Games-BranchePC-Spiele erreichen das nächste Level
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Ist der PC die bessere Konsole?

Freiheit ist auch das Stichwort der sogenannten Modifikationen, kurz Mods genannt. Sie sind von Spielern entwickelte Erweiterungen bereits veröffentlichter Spiele. Anders als die geschlossenen Systeme der Konsolen bieten PC-Spiele mehr Möglichkeiten für Fans und Hobby-Entwickler, eigene Inhalte zu schaffen und über Portale wie moddb zu verbreiten. Dass Mods nicht bloß als Ergänzung, sondern mitunter als eigene Spiele zählen, beweisen ambitionierte Projekte wie Black Mesa oder das ehemalige Vorzeige-Mod Counter-Strike , die beide auf dem Egoshooter Half-Life basieren.

Es gibt noch eine dritte Entwicklung aus dem PC- und vor allem Onlinespielsegment, die zur Zeit die Spielebranche aufwühlt: Free to play, also Gratis-Spiele . Jeder kann sie kostenlos spielen, für kleine Beträge gibt es zusätzliche Inhalte und virtuelle Güter. Dass dieses Modell profitabel sein kann, zeigen Überraschungshits wie World of Tanks . 35 Millionen Spieler zählt die digitale Panzerschlacht, circa 15 Prozent davon zahlen regelmäßig. Langsam erkennen dieses Potential auch die mobilen Plattformen und Konsolen. Kürzlich erschien mit Happy Wars das erste "echte" Free-to-Play-Spiel für den Xbox Live Service , und Sony arbeitet mit Dust 514 an einem Shooter auf Basis der Weltraumsimulation Eve Online .

Auf dem Weg zur "PC-Konsole"

Vorbei sind ebenfalls die Zeiten, in denen PC-Spieler stundenlang auf unbequemen Bürostühlen hockten, während es sich die Konsolenbesitzer auf der Couch gemütlich machten. PC-Spiele, die keine Tastatur- und Maussteuerung benötigen, lassen sich mittels HDMI und Gamepad inzwischen problemlos auf dem Fernseher spielen. Für alle anderen Titel lässt sich schnell wieder an den Schreibtisch wechseln. Dieses Potential hat auch Valve erkannt. Mit "Big Picture" arbeitet das Unternehmen an einer Steam-Oberfläche , die für große Bildschirme optimiert ist.

"Big Picture" könnte aber nur der erste Schritt einer größeren Entwicklung sein. Gerüchte über einen Eintritt Valves in den Konsolenmarkt mit einer "Steam Box" halten sich hartnäckig. Sie wurden weder bestätigt noch entschieden zurückgewiesen . Sollte es soweit kommen, wäre es wohl die erste "PC-Konsole", die PC-Spiele mit der Bedienbarkeit von Konsolen verbindet. Sogar Aufrüstungen von Nutzerseite aus, etwa durch bessere, gezielt für die Konsole entwickelte Grafikkarten, wären denkbar, das jahrelange Warten auf neue Konsolen damit ein Relikt der Vergangenheit.

Auch andere haben erkannt, dass sich PC und Konsolen nicht mehr ausschließen müssen. Microsoft ermöglicht inzwischen PC-Spiele, die den "Games for Windows" Standard unterstützen (etwa Batman: Arkham City ), mit dem Nutzerprofil der Xbox zu verknüpfen. Die unter Spielern beliebten Achievements, virtuelle Trophäen für besondere Leistungen, laufen damit plattformübergreifend zusammen. Bei einigen Titeln ist es sogar bereits möglich, dass die Spieler der Xbox- oder PC-Versionen direkt online gegeneinander spielen können.

Vorsprung durch Technik

Das Totschlagargument zugunsten der PC-Spiele ist und bleibt aber die Technik: Wer Spiele in der bestmöglichen Grafik spielen möchte, muss zum guten alten Rechner greifen. Auch wenn sich der stetige Bedarf neuer Hardware im Vergleich zu den späten neunziger und frühen nuller Jahren beruhigt hat und Konsolen mehrere Jahre mithalten können, bleibt der modulare Aufbau des PC seine größte Stärke.

Das merken jetzt, wo die technischen Möglichkeiten der Konsolen zunehmend ausgereizt sind, auch die Entwickler wieder. Lag das Augenmerk noch vor einigen Jahren vor allem auf der profitableren Konsolenversion, investieren viele Studios wieder vermehrt in die PC-Versionen. Auch, weil viele neue Entwicklungen nur von aktuellen Grafikkarten unterstützt werden. Entwicklungen, die es vermutlich wiederum auch in die kommenden Konsolen schaffen werden. In dieser Hinsicht ist und bleibt der PC das, was er eigentlich schon immer war: Der Innovationsmotor einer Branche.

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Leserkommentare
    • tdo2010
    • 13. Oktober 2012 18:08 Uhr

    Passt aus meiner Sicht sehr gut zum Artikel und bestätigt ihn massiv:
    http://www.robertsspacein...

