IFA Ladenhüter vernetztes HausSeite 2/2
Selbstkritisch konstatiert die Branche, dass die Technik immer noch teuer, die Installation aufwändig, und die Geräte manchmal instabil sind. Drahtlosvernetzung ist zwar praktisch, schürt aber die Angst vor Elektrosmog. Und wer schon einmal versucht hat, seiner Oma die Grundfunktionen eines Videorekorders zu erklären, wird berechtigte Zweifel haben, dass die neue Zielgruppe Senioren das Geschäft nun endlich zum Brummen bringen wird.
Teuer und fummelig scheinen auch nicht die einzigen Hindernisse zu sein, immerhin haben Videorekorder diese auch überwunden. Und während die Menschen begeistert zu digitalen Unterhaltungsmedien greifen, lehnen sie vollautomatische Haushaltsgeräte mehrheitlich ab. In der Branche scheint man sich langsam Gedanken darüber zu machen, warum das so ist. Die Technik solle dem Menschen das Denken und Gestalten nicht abnehmen, sondern ihn dabei bloß unterstützen, heißt es beruhigend.
Doch schon drohen neue Bedenken. Zwar versuchen die Hersteller, Energieeffizienz als Argument anzuführen: Im intelligenten Haus der Zukunft sollen Wäschetrockner und andere Stromfresser ihre Arbeit erst beginnen, wenn der Strompreis am günstigsten ist. Eine gute Idee, aber die Daten dafür kommen aus dem Internet, der Energieversorger aktualisiert den Strompreis im Minutentakt. Datenschützer warnen bereits vor dem gläsernen Haushalt.
Diese Sorge schürt auch der Luxus-Kühlturm des japanischen Herstellers Panasonic: Er lernt aus den Essgewohnheiten seiner Benutzer, indem er die Türöffnungszeiten speichert und dann zu Essenszeiten seine Aggregate hochlaufen lässt. Das soll das Gerät ebenfalls effizienter machen, zwölf bis fünfzehn Prozent Strom will der Hersteller so einsparen. Der Verbraucher kann nur hoffen, dass die Daten nicht in unegale Hände geraten. Personalisierte Werbung auf dem Kühlschrank-Monitor, die einem kurz vor der Mittagszeit schon mal leckere Torten anbieten – was für eine Horrorvorstellung.
- Datum 08.09.2009 - 14:14 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 11
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Den einzigen oekonomischen Vorteil, den ich erkennen kann, ist der Betrieb von Waschmaschine und ggf. Geschirrspueler mit Nachtstrom (und ob ich den nun laufen lasse oder nicht, das kann der Versorger ruhig wissen, ich leide noch nicht an Verfolgungswahn). Aber wie hoch sollte denn der Vorteil sein ? 10%=2cts pro verbrauchte kWh ? Das ist bei modernen Maschinen ~ 7.50 EUR/a (und mit Heisswasser aus Solarwaerme wird das noch weniger).
Dafuer brauche ich einen neuen "smarten" Zaehler und habe die Mehrkosten fuer die teuren "Smart"-Machines am Hals. CO2 wird ggf. nur marginal gespart, wenn ueberhaupt (mehr Kohle statt Erdgas). Ein Schmarrn.
p.s. alle modernen Maschinen haben eine Timerfunktion, vielleicht reicht ja nur der Zaehler ;-))
"Der Verbraucher wird mit seinem Smartphone künftig alle Funktionen zu Hause oder von unterwegs steuern. Beleuchtung, Musik, Video, Fernsehen, Babyphone, Gartenbewässerung, Alarmanlage und vieles mehr werden per Knopfdruck auf dem Smartphone kontrolliert." Fragt sich nur, ob er das will.
Ja das ist die Frage. Warum sollte ich das wollen?
Mal völlig unabhängig davon, dass mein "Smart"phone schon heute total überladen und umständlich zu bedienen ist, sehe ich kaum Mehrwert in einer teuren Technologie.
Musik, Video, Fernsehen: Soll mir das eine Fernbedienung sparen? Wo ist der Mehrwert?
Beleuchtung: Zu faul zum Lichtschalter zu laufen? Für den Urlaub kann ich mir heute schon Timer günstig besorgen. Wo ist der Mehrwert?
Babyphone: Wo ist der Mehrwert?
Gartenbewässerung: Timer günstig zu haben. Wo ist der Mehrwert?
Alarmanlage: Da könnte es einen Markt geben. Vergessen die Alarmanlage einzuschalten? Remote per Telefon. Brauch es aber kein Hausmetz für.
und vieles mehr: z.B.?
