Social GameFarmVille wird aufgehübscht

Zynga bringt die Fortsetzung von FarmVille auf den Markt. Die Bauernhof-Simulation bietet künftig 3D-Grafik und einen komplexeren Spielablauf, das Geschäftsmodell bleibt. von dpa

Ein Sreenshot des Online-Spiels Farmville 2

Ein Sreenshot des Online-Spiels Farmville 2  |  © Zynga/AP/dapd

Der Spiele-Anbieter Zynga hat die Fortsetzung seiner Bauernhof-Simulation FarmVille herausgebracht. Der neue Titel wird auf Facebook und auf Zynga.com online gestellt. FarmVille 2 ist in 16 Sprachen verfügbar – ein Novum für das US-Unternehmen, das seine Spiele bislang nicht übersetzte.

FarmVille 2 soll eine ansprechendere Grafik haben: Zynga hat das Spiel in 3D-Optik entwickelt. Auch der Spielablauf ist komplexer geworden. Die Nutzer sind nun in eine Art Wirtschaftskreislauf eingebunden und können Güter wie Getreide, Milch und Eier weiterverarbeiten. Mit Vereinfachungen, etwa beim virtuellen Ernten, sollen sie länger bei der Stange bleiben. Nicht neu ist das Geschäftsmodell: Wie in den meisten anderen Gratisspielen baut Zynga bewusst Verzögerungen ein, die Nutzer umgehen können, indem sie Geld ausgeben – zum Beispiel für Dünger, der die Saat auf dem Acker schneller gedeihen lässt. Free-to-play heißt dieses inzwischen weit verbreitete Modell.

Anzeige

Mittlerweile seien viele FarmVille-Nutzer zu anderen Spielen weitergezogen, sagte Tim LeTourneau, Top-Manager bei Zynga. "Das heißt nicht, dass sie keine Farmspiele mehr mögen – sie wollen nur dieses Spiel nicht mehr." Deswegen habe das Unternehmen die virtuelle Landwirtschaft mit FarmVille 2 von Grund auf neu gestaltet.

Eine Version für Mobilgeräte kündigte Zynga allerdings noch nicht an. Dabei werden Mobile Games in den kommenden Jahren ein enorm wichtiger Markt .

Zynga steckt in einer Krise

Mit dem Gratisspiel FarmVille gelang dem 2007 gegründeten Unternehmen der Durchbruch, zwischenzeitlich loggten sich mehr als 80 Millionen Nutzer im Monat ein. Zynga hatte damit großen Anteil daran, das Genre der Social Games zu etablieren. Social Games docken an soziale Netzwerke wie Facebook an und zeichnen sich durch Interaktionen mit den eigenen Freunden aus. Mittlerweile beackern zahlreiche Anbieter dieses Feld, darunter auch Electronic Arts und Ubisoft.

Doch die Investoren haben das Vertrauen in Zynga verloren, seit dem Börsengang im Dezember ist der Aktienkurs abgestürzt. Mehrere Top-Manager verließen das Führungsteam. Zudem steht wegen eines anderen Spiels noch eine Ideenklau-Klage von Electronic Arts ins Haus.

Den ersten Teil von FarmVille, den immer noch rund 18 Millionen Nutzer regelmäßig spielen, will Zynga weiterführen. "Wir werden weiter Inhalte und Erweiterungen machen", sagte LeTourneau.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Da wurde nichts geklaut, sonderen quasi 1:1 kopiert... was das ganze Geschäftskonzept von Zynga zu sein scheint.

    Einfach mal auf glassdoor lesen, was die Angestellten sagen, die bestätigen das.

    Eine Leserempfehlung

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Electronic Arts | Facebook | Unternehmen | Börsengang | Ernte | Genre
Service