Geodaten Auch Einbrecher informieren sich bei FacebookSeite 2/2

Laut einer Studie der Sicherheitsfirma Sophos veröffentlichen etwa 41 Prozent der Facebook-Mitglieder private Informationen auf Facebook, darunter Geburtsdatum, Arbeitsplatz und Wohnort. Aber auch wenn man selbst gar nicht in die Verlegenheit kommt, seine Urlaubspläne an alle digitalen Wände zu sprühen – Eltern haften auch für ihre Kinder. In Großbritannien warnte die Versicherungsgesellschaft Legal & General daher bereits ihre versicherten Eltern, dass die Gebühren auch dann steigen könnten, wenn nur die Kinder Mitglied bei Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter wären.

"Wir als Versicherungsunternehmen können nur jedem raten, äußerst sorgsam mit seinen persönlichen Daten umzugehen", sagt auch Klopsch von Asstel. "Es ist außerdem zu überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, gegebenenfalls gegen einen geringen Mehrbeitrag einen Versicherungsschutz zu wählen, in dem automatisch grobe Fahrlässigkeit mitversichert ist."

Legal & General hatten in ihrer Studie "Digital Criminal" unter anderem den ehemaligen Einbrecher Michael Fraser von seinen Erfahrungen berichten lassen. Er bestätigte, dass Einbrecher schon heute soziale Netzwerke nutzten, um Ziele ausfindig zu machen und um die Gefahren für sich zu reduzieren. So ließen sich durch eine längere Beobachtung auf Facebook oder Twitter auch Lebensgewohnheiten potenzieller Opfer studieren. Fotos könnten dabei helfen, Sicherheitsmaßnahmen wie Überwachungskameras zu entdecken, die ein Ziel von vornherein weniger attraktiv machen.

Was lernt man daraus? Man sollte keinen Urlaub machen. Oder überall gefakte Überwachungskameras anschrauben. Oder etwas genauer darüber nachdenken, was man auf welchen Kanälen so postet.

 
Leser-Kommentare
  1. Unsere derzeitigen Verhältnisse führen schnurstracks zu mehr Kriminalität. Daß sich die Verbrecher dabei technischer Fortschritte bedienen ist klar. Jeder, der mit seinem Besitz glänzt, wird steigenden Aufwand betreiben müssen, seinen Besitz zu verteidigen. Viel Spaß dabei!

  2. Spricht überaupt nichts gegen. Nur dann sollte es auch anders herum laufen: Eigenheimbesitzer, die ihr Gebäude besser absichern, einen richtigen Zaun setzen, Hunde halten und Co, sollten Rabatt bekommen.

    Wenn schon differenzieren und das Negative bestrafen - dann auch das Positive belohnen. ABer das wird unseren Versicherungsunternehmen ja nicht in den Sinn kommen. Welche Überraschung.

  3. ... Versicherung mogeln sich überall heraus, solange man nicht klagt. "Grobe Fahrlässigkeit" anzunehmen, wenn ich anderen im Internetzeitalter von meiner bevorstehenden Reise erzähle ist schlicht schwachsinnig.

    Am besten der Kommentar von User "Nachtauge12", da geht es hin. Wisst ihr was? In einige New Yorker Stadtteilen haben die Leute Gitter vor dem Fenster und schwere Eisenriegel an den Türen und natürlich: Waffen. Wollt ihr das? Überall 2m hohe Stacheldrahtzäune, Videokameras, Gitter, scharfe Hunde? Vor allem letztere nerven doch jetzt schon genug mit ihrem rumgeschei**e und gebelle.

    Ich bin dafür diese, bis ins Klein-Klein differenzierenden, privaten Gewinnerwirtschaftungsgesellschaften abzuschaffen gegen eine Allround-Versicherung die einige grobe Vorgaben macht und damit fertig. Das bleibt überschaubar, das bleibt bezahlbar, das böte Rechtssicherheit, man hätte insgesamt niedrigere Beiträge (da alle dafür zahlen, Honorare und bürokratischer Overhead wegfiele), die klingelputzenden Versicherungsvertreter würden endlich aussterben und man hätte mehr Zeit für sinnvollere Sachen, als wie Versicherungen zu vergleichen und zu verklagen.

