ComputerspielMass Effect 3 wird erweitert

Die Macher von "Mass Effect 3" wollen mit Zusatzmaterial das Spielfinale verständlicher machen. Zuvor hatten Spieler in einer Petition um einen neuen Schluss gebeten.

Der Protest gegen das Ende des Action-Rollenspiels Mass Effect 3 war groß. Nun will die Firma BioWare einlenken. Im kommenden Sommer soll eine Erweiterung namens Extended Cut zum freien Download veröffentlicht werden, schreibt das Web-Portal golem.de. Der Seite zufolge sollen zusätzliche Filmsequenzen und Epilogszenen zugänglich sein.

Viele User hatten sich zuvor über das Ende der Mass-Effect-Triologie entrüstet gezeigt. Das Ende war ihnen zu pessimistisch, außerdem wurden Logiklücken und inkonsequentes Game-Design kritisiert. Während der Spieler im Spielverlauf zunächst viele grundlegende Entscheidungen treffen konnte, bestand der Schlussakt hauptsächlich aus einer Videosequenz, und der Spieler konnte den Verlauf nur noch einmal beeinflussen. Obwohl es nach Angaben von BioWare 16 verschiedene Schlussmöglichkeiten je nach Spieltaktik gab, variierte das Videomaterial der jeweiligen Schlussszene kaum. In einer gemeinsamen Petition haben Kritiker BioWare gebeten, das Ende neu zu gestalten.

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Diese Forderung wurde jedoch zurückgewiesen. Die Spielemacher hätten sich ihrer Integrität beraubt gesehen. Der Mitbegründer und Chef von BioWare, Ray Muzyka, sagte, dass die Firma mit der Erweiterung eine gute Balance gefunden habe. "Wir liefern die von den Spielern gewünschten Antworten und bewahren gleichzeitig die künstlerische Vision des Teams für das Ende dieses Storybogens im Mass-Effect-Universum", zitiert golem.de Muzyka. Das neue Finale soll für Windows-PC, Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen.

 
Leserkommentare
    • JD
    • 07.04.2012 um 16:55 Uhr

    Hört man gerne.

  1. ...irgendwie widersprüchlich.

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    Wenn man von einem Thema keine Ahnung hat oder sich schlicht nicht dafür interessiert, sollte man gelegentlich einfach mal den Nuhr machen.

    Gut, dass die Zeit verstanden hat dass Spiele längst aus der "Schmuddelkinderecke" herausgetreten sind.

    Wenn man von einem Thema keine Ahnung hat oder sich schlicht nicht dafür interessiert, sollte man gelegentlich einfach mal den Nuhr machen.

    Gut, dass die Zeit verstanden hat dass Spiele längst aus der "Schmuddelkinderecke" herausgetreten sind.

  2. NICHT zugehört haben, bzgl. der konstruktiven Kritik ihrer Fanbase, aber das ist ja bzgl. ME3 leider nicht das erste Mal, dass medienwirksame Versprechung nicht mit der Realität übereinstimmen.

    Naja, zumindest ein kleiner Teilerfolg von Retake Mass Effect... Bioware als Spieleentwickler ist seelisch leider tot und wird früher oder später ebenso von EA entsorgt, wie Westwood.

    Man kann nur hoffen, dass CDProject und Bethesda nicht auch noch an EA fallen und verdorben werden.

    2 Leserempfehlungen
  3. zwar ziemlich von Matrix 3 abgekupfert, aber doch gut.

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    Vielleicht wie man eine Trilogie sinnlos macht - hier gebe ich Ihnen recht. Wenn Sie aber das Ende meinen, dann wurde das Ende von DeusEX Human Revolution abgekupfert.

    Und zur Kunst:

    Wenn ich die Mona Lisa nachmale, ist mein Werk wirklich so viel wert wie die echte Mona Lisa, oder wird es nichts anderes als eine billige Kopie sein?

    @Redaktion:

    Mit "Fragen beantworten" hatte Bioware schon vor dem Release geworben. Nichts wurde eingehalten.

    Vielleicht wie man eine Trilogie sinnlos macht - hier gebe ich Ihnen recht. Wenn Sie aber das Ende meinen, dann wurde das Ende von DeusEX Human Revolution abgekupfert.

    Und zur Kunst:

    Wenn ich die Mona Lisa nachmale, ist mein Werk wirklich so viel wert wie die echte Mona Lisa, oder wird es nichts anderes als eine billige Kopie sein?

    @Redaktion:

    Mit "Fragen beantworten" hatte Bioware schon vor dem Release geworben. Nichts wurde eingehalten.

  4. 5. Kunst

    das Ende von ME3 war Kunst. Kunstgegenstände zeichnen sich dadurch aus, dass man sie auf unterschiedliche Weisen interpretieren kann. Das faszinierende dabei ist dann zu versuchen herauszufinden was der Künstler wirklich gemeint haben könnte. Aus meiner Sicht war das Ende von ME3 das highlight der ganzen Serie eben weil es zum nachdenken, analysieren und persönlichem interpretieren anregte. Das war für Computerspiele schon fast revolutionär. Jeder mit Hirn, der die vorherigen Teile gespielt hat (oder wer das Ende in dem der Protagonist überlebt kennt), muss doch sehen, dass zumindest Teile des Endes lediglich eine Illusion sind, um uns in die Irre zu führen. Ich wette die ganz große Mehrheit (inklusive mir) ist trotzdem in die Falle getappt und hat am Ende eine falsche Entscheidung getroffen. Ich fands genial. Aber war vielleicht doch ein bisschen zu subtil für die zT noch recht unreifen Gamer.

