App-Test "Dream of Pixels""Tetris" macht auch rückwärts süchtig

"Dream of Pixels" basiert auf einer der bekanntesten Spielideen der Computerwelt – auf "Tetris". Diese Version aber hat einen ganz eigenen Charakter. von 

Dream of Pixels

Die App "Dream of Pixels" gibt es für das iPad, das iPhone sowie den iPod touch.  |  © Dawn of Play

Name : Dream of Pixels von Dawn of Play

Inhalt : Die Grundidee ist so simpel, dass man sich fragt, warum es 28 Jahre gedauert hat, bis jemand darauf kam: Tetris funktioniert auch rückwärts. Dream of Pixels heißt die Variante des Spieleklassikers. Statt wie im Original die herabfallenden Klötzchen so anzuordnen, dass sie am Boden eine Reihe bilden, müssen sie in Dream of Pixels aus einer langsam sinkenden Klötzchenwolke so herausgelöst werden, dass möglichst viele komplette Reihen der Wolke verschwinden. Erreicht die Wolke trotzdem irgendwann den Boden, ist die Runde vorbei.

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Die Herausforderung besteht darin, die richtigen Elemente zum richtigen Zeitpunkt aus der Wolke zu lösen. Wie das Element aussieht, das als nächstes entfernt werden soll, wird immer am oberen Bildschirmrand angezeigt. Wer dann aber wahllos irgendwelche Steine antippt und so aus der Wolke holt, hinterlässt einzelne Klötze. Die rücken nur dann zurück in die Wolke und werden wieder nutzbar, wenn der "luftleere" Raum über ihnen abgeräumt wird.

Die slowenischen Entwickler von Dawn of Play haben sich dazu entschieden, dem Tetris -Prinzip etwas von seiner Hektik zu nehmen. Die Klötzchenwolke senkt sich in den ersten Runden nur langsam, alles sieht ein wenig aus wie in Watte gepackt. Der Sound erinnert an Musik von Meditations-CDs. Der Titel des Spiels soll Programm sein. Am Ende jeder Runde heißt es " Dream over ".

Nebenbei: Hätten die Entwickler die klassische Tetris -Musik verwendet und sie einfach rückwärts abgespielt, hätte auch das durchaus gepasst. Wir haben das spaßeshalber mal getestet, mit der MP3-Datei einer Pianoversion der berühmten Tetris-Melodie und dem Audio-Player von Audacity. Das Ergebnis ist dem Original nicht unähnlich, hat aber einen ganz eigenen Reiz.

Dream of Pixels soll aber mehr sein als die bloße Adaption einer Idee. Deshalb gibt es fünf verschiedene Spielmodi . Neben der normalen Variante gibt es einen Puzzlemodus, in dem der Spieler ganz ohne Zeitdruck eine Klötzchenwolke mit vorgegebenen Elementen aus je vier Klötzchen abbauen muss. Falsch machen kann man dabei zunächst nicht viel, der Schwierigkeitsgrad nimmt nur langsam zu.

Die Varianten Pro , Nightmare und Shattered Dream müssen erst durch Erfolge im normalen Modus freigespielt werden und sind nicht ganz so einfach wie die ersten Level im Standardmodus.


Leserkommentare
  1. Die ersten 15 Sekunden hab ich der Aussage noch geglaubt, dass es "irgendwie" anders ist. Aber das ist doch einfach Tetris. Es unterscheidet sich genausowenig von Tetris wie ein Autorennen bei dem ich vorher behaupte: Das Auto fährt überhaupt nicht! Es bleibt immer am Fleck, aber die Straße und die Landschaft, die rollen darunter weg. Oder übersehe ich etwas? Also nach dem Anschauen des Videos wurde mir der Unterschied nicht klar. Allerdings wüsste ich auch nicht, ob sich der gleiche Effekt nicht einstellen würde, wenn man tatsächlich Tetris rückwärts spielen würde.

    2 Leserempfehlungen
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    Ja, das tun Sie.

    Achten Sie mal genauer darauf. Sie haben am Anfang nur eine Schablone eines Tetrissteines als Vorgabe, die sie drehen und wenden und an beliebiger! Stelle positionieren können. Erst mit der endgültigen Positionierung wird aus dem, was quasi unter der Schablone liegt der eigentliche Stein, der dann entfernt wird. Bei 1:00 kann man es z.B. sehen: Der Stein kann an der Stelle waagerecht, senkrecht, nach rechts oder links gedreht "schabloniert" und rausgebrochen werden, mit dem Ergebnis, dass möglicherweise ein verwaister (Teil-)Stein entsteht, der in der Luft hängt.

    Der Unterschied ist - zwangsläufig - nicht riesig, erfordert aber schon ein gewisses Umdenken.

  2. Ja, das tun Sie.

    Achten Sie mal genauer darauf. Sie haben am Anfang nur eine Schablone eines Tetrissteines als Vorgabe, die sie drehen und wenden und an beliebiger! Stelle positionieren können. Erst mit der endgültigen Positionierung wird aus dem, was quasi unter der Schablone liegt der eigentliche Stein, der dann entfernt wird. Bei 1:00 kann man es z.B. sehen: Der Stein kann an der Stelle waagerecht, senkrecht, nach rechts oder links gedreht "schabloniert" und rausgebrochen werden, mit dem Ergebnis, dass möglicherweise ein verwaister (Teil-)Stein entsteht, der in der Luft hängt.

    Der Unterschied ist - zwangsläufig - nicht riesig, erfordert aber schon ein gewisses Umdenken.

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    wenn ich an der Grenzfläche von zwei Medien, z.B. Luft und Wolken, oder wie beim Original-Tetris: Luft und unten Steine - wenn ich da gezwungen werde, mit einer Schablone aus dem unteren Medium einen bestimmten Stein auszuschneiden - ist das dann nicht exakt das gleiche, als müsste ich auf der umgekehrten Seite genau diesen Stein ansetzen? Ich meine, wenn ich Tetris spiele, und ich müsste immer aus der Luft über meinen Steinen einen bestimmten Bereich markieren, und dann "verschwindet" diese Luft, und dort erscheint dann der Stein - dann ist das doch das Tetris, das ich die ganze Zeit schon spiele. Da verschwindet doch auch immer genau die Luft, für die ich den Stein setze. Na, ich werde es wohl mal runterladen und spielen, das war ja auch sicher der Sinn des Artikels.

  3. wenn ich an der Grenzfläche von zwei Medien, z.B. Luft und Wolken, oder wie beim Original-Tetris: Luft und unten Steine - wenn ich da gezwungen werde, mit einer Schablone aus dem unteren Medium einen bestimmten Stein auszuschneiden - ist das dann nicht exakt das gleiche, als müsste ich auf der umgekehrten Seite genau diesen Stein ansetzen? Ich meine, wenn ich Tetris spiele, und ich müsste immer aus der Luft über meinen Steinen einen bestimmten Bereich markieren, und dann "verschwindet" diese Luft, und dort erscheint dann der Stein - dann ist das doch das Tetris, das ich die ganze Zeit schon spiele. Da verschwindet doch auch immer genau die Luft, für die ich den Stein setze. Na, ich werde es wohl mal runterladen und spielen, das war ja auch sicher der Sinn des Artikels.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Musik | App | iPad | iPhone | iPod
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