeres, was man damit anfangen könnte.

    Welche trauriges Zeugnis für unsere Gesellschaft.

    4 Leserempfehlungen
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    welch trauriger Beitrag...

    Die Teilnehmer können selber bestimmen wofür sie ihr Geld spenden und wenn es dem Kampf gegen Big-Scale Companies dient, die den Datenschutz mit Füßen treten bei gleichzeitigem verweichlichen oder tottreten eines jeden Spielekonzeptes, einer jeden Spieleserie (letztes Beispiel Jagged Alliance, Flatout 3 etc.)...

    Tim Schafer hat einige der besten Adventures aller Zeiten entwickelt, Computerspiele gehören zur Gesellschaft, zur Kunst, zu allem.

    Dass die Gesellschaft über den Kauf von Markenprodukten dass Privatfernsehen querfinanziert ist ein Armutszeugnis, nicht die Unterstützung eines Start Ups.

    ...möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es mir erstens darum ging das ein gutes Spiel eine Chance bekommt und zweitens ich damit Arbeitsplätze geschaffen habe.
    Und dafür werden ich (hoffentlich auch Dank des Erfolgs an dem ich beteiligt bin) immer Geld zur Verfügung haben.
    Zumindest bin ich stolz, dass mit meiner Investition etwas produziert wurde und nicht bloß, wie bei so mancher Bank, aus Geld mehr Geld gemacht wurde, auf Kosten der Steuerzahler.

    • Hickey
    • 10.02.2012 um 13:15 Uhr

    das sie mit ihren Steuergeldern sinnvollste Projekte wie:

    -Kriege unterstützen
    -unnötige und dem Kapitalismus widersprechende Bankenrettung
    -unsinnige Bauprojekt, hauptsächlich im Osten Deutschland die durch den Weggang der dortigen Bevölkerung ungenutzt rumstehen
    -etc...

    Die Liste ist endlos lang und all das finanzieren wir, gewollt oder nicht gewollt mit.

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/ls

    ..... kam mir auch beim Lesen des Artikels. Selbstverständlich ist jeder frei darin, sein Geld auszugeben, wofür er/sie möchte, aber dass es ein Computerspiel ist, das eine solche Anteilnahme und Dynamik auslöst, das ist eine Aussage.

    Und mit dem Begriff der "Kultur" kann ich so ziemlich alles schmücken. Wie dem auch sei, fröhliches Zocken, oder was auch immer das Motiv sei!

    Entfernt. Bitte äußern Sie Ihre Meinung sachlich und verzichten Sie dabei auf persönliche Angriffe. Danke, die Redaktion/lv

    Wo kämen wir auch hin, wenn die Leute auf einmal sich für 15$ mehrere Stunden gut unterhalten wissen.

    Und was Tim Schäfer schon so alles zur Kultur beigetragen hat würde ich gerne auflisten.

    Aber hey! Hinter Dir ein dreiköpfiger Affe!

    Und Tschüss!

    • Morbox
    • 10.02.2012 um 16:15 Uhr

    Ah, so spät schon? Schon wieder Untergang des Abendlandes? Oder ist da jemand ein kulturfeindlicher Stoiker. Sollen wir alle Kapazitäten nur auf die Beendigung allen Leids auf der Erde verwenden? Sehr nobel, aber vermutlich verlogen. Oder geht es tatsächlich darum, dass es sich um ein Computerspiel handelt?
    .
    .
    .
    Wollte jetzt eigentlich was zu Computerspielen als Kulturgüter schreiben. Darüber, dass andere Sachen vom Staat gefördert werden und dass gerade dieser Spielemacher Kultstatus berechtigt genießt. Darüber, dass man sich doch lieber über Hollywood aufregen sollte und die Epigonen von Epigonen, die dort im Schnellverfahren rausgehauen werden. Und dann hätte ich gerne noch eine sarkastische Bemerkung fallen gelassen über luddites und all jene, die ihre Kulturform über alle anderen stellen. Aber ich bin ein fauler Zocker-Zombie und geh wieder zurück zu meinen Spielen. Ach, nee, falsch, zu meiner Freundin. Mein Fehler.

