ComputerspielMass Effect 3 wird erweitert

Die Macher von "Mass Effect 3" wollen mit Zusatzmaterial das Spielfinale verständlicher machen. Zuvor hatten Spieler in einer Petition um einen neuen Schluss gebeten.

Der Protest gegen das Ende des Action-Rollenspiels Mass Effect 3 war groß. Nun will die Firma BioWare einlenken. Im kommenden Sommer soll eine Erweiterung namens Extended Cut zum freien Download veröffentlicht werden, schreibt das Web-Portal golem.de. Der Seite zufolge sollen zusätzliche Filmsequenzen und Epilogszenen zugänglich sein.

Viele User hatten sich zuvor über das Ende der Mass-Effect-Triologie entrüstet gezeigt. Das Ende war ihnen zu pessimistisch, außerdem wurden Logiklücken und inkonsequentes Game-Design kritisiert. Während der Spieler im Spielverlauf zunächst viele grundlegende Entscheidungen treffen konnte, bestand der Schlussakt hauptsächlich aus einer Videosequenz, und der Spieler konnte den Verlauf nur noch einmal beeinflussen. Obwohl es nach Angaben von BioWare 16 verschiedene Schlussmöglichkeiten je nach Spieltaktik gab, variierte das Videomaterial der jeweiligen Schlussszene kaum. In einer gemeinsamen Petition haben Kritiker BioWare gebeten, das Ende neu zu gestalten.

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Diese Forderung wurde jedoch zurückgewiesen. Die Spielemacher hätten sich ihrer Integrität beraubt gesehen. Der Mitbegründer und Chef von BioWare, Ray Muzyka, sagte, dass die Firma mit der Erweiterung eine gute Balance gefunden habe. "Wir liefern die von den Spielern gewünschten Antworten und bewahren gleichzeitig die künstlerische Vision des Teams für das Ende dieses Storybogens im Mass-Effect-Universum", zitiert golem.de Muzyka. Das neue Finale soll für Windows-PC, Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen.

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Leserkommentare
    • Soran
    • 08. April 2012 18:49 Uhr

    Wenn man Kunst ganz Prakmatisch definiert (Wikipedia sagt: Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses.) wäre mein Aufsatz ein Kunstwerk; Rechtschreibfehler sind bestandteil dessens.

    Damit hätte mein Deutschlehrer mein Kunstwerk zersstört... (vieleicht hab ich die Rechtschreibfehler mit Absicht reingebaut aus welchen grund auch immer) Wie konnte der nur.

  1. meine Interpretation des Geschehens ist ja auch eine andere, wie ich schon in #18 angedeutet habe...
    Ich denke schon, dass nicht alles nur ein Traum ist, sondern, dass das was Shepard sieht stark beeinflusst wird durch seinen geschwächten Zustand und die Indoktrinationsversuche d.h. er geht schon hoch in die Zitadelle aber er ringt halt schwer mit der Indoktrination repräsentiert durch TIL (und später durch das Geisterkind) und mit seiner Vernunft repräsentiert durch Anderson und kriegt nicht mehr viel von der Realität mit. Ist halt nur fraglich wie Shepard da dann lebend wieder raus und unter die Trümmer gekommen ist etc ;)
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    Aber wenn man eher der "normalen" Indoktrinationstheorie "anhängt" würde man eher sagen, dass er nicht wirklich zu einer Husk verarbeitet wird oder durch die Luftschleuse fliegt oder sonstwas, sondern das das nur ein Traum ist wie auch der Rest der Sequenz, weil Shepard die Zitadelle nie betreten hat. Die Zitadellenszene repräsentiert dann nur noch seinen inneren Kampf gegen die Indoktrination und 2 der 3 Optionen wären das nachgeben -> Shepard wird Indoktriniert. Wenn Sie das nicht verstanden haben, dann haben Sie sich noch nicht richtig mit der Theorie beschäftigt.

