Nvidia will aber nicht nur die Konsole dafür liefern. Der Grafikchip-Spezialist baut bereits das gesamte Ökosystem mit Rechenzentren, Spielen und Endgeräten auf. Bislang haben sich Games-Entwickler die passende Hardware und Infrastruktur gesucht. Nvidia dreht das Ganze nun um und passt die Spiele dem eigenen System an. Aus dem Zulieferer wird damit ein Komplettanbieter. Diese Entwicklung gibt es in vielen Bereichen: Apple verkauft Streams, Google Telefone, Amazon verkauft alles.

Nvidia forciert den Umstieg aus reinem Selbsterhaltungstrieb: IT-Portale wie golem.de und heise online berichten von Anzeichen, dass Microsoft und Sony in der kommenden Xbox beziehungsweise der nächsten PlayStation keine Nvidia-Chips mehr verwenden wollen. Die erste Xbox hatte noch einen Nvidia-Grafikprozessor (die Xbox 360 nicht mehr), die PlayStation 3 hat ebenfalls einen. Die Zeit drängt also, will Nvidia weiterhin eine der wichtigsten Firmen im Games-Segment bleiben.

Shield soll im zweiten Quartal zunächst in den USA und Kanada erhältlich sein, und dann so schnell wie möglich auch in anderen Ländern. Einen Preis nannte Nvidia bisher aber nicht.