    • mio
    • 11.02.2012 um 19:35 Uhr

    Ein interessanter Artikel über abwechslungsreiche Finanzierungsformen und einen der kreativsten Köpfe der Videospielbranche. Es ist einfach nur schade, dass die Kommentare zu diesem Artikel mit einem blöden und sinnlosen Kommentar beginnen müssen.

    welch trauriger Beitrag...

    Die Teilnehmer können selber bestimmen wofür sie ihr Geld spenden und wenn es dem Kampf gegen Big-Scale Companies dient, die den Datenschutz mit Füßen treten bei gleichzeitigem verweichlichen oder tottreten eines jeden Spielekonzeptes, einer jeden Spieleserie (letztes Beispiel Jagged Alliance, Flatout 3 etc.)...

    Tim Schafer hat einige der besten Adventures aller Zeiten entwickelt, Computerspiele gehören zur Gesellschaft, zur Kunst, zu allem.

    Dass die Gesellschaft über den Kauf von Markenprodukten dass Privatfernsehen querfinanziert ist ein Armutszeugnis, nicht die Unterstützung eines Start Ups.

    ...möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es mir erstens darum ging das ein gutes Spiel eine Chance bekommt und zweitens ich damit Arbeitsplätze geschaffen habe.
    Und dafür werden ich (hoffentlich auch Dank des Erfolgs an dem ich beteiligt bin) immer Geld zur Verfügung haben.
    Zumindest bin ich stolz, dass mit meiner Investition etwas produziert wurde und nicht bloß, wie bei so mancher Bank, aus Geld mehr Geld gemacht wurde, auf Kosten der Steuerzahler.

    • Hickey
    • 10.02.2012 um 13:15 Uhr

    das sie mit ihren Steuergeldern sinnvollste Projekte wie:

    -Kriege unterstützen
    -unnötige und dem Kapitalismus widersprechende Bankenrettung
    -unsinnige Bauprojekt, hauptsächlich im Osten Deutschland die durch den Weggang der dortigen Bevölkerung ungenutzt rumstehen
    -etc...

    Die Liste ist endlos lang und all das finanzieren wir, gewollt oder nicht gewollt mit.

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/ls

    ..... kam mir auch beim Lesen des Artikels. Selbstverständlich ist jeder frei darin, sein Geld auszugeben, wofür er/sie möchte, aber dass es ein Computerspiel ist, das eine solche Anteilnahme und Dynamik auslöst, das ist eine Aussage.

    Und mit dem Begriff der "Kultur" kann ich so ziemlich alles schmücken. Wie dem auch sei, fröhliches Zocken, oder was auch immer das Motiv sei!

    Entfernt. Bitte äußern Sie Ihre Meinung sachlich und verzichten Sie dabei auf persönliche Angriffe. Danke, die Redaktion/lv

    Wo kämen wir auch hin, wenn die Leute auf einmal sich für 15$ mehrere Stunden gut unterhalten wissen.

    Und was Tim Schäfer schon so alles zur Kultur beigetragen hat würde ich gerne auflisten.

    Aber hey! Hinter Dir ein dreiköpfiger Affe!

    Und Tschüss!

    • Morbox
    • 10.02.2012 um 16:15 Uhr

    Ah, so spät schon? Schon wieder Untergang des Abendlandes? Oder ist da jemand ein kulturfeindlicher Stoiker. Sollen wir alle Kapazitäten nur auf die Beendigung allen Leids auf der Erde verwenden? Sehr nobel, aber vermutlich verlogen. Oder geht es tatsächlich darum, dass es sich um ein Computerspiel handelt?
    .
    .
    .
    Wollte jetzt eigentlich was zu Computerspielen als Kulturgüter schreiben. Darüber, dass andere Sachen vom Staat gefördert werden und dass gerade dieser Spielemacher Kultstatus berechtigt genießt. Darüber, dass man sich doch lieber über Hollywood aufregen sollte und die Epigonen von Epigonen, die dort im Schnellverfahren rausgehauen werden. Und dann hätte ich gerne noch eine sarkastische Bemerkung fallen gelassen über luddites und all jene, die ihre Kulturform über alle anderen stellen. Aber ich bin ein fauler Zocker-Zombie und geh wieder zurück zu meinen Spielen. Ach, nee, falsch, zu meiner Freundin. Mein Fehler.

    • mio
    • 11.02.2012 um 19:35 Uhr

    Ein interessanter Artikel über abwechslungsreiche Finanzierungsformen und einen der kreativsten Köpfe der Videospielbranche. Es ist einfach nur schade, dass die Kommentare zu diesem Artikel mit einem blöden und sinnlosen Kommentar beginnen müssen.

  2. 2. .....

    welch trauriger Beitrag...

    Die Teilnehmer können selber bestimmen wofür sie ihr Geld spenden und wenn es dem Kampf gegen Big-Scale Companies dient, die den Datenschutz mit Füßen treten bei gleichzeitigem verweichlichen oder tottreten eines jeden Spielekonzeptes, einer jeden Spieleserie (letztes Beispiel Jagged Alliance, Flatout 3 etc.)...

    Tim Schafer hat einige der besten Adventures aller Zeiten entwickelt, Computerspiele gehören zur Gesellschaft, zur Kunst, zu allem.

    Dass die Gesellschaft über den Kauf von Markenprodukten dass Privatfernsehen querfinanziert ist ein Armutszeugnis, nicht die Unterstützung eines Start Ups.

    20 Leserempfehlungen
  3. Finden Sie es auch traurig wenn Menschen freiwillig Geld für Kultur ausgeben?

    5 Leserempfehlungen
  4. [...]

    Aber um beim Thema zu bleiben: 15€ sind wahrlich nicht viel für ein Spiel von einem bekannten Entwickler. Mittlerweile ist es schlicht möglich, ein Spiel während einer beliebigen Entwicklungsphase zu kaufen, sei es wie hier extrem früh, zu Betatest-Zeiten, oder eben beim normalen Release.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen über andere User. Danke, die Redaktion/ls

    Eine Leserempfehlung
    • Fliff
    • 10.02.2012 um 12:53 Uhr

    Capitolium erklaert euch fuer unmuendig und weiss besser wo euer Geld hin soll. Lasst es euch nehmen.

    Ich verstehe wirklich nicht warum die Leute nicht mit Ihrem Geld machen duerfen/sollen was sie wollen.

    Schade auch das man erst einen Artikel lesen muss um auf Kickstarter und wo Geld hinfliesst aufmerksam zu werden um sich dann ueber das eine Projekt (und nicht die anderen) zu beschweren.

    Welch trauriges Zeugnis fuer unsere unaufmerksame, unflexible, reaktionaere Gesellschaft ... eher Capitolium dem/der es lieber ist sich ueber ein demokratisches system (kickstarter) zu beschweren um es dann gleich mit der gesamten Gesellschaft und deren Probleme zu vergleichen und zu verdammen als waere oeffentliches Geld verwendet worden.

    Wenig Verstaendniss und Geduld fuer Kultur scheint mir hier auch noch dazu zu stossen.

    3 Leserempfehlungen
    • Olyom
    • 10.02.2012 um 13:02 Uhr

    Man sollte abwarten, was am Ende dabei herauskommt. 15€ für erstmal nichts? Fragwürdig.
    Und 50.000€ für die Einbindung einiger Pixel? Das ist nun völlig bescheuert.

    Aber ich weiß natürlich, dass es sehr viele Leute mit vermeintlich zu viel Geld gibt, denen gar nicht klar ist, dass sie Unsummen für etwas hinlegen, was kaum eine Bruchteil davon wert ist. Damit kann man viel Geld machen, aber ich persönliche mag es nicht, die Dummheit von Menschen auszubeuten und werde es auch niemals tun.

    3 Leserempfehlungen
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    ...jedenfalls besser als ein Kasten Bier...
    Außerdem ist der Entwickler sehr bekannt...und durch den geknackten Spendenrekord kann er jetzt auch nicht so einfach aussteigen...

    Sein ruf wäre für immer zerstört und damit wäre er sozusagen Tot für die Branche...

