Smart Meter Dann schalten Hacker die Lichter ausSeite 2/2

Das kann aber nur gelingen, wenn der Angreifer eben diese Funktion nicht ausgeschaltet hat. Leider muss man im Fall einer bösartigen Attacke eher von diesem schlimmeren Fall ausgehen. Man muss damit rechnen, dass die Verbindung zum Stromlieferanten unterbrochen wird, oder dass die Einstellungen der Smart Meter verändert werden.

Was kann da alles passieren? Dann schalten Hacker die Lichter aus. Insofern Smart Meter es den Energielieferanten ermöglichen, aus der Ferne den Strom abzuschalten, können auch Hackers genau das – bei einzelnen Kunden oder bei sehr vielen gleichzeitig. Die betroffenen Haushalte dann wieder ans Stromnetz anzuschließen würde mindestens so lange dauern, bis die Stromfirma die Sicherheitslücke analysiert hat und eine Korrektur ihrer Software gefunden hat – und bis sie dann ihre Mitarbeiter von Haus zu Haus geschickt hätte, um von Hand die neue Software einzuspeisen oder das ganze Smart Meter auszutauschen. Ziemlich teuer, ziemlich langwierig.

Die gute Nachricht ist, dass jetzt immer noch Zeit bleibt, die Infrastruktur des Smart Grid, des intelligenten Netzes, vernünftig abzusichern. Mit der Hilfe von Regierungen – und Sicherheits- und Datenschutzexperten – können und sollten Stromfirmen darüber wachen und die Verkäufer solcher Ablesegeräte für die Sicherheit verantwortlich halten.

Die Vorteile des Smart Grids und dieser neuen Geräte bestreitet niemand. Doch ein größeres Augenmerk muss auf die Sicherheit und den Datenschutz gelegt werden.

Joshua Pennell war ein Star der amerikanischen Hackerszene: Sein Team gewann dreimal hintereinander den begehrten Hackerwettbewerb "Capture the Flag" bei der "Def Con" in Las Vegas, und danach hat er das Event jahrelang organisiert. Inzwischen leitet Pennell die Firma IOActive, die darauf spezialisiert ist, in fremde Systeme einzudringen, um deren Sicherheit zu testen.

Aus dem dem Englischen von Thomas Fischermann

 
Leser-Kommentare
  1. Wenn die Smart Meter kommen sollten, dann sollen diese doch aufhören den Strom abzulesen den Benutzern des Hauses weiterhin die Benutzung des Stromes erlauben.

    Folge:
    Millionenschäden für die Industrie - aber wenn jemand funktionierendes durch unterentwickelte schlechte Produkte ersetzen will...

    Heutzutage will man alles überwachen alles steuern... vielleicht sollte man es an manchen Orten auch lasse? Und stattdessen da überwachen wo es nötig ist.

  2. sollte man auf dezentrale Energieversorgung setzen.

    Das macht große, intelligente Netze unnötig und setzt das Netz keiner Kontrollkrake aus.

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    Dezentral aufgebaute Netze sind ohne die im Artikel beschriebene Technik nicht möglich. Was sie meinen sind offensichtlich Inselbetriebe. Wenn sie sich das leisten können, dann nur zu. Es verbietet ihnen ja keiner.

    Dezentral aufgebaute Netze sind ohne die im Artikel beschriebene Technik nicht möglich. Was sie meinen sind offensichtlich Inselbetriebe. Wenn sie sich das leisten können, dann nur zu. Es verbietet ihnen ja keiner.

  3. ist, daß es wirklich erstaunlich deutlich ist, wie wenig Informatiker von dem wissen, was zwischen Strom-Kraftwerk und Verbraucher passiert.

    Eisenbahnerdenken

  4. Dezentral aufgebaute Netze sind ohne die im Artikel beschriebene Technik nicht möglich. Was sie meinen sind offensichtlich Inselbetriebe. Wenn sie sich das leisten können, dann nur zu. Es verbietet ihnen ja keiner.

    Antwort auf "Stattdessen"
    • lef
    • 29.04.2010 um 13:22 Uhr

    schon längst (seit 30 Jahren!!) in jedem Haus vorhanden ist,
    teuer eingebaut (Zwang!) mit samt freiem Zählerplatz und Steuerleitung.
    Das Ganze völlig selbstständig per "Kraftstrom" und ohne Einflussmöglichjkeit von Außen.

    Die meisten größeren "Stromverbraucher" (Heizung, Warmwasser ff) sind bereits darauf eingerichtet.

    Ganz simpel: Per "Lastabwurf" werden Großverbraucher kurzzeitig auf halbe Last "gefahren" - das Schlimmste, was passiert, ist, dass beim Duschen einige Sekunden etwas weniger Wasser herauskommt (bei gleicher Temperatur natürlich!).

    Jeder "Verbraucher" könnte selbst entscheiden, ob er kurzfristige Halblast oder (bei Waschmaschinen ff) nur zu bestimmten Zeiten in Kauf nimmt und viel Geld start.
    Oder eben nicht.

    Wo und was kann und soll keiner kontrollieren können.

    Dieses System wird seit 30 Jahren eingebaut/installiert und nicht genutzt.
    Warum nicht?

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    Davon abgesehen dass die meisten Leute, inklusive mir, erwarten dass sie nicht auf einmal von kaltem Wasser "abgehärtet" werden wenn sie unter der Dusche stehen sind die Anwendungsmöglichkeiten ja doch sehr limitiert. Wenn ich gerade koche brauche ich jetzt eine heisse Herdplatte oder Ofen und nicht um 3 Uhr Nachts bei Schwachlastzeiten. Ebenso kann mein Kühlschrank nicht stundenlang warten um die Temperatur zu regulieren wenn ich gerade einen Großeinkauf eingeräumt hab' und der Kompressor eigentlich viel zu tun hätte. Das gleiche gilt für meinen Computer, den brauch ich wenn ich ihn brauch, den TV, die Beleuchtung...es gibt ja einen Grund warum es "Schwachlastzeiten" gibt. Und selbst die Waschmaschine, ich weiss nicht wie das in Ihrem Alltag ist aber ich bin im Alltag einfach wenig daheim und wasche dann wann ich es brauche. Deswegen nutze ich auch nicht die Gemeinschaftsmaschine unten im Keller von meinem Apartmenthaus, wo man sich in eine Benutzerliste eintragen muss und nur dann waschen kann wenn die Maschine "frei" ist (wäre im Endeffekt ähnlich einschränkend was die Flexibilität angeht). Ich könnte mir zwar meine eigene Waschmaschine und somit viel Geld sparen aber ich hab einfach keine Zeit und Lust mir dauernd um meine Wäsche Gedanken zu machen und zu überlegen wann ich die in die Maschine stopfen muss damit ich ja die "Schwachlastzeit" nicht verpasse und einen weiteren Tag auf saubere Wäsche warten muss oder dergleichen. An all dem ändern "Smart Meter" auch nichts..

    Davon abgesehen dass die meisten Leute, inklusive mir, erwarten dass sie nicht auf einmal von kaltem Wasser "abgehärtet" werden wenn sie unter der Dusche stehen sind die Anwendungsmöglichkeiten ja doch sehr limitiert. Wenn ich gerade koche brauche ich jetzt eine heisse Herdplatte oder Ofen und nicht um 3 Uhr Nachts bei Schwachlastzeiten. Ebenso kann mein Kühlschrank nicht stundenlang warten um die Temperatur zu regulieren wenn ich gerade einen Großeinkauf eingeräumt hab' und der Kompressor eigentlich viel zu tun hätte. Das gleiche gilt für meinen Computer, den brauch ich wenn ich ihn brauch, den TV, die Beleuchtung...es gibt ja einen Grund warum es "Schwachlastzeiten" gibt. Und selbst die Waschmaschine, ich weiss nicht wie das in Ihrem Alltag ist aber ich bin im Alltag einfach wenig daheim und wasche dann wann ich es brauche. Deswegen nutze ich auch nicht die Gemeinschaftsmaschine unten im Keller von meinem Apartmenthaus, wo man sich in eine Benutzerliste eintragen muss und nur dann waschen kann wenn die Maschine "frei" ist (wäre im Endeffekt ähnlich einschränkend was die Flexibilität angeht). Ich könnte mir zwar meine eigene Waschmaschine und somit viel Geld sparen aber ich hab einfach keine Zeit und Lust mir dauernd um meine Wäsche Gedanken zu machen und zu überlegen wann ich die in die Maschine stopfen muss damit ich ja die "Schwachlastzeit" nicht verpasse und einen weiteren Tag auf saubere Wäsche warten muss oder dergleichen. An all dem ändern "Smart Meter" auch nichts..

  5. ..bislang konnte man ja bei Häusern durch automatische Rollos und Lichtschalter so tun als ob jemand at Home ist. Jetzt braucht sich der Einbrecher nur ins Homenetz einhacken und wenn der Stromverbrauch nicht mehr als eben das Licht Rollos ist weil Wasserkocher etc fehlt. Bingo! Hier sind die Hausherrn gerade im Urlaub...wie praktisch

  6. Das weiß doch nicht welcher Verbraucher angeschlossen oder in betrieb ist. Der Artikel ist eine Art Vorsicht vor einer Technik die sich jemand wünscht zu installieren, aber nicht weiß er da eigentlich will.
    Weil so ein Smart Meter gar nichts schaltet.
    Es lässt sich aber einfacher ablesen wie ein gewöhnlicher elektromechanische Zähler. Das Ding übermittelt sozusagen den aktuellen Strom, während ein normaler Zähler einmal pro Jahr auf seinen Zählerstand hin abgelesen wird, der die Energiewerte zählt.
    Das Ding kann praktisch das Gleiche von wo anders aus, und auch noch "sehen" wie schnell sich die Scheibe im Zähler dreht, wenn man das mal vergleichsweise beschreibt. Die Drehgeschwindigkeit der Scheibe zeigt die aktuellen hohe Stromes an der gerade fließt. Den hat aber bisher niemanden interessiert, außer wenn die Sicherung geflogen ist. Es sagt aber auch so recht wenig, weil kein Kraftwerk auf das Verhalten eines Endverbrauchers reagiert.

    Und wie gesagt »schalten«, kann so ein Smart Meter auch nicht. Weder etwas Ein- noch Ausschalten.

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    Wenn das hier in irgendeiner Form in so einen Stromzähler kommt... dann Gute Nacht...
    http://www.engadget.com/2...

    (Ein Experimentalgerät von Intel dass die Verbraucher des Wohnungsnetzes aus einer Steckdose abliest...)

    Wenn das hier in irgendeiner Form in so einen Stromzähler kommt... dann Gute Nacht...
    http://www.engadget.com/2...

    (Ein Experimentalgerät von Intel dass die Verbraucher des Wohnungsnetzes aus einer Steckdose abliest...)

  7. Wenn das hier in irgendeiner Form in so einen Stromzähler kommt... dann Gute Nacht...
    http://www.engadget.com/2...

    (Ein Experimentalgerät von Intel dass die Verbraucher des Wohnungsnetzes aus einer Steckdose abliest...)

    Antwort auf "@Tom Topia"

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