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    • Nibbla
    • 07.04.2012 um 23:16 Uhr

    Ich glaub das hat die meisten gestört:

    http://www.youtube.com/wa...

    Die Enden unterscheiden sich kaum und hängen anscheinend mit alten Entscheidungen nicht zusammen.
    Habs leider selbst noch nicht gespielt.

    Zwar stimme ich in der Beurteilung der Endsequenz mit Ihnen überein, aber ob es sich dabei um Kunst handelt, ziehe ich doch eher in Zweifel.

    Bei gelungenen Werken mit offenen/interpretationswürdigen Enden (z.B. Bladerunner oder Inception) spielt die Unsicherheit eine zentrale Rolle im ganzen Werk. Das, was uns am Ende von Mass Effect 3 präsentiert wurde, passte weder im Erzählstil noch inhaltlich gut zur Serie.

    Ganz im Gegenteil: wenn man die Sequenz für bare Münze nimmt, dann hat das Ende mehr (Logik-)Löcher als ein Schweizer Käse. Die Idee des mehrdeutigen Endes mag noch recht gut gewesen sein, die Ausführung war es sicher nicht.

    Man kann sich zudem die Frage stellen, wie angemessen eine solche Endsequenz für eine Trilogie ist, die bis zu eben jener Sequenz eine mehr oder weniger klassische Heldengeschichte ist.

    Insgesamt handelt es sich bei Mass Effect 3 dereit um ein Spiel, das den hohen Wertungen der Spielepresse keineswegs gerecht wird. Bis zur Veröffentlichung des Ergänzungs-DLCs würde ich sogar vom Kauf abraten.

    Sollte Bioware in diesem DLC tatsächlich eine Interpration im Rahmen der Indoktrinationstheorie (siehe engl. Bioware Forum) handeln, würde das die Situation verbessern. Die derzeitigen Statements lassen allerdings offen, ob Bioware das Problem des derzeitigen Endes wirklich verstanden hat - es wäre durchaus denkbar, dass Spieler statt Unsinn einfach längeren Unsinn bekommen.

    • Nibbla
    • 07.04.2012 um 23:16 Uhr

    Ich glaub das hat die meisten gestört:

    http://www.youtube.com/wa...

    Die Enden unterscheiden sich kaum und hängen anscheinend mit alten Entscheidungen nicht zusammen.
    Habs leider selbst noch nicht gespielt.

    Zwar stimme ich in der Beurteilung der Endsequenz mit Ihnen überein, aber ob es sich dabei um Kunst handelt, ziehe ich doch eher in Zweifel.

    Bei gelungenen Werken mit offenen/interpretationswürdigen Enden (z.B. Bladerunner oder Inception) spielt die Unsicherheit eine zentrale Rolle im ganzen Werk. Das, was uns am Ende von Mass Effect 3 präsentiert wurde, passte weder im Erzählstil noch inhaltlich gut zur Serie.

    Ganz im Gegenteil: wenn man die Sequenz für bare Münze nimmt, dann hat das Ende mehr (Logik-)Löcher als ein Schweizer Käse. Die Idee des mehrdeutigen Endes mag noch recht gut gewesen sein, die Ausführung war es sicher nicht.

    Man kann sich zudem die Frage stellen, wie angemessen eine solche Endsequenz für eine Trilogie ist, die bis zu eben jener Sequenz eine mehr oder weniger klassische Heldengeschichte ist.

    Insgesamt handelt es sich bei Mass Effect 3 dereit um ein Spiel, das den hohen Wertungen der Spielepresse keineswegs gerecht wird. Bis zur Veröffentlichung des Ergänzungs-DLCs würde ich sogar vom Kauf abraten.

    Sollte Bioware in diesem DLC tatsächlich eine Interpration im Rahmen der Indoktrinationstheorie (siehe engl. Bioware Forum) handeln, würde das die Situation verbessern. Die derzeitigen Statements lassen allerdings offen, ob Bioware das Problem des derzeitigen Endes wirklich verstanden hat - es wäre durchaus denkbar, dass Spieler statt Unsinn einfach längeren Unsinn bekommen.

    • Nibbla
    • 07.04.2012 um 23:16 Uhr

    Ich glaub das hat die meisten gestört:

    http://www.youtube.com/wa...

    Die Enden unterscheiden sich kaum und hängen anscheinend mit alten Entscheidungen nicht zusammen.
    Habs leider selbst noch nicht gespielt.

