DE-Mail Online-Brief für 20 CentSeite 2/2
Kritiker greifen das System gleich von mehren Seiten an: Zum einen muss sich jeder Nutzer bei einem Bürgerportal registrieren. Also wieder einmal Informationen zu seiner Identität bei einer zentralen Stelle abgeben, ohne dass klar wäre, was mit diesen Daten noch gemacht werden darf. Zum anderen stellt sich die Frage, wie sicher die Kommunikation am Ende wirklich sein kann. Schließlich gelingt es Kriminellen auch immer wieder, den vermeintlich stark geschützten Datentransfer beim Online-Banking anzugreifen. Die Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes hatte im vergangenen Jahr gleich eine ganze Liste mit Bedenken veröffentlicht, angehängt der dringende Wunsch um Nachbesserung.
Die Post lässt sich dadurch aber nicht beirren. Wie vergleichbare Erfahrungen mit neuen Sicherheitsprodukten lehren, definiert manchmal das Angebot erst die Nachfrage: Wenn es eine vermeintlich "sichere" Mailkommunikation gibt, werden sicher auch immer mehr Anwender dazu verpflichtet werden, Aufgaben, die sie bislang per kostenloser Mail erledigt haben, nur noch über einen Bezahl-Account zu erledigen. Dass das ein lukratives Geschäft werden könnte, hofft zumindest die Deutsche Post: Allein im ersten Jahr rechnet man mit einem dreistelligen Millionenumsatz mit dem Online-Brief. Bereits ein knappes Dutzend Unternehmen soll Interesse angemeldet haben.
- Datum 08.02.2010 - 12:01 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Der reale Preis einer solchen Mail dürft um die 0,001 € betragen. Die Post sieht ihre Chance und möchte es den Mobilfunkanbietern gleichmachen (der DE-Mail Preis ist vergleichbar mit dem einer SMS – beide total überteuert). Zudem stellt sich die Frage ob ein solches System überhaupt gebraucht wird. „Normale E-Mails“ lassen sich auch verschlüsseln und verifizieren, dazu braucht man nicht die Post, die dafür auch noch Geld verlangt.
Die angebliche Vertraulichkeit bei DE-Mail ist ein schlechter Scherz. Echte Sicherheit gibt es bei Kommunikation via Mail nur wenn die Verschlüsselung lokal auf dem Rechner statt findet.
Wenn die zur Verschlüsselung verwendeten Schlüssel auf einem Server erzeugt werden und dort lagern kann keiner nachprüfen ob es eventuell einen Generalschlüssel gibt oder ob nicht der Betreiber bei "Bedarf" beim nächsten Login die Passphrase abgreift.
Sinnvoller wäre es wenn eine zentrale Stelle die unter Vorlage des Ausweises einen selber erstellen Public Key eindeutig einer realen Person zuordnet.
Dann könnte man seine E-Mails lokal verschlüsseln und hätte eine nahezu 100% Sicherheit das die E-Mails nur vom Empfänger gelesen werden können. Und das der Gesprächspartner auch wirklich der ist, mit dem man kommunizieren möchte.
Die Leute verschicken solche mails ohnehin schon seit langem. Am Ende jedoch bleibt die Urkunde immer noch unverzichtbar (siehe HGB,BGB, usw). Sowas wie "DE-Mail" kann getrost vernachlaessigt werden. Bemerkenswert daran ist einzig, dass die Post reichlich Mittel hat, die in dieses Konzept gesteckt wurden, und das seit mehr als 10 Jahren, again and again and again. Wenn das wirklich funktionieren wuerde haetten "normale" Unternehmen diese Verfahren laengst am Mark erfolgreich etabliert. Das Unternehmen Post scheint sich auf das Reiten toter Pferde spezialisiert zu haben.
DE-Mail ist KEIN Deutsche Post Projekt!
Die Post wird nur einer von mehren Anbietern der DE-Mail. Das ganze ist ein Regierungsprojekt mit Gesetzlicher Unterstützung.
(winnermobil) E-Mails haben keine oder wenig Rechtsverbindlichkeit, da hilft die zugestellte E-Mail als Telegrammersatz tatächlich aus, wenn die Leerungszeiten zu wünschen übrig lassen. Auf dem Land kann das Tage dauern, am Wochenende findet oft keine Leerung/kein Weitertransport mehr statt.
...vor verbindlichen eMails.
Das fehlt mir gerade noch das irgend ein/e Laden/Behörde mir eine eMail schickt und dann tönt "Wir haben es ihnen geschickt, wenn Sie es nicht abrufen, Ihr Problem"
Es ist schon pestig genug das Briefe als zugestellt gelten wenn sie der Postbote mir in den Kasten wirft...
Wenn dann noch eine Kafka-inspirierte Regierung auf die Idee kommt, dergleichen einfach als Standard zu deklarieren, dann haben wir den Salat.
...und ich bin technikaffin...
...vor verbindlichen eMails.