  2. So, hier mal 2 Links, die Klarheit in die ganze Angelegenheit bringen dürften.

    1. Was der Extended Cut ist und was nicht von offizieller Seite: http://blog.bioware.com/2012/04/05/mass-effect-3-extended-cut/

    2. Ein Schreiber von Bioware über die Hintergründe: http://www.gamesthirst.com/2012/03/25/mass-effect-3-writer-accuse-casey-...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Super vielen Dank für die beiden Links.

    Wenn das stimmt, was in dem zweiten Artikel steht, dann ist die Abänderung des Ende keine Frage von künstlerischer Integrität sondern eine Frage des Egos von Casey Hudson und Mac Walters.

    Der große Unterschied von Computerspielen zu anderen Kunstformen ist der, dass der künstlerische Prozess stark kundenorientiert sein muss. Wenn ich meinen Fans und Kunden ein Kunstwerk/Spiel liefere, dass ihnen nicht gefällt, dann werden diese zum einen dem Spiel schlechte Kritiken vergeben (siehe metacritic und amazon) und zum anderen zukünftige Spiele nicht mehr blind kaufen.

    Die beiden Hauptkritikpunkte zum Ende von ME3 sind ja die unzähligen Logiklöcher und der vollkommen inkonsequente Erzählstil im Vergleich zum Rest von ME3 sowie ME2 und ME1.

    Zumindest die Logiklöcher kann man nicht schönreden. Es würde jetzt von großer Reife von Bioware zeugen, zuzugeben dass man beim Ende Fehler gemacht hat. Und gemeinsam mit dem extrem kreativen Input der Community (Indoctrination Theory) könnte man jetzt ein neues variantenreiches Ende ohne Logiklöcher konzipieren.

    Computerspiele sind interaktive Kunstwerke und die Entwickler sollten lernen über ihren eigenen Schatten zu springen und die Fans aktiver in die Gestaltung dieser Kunstwerke miteinbinden.

    Wer von euch Skyrim schonmal gespielt hat weiß, dass der große Erfolg dieses Spiel unter anderen auch an den unzähligen Mods liegt, die die Fans für dieses Spiel entwickelt haben.

    hat nachweislich diese Aussagen nicht getätigt, da hat jemand Schindluder mit seinem Account in einem Forum getätigt.

  3. Wieviel Potential dieses Thema bietet. Böses EA. Bioware. Versiebtes Ende. Leider stecke ich immer noch mitten in Teil 2 aber die verflixte Neugier hat mich nun eben doch vieles lesen lassen was ich lieber hätte sein lassen sollen.

    Den zweiten Link von Dystopya kann ich nur empfehlen. Sieht man doch dort recht genau wie man das Ende besser hätte ausarbeiten können. Welches wohl auch teilweise eben die Inhalte sind die Bioware nun nachschieben will.

    Warum sind diese Sequenzen nicht gleich drin gewesen, und wo sind die !echt! anderen Enden die alle erwartet haben angesichts der vollmundigen Versprechen?

    Das hätte Bioware und EA klar sein müssen das bei einem Projekt wie ME solche Versprechen gewaltige Ansprüche wecken.
    Diese dann nicht Ansatzweise zu erfüllen ist, pardon, dämlich.

  4. Super vielen Dank für die beiden Links.

    Wenn das stimmt, was in dem zweiten Artikel steht, dann ist die Abänderung des Ende keine Frage von künstlerischer Integrität sondern eine Frage des Egos von Casey Hudson und Mac Walters.

    Der große Unterschied von Computerspielen zu anderen Kunstformen ist der, dass der künstlerische Prozess stark kundenorientiert sein muss. Wenn ich meinen Fans und Kunden ein Kunstwerk/Spiel liefere, dass ihnen nicht gefällt, dann werden diese zum einen dem Spiel schlechte Kritiken vergeben (siehe metacritic und amazon) und zum anderen zukünftige Spiele nicht mehr blind kaufen.

    Die beiden Hauptkritikpunkte zum Ende von ME3 sind ja die unzähligen Logiklöcher und der vollkommen inkonsequente Erzählstil im Vergleich zum Rest von ME3 sowie ME2 und ME1.

