Computer und Schule "Gute Lernsoftware fordert Kinder heraus"Seite 2/2

Frage: Viele Spiele werden für Nintendo DS entwickelt. Was ist davon zu halten?

Aufenanger: Die Verbindung von Spielen und Lernen ist für Kinder attraktiv und die Programme auf der Nintendo DS bieten dies. Sie können nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch mit komplexen Aufgaben das Denken der Kinder herausfordern. Da der Umgang mit Spielkonsolen den Kindern vertraut ist, ist das Lernen damit ihnen nicht fremd.

Frage: Den Nachhilfelehrer kann solche Software jedoch kaum ersetzen.

Aufenanger: Bei der Nachhilfe ist es immer wichtig, auf die konkreten Lernprobleme der Kinder einzugehen; das kann Lernsoftware nicht. Sie kann aber dort unterstützend wirken, wo es um das Verstehen und das Üben geht.

Frage: Gibt es neben Preisen wie dem Kindersoftwarepreis „Tommi“ oder dem Bildungsmedienpreis Digita andere Kriterien, an denen man gute Programme erkennen kann?

Aufenanger: Gute Lernsoftware sollte didaktisch so aufgebaut sein, dass der Lerninhalt kindgerecht präsentiert wird. Sie sollte nicht stumpfsinnig sein, sondern die Kinder im Denken herausfordern, Fehler nicht nur als solche zurückmelden, sondern auch erklären, was falsch gemacht wurde, und sie sollte viel mit Bildern und Animationen arbeiten, da dadurch Dinge besser verstanden werden als nur mit Texten. Am Besten fragt man auch Bekannte und Freunde, welche Erfahrungen sie mit Programmen gemacht haben.

Das Gespräch führte Kurt Sagatz.

 
Leser-Kommentare
  1. Aus dem einfachen Grund, weil es von Lehrern unabhängig ist, zugleich aber die alten Tugenden des Lernens fördert: Selbstständigkeit, Selbstmotivation, Organisation, Zeitmanagement.

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