Agrar-SimulatorBauer sucht Fun

Pflügen, säen, düngen, der "Landwirtschafts-Simulator 2013" im Test. Virtuelle Agrarwirte finden auf dem PC-Acker einen großen Fuhrpark, aber nur karge Animationen. von Peter Steinlechner

In elf Tutorials lernt der Spieler die Bearbeitung der Äcker kennen.

In elf Tutorials lernt der Spieler die Bearbeitung der Äcker kennen.  |  © Golem.de

In der Abendsonne den Acker düngen, umgeben von putzigen Ferkeln und Kälbchen, dazu unbegrenzte Freiheit auf dem eigenen Hof und geruchsneutrale Misthaufen: klingt verlockend, hat aber mit dem Alltag von Agrarwirten wenig bis nichts zu tun. Aber zumindest am PC können wir die Sache mit dem eigenen Bauernhof ausprobieren, in der Serie Landwirtschafts-Simulator und einer Reihe ähnlicher Programme .

Das am meisten verbreitete, eben der Landwirtschafts-Simulator des Publishers Astragon , liegt jetzt in der 2013er Version vor. Entwickelt wurde es von einem Studio namens Giants Software aus der Nähe von Zürich .

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Ein schickes Fachwerkhaus, dazu ein paar Traktoren, ein Mähdrescher und ein kleiner Acker: Sehr viel mehr haben wir nicht am Anfang der Kampagne. Aber es reicht, um den Betrieb zu vergrößern, weitere Felder und Gebäude zu kaufen und später ein paar Stallungen mit Hühnern und Rindern anzulegen. Das Ganze spielt in der Nähe des fiktiven Ortes Hagenstedt, der überall in Deutschland sein könnte.

Eine der wichtigsten Aufgaben in dem Spiel ist das Bewirtschaften der Äcker. Dazu fahren wir erst mit einem Traktor und einem Pflug über das Feld, anschließend bringen wir die Saat aus und düngen sie, etwas später wird geerntet.

Management ist die Herausforderung

Das wäre auf Dauer ziemlich langweilig, da uns am PC weder frischer Wind um die Nase weht noch eine schöne Aussicht belohnt. Zum Glück können Helfer einen Teil der Aufgaben automatisch ausführen: Dazu drücken wir, sobald der korrekte Traktor mit dem passenden Gerät auf dem Acker steht, die "H"-Taste – schon fährt die KI die Furchen rauf und runter. Ganz aus den Augen lassen können wir die Vehikel leider nicht immer, denn wenn wir etwa Weizen abernten, müssen wir alle paar Augenblicke den Inhalt des Vorratsbehälters umladen – und das geht nur manuell.

Die Erträge können wir selbst benutzen oder weiterverkaufen und dann nach und nach das Anwesen vergrößern und ausbauen. Einen Großteil dieser Jobs erledigen wir in einem übersichtlichen Menü, in dem wir auch unsere Felder verwalten und andere Managementfunktionen ausführen. Die werden mit zunehmender Betriebsgröße immer komplexer und sind die eigentliche Herausforderung des Landwirtschafts-Simulator 2013 .

Neben der Karriere bietet uns das Programm auf Wunsch auch Zusatzaufgaben an, dann müssen wir für ein paar zusätzliche Euros etwa einen Golfplatz mähen – auf Dauer werden diese Jobs aber sehr eintönig.

Leserkommentare
  1. ...besser, als Mordsimulationsspiele!

    Vielleicht ermuntert das die Zockerkids, endlich wieder vor die Tür zu gehen, anstatt sich virtuell gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.

    Als großer Fendt-Fan (wer Fendt fährt, führt!) werde ich mir diese Software auf jeden Fall zulegen.

    mit solidarischem Gruß,
    besorgter_mitbuerger

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ihr Kommentar ist nicht Ernst gemeint. Der Begriff "Mordsimulationsspiele" disqualifiziert Sie in jeglicher Hinsicht von der Diskussion. Es beweist nur, dass Sie sich mit dem Thema Gaming noch nie ernsthaft beschäftigt haben.

    Überdenken Sie in Zukunft doch Ihre Wortwahl, bevor Sie Millionen von Spielern bezichtigen, "Mordsimulationsspiele" zu spielen. Sollte das nämlich der Fall sein, wäre die Welt voller perfekt ausgebildeter Killer...

    • bnt
    • 29. Oktober 2012 15:01 Uhr

    "Vielleicht ermuntert das die Zockerkids, endlich wieder vor die Tür zu gehen, anstatt sich virtuell gegenseitig die Köpfe einzuschlagen."