    2 Leserempfehlungen
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    • eeee
    • 13. Oktober 2012 19:33 Uhr

    Militaristischer Weltraumballerschwachsinn wie schon seit Jahrzehnten...

    • Juge
    • 13. Oktober 2012 18:37 Uhr

    Bessere Grafik, kürzere Ladezeiten, Mods, bessere Kantenglättung, höhere Auflösung, Downsampling, Treiber-Tweaking ...

    Ich habe NIE verstanden, wie man seinen Spaß auf einer proprietären, zugenagelten, langsamen, überteuerten Konsole haben können soll. Und dann noch die für 50% aller Spiele völlig ungeeigneten Eingabegeräte, gerade was die PS3 betrifft!

    Unfassbar.

    Was übrigens perfekt zum Artikel passt:

    http://www.shacknews.com/...

    Sollte man als Gamer gesehen haben.

    11 Leserempfehlungen
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    In einigen Punkten stimmt der Kommentar, aber inwiefern sind Konsolen überteuert? Für einen halbwegs akzeptablen Spiele-PC, auf dem auch aktuelle Titel laufen, zahlt man doch zwischen 600 und 1000 Euro (Discounter-Komplettsysteme ausgeschlossen, die haben IMMER genau eine Schwachstelle, meistens die Grafikkarte, die man beheben muss).
    Meine X-Box habe ich für 200 Euro gekauft, und ich glaube eine PS3 ist sogar noch günstiger.

    Wenn man beide System ausschließlich für Spiele nutzt, sind Konsolen nicht teurer.

    Für Grafikfetischisten sind PCs ein Muss, aber bei den meisten AAA-Titeln wird der Hype um die Grafik doch nur angeheizt, weil das Spielkonzept selbst alt und langweilig ist.

    sind Konsolen in keinster Weise für Strategie- oder Aufbauspiele geeignet, auch nicht für Egostooter wie CS, dass meinen Sie vielleicht mit den unpassenden Eingabegeräten.

    Aber wer bspw. versucht, CS auf einer Konsole zu spielen, kann auch gleich mit Baseballhandschuhen Origami falten.

    • Thems
    • 13. Oktober 2012 19:54 Uhr

    Ich war früher auch PC-only Spieler. Zwischen N64 und Wii hatte ich keine Konsole zu hause stehen. Aber einen High-End-Rechner hatte ich auch nie, eil ich ihn mir einfach nicht leisten konnte und wollte. Irgendwann kam dann auch die XBox 360 dazu. Jetzt konnte ich halbwegs aktuelle Spiele zocken, ohne mir den Kopf zerbrechen zu müssen, ob es denn auch auf meinem System lauffähig ist. Auch muss ich mir keine Gedanken um DRM machen (auch wenn ich bspw. mit Steam keine Probleme hatte).
    Zudem habe ich immer lieber mit Controller gezockt (meistens Action-Adventures oder auch mal Sportspiele). Zunächst war die Controller-Steuerung eine extreme Umstellung, war ich doch dank Counter Strike entsprechend an eine Maus-Steuerung gewöhnt. Aber mit der Zeit wurde ich schneller, nie so schnell wie mit der Maus, aber doch so schnell, dass ich mithalten konnte: Denn die anderen Spieler haben ebenfalls die "Limitierung" des Gamepads zu spielen. Somit ist eine Balance vorhanden, die den Spielspaß nicht mindert.

    Eine Konsole ist einfacher: Ich habe ein System, auf dem alles läuft, das ich nicht upgraden muss, und das ich getrennt von meinem Arbeitsgerät nutzen kann. Spiel rein, ggf. mal nen Patch laden und los geht's.

    Gute Spiele brauchen keine gute Grafik, Gaming PCs sind genauso proprietär wie Konsolen, und der Preis ist in Ordnung. Lediglich bei Indie-Games werde ich neidisch.

    Mir ist es egal wie andere Leute spielen. Ich persönlich spiele lieber auf der Konsole.

    haben wir es immer noch nicht gelernt ....

    Nicht die Daten der Konsolen/PC's haben in der Vergengenheit darüber entschiden wer Marktanteile bekommt und wer sie verliert, sonder die Software.

    War es nicht schon immer so das es nun mal Titel gibt die sich auf konsolen besser Spielen ? Und auch titel die besser auf den PC waren ?

    Beides Wird wohl weiterleben, auch wenn eine Verknüpfung wünschenswert wäre.

    Spieler habe mit der Zeit schon immer nach Complexeren Spielen verlangt, und so wird auch die neue "Gamerschaft" von Facebook und App spielen mit der Zeit nach Complexeren Titeln verlangen.

    Beides wird also überleben, und es wäre cool einen PC/Konole zu haben wo man mit tatatur und maus spilen könnte, sich aber auch mit Kontroler auf das sofa vor den Ferseher setzen könnte.

    "Für manche ist es eine Glaubensfrage wie Apple oder Microsoft, Cola oder Pepsi, Dortmund oder Schalke."

    q.e.d.

  1. Nichtdestotrotz bleibe ich bei der Konsole.

    via ZEIT ONLINE plus App

  2. In einigen Punkten stimmt der Kommentar, aber inwiefern sind Konsolen überteuert? Für einen halbwegs akzeptablen Spiele-PC, auf dem auch aktuelle Titel laufen, zahlt man doch zwischen 600 und 1000 Euro (Discounter-Komplettsysteme ausgeschlossen, die haben IMMER genau eine Schwachstelle, meistens die Grafikkarte, die man beheben muss).
    Meine X-Box habe ich für 200 Euro gekauft, und ich glaube eine PS3 ist sogar noch günstiger.

    Wenn man beide System ausschließlich für Spiele nutzt, sind Konsolen nicht teurer.

    Für Grafikfetischisten sind PCs ein Muss, aber bei den meisten AAA-Titeln wird der Hype um die Grafik doch nur angeheizt, weil das Spielkonzept selbst alt und langweilig ist.

    Eine Leserempfehlung
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    • Juge
    • 13. Oktober 2012 19:35 Uhr

    Mit jedem neuen Spiel fließen ca. 20 Euro Subventionsgelder an den Konsolenhersteller. Bei meiner Sammlung an Spielen hätte ich meine Hardware mit über 2.000 Euro subventioniert.

    Da ich aber PC-Gamer bin, kosten meine Spiele nur die Hälfte. Und mein PC kann viel mehr.

    Beispiel 1: http://www.youtube.com/wa...

    Beispiel 2: http://www.youtube.com/wa...

    Beispiel 3: http://www.youtube.com/wa...

    Mein PC war 5 Jahre alt, jetzt habe ich ihn für 200€ aufgerüstet und kann alle aktuellen Titel spielen, und vor 5 Jahren war er auch weit von einem High end System entfernt.

  3. sind Konsolen in keinster Weise für Strategie- oder Aufbauspiele geeignet, auch nicht für Egostooter wie CS, dass meinen Sie vielleicht mit den unpassenden Eingabegeräten.

    Aber wer bspw. versucht, CS auf einer Konsole zu spielen, kann auch gleich mit Baseballhandschuhen Origami falten.

    7 Leserempfehlungen
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    ist aber zum Beispiel an der Wii der Renner.

  4. 6. CoD...

    ist aber zum Beispiel an der Wii der Renner.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Aber natürlich"
  5. Bestimmte Genres gibt es nicht mehr am PC.
    Zum Beispiel der gesamte Simulatuions-Markt ist eigentlich tot.

    Bis auf Flight Gear und Freeflight und X-Plane ist da nichts mehr.

    Nischen haben noch FreeFalcon und Allied Force und die "Wings"-Seier von Thirdwire.

    Wenn man an frühere Jahre zurück denkt, was es im Bereich der Simulation alles gab:

    F-15, F-117, Falcon Reihe, Tornado., dazu die "Gunship" Sachen etc.
    Auch bei den U-Boot simlationen Fast Attack, 688 etc..
    Dort gibt es kaum noch was.

    Es wird nichtsmehr neues produziert.
    Vermutlich weil viele Firmen pleite gingen oder aufgekauft wurden.

    Eine Leserempfehlung
  6. leiden an denselben Krankheiten wie die meisten Onlinespiele. Sogenannte Updates verschlechtern den bisherigen Content im Vergleich zum neu eingeführten Content, um die Leute dazu zu bringen Geld für den neuen Content auszugeben. Ich sehe diese Entwicklung sehr kritisch. Nirgendwo sonst außer bei Onlinespielen ist es möglich etwas wofür man Geld ausgegeben hat im Nachhinein zu verschlechtern. Woanders wäre längst der Verbraucherschutz auf dem Plan und es würde Gerichtsverfahren vielleicht sogar Verbote geben. Nicht so jedoch im Spielemarkt. Da scheint der Irrglaube vorzuherrschen mit an den Haaren herbeigezogenen AGBs und EULAs die weltweite Community gleichermaßen drangsalieren zu können. Ich bin mal gespannt wie weit das noch getrieben wird und wann endlich jemand anfängt sich dagegen zu wehren.

    3 Leserempfehlungen
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    Das geht nur, indem alle den Bezahlcontent ignorieren oder die Spiele gar nicht mehr spielen.
    Wenn dann sogar Spiele für die man viel Geld ausgegeben hat auch noch herabgesetzt werden, wenn man nicht noch mehr Geld ausgibt, wie bei BF3 mit dem Premium Pack, dann wird das noch bescheidener.
    Solange das aber so viele akzeptieren, ändert sich nichts, das ist, wie in der Politik...

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Microsoft | FC Schalke 04 | Sony | Electronic Arts | PC-Spiel | Pepsi
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