Facebook Unser Kollektiv-Geist
Bringt die Vernetzung bald Antworten auf alle Lebensfragen? Facebook-Vizeentwicklungschef Mike Schroepfer spricht im Video-Interview über soziale Netze in der Zukunft.
- Datum 15.02.2010 - 19:27 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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"Geräte, die Informationen direkt ins menschliche Gehirn hineinprojizieren. Durch sofort abrufbare Informationen werden wir uns schneller bewegen können. Beängstigend, jedoch irgendwie schick."
Also ich sehe hier bald einen Aufstand von Verschwörungstheoretikern gegen Facebook.
Ansonsten habe ich keine Ahnung, was dieser Mann vor sich hin "blabbert".
Ob Facebook ein riesiger sozialer Rechner ist, der ganz menschliche Fragestellungen bearbeiten kann, da habe ich meine grossen Zweifel. Es kommt ganz auf die Zahl und die Qualität meiner Kontakte drauf an, ob sie imstande sind, als Kollektiv für mich zu arbeiten.
Zudem kann ein Mensch nicht mehr als 15 echte Freundschaften gleichzeitig handhaben. Von den 15 sind 5 bei Facebook, von den 5 wüsste einer ein Restaurant für mich, ist aber leider mit seinem Leben beschäftigt und loggt sich auch sonst nur 1x die Woche bei Facebook ein.
Ach, stimmt, wenn er bloss so ein 3g Gehirnimplantat hätte. Jetzt weiss ich wovon Mr. Schroepfer redet.
Technik wurde immer und wird immer für sowas benutzt werden und während ich ausgerechnet Facebook nur für ein weiteres Kind halte, das von der selbst ausgelösten Revolution früher oder später gefressen wird, sind ein paar dieser konfusen Ideen gar nicht verkehrt.
Wir sind werkzeugmachende Affen und wir sind von unseren Werkzeugen zutiefst geprägt, mehr inzwischen als von unseren Körpern. Sowas wird kommen, wenn wir uns nicht vorher in die Steinzeit zurück bomben. Für mich besteht kein Zweifel daran, was ich vorziehe. Wie sich das im Einzelnen ausgestalten läßt, muß man halt sehen, wenn es soweit ist.
"Wie sich das im Einzelnen ausgestalten läßt, muß man halt sehen, wenn es soweit ist."
Genau das ist die Art von Denken, die schlimmste und noch schlimmere Katastrophen für alles, was der Mensch, vielleicht in seiner Naivität, verteidigen will: Selbstbestimmung, Privatsphäre, Demokratie, Menschenwürde und so weiter und so fort...
Wie wär's mir "sehen, wie sich das im Einzelnen ausgestalten läßt", bevor es so weit ist? Die mittlerweile schon kalkulierte Unkalkulierbarkeit ist das, was mir am meisten Sorgen macht... man lässt ja auch kein unbekanntes Virus unter dem Brandenburger Tor los, prüft an den Passanten, ob es tödlich und durch die Luft übertragbar ist, und schaut dann, wie man damit umgeht...
"Wie sich das im Einzelnen ausgestalten läßt, muß man halt sehen, wenn es soweit ist."
Genau das ist die Art von Denken, die schlimmste und noch schlimmere Katastrophen für alles, was der Mensch, vielleicht in seiner Naivität, verteidigen will: Selbstbestimmung, Privatsphäre, Demokratie, Menschenwürde und so weiter und so fort...
Wie wär's mir "sehen, wie sich das im Einzelnen ausgestalten läßt", bevor es so weit ist? Die mittlerweile schon kalkulierte Unkalkulierbarkeit ist das, was mir am meisten Sorgen macht... man lässt ja auch kein unbekanntes Virus unter dem Brandenburger Tor los, prüft an den Passanten, ob es tödlich und durch die Luft übertragbar ist, und schaut dann, wie man damit umgeht...
... kann man nur als Mythos bezeichnen. Mit den aktuellen geistigen Kapazitäten werden wir ein solches Ideal nie erreichen - da helfen auch keine technischen Hilfsmittel. Telepathie wäre der Schlüssel, doch die geistige Entwicklung bis zu diesem Stadium hin halte ich aktuell für nicht machbar. So lange leben viele von der Intelligenz weniger. ;-)
Schroepfer ist nicht "Vizeentwicklungschef", sondern "Vice President of Engineering". "Vice President" übersetzt man eher mit "Vorstand für...". Schroepfer ist also Entwicklungsvorstand auch auch Entwicklungschef, aber kein Vize.