    Zumindest die Logiklöcher kann man nicht schönreden. Es würde jetzt von großer Reife von Bioware zeugen, zuzugeben dass man beim Ende Fehler gemacht hat. Und gemeinsam mit dem extrem kreativen Input der Community (Indoctrination Theory) könnte man jetzt ein neues variantenreiches Ende ohne Logiklöcher konzipieren.

    Computerspiele sind interaktive Kunstwerke und die Entwickler sollten lernen über ihren eigenen Schatten zu springen und die Fans aktiver in die Gestaltung dieser Kunstwerke miteinbinden.

    Wer von euch Skyrim schonmal gespielt hat weiß, dass der große Erfolg dieses Spiel unter anderen auch an den unzähligen Mods liegt, die die Fans für dieses Spiel entwickelt haben.

    Antwort auf "Behind the scenes"
  5. Vorhin erst gefunden. Ich muss sagen, dass ich nach dem Ende des Spiels so angefressen war, dass ich erst gar nicht versucht habe, herum zu interpretieren. Nach Ansehen des Videos bleiben noch genug Fragenbzw. Gründe, warum das Ende nicht gut ist. Aber es macht es etwas besser. Eigentlich gar nicht so schwer, darauf zu kommen. Das problem ist, dass die meisten Spieler (wie auch ich) sehr emotional an das Spiel herangehen und wissen wollen, was am Ende mit den Freunden passiert, als nach Hinweisen zu suchen und das Ende wie ein Gedicht auseinanderzunehmen. Die Entwickler haben natürlich einen viel rationaleren Umgang mit dem SPiel gehabt, weswegen es für sie ein gutes Ende sein mag.
    Also, hier der Link: http://www.youtube.com/watch?v=ythY_GkEBck&fea%20ture=relmfu

    *Natürlich: Massive Spoiler-Warnung*

  6. Der "Extended Cut" ist kein Kompromiss, sondern eine reine PR-Strategie nach dem Motto "wir haben doch eingelenkt, warum sind die Kritiker denn immer noch nicht zufrieden?"

    Fakt ist: das Ende wird nicht verändert, unter Verweis auf "künstlerische Integrität", was für mich in diesem Zusammenhang nur ein Chiffre ist für: "Wir können nicht öffentlich eingestehen, einen Fehler gemacht zu haben, und versteifen uns deshalb auf unsere Position".
    Aus der Politik ist man so etwas ja gewohnt, aber hier gleicht dies wirklich einer Bankrotterklärung.
    Kein Wunder, dass EA zum schlechtesten Konzern der USA gewählt wurde!

  7. hat nach wie vor nichts verstanden. Das Ende ist handwerklich einfach schlecht gemacht, eine "Erweiterung" hat keinen Einfluss auf die Logiklöcher und der Tatsache das es gegen jedes Leitmotiv der Serie verstößt. Ich habe das Spiel einmal durchgespielt und das Ende hat mir die gesamte Serie zerstört und meinen Glauben an Bioware. Als Konsequenz werde ich als Kunde erster Stunde keine Produkte mehr von der Spieleschmiede mehr konsumieren.

    ME3 ist wie die meisten anderen Spiele weit davon entfernt "Kunst" zu sein, "The Path" ist eine Beispiel für Kunst. Natürlich beinhaltet die Herstellung eines Spiel künstlerische Aspekte (wie das Artdesign), der Großteil eines Spiels ist aber reines Handwerk. Nach dem Verständnis der Personen dieses Argument bringen handelt es bei jedem Unterhaltungsmedium um Kunst und das ist einfach falsch.

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    Solange es interpretierbar ist und von Menschen als Kunst angesehen wird und auch noch ne Geschichte erzählt wird ist es nach allen mir geläufigen Kunstbegriffen ziemlich sicher Kunst auf welchen Kunstbegriff beziehen Sie sich denn?? Was ist Ihre Definition?
    Kann ja jeder behaupten, dass xy keine Kunst sei, wenn er gar keine Kriterien hat!
    Auch in Ihren Augen schlechte oder misslungene Kunst bleibt Kunst!

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Computerspiel | Download | Protest | Xbox | Chef | Sommer
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