Zensur Google zensiert Google.cn nicht mehr
Der Internetkonzern will sich Anfang April vom chinesischen Markt zurückziehen, sagt China. Und er hat aufgehört, seine Suchseite dort zu zensieren, sagt er selbst.
© STR/AFP/Getty Images

Die US-Suchmaschine Google wird sich nun doch vom chinesischen Markt zurückziehen
Der Internetkonzern Google hat nach eigenen Angaben aufgehört, die Ergebnisse auf den Seiten Google Search, Google News, und Google Images bei google.cn nach chinesischen Wünschen zu zensieren. Wie es im firmeneigenen Blog hieß, werden Anfragen aus China ab sofort auf einen Server weitergeleitet, der in Hongkog steht. Die gesamte Seite google.cn sei nun umgeleitet auf google.com.hk, schrieb David Drummond, der für Recht und für die Beziehungen zu Regierungen zuständige Manager.
Mit diesem Schritt sind in China die gleichen Suchergebnisse zu finden wie im Rest der Welt, was einen Affront gegenüber der dortigen Regierung darstellt. Die chinesischen Behörden verlangen, dass aus ihrer Sicht politisch heikle Suchergebnisse – zum Beispiel zu Tibet oder zur blutigen Niederschlagung der Studentenproteste am Platz des Himmlischen Friedens – herausgefiltert werden. Google hat sich dem mehrere Jahre lang gebeugt. Seit den Hacks seiner Dienste aber droht der Konzern mit Rückzug und verlangt eine Aufhebung der Zensurforderung.
Man ist sich jedoch offensichtlich der Sinnlosigkeit der Forderung bewusst, heißt es in dem Blogtext doch, die chinesische Regierung sei während der vergangenen Verhandlungen "glasklar gewesen, dass die Selbstzensur eine nicht verhandelbare Bedingung" darstelle. Man hoffe trotzdem, dass die nun getroffene Entscheidung akzeptiert werde. "Aber wir sind uns voll bewusst, dass der Zugang zu unseren Diensten jederzeit blockiert werden kann." Man wolle nun beobachten, was weiter geschehe. Damit dies auch andere tun können, hat Google hier eine Seite eingerichtet, auf der zu sehen ist, welche Google-Dienste in China erreichbar sind.
Doch gibt man sich bei Google keinen Illusionen über die Konsequenzen hin. Immerhin ließen chinesische Medien verlauten, dass Google sich aus China zurückziehen werde. Das Unternehmen werde seine Drohung Anfang April wahr machen, berichtete die Zeitung China Business News unter Berufung auf einen Mitarbeiter einer chinesischen Werbeagentur, die mit Google zusammenarbeitet. Ein namentlich nicht genannter Google-Mitarbeiter sagte der Zeitung, das Unternehmen könnte bereits am kommenden Montag Details bekannt geben.
Eine Unternehmenssprecherin von Google in China wollte den Zeitungsbericht nicht kommentieren. Es gebe derzeit keinen neuen Stand, sagte sie.
China hat Google mit ernsten Konsequenzen gedroht, sollte die Firma seine chinesische Suchmaschine abstellen. Die Tageszeitung China Daily warf Google vor, den Streit mit der chinesischen Regierung zu politisieren, indem als Grund für den Rückzug Einschränkungen bei der Berichterstattung über Menschenrechte genannt würden.
Google habe vier Jahre lang die Regeln eingehalten, schrieb China Daily. Jetzt glaube das Unternehmen, "mit den Vereinigten Staaten im Rücken und unter dem Vorwand der Internetfreiheit" die chinesische Regierung dazu zwingen zu können, alle geltenden Beschränkungen für seine Suchmaschine aufzuheben.
"Je mehr Google die Angelegenheit politisiert, desto weniger Spielraum gibt es für Verhandlungen", hieß es. Unklar ist, ob Google überhaupt Gespräche mit der Regierung in Peking führt. Die chinesische Seite hat das bisher bestritten.
- Datum 23.03.2010 - 01:04 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Google zieht sich aus china.Warum.Weil google marktanteil in china sehr klein ist.es geht nicht um internetfreiheit oder menschenrechte.Google konnte in china sein Marktanteil nicht ausbauen.14 % das ist witz im vergleich zu den rest der welt.in Deutschland 93 %.Es wäre zeit sich aus Iran und Saudiarabien usw auch zurückzuziehen.Aber das machen die bestimmt nicht.weil goole in diesen Ländern den Markt beherscht.heuchlerisch.
Es ist besser, aus falschen Gründen das Richtige zu tun, als das Falsche zu tun.
auch wenn Sie sich hier als "Sprecher der chinesischen Regierung" hervortuen wollen: lassen Sie es bleiben. Es wird nichts bringen. Auch die chinesische Regierung wird einsehen müssen, dass letztendlich der Wunsch der Freiheit stärker ist, als alle Restriktionen.
Ich weiß nicht, ob ich die aktuellsten gefunden habe, aber auf alle Fälle sind die von Jiyan angegeben von 2008. Bei Betrachtung aktuellerer Zahlen kann man den Marktanteil nicht mehr als Rückzugsargument in den Raum werfen und Google dadurch als Heuchler zu diskreditieren.
Der Marktanteil für China beträgt 2009 z.B. ca. 27% dieses Jahr soll es um die 20% sein. In Deutschland hat G. in diesem Jahr ca. 91-92%. Wenn man jetzt noch eine weltweite Betrachtung aufstellt, so waren die Anteile Japan und Russland ähnlich gering - Südkorea ist sogar Rekordhalter mit nur 1%!!! (Stand 2009) Im Gegensatz zu China sind Japan und Russland aber wesentlich weniger Stark besiedelt. Wenn man jetzt noch die Zahl der gesamten Internetzugänge in die Betrachtung einschließt, dann ganz Asien (über 3Mrd. Menschen) über 700 Mio. Personen am Netz (ca. 20% Sättigung). Im Verhältnis zur Einwohnerzahl von China könnte man hier von einem guten Drittel ausgehen, Tendenz steigend. Europa hat dagegen "nur" ca. 400 Mio. Personen online und das bei ca. 52% Sättigung. (Die Angaben sind natürlich nur als grober Richtwert zu Gebrauchen)
In Anbetracht dieser Werte wäre die Schlussfolgerung, Google verließe China wegen der geringen Anteile eher relativ zu betrachten, denn der chinesische Markt wächst und hat allein mehr (theoretisch) Potential als ganz Europa.
Die genannten Hackerangriffe von Regierungsseite sollten wohl als Ursache nicht unterschätzt werden. -> http://www.netzpolitik.or...
Es ist besser, aus falschen Gründen das Richtige zu tun, als das Falsche zu tun.
auch wenn Sie sich hier als "Sprecher der chinesischen Regierung" hervortuen wollen: lassen Sie es bleiben. Es wird nichts bringen. Auch die chinesische Regierung wird einsehen müssen, dass letztendlich der Wunsch der Freiheit stärker ist, als alle Restriktionen.
Ich weiß nicht, ob ich die aktuellsten gefunden habe, aber auf alle Fälle sind die von Jiyan angegeben von 2008. Bei Betrachtung aktuellerer Zahlen kann man den Marktanteil nicht mehr als Rückzugsargument in den Raum werfen und Google dadurch als Heuchler zu diskreditieren.
Der Marktanteil für China beträgt 2009 z.B. ca. 27% dieses Jahr soll es um die 20% sein. In Deutschland hat G. in diesem Jahr ca. 91-92%. Wenn man jetzt noch eine weltweite Betrachtung aufstellt, so waren die Anteile Japan und Russland ähnlich gering - Südkorea ist sogar Rekordhalter mit nur 1%!!! (Stand 2009) Im Gegensatz zu China sind Japan und Russland aber wesentlich weniger Stark besiedelt. Wenn man jetzt noch die Zahl der gesamten Internetzugänge in die Betrachtung einschließt, dann ganz Asien (über 3Mrd. Menschen) über 700 Mio. Personen am Netz (ca. 20% Sättigung). Im Verhältnis zur Einwohnerzahl von China könnte man hier von einem guten Drittel ausgehen, Tendenz steigend. Europa hat dagegen "nur" ca. 400 Mio. Personen online und das bei ca. 52% Sättigung. (Die Angaben sind natürlich nur als grober Richtwert zu Gebrauchen)
In Anbetracht dieser Werte wäre die Schlussfolgerung, Google verließe China wegen der geringen Anteile eher relativ zu betrachten, denn der chinesische Markt wächst und hat allein mehr (theoretisch) Potential als ganz Europa.
