Suchmaschinen Ausgerechnet Wolfram Alpha

Mathematik ist der Motor der computerisierten Wissensgesellschaft, sagt der Erfinder der Suchmaschine Wolfram Alpha. Aus der ZEIT ONLINE-Serie von Visionen über das Netz

Der Entwickler von Wolfram Alpha heißt Conrad Wolfram

Der Entwickler von Wolfram Alpha heißt Conrad Wolfram

Der Mathematiker Conrad Wolfram räumt mit einem falschen Verständnis von seinem Fach auf: Mathematik ist einfach ein guter Weg, über die Welt nachzudenken und die Chancen des Informationszeitalters wirklich nutzbar zu machen, findet er. So basiere auch seine Suchmaschine auf reiner Mathematik. Dennoch gebe es viele Fehler im Umgang mit dieser Wissenschaft, und das fange schon in der Schule an: So sollten etwa nicht Lehrer die Fragen stellen und Schüler die Antworten geben, sondern umgekehrt. Und von ebenso wenig mathematischem Grundverständnis zeuge es, wenn Manager vor der Finanzkrise gesagt haben, man hätte das Risiko zuvor "berechnen" können.

Die Wissensgesellschaft ist auf dem Weg in eine neue Ära: die computerisierte Wissensgesellschaft. In dieser aber reiche nicht mehr aus, glaubt Wolfram, über Wissen nur zu verfügen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Sondern man müsse dieses Wissen auch für die generelle Problemlösung einsetzen. Dazu gehöre auch die gesunde Skepsis, ob man etwa einer Statistik der Regierung vertrauen kann oder nicht. Das sollte Kindern schon in der Schule beigebracht werden, sagt der Wissenschaftler.

Anzeige
 
Leser-Kommentare
  1. Irgendwie hat die Überschrift wenig mit dem Artikel zu tun, mir erscheint sie schon fast irreführend. Abgesehen davon, dass Herr Wolfram Wolfram-Alpha erfunden (bzw. mitgewirkt) hat, sehe ich keine Parallelen.
    Das Interview finde ich sehr interessant, bitte mehr davon!
    Damit meine ich (auch kritische) Kommentare von Journalisten über die Vision, oder Erklärungen wie man sich die Vision konkreter vorstellen würde.
    Die pädagogischen Ideen hören sich sehr gut an (und sind prinzipiell bekannt), aber mir fällt es doch schwer mir etwas konkretes darunter vorzustellen. Obwohl es mich als Mathe-Lehramtsstudent sehr beschäftigt, sowohl bezüglich Schule als auch Universität.
    Hat einer von den Lesern dazu Erfahrungen oder Ideen?
    Noch besser wäre natürlich ein Journalist befragt mal führende Pädagogiker (Führungspersonen versch. Reformschulen zB.) in dieser Richtung nach ihrer Meinung und was sie tun.

  2. 2. Fragen

    Was ich ja eigentlich meinte war: Herr Wolfram sagt, man solle die Studenten und Schüler dazu bringen richtig zu fragen, anstatt ihnen Aufgaben zum Lösen zu geben.
    Das ist sicher ein sehr guter Ansatz. Bloß, leider fällt mir dazu nichts Praktisches ein. Wenn ich hier an der Uni nicht so geprügelt würde (normal ist, dass man die ersten Prüfungen unter größter Anstrengung gerade so besteht oder auch trotzdem erst nach Wiederholung), würde ich auch bei weitem nicht so viel verstehen.
    Das die Anforderungen für Lehrämter dabei viel zu hoch sind lass ich hier mal außen vor, auf einem etwas niedrigeren Level würde die Situation die gleiche Problematik aufweisen:
    Wenn man nun die Studenten selbst nach Interessen studieren lässt, dann würde einfach einiges an Grundlagen fehlen. Ich kann mir das also nur ergänzend vorstellen, wozu man aber an anderer Stelle wieder einsparen müsste...
    In der Schule sieht es auch nicht besser aus: Für solche neuen Konzepte bräuchte man neue/freiere Lehrpläne. Was aber wiederum für weniger Vergleichbarkeit und Ungerechtigkeit sorgt, und außerdem gibt es ja auch viele Lehrer die das Konzept nicht begreifen würden.
    So schön also die Vision ist, ich sehe weitaus einfachere Probleme an denen unsere staatliche Ordnung und Gesellschaft scheitert. :(
    Wenn jemand konkrete umsetzbare (d.h. lokal nutzbare) Ideen hat, immer her.

