Auch das Spielen alter Titel ist offensichtlich kein großer Spaß. Denn die neue Konsole startet dazu das alte Betriebssystem, das sie mitbringt. Erst dann laufen die Titel. Interessanterweise begrenzt der Start im alten System auch den Speicherplatz auf der neuen Konsole: der ist dann so klein wie in der alten Wii. Dass die neue viel mehr Speicher hat, nutzt dem Fan alter Spiele also nichts.

Im Übrigen sei das Betriebssystem der Wii U langsam und das als soziales Netzwerk gedachte Miiverse ein verwirrender Witz. Außerdem hat Nintendo bei dem neuen System die nervtötende Idee der Regionalcodes wiederbelebt . Wer sich Spiele aus Japan oder den USA mitbringt, kann sie auf einer in Europa gekauften Konsole nicht spielen.

Klingt nicht gut. Das Interesse ist trotzdem groß. Wohl vor allem, weil sich viele neue Spielideen versprechen. Schließlich versucht die Konsole, Tablet und Fernseher zu vereinen. Denn der Controller dient nicht nur zur Steuerung des Spiels, das auf dem Fernsehschirm zu sehen ist, er zeigt auf seinem kleinen Schirm auch eigene Inhalte an und ergänzt so den großen. Eine Rezension in der Chicago Tribune ist daher durchaus zuversichtlich: Es hänge alles davon ab, ob Spieleentwickler die Möglichkeiten in nächster Zeit kreativ nutzten. Die Konsole zumindest habe genug Potenzial, um ihre Zukunft optimistisch zu sehen, schreibt der Autor.

In Europa wird die Wii U ab dem 30. November verkauft. Preise nennt Nintendo noch nicht. In den USA kostet sie je nach Ausstattung zwischen 300 und 350 Dollar.