Mediathek Tatort-Kommissare ermitteln nun auch im NetzSeite 2/2
Die ARD nun hat sich nach langen Verhandlungen im Dezember zu einem Eckpunktepapier durchgerungen, das Produzenten "ausgewogene Vertragsbedingungen" verspricht. Darin verpflichtet sich die ARD, die Hälfte aller Erlöse aus dem Internet, dem Pay-TV, dem Verkauf von DVDs und an kommerzielle Video-Portale an die Produzenten abzuführen.
Das Paket regelt erstaunlich viel, nicht aber die Nutzung der Serien und Filme in den Mediatheken, die bei ARD und ZDF kein kommerzielles Produkt sind. In der ARD meinen sie deshalb, sie können nun alles, was sie voll finanzieren, auch im Netz zeigen. Nur einige ARD-Sender, darunter der für die Stuttgarter und Ludwigshafener Folgen zustandige SWR, zahlen den Mitwirkenden nach Informationen von ZEIT ONLINE aber für das Einstellen einen Online-Zuschlag. Andere Anstalten tun das nicht. Bislang wehren sich die Produzenten nicht dagegen.
Warum es trotzdem noch zu Ausnahmen kommt, konnte Onlineredakteurin Solau nicht sagen. Wohl aber, dass es nun nicht mehr vom Verhandlungswillen einzelner der insgesamt neun ARD-Anstalten abhänge, sondern von "einzelnen Produktionen".
Das kann nur heißen: Weil einige Tatorte nicht zu hundert Prozent von der ARD bezahlt werden, sondern in wenigen Fällen auch durch Filmfördermittel, sieht die Rechtslage gelegentlich komplizierter aus und bedarf langwieriger Einzelverhandlungen. Ein paar Mal im Jahr kommt der Tatort zudem aus der Schweiz und aus Österreich. Auch dabei ist die Rechtslage wieder völlig anders.
Nicht die letzte rechtliche Hürde, die die Tatorte nehmen müssen, um ins Netz zu gelangen. Die aktuelle Folge "Klassentreffen" mit Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt, der am vergangenen Sonntagabend lief, ist wegen einiger blutigen Szenen nur in der Zeit zwischen 20 und 6 Uhr erreichbar: Jugendschutz.
- Datum 13.01.2010 - 17:49 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 8
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Nachdem die GEZ nun auch für Handys und PC's kassiert, darf man auch erwarten, daß man den Kram der von unserem Geld produziert wird auch ansehen kann wann man Lust hat und über alle Kanäle für die man bezahlt.
Das ist wie mit den Abgaben für Computer mit Brenner (13,65 € - ohne Brenner immerhin noch 12,15 €). Nur zu dumm, dass das Umgehen des Kopierschutzes in Deutschland verboten ist und ich somit gar nicht meine CDs kopieren dürfte. Wozu also dafür Geld bezahlen? Gleiches gilt für die GEZ. Alle Inhalte die gebürenfinanziert erstellt werden, gehören dauerhaft ins Netz gestellt und somit der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Leider senden die ÖR oftmals erst ab 0:30 kritische Beiträge – Um die Uhrzeit schlafe ich bereits.
Auf den Großteil der ÖR-Sendungen kann ich gut und gerne verzichten.
Für die Spaßbeiträge sind die Privaten da und nicht die ÖR!
und im Ausland lebe, fände ich es weitaus sinnvoller die Tatorte nach Komissaren getrennt in der Reihenfolge in der sie erschienen sind auch auf DVD anzubieten. Bisher kann man einige DVDs mit einer wirren Reihenfolge der einzelnen Sendungen kaufen. Wer will z. B. die beiden aus Münster mit 2 Folgen von 2002, einer von 2003 und einer von 2005 haben? Wer hat denn so was zusammengestellt, da muss man sich wirklich an denn Kopf greifen. Alle Serien die man sonst so auf DVD kaufen kann werden in der Reihenfolge in der sie gesendet wurden angeboten. Pro Komissar oder Team gibt es 2 Folgen pro Jahr, wenn man das mit 4 Folgen pro Box beibehalten will ... einfache Rechnung.
Zudem sind Einzelfolgen mit 15 Euro und Boxsets mit je 4 Folgen zu 35 Euro schlicht und ergreifend Wucher.
ist es mir auch total schnuppe, was die ARD von diesem grottenschlechten Zeug mit lachhaften Plots, grausliger Regie, hahnebüchenen Scipts, dilletantischer Kameraarbeit und viertklassigen Darstellern ins Netz stellt.
@Zeitonline Autor:
Sie schreiben: "Ein paar Mal im Jahr kommt der Tatort zudem aus der Schweiz und aus Österreich." Aus der Schweiz kommt seit 2001 kein Tatort mehr, das SF will aber wieder einsteigen laut NZZ am Sonntag vom 03.01.2010. 2007 hat sich das SF an einer Tatortproduktion des SWR beteiligt. Bis 2001 gab es nur einen SF-Tatort aus der Schweiz pro Jahr, beim ORF sind es i.d.R. zwei pro Jahr.
Es wird von 'schwieriger Gesetzelsage' oder so gesprochen...
Schwierige Gesetzeslage? Ich bitte doch! Es gehört ihnen also können die damit anstellen was sie wollen.
Sollte der Argument kommen, man wisse nicht, ob die ÖR so einfach darüber entscheiden dürfen, ob das von der Gesellschaft Finanzierte eben dieser Gesellschaft einfach so bereitgestellt werden kann, müsste man sich echt an den Kopf greifen.
wenn ich dafür bezahlen darf, es aber nicht bekommen darf ist da irgendwie der wurm drin.
Seit fast 10 Jahren sehe ich nicht mehr fern - und es geht mir außerordentlich gut dabei. Kino? gerne, weil im Film keine Werbung geschaltet wird.
Wenn die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten nun über das Internet ganze Filme bereit stellen, geschieht dies aus einem einzigen Grund: in Zukunft für jeden PC die volle GEZ-Gebühr zu verlangen. Dazu bin ich nicht bereit. Ich zahle´GEZ für das Radio, da ich selbständig bin sogar zwei Mal (obwohl ich deshalb nicht vier Ohren habe oder mich teilen kann). Deutschlandfunk und NDR Kultur sind hervorragende, werbefreie Sender.
Gegen Fernsehgebühren wegen des PC werde ich klagen, weil das AUFGEDRÄNGTE BEREICHERUNG ist. Niemand zwingt die Anstalten dazu, Filme unverschlüsselt ins Netz zu tun. Tun sie es trotzdem, können sie auch kein Geld dafür verlangen.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren