Sicherheit bei Facebook Die vier OpfertypenSeite 2/2

3. Sorglosigkeit

Opfer Nummer drei ist einfach nur gedankenlos und kümmert sich nicht ausreichend um seine Privatsphäre. Gerade nach den Änderungen im Dezember haben viele Facebooker es versäumt, ihre Sicherheitseinstellungen neu zu justieren (nur ein Drittel hat das getan). Wer es versäumte, ist jetzt auch über Suchmaschinen mit Kontakten, Lieblingsseiten und Lieblingsorten auffindbar.

Soweit die Hintergründe der Angriffe auf Google in China bekannt sind, haben auch dort die Angreifer einige Angestellte gezielt herausgepickt und geschaut, mit wem sie auf Facebook befreundet waren. Dann verschafften sie sich Zugang zu den Konten dieser Freunde und verschickten von da aus Links, die mit ihren Spionage-Programmen verseucht waren. In dem Glauben, einem Link von einem Freund vertrauen zu können, infizierten sich so die eigentlichen Zielpersonen.

4. Indiskretion

Opfer Nummer vier macht es den Angreifern einfach, weil es zu viele Informationen über sich preisgibt. Man kann sich auch auf Facebook auf das Nötigste beschränken, man kann LinkedIn benutzen, um berufliche Informationen über sich ins Netz zu stellen – aber es zwingt einen niemand, auch die Adresse und Telefonnummern mit anzugeben. Das macht es Kriminellen im Zweifel leicht, die komplette Identität zu übernehmen, um Straftaten unter einem anderen Namen zu begehen. Auch Verbindungen zu Arbeitgebern oder anderen Mitgliedschaften sollte man übrigens lieber für sich behalten. Denn dadurch steigt nur das Risiko, dass einen jemand als Brücke für einen gezielten Angriff ausnutzen will, etwa, weil man einen Zugang zu einem Unternehmensnetzwerk oder einer Universität bietet.

Wer Mitglied bei Xing ist und überprüfen möchte, ob seine Informationen für Außenstehende leicht einzusehen sind, kann das dank eines Experiments der Wiener Universität auf folgender Webseite leicht selbst tun. Wer wissen will, was Facebook über ihn ausspuckt, muss nur seinen Namen bei Google eintippen und prüfen, was die Suchmaschine an Facebook-Informationen so findet.

 
Leser-Kommentare
  1. (viereggtext) Akzeptiert man eine Verbindung, gibt man seine Daten preis. Das liegt an der Konstruktion. Man könnte auch nur freigegebene Daten und die Pinnwand freigeben, den Rest aber nicht. MySpace ist da konsequenter.
    Bei xing dagegen schon wieder mehr Angaben...

  2. ... dann senkt die Dateninflation den Wert der Daten. Ob "Freddi Staur" wohl lauter echte Freunde hatte, oder befanden sich noch andere "Freddi's" darunter, die selbst beim sammeln sind? Wer einmal einen Artikel über sich in der zeitung gelesen hat, oder zugeschaut hat wie eine Sendung im Fernsehen zusammengestellt wird, verliert das Vertrauen in die Daten die Menschen über sich ins Web stellen.
    "Maria Müller" bleibt unbekannt, weil Sie so häufig vorkommt. Wenn Sie ganz vorsicht sein wollen, dann geben Sie Ihrem Kind einfach einen Namen der sehr gängig ist.
    Wählen Sie einen Namen der einen Umlaut oder ein "ß" hat. Ich verspreche Ihnen, jedes vierte Postpaket das Sie bekommen hat eine andere Anschrift, und im Ausland gibts an den Grenzen öfters ein Durcheinander.
    Geben Sie sich alle 5 Jahre einen neuen Namen, damit streiken die meisten Programme, und sollten Sie über 100 Jahre alt werden, dann haben Sie gewonnen. Sie bekommen dann Kinderspielzeug angeboten und wenn Sie Pech haben werden Sie bald eingeschult. Dann gibt es aber auch nur noch sehr wenige Klassenkameraden die Ihre Daten im Internet ergoogeln.

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    Danke für das köstliche Posting ...

    Danke für das köstliche Posting ...

  3. Danke für das köstliche Posting ...

  4. Redaktion

    Liebe Leser,

    Ihre Unterstellung ist nicht ganz fair.

    Über die Sicherheitslücken bei Studi- und Schüler-VZ haben wir an passenderer Stelle sogar ziemlich ausführlich berichtet, siehe hier:

    http://www.zeit.de/digita...

    http://www.zeit.de/digita...

    http://www.zeit.de/digita...

    Und Studi-VZ kommt in der hier zitierten Studie auch gar nicht vor.

    Viele Grüße!

    TK

    Antwort auf "Objektiv?"
  5. also so ganz kennt der Autor sich mit den Facebookeinstellungen wohl er nicht aus. Man kann nämlich sehr wohl einzeln einstellen, wer was weiß/sieht. Freund ist auch bei Facebook differentierter.
    Diese billige Internetdatenangstmache geht echt auf die Nerven.
    Der "Tester" hätte sich nur mal seine neuen Freunde genauer anschauen müssen und ihm wäre aufgefallen, dass diese ihm verschiedenen viele daten anzeigen!
    Dazu gibt es zwar wenig echte Studien, aber ein Blick in Googlescholar hätte diese Annahme schon als nichtig gezeigt...
    Um Qualität brauch man wohl nimmer bitten!

    • dorena
    • 26.02.2010 um 12:51 Uhr

    Ich weiss es schon länger,dass man mit der Preisgabe per-
    sönlicher Daten so sparsam sein muss wie nur irgend möglich.
    vor allem mit der Online-Adresse und meiner Wohnadresse bin ich sparsam.Aber da ich mir bewusst bin,dass ich es am anderen ende mit realen Personen zu tun habe,erzähle ich manchmal schon von Hobbys und meiner Schwerhörigkeit.
    Aber mehr nicht......so bleibt es auch.Ich werde weiterhin wachsam sein und vor allem keine Fotos zur Schau stellen,wo Personen drauf sind.Landschaftsbilder sind okay.

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