    Sie kennen sich weder in der Branche noch in sonstiger Wirtschaft aus, sonst würden sie verstehen warum es keine Dummheit ist, Geld für Kultur auszugeben...

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/ls

    • Puka
    • 10.02.2012 um 13:14 Uhr

    Goethe ass und trank in Auerbachs Keller ganz umsonst, dafür versprach er, den Ort als Schauplatz in Faust aufzunehmen. Insofern ist das Konzept nicht neu, und hat sich für den Wirt und dessen Nachfolger sicher ausgezahlt.

    Das Problem ist eher, dass es sehr viele Leute gibt,d ie nicht glauben können, dass auch videospiele ein Kulturgut sind, ja schlimmer noch eine Kunstform. Aber das Lamento darüber erspare ich mir diesmal, es würde doch keinen dazu bewegen, ein Videospiel zu spielen.

    man zahlt nicht 15€ für "erstmal Nichts", man spendet diese Summe, um diesen Entwicklern, die zu den Gründungsvätern des Genres Point&Click-Adventures gehören, dass produzieren eines Spieles zu ermöglichen, dass sonst garnicht, oder nur mit Einschränkungen und Abänderungen durch die Publisher entstehen würde. Und die "50 000€ für die Einbindung einiger Pixel?" sind ein Gag, auf Kickstarters ist dieses Angebot nicht einmal aufgelistet. Niemand erwartet das jemand soviel zahlt, es ist auch nicht nötig.
    Was sie hier sehen ist das genaue gegenteil von Ausbeuten, sondern der direkteste Weg zwischen Entwickler und Kunden, in dem sie sagen: "Wir würden ein tolles Spiel entwickeln, wieviel ist euch das wert". Und wieviel einem das wert ist muss man beim besten Willen selber wissen.

    15 EUR kann man da schon mal wagen.

    ...jedenfalls besser als ein Kasten Bier...
    Außerdem ist der Entwickler sehr bekannt...und durch den geknackten Spendenrekord kann er jetzt auch nicht so einfach aussteigen...

    Sein ruf wäre für immer zerstört und damit wäre er sozusagen Tot für die Branche...

    Sie kennen sich weder in der Branche noch in sonstiger Wirtschaft aus, sonst würden sie verstehen warum es keine Dummheit ist, Geld für Kultur auszugeben...

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/ls

    • Puka
    • 10.02.2012 um 13:14 Uhr

    Goethe ass und trank in Auerbachs Keller ganz umsonst, dafür versprach er, den Ort als Schauplatz in Faust aufzunehmen. Insofern ist das Konzept nicht neu, und hat sich für den Wirt und dessen Nachfolger sicher ausgezahlt.

    Das Problem ist eher, dass es sehr viele Leute gibt,d ie nicht glauben können, dass auch videospiele ein Kulturgut sind, ja schlimmer noch eine Kunstform. Aber das Lamento darüber erspare ich mir diesmal, es würde doch keinen dazu bewegen, ein Videospiel zu spielen.

    man zahlt nicht 15€ für "erstmal Nichts", man spendet diese Summe, um diesen Entwicklern, die zu den Gründungsvätern des Genres Point&Click-Adventures gehören, dass produzieren eines Spieles zu ermöglichen, dass sonst garnicht, oder nur mit Einschränkungen und Abänderungen durch die Publisher entstehen würde. Und die "50 000€ für die Einbindung einiger Pixel?" sind ein Gag, auf Kickstarters ist dieses Angebot nicht einmal aufgelistet. Niemand erwartet das jemand soviel zahlt, es ist auch nicht nötig.
    Was sie hier sehen ist das genaue gegenteil von Ausbeuten, sondern der direkteste Weg zwischen Entwickler und Kunden, in dem sie sagen: "Wir würden ein tolles Spiel entwickeln, wieviel ist euch das wert". Und wieviel einem das wert ist muss man beim besten Willen selber wissen.

    15 EUR kann man da schon mal wagen.

  5. ...möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es mir erstens darum ging das ein gutes Spiel eine Chance bekommt und zweitens ich damit Arbeitsplätze geschaffen habe.
    Und dafür werden ich (hoffentlich auch Dank des Erfolgs an dem ich beteiligt bin) immer Geld zur Verfügung haben.
    Zumindest bin ich stolz, dass mit meiner Investition etwas produziert wurde und nicht bloß, wie bei so mancher Bank, aus Geld mehr Geld gemacht wurde, auf Kosten der Steuerzahler.

