Im Sommer soll es soweit sein: Die Deutsche Post will die schon länger diskutierte DE-Mail ab Juni bundesweit anbieten. Das berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Die Post will damit einen verbindlichen und vertraulichen Briefkontakt im Netz ermöglichen, als digitales Äquivalent zum Einschreiben sozusagen. Diese Email wird allerdings nicht kostenlos zu haben sein: Als Preis hat die Post jetzt einen Betrag von zwanzig Cent genannt.

Wer sollte das bezahlen wollen? Jeder, der offiziellen Schriftverkehr zu erledigen hat, Anwälte, Unternehmen und Versicherungen zum Beispiel. Auch wer als Privatperson eine Kündigung zu verschicken hat, könnte das künftig per Mail erledigen, ohne dass sich der Vertragspartner später herausreden kann, die Mail wäre bei ihm niemals angekommen. Im Vergleich zu einem Einschreiben mit persönlicher Übergabe ließe sich ein beträchtlicher Betrag sparen, kostet doch ein Einschreiben der Post mehr als zwei Euro. Außerdem spart man sich den Weg zur nächsten Postfiliale.

Mitbewerber 1&1, der etwa die Maildienste Web.de und GMX betreibt, will ebenfalls DE-Mail-Dienste anbieten, allerdings zu einem günstigeren Preis. 1&1-Vorstand Jan Oetjen spricht eher von 15 Cent pro DE-Mail. Es seien aber auch einstellige Cent-Beträge denkbar, zitiert ihn die Wirtschaftswoche. 1&1 testet unter anderem mit der Telekom die DE-Mail in einem Pilotprojekt in Friedrichshafen am Bodensee.