IT-Gipfel Merkel will Breitband aufs Land bringen
40 Milliarden Euro für den Breitband-Ausbau. Merkel will diese Technik in dünn besiedelte Gegenden bringen. Minister Brüderle verspricht sich eine Million neue Jobs.
Es ist der vierte IT-Gipfel, zu dem die Bundesregierung jetzt nach Stuttgart geladen hat. Drei Mal ist der Gipfel von vielen belächelt worden, die sich mit neuen Medien und digitaler Demokratie beschäftigen. Umgekehrt reiste die IT-Wirtschaft stets gerne an, hoffte sie doch, hier neue Prestige-Projekte abzustauben, die ihr Absatzmärkte und Aufträge sicherten.
Doch diesmal musste auch sie sich Kritik gefallen lassen, wenn auch dezent. Bislang lese sich die Bilanz der auf dem IT-Gipfel beschlossenen Projekte eher bescheiden, befand Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). "Die Anbieter haben das Blaue vom Himmel versprochen und konnten ihre Versprechen nicht einhalten", kritisierte er. Bei der Einführung der Lkw-Maut, bei der Digitalisierung des Polizeifunks sowie bei der Einführung der Gesundheitskarte hatte es immer wieder technische Pannen und zum Teil jahrelange Verzögerungen gegeben. Künftig sollten Projekte verstärkt Modellcharakter haben, um sie besser steuern zu können. Auch die öffentliche Hand als Nachfrager müsse sich besser aufstellen.
Hoffnung auf die IT-Branche als Jobmotor
Das war es dann aber auch schon mit der Kritik. Denn auf der anderen Seite rief die Bundesregierung die IT-Branche zum Hoffnungsträger der Konjunkturkrise aus: Als Jobmotor könne die Branche drohende Arbeitsplatzverluste anderer Branchen mehr als ausgleichen, sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP): "Wir brauchen gerade jetzt den Erfolg der Branche."
Priorität habe daher der weitere Ausbau der Infrastruktur und die Sicherstellung der Breitband-Versorgung. "Wir sind in der Welt nicht abgeschlagen, aber auch nicht auf Platz eins", sagte Angela Merkel. Die Kanzlerin will sich für den Ausbau von Breitband-Verbindungen starkmachen. Die Bundesregierung werde deshalb bis Sommer 2010 Vorschläge machen, wie auch dünn besiedelte Regionen schnellere Anschlüsse bekommen könnten. "Die Zukunft des ländlichen Raums wird davon abhängig sein", sagte Merkel. Dafür werde ein Investitionsvolumen von rund 40 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.
Durch den Breitbandausbau entstehe bis zum Jahr 2020 über alle Branchen europaweit rund eine Million Arbeitsplätze, erklärte Wirtschaftsminister Brüderle unter Berufung auf eine Studie. Nach Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) könnten demnach allein in Deutschland bis Ende 2014 rund 400.000 neue Jobs geschaffen werden.
Brüderle rief zu größeren Anstrengungen auf, bei der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im internationalen Vergleich aufzuholen. Derzeit liegt Deutschland nur im Mittelfeld: Unter den 14 weltweit führenden IKT-Nationen aus Europa und Asiens sowie den USA kommt die Bundesrepublik gemeinsam mit Norwegen auf Rang sieben, wie Brüderle aus einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zitierte.
- Datum 08.12.2009 - 18:14 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, reuters
- Kommentare 11
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Da das Internet keinen Raum hat, kann es auch kein "rechtsfreier Raum" sein. Das Internet ist eine Kommunikationseinrichtung.
Betrug ist Betrug und bleibt Betrug, wenn er denn zweifelsfrei festgestellt wird. Dieser Betrug muß in der konkreten Realität stattgefunden haben, alles andere ist Phantasie. Daten haben keine konkrete Beweiskraft, da sie immer manipulierbar sind. Wenn einige Richter das heute anders sehen, haben sie keine Ahnung von den technischen Möglichkeiten oder lassen diese Betrachtung außer Acht.
Wenn kein Geld, keine Ehre, keine Persönlichskeitrechte etc. (siehe BGB, STGB, HGb) im Spiel sind, gibt es nichts zu ahnden.
Die Doofheit und Uninformiertheit einzelner wird immer von der Gewitztheit anderer ausgenutzt werden, dagegen kann man keine Gesetze machen.
Wer am Leben teilnehmen will, muß sich umfassend informieren. Wenn der Staat sich berufen fühlt, die Informationen zu verbessern, nur zu. Da gibt es viel zu tun, nicht nur im IT-Bereich, zB Riester-Rentenverträge, Lebensmittelkennzeichnungen, Kinderspielzeug, Geldanlagen etc.
Wenn der Staat wirklich etwas sehr Effektives tun wollte, sollte eine solide Rechts - und Mediengrundausbildung in den Schulen stattfinden. Ich glaube jedoch, das ist politisch nicht gewollt.
Zu einseitige Welt - wenn Parteien - MONSTER - alles besetzen und alles BESITZEN WOLLEN!!!!!
nur ein Auszug aus einem Gedicht:
Buda-Bertalan Weisenstein-Neumann:
...
Spitzelkameras aus dem All können – DICH ÜBERALL – sehen,
MitBürger/innen – du wirst bald mit einem ID-Chip versehen,
Im eigenen Interesse – bevor du Gesetze zufällig verletzt,
Wirst du direkt mit Steinbrück-Schäuble vorsorglich vernetzt.