    • Ansgar
    • 04.03.2010 um 11:46 Uhr
    • torec
    • 08.03.2010 um 16:30 Uhr

    Ich bin gerade etwas verwirrt. Warum widerspricht sich dieser Artikel so enorm mit dem von Wikipedia?

    http://de.wikipedia.org/w...

    Entweder hat der Mann eine Radikaldiät vollzogen, oder das Bild zeigt jemand anderen. Woher kommt der Name "Conrad"?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Conrad Wolfram ist "nur" in verschiedenen leitenden Positionen
    bei Wolfram Research taetig. Sein Bruder Stephen, der von manchen
    (und vor allem von sich selbst ;-) als groesstes lebendes Genie
    gefeiert wird, hat WR gegruendet und kann wohl ohne grosse
    Verbiegung als "Kopf" hinter Wolfram
    Research betrachtet werden. Andererseits: vielleicht verkauft
    er sich auch nur besser ;-)

    Wer mal ein interessantes "Buechlein" lesen will: http://en.wikipedia.org/w...

    Conrad Wolfram ist "nur" in verschiedenen leitenden Positionen
    bei Wolfram Research taetig. Sein Bruder Stephen, der von manchen
    (und vor allem von sich selbst ;-) als groesstes lebendes Genie
    gefeiert wird, hat WR gegruendet und kann wohl ohne grosse
    Verbiegung als "Kopf" hinter Wolfram
    Research betrachtet werden. Andererseits: vielleicht verkauft
    er sich auch nur besser ;-)

    Wer mal ein interessantes "Buechlein" lesen will: http://en.wikipedia.org/w...

  3. Conrad Wolfram ist "nur" in verschiedenen leitenden Positionen
    bei Wolfram Research taetig. Sein Bruder Stephen, der von manchen
    (und vor allem von sich selbst ;-) als groesstes lebendes Genie
    gefeiert wird, hat WR gegruendet und kann wohl ohne grosse
    Verbiegung als "Kopf" hinter Wolfram
    Research betrachtet werden. Andererseits: vielleicht verkauft
    er sich auch nur besser ;-)

    Wer mal ein interessantes "Buechlein" lesen will: http://en.wikipedia.org/w...

    Antwort auf "Doppelleben?"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wenn jemand 90 Minuten Lebenszeit opfern kann und moechte,
    um eine erfrischend neue - wenn auch diskutable - Perspektive
    von Stephen Wolfram auf verschiedenste Bereiche der
    Wissenschaft zu erhalten, kann sich an

    http://www.youtube.com/wa...

    moeglicherweise erfreuen.

    Wenn jemand 90 Minuten Lebenszeit opfern kann und moechte,
    um eine erfrischend neue - wenn auch diskutable - Perspektive
    von Stephen Wolfram auf verschiedenste Bereiche der
    Wissenschaft zu erhalten, kann sich an

    http://www.youtube.com/wa...

    moeglicherweise erfreuen.

  4. Wenn jemand 90 Minuten Lebenszeit opfern kann und moechte,
    um eine erfrischend neue - wenn auch diskutable - Perspektive
    von Stephen Wolfram auf verschiedenste Bereiche der
    Wissenschaft zu erhalten, kann sich an

    http://www.youtube.com/wa...

    moeglicherweise erfreuen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service