Das fehlt mir gerade noch das irgend ein/e Laden/Behörde mir eine eMail schickt und dann tönt "Wir haben es ihnen geschickt, wenn Sie es nicht abrufen, Ihr Problem"
Es ist schon pestig genug das Briefe als zugestellt gelten wenn sie der Postbote mir in den Kasten wirft...
Wenn dann noch eine Kafka-inspirierte Regierung auf die Idee kommt, dergleichen einfach als Standard zu deklarieren, dann haben wir den Salat.
...und ich bin technikaffin...
nach dem Kommentaren steht fest: funktioniert nicht ...
Wie soll denn der gesicherte, persönliche Empfang gewährleistet werden?
Was, wenn der Spamfilter meines Providers oder meiner lokalen Kiste die Mail frisst? Das wird hier nicht klar und führt doch das ganze Konzept ad absurdum.
schon Methoden. Etwa wenn die email-Zustellung nur einen Link zur eigentlichen Nachricht enthaelt. Dann koennte der Empfaenger z.B., wie bei einem Telegramm, den Empfang verweigern, oder der Download des Links wird als positive Zustellung vermerkt.
schon Methoden. Etwa wenn die email-Zustellung nur einen Link zur eigentlichen Nachricht enthaelt. Dann koennte der Empfaenger z.B., wie bei einem Telegramm, den Empfang verweigern, oder der Download des Links wird als positive Zustellung vermerkt.
Der Angebotene DE Maildienst ist hauptsächlich für die Kommunikation zwischen Unternehmen interssant.
Bisher müssen Rechnungen aus SAP genereier, an den Drucker zugestellt werden. Dort wird gedruckt, gefalzt und kuvertiert. Die Briefe gehen dann, teilweise vorsortiert, an die dt. Post oder Postdienstleister, welche die Rechnungen zustellen.
Empfänger sind meist andere Firmen. Die Rechnungen müssen rechtlich zwingen per Post zugestellt werden - genauso wie Mahnungen usw.
In dem empfangenden Unternehmen werden die Briefe / Rechnungen mitlerweile meist zentral erfasst, per automatischem Brieföffner geöffnet, und dann eingescannt.
Per zentrale Datenverwaltung können verschiedene Bearbeiter auf die Dokumente zugreifen und ihre Vermerke hinterlassen / das Dokument im Work Flow weiterleiten.
Diese rechtlich vorgeschriebene Unternehmenskommunikation per Post könnte, wenn Sie online abgewickelt wird, einige Vorteile aufweisen:
Medienbrüche würden vermieden - die Arbeitsschritte ausdrucken, falzen, kuvertieren, frankiere, transportieren, sortieren, transportieren, zustellen, per automatischem Brieföffner öffnen, Scannen könnten entfallen und zu einem ganz einfachen - EDV System erstellt Rechnung, und schickt es automatisch per DE Mail an eine ander DE Mail Emailadresse - umgewandelt werden.
Für alle beteiligten Firmen ergäben sich daraus Einsparungen im Milliardenbereich - nur nicht für Drucker (Zubehör) Frankier, Kuvertier usw. Dienstleister.
Verehrter Freund.
Das Drucken von Rechnungen ist schon seit vielen, vielen Jahren garnicht mehr noetig. Ich verweise auf Gesetze und Verordnungen, die bereits Anfang der 1990er Jahre in Kraft waren. Seit dieser Zeit finden sich Rechnungsdaten in Lastschriften, Faxen oder Lieferpapieren wieder. Es bedarf lediglich einer einzigen Urkunde, ein sog. Sammelbeleg, der gesetzlich notwendige Daten enthaelt (Datum, Brutto,Netto,Referanz). Dieser Beleg wird jaehrlich erstellt und verschickt.Leasingfirmen oder Versicherungen (z.B.) folgen diesem Verfahren seit sehr langer Zeit. So ist also eine monatliche Rechnung per Mail voellig OK, wenn dann am Jahresende die "Urkunde", der Sammelbeleg vorliegt. Diese "Urkunde" ist der Beleg fuer die Buchhaltung!
Neon, London
Verehrter Freund.
Das Drucken von Rechnungen ist schon seit vielen, vielen Jahren garnicht mehr noetig. Ich verweise auf Gesetze und Verordnungen, die bereits Anfang der 1990er Jahre in Kraft waren. Seit dieser Zeit finden sich Rechnungsdaten in Lastschriften, Faxen oder Lieferpapieren wieder. Es bedarf lediglich einer einzigen Urkunde, ein sog. Sammelbeleg, der gesetzlich notwendige Daten enthaelt (Datum, Brutto,Netto,Referanz). Dieser Beleg wird jaehrlich erstellt und verschickt.Leasingfirmen oder Versicherungen (z.B.) folgen diesem Verfahren seit sehr langer Zeit. So ist also eine monatliche Rechnung per Mail voellig OK, wenn dann am Jahresende die "Urkunde", der Sammelbeleg vorliegt. Diese "Urkunde" ist der Beleg fuer die Buchhaltung!
Neon, London
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