Fazit
Google Wave ist kein fertiges Produkt, sondern ein Experiment, das Google in einem frühen Stadium externen Nutzern und vor allem Entwicklern zugänglich macht. Das Ziel, einen Nachfolger für E-Mail zu schaffen und das mit heute populären Methoden der Echtzeitkommunikation zu verbinden, ist hochgegriffen und verleitet dazu, schon heute ein Scheitern vorauszusagen. Blendet man aber die Details aus, muss man feststellen, dass Googles Herangehensweise zumindest nicht ganz verkehrt wirkt: Google schafft offene Protokolle und Schnittstellen, bemüht sich, andere Entwickler frühzeitig mit einzubeziehen und will die für Wave notwendige Software praktisch komplett als Open Source freigeben. Dabei verlässt sich Google nicht darauf, in jahrelanger Abstimmung einen Standard zu schaffen, der allen Bedürfnissen gerecht wird - und daran scheitert, sondern verfolgt mit seinem Produkt Google Wave den sicherlich notwendigen Alleingang, der dem Vorhaben eine gewisse Dynamik verleiht.
Spannend wird die Frage, wie Google Wave letztendlich eingeführt werden soll. Denkbar wäre eine Integration mit Google Mail, was dem Dienst einen Startvorteil in Form einer nennenswerten Nutzerbasis verschaffen würde, um dem bei neuen Kommunikationsdiensten üblichen Henne-Ei-Problem beizukommen.
Dabei sind die heute hakeligen Funktionen und Ähnliches kein ernsthafter Kritikpunkt, denn es ist davon auszugehen, dass das fertige Wave-Produkt anders wird als das, was heute zum Testen bereitsteht. Google ist dafür bekannt, vieles auszuprobieren und anhand von Nutzungsdaten zu entscheiden, welche Funktionen für die breite Masse freigeschaltet werden. Und Wave ist ganz explizit noch nicht für die breite Masse geeignet.
Wave-Erfinder Lars Rasmussen räumt ein: Entweder Wave funktioniert, oder es wird komplett scheitern. Das klingt nach einer realistischen Einschätzung.
(Der Originaltext erschien zuerst auf golem.de.)
- Datum 21.12.2009 - 15:03 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, golem.de
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Mehr überflogen als gelesen...
Im aktuellen Zustand komtm Google Wave nicht weit - die CPU Last bei längeren "Waves" ist zu hoch - und diese hohe CPU last reduziert auch die Akku-Lebensdauer in einem Notebook - E-mail oder Wave - da nehme ich lieber E-mail.
Potenzial hat Google Wave definitiv - aber auch Nachteile.
Meine E-mail kann ich im Zug fernab vom Internet "komponieren" - mithilfer alter E-mails in Outlook - mit Google Wave ist eine Internetverbindung eine zwingende Voraussetzung.
Insofern - mal schauen ob es noch stark optimiert wird, denn das ist nötig - Potenzial hat Google Wave definitiv.
Ich habe seit einigen Wochen Zugang zur Google Wave Preview und kann den Hype und die viele Berichterstattung über diesen Prototypen nicht nachvollziehen. Trotz vieler IT-verliebter Freunde ist in der Google Wave Preview nichts los und damit steht und fällt der Erfolg eines Kommunikationswerkzeugs. Meine Einladungsanzahl wurde seitens Google nochmals nach oben geschraubt, aber niemand will oder braucht diese zurzeit wirklich.
Vielleicht sollten die Journalisten mal zu anderen spannenden Unternehmen in die Labore gehen und nach Prototypen fragen z.B. Nokia, BMW, SAP, Siemens ... ach nee, die haben das ja in der Regel nicht so gerne, da man nicht jeden kleinen Entwicklungsschritt gleich öffentlich zur Technik-Revolution ausrufen muss - und das ist auch gut so!
Google Wave ist super!
@2
Mag sein das noch nicht so viele Menschen Google Wave nutzen, trotzdem kann der Nutzen bereits gut an öffentlichen Waves nachvollzogen werden. Dazu einfach „[Suchwort] with:public“ in das Suchfeld eingeben z.B.: Linux with:public
Momentan finde ich den Dienst besonders interessant, da sich dort relativ wenige destruktive Menschen bewegen (Trolle ...) und man sich somit unter Gleichgesinnten befindet.