    10 Leserempfehlungen
  6. ...jedenfalls besser als ein Kasten Bier...
    Außerdem ist der Entwickler sehr bekannt...und durch den geknackten Spendenrekord kann er jetzt auch nicht so einfach aussteigen...

    Sein ruf wäre für immer zerstört und damit wäre er sozusagen Tot für die Branche...

    Sie kennen sich weder in der Branche noch in sonstiger Wirtschaft aus, sonst würden sie verstehen warum es keine Dummheit ist, Geld für Kultur auszugeben...

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/ls

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    • Olyom
    • 10.02.2012 um 13:35 Uhr

    Man bräuchte nicht einmal einen tieferen Einblick in die Branche, um zu wissen, dass das nicht stimmt.

    Es gibt dort zig Developer und Publisher, die einen schlechten Ruf haben oder verdienten, weil sie den Leute für Beta Ware das Geld aus der Tasche ziehen und im nachhinein dann bereits existenten Content mit Mikropayment nachliefern.

    Es gibt immer weniger Entwickler, die sich wirklich als Künstler sehen, es geht ums Geld. Und ob diese nun vom Publisher erpresst werden oder freiwillig mitmachen, spielt am Ende keine Rolle.

    Niemand spricht hier jemanden ab, mit seinem Geld tun zu können, was er will. Aber ich behalte mir dennoch vor, dass als dekadent anzusehen, z.B. ~40.000$ für ein NSC Personifizierung in einem vergleichsweise kleinen Spiel hinzulegen, gerade wenn weltweit Menschen verhungern, weil sie nicht einen Dollar haben.

    Ob die 15$ sich lohnen werden, wird man sehen. Solche Spiele kann man an und für sich auch gänzlich ohne Geld herstellen, zumindest was die Löhne betrifft und auch so manche Engine ist ja Open Source. Da muss man das Risiko natürlich selbst tragen. Mit Kickstart gibt man es eben an die Spender weiter, wie sonst an den Publisher.

    Ist der Ruf ruiniert, gründet man halt notfalls neue Firma. Das funktioniert durchaus. Wobei ich gar nicht unterstellen wollte, dass diese Leute das nich durchziehen werden, man wird es sehen.

    • Olyom
    • 10.02.2012 um 13:35 Uhr

    Man bräuchte nicht einmal einen tieferen Einblick in die Branche, um zu wissen, dass das nicht stimmt.

    Es gibt dort zig Developer und Publisher, die einen schlechten Ruf haben oder verdienten, weil sie den Leute für Beta Ware das Geld aus der Tasche ziehen und im nachhinein dann bereits existenten Content mit Mikropayment nachliefern.

    Es gibt immer weniger Entwickler, die sich wirklich als Künstler sehen, es geht ums Geld. Und ob diese nun vom Publisher erpresst werden oder freiwillig mitmachen, spielt am Ende keine Rolle.

    Niemand spricht hier jemanden ab, mit seinem Geld tun zu können, was er will. Aber ich behalte mir dennoch vor, dass als dekadent anzusehen, z.B. ~40.000$ für ein NSC Personifizierung in einem vergleichsweise kleinen Spiel hinzulegen, gerade wenn weltweit Menschen verhungern, weil sie nicht einen Dollar haben.

    Ob die 15$ sich lohnen werden, wird man sehen. Solche Spiele kann man an und für sich auch gänzlich ohne Geld herstellen, zumindest was die Löhne betrifft und auch so manche Engine ist ja Open Source. Da muss man das Risiko natürlich selbst tragen. Mit Kickstart gibt man es eben an die Spender weiter, wie sonst an den Publisher.

    Ist der Ruf ruiniert, gründet man halt notfalls neue Firma. Das funktioniert durchaus. Wobei ich gar nicht unterstellen wollte, dass diese Leute das nich durchziehen werden, man wird es sehen.

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