Mir wäre schon mit einfacheren Dingen geholfen, z.B. wenn es *funktionierende*, vollautomatische Staubsauger gäbe.
bedeutet diese "Fernbedienung" nicht, dass die Geräte im stand-by-Modus sein müssen? Muss dann die Waschmaschine den ganzen Tag "an sein" = stand-by damit es funktioniert?
Außerdem wie in Kommentar 2 schon gesagt, erschliesst sich für mich der Mehrwert auch nicht.
Weiterhin haben alle diese überflüssigen Dinge auch den Nachteil, dass sie kaputt gehen können und das Haushaltsgerät dann u.U. nicht nutzbar ist. Was nicht dran ist, kann auch nicht kaputtgehen.
Um bei der Waschmaschine zu bleiben, wenn mir auch noch die Wäsche sortiert und eingelegt würde, dann wäre ich hellauf begeistert.
Sie haben das Buegeln vergessen, eine grauenhafte Taetigkeit. Das waere doch eine echte Innovation, ein funktionierender Buegelroboter. Dafuer wuerde ich direkt jede Menge Euronen opfern.
Sie haben das Buegeln vergessen, eine grauenhafte Taetigkeit. Das waere doch eine echte Innovation, ein funktionierender Buegelroboter. Dafuer wuerde ich direkt jede Menge Euronen opfern.
Sie haben das Buegeln vergessen, eine grauenhafte Taetigkeit. Das waere doch eine echte Innovation, ein funktionierender Buegelroboter. Dafuer wuerde ich direkt jede Menge Euronen opfern.
Das System Imes@home funktioniert bei mir seit ca. 50 Jahren. Zu jedem gewünschten Zeitpunkt gingen die Lampen an/aus. Der Kühlschrank wurde nie komplett leer, weil immer eine rechtzeitige Nachfüllung erfolgte. Die Heizung war auch immer in dem für die Personen notwendigen Status (Winter an/Sommer aus).Immer wenn ich koche gehen vorher die Herdplatten an und danach auch wieder aus. Sogar meine Kaffeemaschine brüht genau zur richtigen Zeit den Kaffee. Auch mein DVD-Player läuft nur, wenn ich Interesse an einem Film habe.
Imes@home = Ich mache es selbst!
Bügeln ist wirklich nicht schön. Bisher hat sich aber immer einer gefunden, der vor mir damit begann.
Ich vergaß zu erwähnen, dass sogar die Fenster, wenn es zu regnen anfängt zugehen und danach wieder auf. Wenn ich abwesend bin bleiben sie automatisch zu.
Auch die Zimmertüren gehen vor mir auf und nach mir wieder zu.
Man sollte irgendwann mal auch bei Innovationen die Kirche im Dorf lassen.
Da holen Sie sich eine preisgünstige Haushaltshilfe,
etwa hier
http://www.neuearbeit.de/...
(Bekannt durch den Film "Armustindustrie"),
und lassen sich Ihre Wäsche bügeln und die Türen schliessen!
Und alles bezahlt von den noch "Abhängig Beschäftigten", soweit sie sozialversicherungspflichtig sind.
Sie haben doch Gute Gene, oder etwa nicht!
Sicher ich bin froh über diverse technische Geräte in unserem Haushalt. Aber warum sollte ich diese alle wiederum mit Elektronik ansteuern wollen. Vernetzung da wo sie Sinn macht mag ja gut und schön sein. Ich hätte z.B. auch gerne einen digitalen Stromzähler, der mir aber eben NUR MIR und nicht gleich wieder meinem Stromversorger sagt, wie viel ich verbrauche. Außerdem sieht man hier wieder den Widersinn in Politik und Wirtschaft. Da wird uns gepredigt, wir sollen Energie sparen, wir sollen möglichst keinen Standby nutzen und alle Geräte wirklich ausschalten. Aber dann soll ich eben diese Geräte und noch diverse andere plötzlich elektronisch steuern. Also mehr Stromverbrauch statt weniger. Und mal ehrlich, warum muss mir ein Computer sagen, was in meinem Kühlschrank ist? Wenn ich das nicht mehr weiss, sollte ich vielleicht mal über meinen Lebensstil nachdenken.
Das ist Technikverliebtheit einer Branche,die längst den Kontakt zum Kunden verloren hat, die Mobiltelefone baut, in denen die meisten Funktionen völlig überflüssig sind und Bildschirmmenüs für Fernseher erfindet, die den Durchschnittsnutzer verzweifeln lassen. Ich helfe in meinem Bekanntenkreis und in der Nachbarschaft diversen Menschen mit ihren technischen Geräten, . Aus meiner Erfahrung wäre den Kunden mit möglichst simplen einfachen Geräten, die leicht zu bedienen sind mehr geholfen, als mit komplizierten vernetzten Häusern, die dann nur noch mit Informatikstudium richtig programmiert werden können.
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