    Ebenso wie die von ihnen angeführten "Mordsimulationen" die "Zockerkids" eher selten dazu anregen, zum Morden und Köpfe einschlagen vor die Tür zu gehen, wird wohl ein Agrarsimulator kaum die Leute auf den Bauernhof locken.

    Offenbar wurde bei der vorliegenden Simulation aber auch darauf verzichtet, in der virtuellen Realität auf alternative Darstellungen des Agrarwesens zu verzichten. Eine Art vergleichende Wirtschaftssimulation, in der man wirtschaftliche Vor- und Nachteile ökologischen Wirtschaftens in pestizidfreien Mischkulturen mit klassischer Monokultur mit maschinellem Anbau vergleichen kann, das hätte ggf. ein interessanter Titel werden können. Stattdessen wird wie in vielen anderen Computerspielen ein einseitiges maschinenorientiertes Makro-Modell des Wirtschaftens als einzig "reale" simulierte Wahrheit präsentiert. Dann doch lieber wieder mit dem MG auf Stereotypen ballern, politisch richtet das ggf. weniger Schaden an...

  2. Mein erstes Computerspiel :-). Wenn ich nicht mit dem Gespann immer im Graben landen oder Hausecken mitnehmen würde, hätte ich vielleicht noch mehr Spaß. Das mag aber auch daran liegen, dass ich das Ding noch über die Tastatur steuere, was machbar ist, aber nicht wirklich zu empfehlen ist, da die Verzögerung wohl auf Spiele-Lenkräder ausgerichtet ist.

    Mit echtem Trecker/Mähdrescher/usw.-Fahren hat das natürlich nicht viel zu tun, aber als Strategiespiel habe ich da meinen Spaß mit. Mal schauen, wie realistisch die Szenarien sind.

    Dreckfuhler: Die Sämaschine kommt übrigens von AmazonE, liebe ZEIT-Redaktion :-).

  3. 3. Warum?

    Niemand spielt die Spiele der Simulations-Serie. Trotzdem werden sie in allen Medien besprochen. Warum?

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    ...spiele sie und bin dankbar für einen professionellen Test!

    Und wenn die ZEIT für Sie "alle Medien" darstellt, sollten Sie bedenken, Ihren Horizont zu erweitern.

    mit solidarischem Gruß,
    besorgter_mitbuerger

  4. 4. Ich...

    ...spiele sie und bin dankbar für einen professionellen Test!

    Und wenn die ZEIT für Sie "alle Medien" darstellt, sollten Sie bedenken, Ihren Horizont zu erweitern.

    mit solidarischem Gruß,
    besorgter_mitbuerger

    Antwort auf "Warum?"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... das auch nur im Ansatz was von PCs berichtet, hat auch einen Bericht über dieses echt miese Spiel.
    Ich kann die Frage schon verstehen. Bei solchen Spielen frage ich mich immer: Wieso?!
    Und ihr Kommentar über "Mordsimulationen" ist auch irgendwie komisch. Traktor kann man im echten Leben auch ruhig mal fahren. Bei dem anderen, frag ich mich ob das im echten Leben angebracht ist. Da ist ein Spiel doch wesentlich sinnvoller.

  5. ... das auch nur im Ansatz was von PCs berichtet, hat auch einen Bericht über dieses echt miese Spiel.
    Ich kann die Frage schon verstehen. Bei solchen Spielen frage ich mich immer: Wieso?!
    Und ihr Kommentar über "Mordsimulationen" ist auch irgendwie komisch. Traktor kann man im echten Leben auch ruhig mal fahren. Bei dem anderen, frag ich mich ob das im echten Leben angebracht ist. Da ist ein Spiel doch wesentlich sinnvoller.

    Antwort auf "Ich..."
  6. Ihr Kommentar ist nicht Ernst gemeint. Der Begriff "Mordsimulationsspiele" disqualifiziert Sie in jeglicher Hinsicht von der Diskussion. Es beweist nur, dass Sie sich mit dem Thema Gaming noch nie ernsthaft beschäftigt haben.

    Überdenken Sie in Zukunft doch Ihre Wortwahl, bevor Sie Millionen von Spielern bezichtigen, "Mordsimulationsspiele" zu spielen. Sollte das nämlich der Fall sein, wäre die Welt voller perfekt ausgebildeter Killer...

    Antwort auf "Immerhin..."
  7. Wie man derartige...ähm..."Spiele" angemessen rezensiert, zeigt Zocker-TV: http://www.youtube.com/wa...

  8. für mich ist das nichts. Da baue ich lieber eine Erntemaschine in Minecraft. Da gibts jetzt seit neuestem immerhin auch Kartoffeln und Karotten, die man anbauen kann :D

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