"Wie sich das im Einzelnen ausgestalten läßt, muß man halt sehen, wenn es soweit ist."
Genau das ist die Art von Denken, die schlimmste und noch schlimmere Katastrophen für alles, was der Mensch, vielleicht in seiner Naivität, verteidigen will: Selbstbestimmung, Privatsphäre, Demokratie, Menschenwürde und so weiter und so fort...
Wie wär's mir "sehen, wie sich das im Einzelnen ausgestalten läßt", bevor es so weit ist? Die mittlerweile schon kalkulierte Unkalkulierbarkeit ist das, was mir am meisten Sorgen macht... man lässt ja auch kein unbekanntes Virus unter dem Brandenburger Tor los, prüft an den Passanten, ob es tödlich und durch die Luft übertragbar ist, und schaut dann, wie man damit umgeht...
Wenn Sie wissen, wie man von vornherein wissen kann, was so etwas bewirkt und wie man das offensichtliche Interesse der Menschen für sowas blockieren kann, ohne die Welt in eine straffe Diktatur zu verwandeln, lassen Sie es mich wissen...
Im Grunde bewegen wir uns doch schon lange weit außerhalb unserer Grenzen. Schon seit der Entwicklung von Sprache, Werkzeugen, Schrift, Landwirtschaft und letztlich der industriellen Revolution wissen wir nicht, wo es hingeht und konnten es auch niemals wissen. Natürlich ist das ein einziges, weltweites Experiment mit offenem Ausgang.
Digitale Vernetzung ist nur ein weiterer Schritt darin. Natürlich ist es gut, kritisch und vorsichtig zu sein, aber sowas ganz zu lassen oder es gar zu verhindern, nur weil es eventuell auch schädliche oder gefährliche Auswirkungen haben könnte, funktioniert einfach nicht.
Wenn Sie wissen, wie man von vornherein wissen kann, was so etwas bewirkt und wie man das offensichtliche Interesse der Menschen für sowas blockieren kann, ohne die Welt in eine straffe Diktatur zu verwandeln, lassen Sie es mich wissen...
Im Grunde bewegen wir uns doch schon lange weit außerhalb unserer Grenzen. Schon seit der Entwicklung von Sprache, Werkzeugen, Schrift, Landwirtschaft und letztlich der industriellen Revolution wissen wir nicht, wo es hingeht und konnten es auch niemals wissen. Natürlich ist das ein einziges, weltweites Experiment mit offenem Ausgang.
Digitale Vernetzung ist nur ein weiterer Schritt darin. Natürlich ist es gut, kritisch und vorsichtig zu sein, aber sowas ganz zu lassen oder es gar zu verhindern, nur weil es eventuell auch schädliche oder gefährliche Auswirkungen haben könnte, funktioniert einfach nicht.
nach "verteidigen will" gehört noch ein ",in sich birgt"
Wenn Sie wissen, wie man von vornherein wissen kann, was so etwas bewirkt und wie man das offensichtliche Interesse der Menschen für sowas blockieren kann, ohne die Welt in eine straffe Diktatur zu verwandeln, lassen Sie es mich wissen...
Im Grunde bewegen wir uns doch schon lange weit außerhalb unserer Grenzen. Schon seit der Entwicklung von Sprache, Werkzeugen, Schrift, Landwirtschaft und letztlich der industriellen Revolution wissen wir nicht, wo es hingeht und konnten es auch niemals wissen. Natürlich ist das ein einziges, weltweites Experiment mit offenem Ausgang.
Digitale Vernetzung ist nur ein weiterer Schritt darin. Natürlich ist es gut, kritisch und vorsichtig zu sein, aber sowas ganz zu lassen oder es gar zu verhindern, nur weil es eventuell auch schädliche oder gefährliche Auswirkungen haben könnte, funktioniert einfach nicht.
Ich gebe Ihnen Recht damit, dass 1. Einige Auswirkungen unter keinen Umständen erahnt werden können und 2. Einige Auswirkungen nur erahnt werden können, wenn man unter Verlust der Werte, die man eigentlich verteidigen will, in das Geschehen eingreift. Punkt 1. ist indiskutabel, Punkt 2. muss meiner Ansicht nach, je nach Schwere der möglichen Auswirkungen erwogen werden.
