Sun vs. Apple Wie Apple und Microsoft einst Sun drohtenSeite 2/2

"Microsoft ist kein Fremder, wenn es darum geht, erfolgreiche Produkte zu imitieren und dann seine Vertriebsmacht zu nutzen, um jede wettbewerbliche Bedrohung zu eliminieren – von Tablet-Computern bis hin zu Suchmaschinen, ihre Inspiration ist oft offensichtlich", schreibt Schwartz. So habe bei der Entwicklung von .Net offensichtlich Suns Java Pate gestanden und genau das habe er auch in dem Gespräch mit Gates und Ballmer erwidert und gefragt, ob Microsoft plane, für jede Kopie von Windows Lizenzgebühren an Sun zu zahlen.

Gates habe erklärt, im Softwaregeschäft gehe es darum, variable Umsatzquellen zu erschließen, um die Fixkosten der Entwicklung zu bezahlen, weshalb entsprechende Lizenzzahlungen nicht in ihr Modell passten. "Anders gesagt, es war ein kurzes Treffen", so Schwartz.

Apples Klage gegen HTC und damit indirekt auch gegen Google hält Schwartz für einen Fehler. Solches Vorgehen sorge nur für mehr Interesse an den Produkten des Beklagten. Das gelte auch für die Klage von Nokia gegen Apple, die den Absatz von Apples iPhone nicht verringert, sondern eher beschleunigt habe. Er sei gespannt, wer als Erster gegen Apples iPad wegen Rechteverletzungen klage und verweist dabei auf den Tablet-Pionier Go, womit als Kläger AT&T infrage komme.

Der Text ist erschienen bei golem.de.
 

 
Leser-Kommentare
    • Klaue
    • 10.03.2010 um 18:38 Uhr

    Ich weiß schon warum ich Linux benutze.

    Diese Zankerei, und vor allem die Gedanken die dahinter stehen, habe ich sowas von satt.

    • pfuetz
    • 10.03.2010 um 19:35 Uhr

    Bloß, weil eine Software unter der GPL vertrieben wird, heißt das noch lange nicht, daß während der Entwicklung der Software nicht von anderen gnadenlos abgekupfert wurde. Linux ist ja sogar angetreten, um Lizenzen und Patente zu umgehen, und daher im Prinzip angreifbar, mit den genau gleichen Argumenten, die Jonathan da aufführt.

    Und wer glaubt, daß freie Software immer frei, oder per se besser als kommerzielle sei, sollte nochmals in Ruhe nachdenken...

    Also: Ich würde da nicht so sehr auf sicher gehen, was Linux betrifft. Eine "Indemnification", also eine 100% Sicherheit der Fremd-IP-Freiheit hat wohl bisher noch keiner für Linux abgegeben.

    Ich will nun nicht OpenSolaris über den grünen Klee loben, aber genau das bekomme ich nämlich da!

  1. ACTA wird für all diese Fälle bestimmt auch noch interessant werden.

    Was ist Innovation, was ist Patent würdig? Dies sind spannende Fragen. Es ist auch mal interessant ein Patent in seine Ursprungspatente zu zerlegen. Das Internet macht dies ja recht einfach möglich.

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