    Antwort auf "Kunst"
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    aber das die Enden sich kaum unterscheiden ist logisch, wenn sie der Fantasie des Protagonisten entspringen. Der Fehler liegt nicht im Spiel, sondern im Marketing. Indem Bioware 16 verschiedene Enden versprochen hat wurden völlig falsche Erwartungen geweckt.

    aber das die Enden sich kaum unterscheiden ist logisch, wenn sie der Fantasie des Protagonisten entspringen. Der Fehler liegt nicht im Spiel, sondern im Marketing. Indem Bioware 16 verschiedene Enden versprochen hat wurden völlig falsche Erwartungen geweckt.

  5. Wenn man von einem Thema keine Ahnung hat oder sich schlicht nicht dafür interessiert, sollte man gelegentlich einfach mal den Nuhr machen.

    Gut, dass die Zeit verstanden hat dass Spiele längst aus der "Schmuddelkinderecke" herausgetreten sind.

    5 Leserempfehlungen
  6. Zwar stimme ich in der Beurteilung der Endsequenz mit Ihnen überein, aber ob es sich dabei um Kunst handelt, ziehe ich doch eher in Zweifel.

    Bei gelungenen Werken mit offenen/interpretationswürdigen Enden (z.B. Bladerunner oder Inception) spielt die Unsicherheit eine zentrale Rolle im ganzen Werk. Das, was uns am Ende von Mass Effect 3 präsentiert wurde, passte weder im Erzählstil noch inhaltlich gut zur Serie.

    Ganz im Gegenteil: wenn man die Sequenz für bare Münze nimmt, dann hat das Ende mehr (Logik-)Löcher als ein Schweizer Käse. Die Idee des mehrdeutigen Endes mag noch recht gut gewesen sein, die Ausführung war es sicher nicht.

    Man kann sich zudem die Frage stellen, wie angemessen eine solche Endsequenz für eine Trilogie ist, die bis zu eben jener Sequenz eine mehr oder weniger klassische Heldengeschichte ist.

    Insgesamt handelt es sich bei Mass Effect 3 dereit um ein Spiel, das den hohen Wertungen der Spielepresse keineswegs gerecht wird. Bis zur Veröffentlichung des Ergänzungs-DLCs würde ich sogar vom Kauf abraten.

    Sollte Bioware in diesem DLC tatsächlich eine Interpration im Rahmen der Indoktrinationstheorie (siehe engl. Bioware Forum) handeln, würde das die Situation verbessern. Die derzeitigen Statements lassen allerdings offen, ob Bioware das Problem des derzeitigen Endes wirklich verstanden hat - es wäre durchaus denkbar, dass Spieler statt Unsinn einfach längeren Unsinn bekommen.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Kunst"
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    Ich fand das Ende passt inhaltlich fast perfekt es war nur unerwartet, weil die Vorzeichen relativ subtil waren, aber das mussten sie ja auch sein. Die Idee des Ganzen ist, dass der Spieler in die Schuhe des Protagonisten schlüpft und mit ihm gemeinsam hereingelegt wird. Der Spieler soll gerade nicht mehr Verdacht schöpfen als der Protagonist selbst weil man ja in die Rolle des Protagonisten schlüpft (Rollenspiel). Wenn ich von Anfang an genau weiss, dass ich hinters Licht geführt werden soll, dann funktioniert es gar nicht mehr.

    Aber wenn man aufmerksam ist, dann ist es schon so, dass zB die Traumsequenzen relativ früh klarstellen, dass der Verstand des Protagonisten möglicherweise nicht mehr ganz so zuverlässig ist wie in den vorherigen Teilen die Frage ist nur wie klar der Verstand des Spielers bleibt und ob sein Hintergrundwissen ausreicht um das Geschehen vernünftig zu deuten.
    Es ist sicherlich nicht perfekt aber ich finde das Ende brilliant. So gekonnt wurde ich selten ausgetrickst :)
    Aber ich bin auch ohne besondere Erwartungen an das Spiel herangegangen. Ich denke hier liegt das Problem bei den Meisten.

    Ich fand das Ende passt inhaltlich fast perfekt es war nur unerwartet, weil die Vorzeichen relativ subtil waren, aber das mussten sie ja auch sein. Die Idee des Ganzen ist, dass der Spieler in die Schuhe des Protagonisten schlüpft und mit ihm gemeinsam hereingelegt wird. Der Spieler soll gerade nicht mehr Verdacht schöpfen als der Protagonist selbst weil man ja in die Rolle des Protagonisten schlüpft (Rollenspiel). Wenn ich von Anfang an genau weiss, dass ich hinters Licht geführt werden soll, dann funktioniert es gar nicht mehr.

    Aber wenn man aufmerksam ist, dann ist es schon so, dass zB die Traumsequenzen relativ früh klarstellen, dass der Verstand des Protagonisten möglicherweise nicht mehr ganz so zuverlässig ist wie in den vorherigen Teilen die Frage ist nur wie klar der Verstand des Spielers bleibt und ob sein Hintergrundwissen ausreicht um das Geschehen vernünftig zu deuten.
    Es ist sicherlich nicht perfekt aber ich finde das Ende brilliant. So gekonnt wurde ich selten ausgetrickst :)
    Aber ich bin auch ohne besondere Erwartungen an das Spiel herangegangen. Ich denke hier liegt das Problem bei den Meisten.

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