Zwischenbemerkung: Wenn man nahezu unendlich viel Geld in die Entwicklung verschiedenster Technologien stecken kann, dann sollte man auch was dafür übrig haben, die möglichen Auswirkungen dieser Entwicklungen im Vorhinein zu erforschen. Gewissheit lässt sich da, wie nirgendwo, nicht schaffen, aber eine nur ungefähre Sicherheit ist immer noch besser als gar keine; das führt mich zu
3. Vieles kann auch ohne allzu heftiges Eingreifen in Bürger- und Menschenrechte bewerkstelligt werden; ja, es ist sogar gut möglich, dass solche Forschungen erst die Wahrung dieser Rechte bewerkstelligen können.
Ich bin kein vehementer Verteidiger des status quo, der alle Entwicklung ablehnt, das wäre eine unmögliche Position, sofern man nicht gleich den ganzen Laden in die Luft jagen will, aber: Man kann verantwortungsvoll und verantwortungslos mit der Technik umgehen. Und eine Haltung nach der Art: "Wenn's so weit ist, kann man immer noch schauen" bzw. "Erstmal machen, dann denken", ist definitiv verantwortungslos.
Ich gebe Ihnen Recht damit, dass 1. Einige Auswirkungen unter keinen Umständen erahnt werden können und 2. Einige Auswirkungen nur erahnt werden können, wenn man unter Verlust der Werte, die man eigentlich verteidigen will, in das Geschehen eingreift. Punkt 1. ist indiskutabel, Punkt 2. muss meiner Ansicht nach, je nach Schwere der möglichen Auswirkungen erwogen werden.
Zwischenbemerkung: Wenn man nahezu unendlich viel Geld in die Entwicklung verschiedenster Technologien stecken kann, dann sollte man auch was dafür übrig haben, die möglichen Auswirkungen dieser Entwicklungen im Vorhinein zu erforschen. Gewissheit lässt sich da, wie nirgendwo, nicht schaffen, aber eine nur ungefähre Sicherheit ist immer noch besser als gar keine; das führt mich zu
3. Vieles kann auch ohne allzu heftiges Eingreifen in Bürger- und Menschenrechte bewerkstelligt werden; ja, es ist sogar gut möglich, dass solche Forschungen erst die Wahrung dieser Rechte bewerkstelligen können.
Ich bin kein vehementer Verteidiger des status quo, der alle Entwicklung ablehnt, das wäre eine unmögliche Position, sofern man nicht gleich den ganzen Laden in die Luft jagen will, aber: Man kann verantwortungsvoll und verantwortungslos mit der Technik umgehen. Und eine Haltung nach der Art: "Wenn's so weit ist, kann man immer noch schauen" bzw. "Erstmal machen, dann denken", ist definitiv verantwortungslos.
Ich gebe Ihnen Recht damit, dass 1. Einige Auswirkungen unter keinen Umständen erahnt werden können und 2. Einige Auswirkungen nur erahnt werden können, wenn man unter Verlust der Werte, die man eigentlich verteidigen will, in das Geschehen eingreift. Punkt 1. ist indiskutabel, Punkt 2. muss meiner Ansicht nach, je nach Schwere der möglichen Auswirkungen erwogen werden.
Zwischenbemerkung: Wenn man nahezu unendlich viel Geld in die Entwicklung verschiedenster Technologien stecken kann, dann sollte man auch was dafür übrig haben, die möglichen Auswirkungen dieser Entwicklungen im Vorhinein zu erforschen. Gewissheit lässt sich da, wie nirgendwo, nicht schaffen, aber eine nur ungefähre Sicherheit ist immer noch besser als gar keine; das führt mich zu
3. Vieles kann auch ohne allzu heftiges Eingreifen in Bürger- und Menschenrechte bewerkstelligt werden; ja, es ist sogar gut möglich, dass solche Forschungen erst die Wahrung dieser Rechte bewerkstelligen können.
Ich bin kein vehementer Verteidiger des status quo, der alle Entwicklung ablehnt, das wäre eine unmögliche Position, sofern man nicht gleich den ganzen Laden in die Luft jagen will, aber: Man kann verantwortungsvoll und verantwortungslos mit der Technik umgehen. Und eine Haltung nach der Art: "Wenn's so weit ist, kann man immer noch schauen" bzw. "Erstmal machen, dann denken", ist definitiv verantwortungslos.
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