SpielsteuerungZocken mit der Datenbrille

Das Spielestudio Valve arbeitet an neuen Games-Steuerungen, unter anderem an einer mit Datenbrille. Leicht haben es solche neuen Konzepte nicht, die meisten scheitern. von 

Das Logo des Mannes mit dem Ventil im Auge erscheint beim Start von Valve-Spielen. Nach Aussage des Unternehmens steht es für die Aussage "open your eyes", öffne deine Augen.

Das Logo des Mannes mit dem Ventil im Auge erscheint beim Start von Valve-Spielen. Nach Aussage des Unternehmens steht es für die Aussage "open your eyes", öffne deine Augen.  |  © Valve

Googles Datenbrille ist noch nicht erhältlich. Trotzdem gilt das Gerät als eine der größten technischen Entwicklungen des Jahres. Auch wenn Google die Idee der "erweiterten Realität" nicht erfunden hat, könnte es das erste Unternehmen sein, das sie in ein erschwingliches und massentaugliches Produkt packt.

Die gleiche Technik könnte in der Spielebranche Platz finden. Das deutete Entwickler Michael Abrash vergangene Woche in einem Blogeintrag des Spielestudios Valve an. Valve hatte sich in der Vergangenheit vor allem mit den Spielen Half-Life , Counter-Strike und Portal sowie der Vertriebsplattform Steam einen Namen gemacht. Nun auch mit Hardware? Gerüchte über eine mögliche Konsole namens Steam Box gab es bereits im März .

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Von einer Konsole spricht Abrash in seinem Blogeintrag nicht. Stattdessen erwähnt er ein Projekt, das sich mit neuen Formen "tragbarer Computertechnik" beschäftigt. Genauer ein Gerät, das Informationen mit dem tatsächlichen Blickfeld des Nutzers verbindet, ganz ähnlich der Google-Brille.

Träume von Brillen und Kontaktlinsen

Für Abrash, der bereits am wegweisenden Egoshooter Doom beteiligt war, ist das eine vorhersehbare Entwicklung der Informationstechnik. Er vermutet, dass sich in spätestens zehn, vermutlich sogar schon in drei bis fünf Jahren, ein nächster Plattformwechsel vollziehen wird – weg vom statischen oder mobilen Gerät, hin zu Computern, mit denen man immer vernetzt ist, sei es durch eine Brille, Kontaktlinsen oder durch "direkte neurale Verbindungen".

Die entsprechende Technik gebe es bereits, schreibt Abrash. Entscheidend sei, wie sich Rechenleistung und Energieverbrauch in den kommenden Jahren noch effektiver nutzen ließen.

Welche Funktionen Valves tragbare Hardware genau haben wird, sagt Abrash nicht. Noch sei es bloß ein Forschungsprojekt und kein fertiges Produkt, man solle dieses Jahr keine "Steam-Brillen" mehr erwarten. Dass er selbst die Plattform in diesem Kontext erwähnt, lässt allerdings eine Verbindung zu Spielen vermuten.

Patentanmeldung eines möglichen Controllers von Valve

Patentanmeldung eines möglichen Controllers von Valve  |  © Valve

Etwas sicherer scheint jedenfalls, dass Valve in näherer Zukunft einen eigenen Spiele-Controller anbieten wird. Das entsprechende Patent meldete das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr an. Die Besonderheit des Valve-Controllers ist seine Modularität: Er ermöglicht den Spielern offenbar, einzelne Komponenten auszutauschen und damit bestimmten Spielen und Spielkonzepten anzupassen.

Das Technikblog The Verge berichtet zudem , biometrische Informationen wie beispielsweise der Pulsschlag des Spielers könnten zudem erfasst werden. Auch damit experimentiert Valve offenbar schon länger .

Leserkommentare
  1. ...irgendwann wird das kommen, ob der große Durchbruch jetzt schon ansteht, mal sehen. Hängt vom konkreten Mehrwert ab.

    Wichtig ist vor allem die Steuerung, nur Sachen anzeigen ist schnell erschöpft. Nützlich wären Lifezeit Übersetzungsprogramme oder Wiki-Zugang, am besten mit Spracherkennung gekoppelt.

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  2. 2. Valve

    Die sollen sich lieber um Half-Life 3 kümmern... ;)

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    • Panic
    • 24. April 2012 0:28 Uhr

    Sie haben. HL2, immer noch, nach all den Jahren mein absoluter Shooter Fav.

  3. ... steht ja einer guten Steuerung im Weg.

    • Panic
    • 24. April 2012 0:28 Uhr

    Sie haben. HL2, immer noch, nach all den Jahren mein absoluter Shooter Fav.

    Antwort auf "Valve"

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  • Schlagworte Google | Sony | Bewegungssteuerung | Hardware | Valve | MIT
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