Filesharing Das Internet vergibt andere OscarsSeite 2/2

Und Seiten wie Hulu würden von dem Mehr an Inhalt und Vielfalt ebenfalls profitieren, glaubt Kevin Carr. Hulu hat monatlich eine Million Zuschauer und finanziert sich aus Werbeerlösen. Für die Nutzer ist der Zugriff ist kostenlos, die Filmemacher werden an den Umsätzen beteiligt.

Hulu kann in Europa allerdings nur anschauen, wer mithilfe eines Proxy-Servers verschleiert, hier zu wohnen. Angekündigt ist eine Version für Europa zwar schon länger, allerdings leidet wohl auch dieser Dienst unter dem Einbruch der Werbeanzeigen, die Betreiber denken schon länger über Bezahl-Modelle nach. Gesichert ist das Geschäftsmodell für unabhängiges Filmemachen also noch lange nicht. Aber immerhin: Auch YouTube plant eine Rubrik namens "Filmmakers Wanted", das Videos von Nachwuchstalenten versammeln soll. Diese können dann selbst bestimmen, wie viel ein Zuschauer für ihren Film bezahlen soll.

Einen noch etwas anderen Weg gehen Projekte www.wreckamovie.com des Finnen Samuli Torsonnen, der Ideenfindung und Produzentensuche gleich ans Netzkollektiv übergeben will. Sein Selfmade-Film Star Wreck war beim Publikum so beliebt, dass er heute als einer der erfolgreichsten finnischen Filme gilt. Mehr oder weniger professionelle Crowdsourcing-Projekte finden sich auch in Deutschland. Derzeit bastelt etwa das KEIN NICHTS-Filmkollektiv am zweiten Kapitel ihres Drehbuchs.

Der Unterhaltungsbranche kann das alles nicht gefallen. In Großbritannien wird daher bereits an einem strengeren Urheberrechtsschutz gearbeitet, der für Portale wie YouTube viel Ärger bedeuten könnte: Die Politik strickt derzeit an einer derart strikten Gesetzesnovelle, dass Seiten, die eine "substanzielle" Anzahl von Copyright-verletzendem Material beheimaten, mit starken Restriktionen oder gar mit Einstellung rechnen müssen.

 
Leser-Kommentare
    • quabbo
    • 08.03.2010 um 15:33 Uhr

    ...aber ich finde, der vergleich mit district 9 und avatar ist nicht gut, da erstens ein film nicht durch die anzahl der zuschauer bewertet wird und zweitens das spektakel von avatar in 3d eben viele ins kino bewegt hat, worraus sich schließen lässt, dass ihn weniger menschen im internet anschauen.

    • dapeda
    • 08.03.2010 um 16:20 Uhr

    war nicht gänzlich unbekannt.
    Immerhin hatte sie in der Kultserie "Buffy the Vampire Slayer" über mehrere Staffeln eine Hauptrolle.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    In der Tat potraitierte Amber Benson sogar eine der Haupt-Kultfiguren der Serie "Buffy" und ist dementsprechend für Serienfans nicht nur keine Unbekannte, sondern eine Name der groß genug ist eine Serie an den Zuschauer zu bringen.

    Mag aber sein dass sie dem Autor nix sagt und er den zugehörigen Wikipedia-Eintrag nicht genau gelesen hat :-)

    In der Tat potraitierte Amber Benson sogar eine der Haupt-Kultfiguren der Serie "Buffy" und ist dementsprechend für Serienfans nicht nur keine Unbekannte, sondern eine Name der groß genug ist eine Serie an den Zuschauer zu bringen.

    Mag aber sein dass sie dem Autor nix sagt und er den zugehörigen Wikipedia-Eintrag nicht genau gelesen hat :-)

  1. District 9 war toll! Ein sehr schoener Film, voller Anspielungen und Metaphern.

    Avatar war platt (nicht was das visuelle angeht) und Schrott, sehenswert einfach nur wegen der Effekte. Hatte definitv keinen Oscar verdient (insofern der Oscar irgendwas ueber die Qualitaet eines Films aussagt, wohl eher ueber den finanziellen Erfolg).

  2. der Film erscheint ja erst am 31.12. auf dvd, das heißt es gibt bis jetzt nur verwackelte Kinomitschnitte, bei solchn Aussagen sollte man vorsichtig sein. Außerdem würde ich den Oscargewinner "The Hurt Locker" auch schon fast als Indi Film bezeichnen, bei dem Budget. Ansonsten interessanter Artikel.

  3. In der Tat potraitierte Amber Benson sogar eine der Haupt-Kultfiguren der Serie "Buffy" und ist dementsprechend für Serienfans nicht nur keine Unbekannte, sondern eine Name der groß genug ist eine Serie an den Zuschauer zu bringen.

    Mag aber sein dass sie dem Autor nix sagt und er den zugehörigen Wikipedia-Eintrag nicht genau gelesen hat :-)

    Antwort auf "Amber Benson"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service