Die genannten Hackerangriffe von Regierungsseite sollten wohl als Ursache nicht unterschätzt werden. -> http://www.netzpolitik.or...
Wie sicher Ist sich Google, daß die Chinesen dank chinesischer Mitarbeiter bei Google nicht bereits im Besitz des gesamten Codes und aller wichtigen Prozesse von Google sind, um in kurzer Zeit eiun Chinoogle auf den chinesischen Markt zu bringen?
Dazu paßt, daß wir letzte Woche mit ungläubigem Staunen und Entsetzen zur Kenntnis nehmen mußten, daß Deutschland immer noch keine gesetzliche Möglichkeit hat, die Übergabe des Netzbetriebes eines deutschen Netzbetreibers (O2) an eine chinesische Firma (Huawei) zu verhindern, obwohl alle Sicherheitsbehörden ihre Alarmglocken sturmgeläutet haben.
Es wäre endlich an der Zeit den Chinesen hier effektiv und nachhaltig den Hahn abzudrehen.
Die Argumentation, wir wären als exportorientiertes Land auf den chinesischen Markt angewiesen ist angesichts des Handelsbilanzdefizits aller westlichen Staaten mit China purer Blödsinn. China ist dramatisch dringender auf uns angewiesen, als wir auf China. Wenn wir die Schranken dicht machen oder das nur glaubhaft androhen, geht China ganz schnell in die Knie oder implodiert.
stirbt damit nicht ein bißchen wahrheit?
zum ersten beitrag:
selbst wenn google in china nur 14 % marktanteil hat:
14 % entsprechen 182 mio Chinesen... sind mehr als in deutschland oder ? warum fragt man hier überhaupt nach einer moral ? eine zensurinstitution auf der welt weniger ist für mich eine höchsterfreuliche nachricht. selbst wenn google nur eigene interessen vertritt ist das in diesem moment kaum verwerflich oder ? wer bei einem konzern wie google eine hochmoralische entscheidung erwartet heuchelt sich im übrigen selbst etwas vor.
Es ist besser, aus falschen Gründen das Richtige zu tun, als das Falsche zu tun.
also der kenntnisstand mancher zeitleser ist ja wirklich atemberaubend, so rechnet uns alex087 vor, dass bezüglich der internetnutzung 14% marktanteil in china 182 millionen user bedeutet. omg...ich glaub knappe 30% der chinesen haben zugang zum internet.
und das ist ja auch sehr schön, dass er google als zensurinstitution ansieht, als ob die meinungsfreiheit, ganz zu schweigen von der politischen kultur in china deren entscheidung wäre.
die marketingabteilung von google hat sich gegen den chinesischen markt entschieden um im westen als verfechter der demokratie und pressefreiheit dazustehen. heuchlerisch trifft es meiner meinung nach sehr gut!
auch wenn Sie sich hier als "Sprecher der chinesischen Regierung" hervortuen wollen: lassen Sie es bleiben. Es wird nichts bringen. Auch die chinesische Regierung wird einsehen müssen, dass letztendlich der Wunsch der Freiheit stärker ist, als alle Restriktionen.
klingt für mich ein wenig nach schmollen.
Vielleicht gibt China google ja ab und kooperiert mit google.hk zusammen?
Vielleicht läuft da auch was foul und wir wissen den wahren grund nicht?!
Man gibt doch nicht einfach so etwas ab, da muss es doch einen Haken geben.
Nicht umsonst sagt man in Deutschland, dass man codes nur noch im ausland generieren lassen will, weil sie so schoen billig sind. Vllt lassen sich solche menschen auch einfach nur ausbeuten, weil sie denken, dass sie viel einnehmen, jeder uebers ohr gehauen werden.
Cica
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