  4. die Überwachungstechnik wird immer besser, Tatsache ist dass die meisten Einbrecher panische Angst vor dem "elektronischen Zeugs" haben.

    Und vielleicht kommen ja mal ein paar Polizisten auf die Idee, im Internet Abwesenheit anzukündigen und dann auf die Einbrecher zu warten. Das Ganze medial gut aufbereitet läßt die Einbruchszahlen schnell wieder sinken...

    Also: keine Panik, auf neue Probleme folgen neue Lösungen.

  5. Nun ist es ja nicht so das das Problem alt wäre das Einbrecher nun mal gerne in Häuser einbrechen deren Besitzer verreist sind. So hat man schon lange dafpr gewant beim Flughafen darauf aufzupassen das niemand sich die Ediketten mit den adressen der koffenanguckt oder gar bei umfragen mitzumachen wo die adresse angegeben werden muss.
    Und was macht der normalbürger wenn er beim Flughafen ein Stück gratis pizza gewinnen kann und nur seine Adresse für werbung hinterlegen muss ? genau gantz offen die adresse aufschreiben so das auch jeder Einbrecher mitlesen kann.

    Die Elektronischen Spielereien sind dann zu Hause ebend auch nicht mehr das wahre einen Störsender der einfach mit der 20-40 fachen Leistung eines Handys alle Frequentzen abdekt zu bauen ist einfache Elektronik und durch die gantzen WLan verbindungen kann so ein sender auch Sicherheitskameras lamlegen. Kameras die ein kabel haben lassen sich dann einfach dadurch überwältigen das man sie ignoriert und die Festplatte mit den gespeicherten datan mitnimmt.

    Und Hunde ? ..... klar wenn jemand Verreist lässt er ja seine Hunde für den Einbrecher gut und sicher bei Verwanten oder im Pflegeheim. Sonst ist ein Hund immer noch kein Ernst zu nehmendes Hinderniss da di meisten eben keine Ausgebildeten Kampfhunde sind die mit den Abehranlagen gegen hunder vertraut sind.

    So wird sich wohl nichts wirklichens mit dem internett ändern nur eine zusätzliche ebene kommt hinzu.

  6. ptivatsphäreeinstellungen: nur Freunde....schon ist das problem gelöst. wer ist denn so dumm, seine statusmeldungen (oder gar adresse und geburtsdatum) für alle zu veröffentlichen?

    • dorena
    • 27.02.2010 um 20:48 Uhr

    war heute mein erstes Gefühl bei der Lektüre diverser Artikel zum Thema Datenschutz im Internet.
    Aber ist es damit nicht genauso wie mit allen anderen Risiken ? Man kann überall verunglücken,zusammenbrechen,angegriffen werden.....und geht
    trotzdem raus und auch dann und wann auf Reisen.
    Genauso verhalte ich mich im Internet: bin so aufmerksam,wie ich es sein kann und freue mich trotzdem,dass es Internet gibt und dass ich auf diesem Wege
    Informationen suchen und bekommen kann oder auch mich
    unkompliziert mit anderen Menschen austauschen kann.
    Was ich nicht mache,ist Fotos hochladen,wo Menschen drauf sind.Man weiss nie,was damit passiert....oder Adressen von Bekannten ohne Nachfrage weiterreichen...... Musik oder
    Infos downloade ich nur dort,wo es ausdrücklich erlaubt ist.Selber gebe ich keine Musik online weiter.
    So hoffe ich,einigermassen auf der sicheren Seite zu sein.
    Ansonsten lasse ich alles sein,was auch nur den Anschein hat,es könnte mir gefährlich werden...

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