Computer und Schule "Gute Lernsoftware fordert Kinder heraus"
Der Medienpädagoge Stefan Aufenanger sieht in den Programmen eine Motivationshilfe – in Absprache mit den Lehrern.
© Toru Yamanaka/AFP/Getty Images

Spielkonsolen sind für Lehrer nicht mehr nur ein Ärgernis: In einer Schule in Tokio nutzt ein Mädchen einen Nintendo zum Rechnen
Frage: Herr Aufenanger, sorgt Lernsoftware für bessere Noten?
Stefan Aufenanger: Nicht automatisch. Lernsoftware kann eine Lernhilfe bei Problemen in der Schule sein. Wichtig ist eine Absprache mit den Lehrern, ob das Programm dafür auch geeignet ist. Weiterhin sollten Eltern mit solchen Programmen ihre Kinder nicht unter Druck setzen.
Frage: Was kann Lernsoftware leisten?
Aufenanger: Lernsoftware kann Schule und Unterricht nicht ersetzen. Sie ist aber als Lernhilfe dort unterstützend, wo Kinder Lernschwierigkeiten haben. Mit entsprechenden Programmen können sie Themen bearbeiten, die sie in der Schule nicht verstanden haben, Übungen nachholen und sich auch neues Wissen aneignen.
Frage: Wie wichtig ist es bei den Lernspielen, dass der Spaß am Lernen gefördert wird – und wann geht das möglicherweise zu weit?
Aufenanger: Lernen mit Spaß zu verbinden motiviert Kinder, vor allem jene, die mit dem Lernen Schwierigkeiten haben. Der Spaß darf aber nicht so überwiegen, dass die Lerninhalte dabei untergehen. Auch die Abwechslung zwischen Lernen mit Lernsoftware und Spielen kann als Lernspaß unterstützend wirken.
- Datum 16.10.2009 - 15:31 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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