Fazit:
Wer neugierig und etwas technisch versiert ist wird Google Wave lieben.
Wer eher konservativ ist und einfach zu bedienende Programme bevorzugt, sollte zurzeit noch auf Wave verzichten.
Was für einen Rechner haben sie dass sie öffentliche Waves ertragen können?
Bei mir auf einem T9300 mit 4GB RAM ist das in FireFox so lahm wenn es mehr als 100 Beiträge gibt dass es nicht auszuhalten ist...
(Oder man startet Firefox alles 20 oder so Beiträge neu)
Was für einen Rechner haben sie dass sie öffentliche Waves ertragen können?
Bei mir auf einem T9300 mit 4GB RAM ist das in FireFox so lahm wenn es mehr als 100 Beiträge gibt dass es nicht auszuhalten ist...
(Oder man startet Firefox alles 20 oder so Beiträge neu)
Benutze Wave schon mit 3 Kollegen für ein Projekt. Hilft sehr, hat E-Mail schon komplett ersetzt. Wenn man das Ganze noch automatisch in ein Wiki exportieren kann, ist es perfekt :)
Was für einen Rechner haben sie dass sie öffentliche Waves ertragen können?
Bei mir auf einem T9300 mit 4GB RAM ist das in FireFox so lahm wenn es mehr als 100 Beiträge gibt dass es nicht auszuhalten ist...
(Oder man startet Firefox alles 20 oder so Beiträge neu)
Grundsätzlich finde ich die Idee sehr faszinierend, allerdings ist aktuell und meistens sowohl der Mensch, als auch die Technik überfordert (wie ich selbst bei großen Waves habe feststellen dürfen und das Netz auch berichtet).
Außerdem fehlt Wave die mobile Unterstützung. In einer Zeit, in welcher wir uns vom stationären Web in Richtung Mobility bewegen, benötigt Wave einen iMac 27 mit einer DSL 16 MBit-Verbindung, um vernüftig arbeiten zu können.
Wave ist ohne den mobilen Hintergedanken und die aktuellen Möglichkeiten entwickelt worden, und wenn sich das nicht ändert, wird Wave scheitern, davon bin ich überzeugt.
Kommunikation ist das Kernthema von Wave und unserer neuen Mobilität!
Siehe auch hier http://www.mobinauten.de/...
Eine Anwendung (wie Wave), deren Nutzen und Nutzung sich nicht selbst erklärt, taugt meiner Meinung nach nicht als Killer App. Bei E-mail, Twitter oder anderen Anwendungen war mir sofort klar, wie was funktioniert und wo potentiell der Nutzen ist. Zu Google Wave musste ich erst mal ellenlange Blogbeiträge wälzen, um erst mal zu kapieren, was man wie damit kann. Vielleicht bin ich auch nur zu blöd.
Für die Projektkommunikation würde ich auch eher zu professionellen Anwendungen wie Yammer oder Communote (http://www.communote.com) greifen, als jetzt auch noch Unternehmensdaten in den Google-Orkus zu werfen....
Interessant... dafür ist für mich Twitter sinnlos... ebenso Facebook... während Wave für mich recht sinvoll erscheint :)
Und was sind Blogs?...
(Abgesehen von den aktuellen Leistungsproblemen)
Aber vieleicht denken wir unterschiedlich...
Interessant... dafür ist für mich Twitter sinnlos... ebenso Facebook... während Wave für mich recht sinvoll erscheint :)
Und was sind Blogs?...
(Abgesehen von den aktuellen Leistungsproblemen)
Aber vieleicht denken wir unterschiedlich...
Interessant... dafür ist für mich Twitter sinnlos... ebenso Facebook... während Wave für mich recht sinvoll erscheint :)
Und was sind Blogs?...
(Abgesehen von den aktuellen Leistungsproblemen)
Aber vieleicht denken wir unterschiedlich...
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