Global-Volk
Demokratie gibt es noch tatsächlich! – in der freie Schweiz!
Der widersetzt terrorisierende US-Deutsche Fiskal-Diktat!
Abweichende Handlung und Gesetze erträgt ein Demokrat!
Akzeptiert Andersdenken – Schweizer Global-Unabhängigkeit!
.
.
Fortsetzung:
http://Weisenstein-Neuman...
http://community.zeit.de/...
Copyright 2004-2009, Urheberrecht bei Buda-Bertalan Weisenstein-Neumann, reg.: 4910...
Wir Menschen sind bedrohte Tiere geworden -
wegen das Wüten der Glaubenskriege -
wegen Alleinherrschafts-Anspruch
der Banken, der Medien, der Parteien,
der Terrorismusbekämpfung,
der Alleinige-Anspruch auf ALL-es!!!
Die TOTAL-GLOBAL kontrolle ist die Wahre Bedrohung!!!
Fördert wieder Vielfalt in EUROPA und überall,
werdet keine Fanatisten, übt TOLERANZ,
weil die Tolerenz der andersdenkenden ist FREIHEIT!!!
... wenn Merkel jetzt verspricht, Breitband/DSL aufs Land zu bringen, dann kann sie nur ein Ziel verfolgen, ihre Wählerschaft -vorwiegend aus der ländlicher Bevölkerung- die Stange zu halten. Die Investition dort ist enorm, ist aber nicht effektiv, verpufft und bringt dem Wirtschaftwachstum - mit 40 % Exportvolumen- kaum etwas.
Bundeswirtschaftminister Brüderle -früher im gleichen Ressort in Rheinland-Pfalz- kann bisher vorwiegend nur Investitionsprojekte für„Winzer“ vorweisen. Sein „Schreiberling“ hat ihm da „Megabit“ aufgeschrieben, mit dem er sicherlich wenig an zu fangen weiß.
klaro, 40 Milliarden.
glauben die etwa, dass ich doof bin? die zeiten wo ich den [...] geglaubt habe, sind vorbei!
[Gekuerzt, bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke. /Die Redaktion pt.]
Was schlucken den die Berliner alles - Brüderle, klingt Schwäbisch, also ich kenn keinen "Württemberger" mit halluzigener Wirkung. Aber jetzt mal im ernst Herr Brüderle, sollen die Landeier alle Internet-Poker spielen. Sind das die Jobs, die Sie meinen. Und dann, das "Wer im Netz ohne Virenschutz unterwegs ist...", Hallo Herr Schäuble - kuck doch da mal rein. Aber klar, wenn wir alle auf Abruf stehen und unsere Arbeitgeber die Jobs niedrigst-bietend im Minutentakt am Breitband vergeben - da hat die Industrie was von. Hundertausende Sozialabgabe-Freie Mitarbeiter, für IT-Handlangerjobs. Also nichts gegen ne schnelle Datenverbindung auf der Datscha Frau Merkel. Vielleicht kann man dann auch die eine oder andere Dorfschule ganz dicht machen. Auf You-Tube gibts viele Videos mit erstaunlichen Lehrinhalten. Den einen oder anderen Bus in die City brauchts auch nicht mehr (Webcam in HD von der City). Und Rösler kann ne Menge Arztpraxen auf dem Land einsparen - die anderen machen das online mit, via Ferndiagnostik Doc-Interface. Also gut, jetzt rauch ich halt auch mal einen.
in durchaus überschaubarer Zeit - nur passieren wird wieder einmal nichts. Wäre es doch so einfach, wenn man wirklich wollte. Infrastrukturen gehören in staatliche Hand.
Also eine Firma gegründet, mit Geld ausgestattet und klaren Aufträgen zum Buddeln und Kabel verlegen.
Anschliessend werden die Kabelwege an die Telekommunikationsbuden vermietet - auch an die Telekom, die es mit ihrem Hauptaktionär (nämlich dem Bund) bei entsprechendem Auftrag auch selber tun könnte, aber zumindest derzeit nicht wirklich will.
Nur so kann das was werden. Ansonsten zeigt der Artikel, das die Herrschaften ansonsten keine Ahnung von den angesprochenen Themata haben, davon aber reichlich.
Ich wohne selbst in einem sehr schlecht mit DSL versorgten Gebiet (obwohl direkt am Stuttgarter Flughafen gelegen) - mehr als DSL 384 gibt es hier nicht, und das bricht alle paar Stunden total zusammen.
Dafür gibt es doch inzwischen eine hervorragende Versorgung mit UMTS - einfach UMTS-Stick kaufen, 20 Euro für 5 GB im Monat zahlen, und schon surft man problemlos mit ungefähr 150 bis 300 kb/s, was für die meisten Zwecke ausreichen sollte.
Da ist es doch absoluter Irrsinn, eine solche Summe für eine Technologie von gestern im Boden zu verbuddeln. Wer hat sich das ganze denn ausgedacht? Die Lobbyisten von der Telekom?
P.S. Dank günstiger Handy-Tarife verzichte ich inzwischen ganz auf Festnetz. Aber die Telekom hat sich ja wirklich auch alle Mühe gegeben, mich als Kunden zu verlieren (unter anderem war man über 1 Monat hinweg nicht in der Lage, meine Adresse richtig zu erfassen...).
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren