Suchmaschine Den Maschinen die Welt erklärenSeite 2/2
Mithilfe solcher Methoden könnte es in der Zukunft möglich sein, anhand von Sucheingaben Verhalten vorherzusagen . Schon jetzt nutzt Google solche Informationen, um zu prognostizieren, wo etwa demnächst eine Grippewelle ausbricht .
Das aber könnte interessante Folgen zeigen. Um absichtlich absurde Beispiele zu geben: Möglicherweise bekommen wir in fünf Jahren von unserer Suchmaschine den Tipp, doch Mal zum Arzt zu gehen, wir hätten wahrscheinlich Krebs. Zumindest lege ein Vergleich unseres Suchmusters mit denen von Krebspatienten das nahe. Oder wir sollten uns von unserem Partner trennen, da er in der kommenden Woche versuchen werde, uns umzubringen.
Für Weitz ist das eine theoretisch mögliche aber noch weit entfernte Zukunft der Suchmaschinen. Noch sei das viel zu teuer und aufwändig, sagt er. Derzeit seien zehn bis vierzehn Stunden Rechenzeit nötig, um "in Quadrillionen Daten" sinnvolle Verbindungen zu finden und zu analysieren, in Echtzeit gehe das nicht. Gearbeitet aber werde an der "Suche nach der Nadel im Heuhaufen", nach der sinnvollen Verbindung sinnlos erscheinender Einzelinformationen also.
Und Weitz gibt zu, dass sich bereits jetzt Suchverläufe verfolgen ließen. Dass jemand, der eine Woche lang nach Autos und Autohändlern sucht, wohl ein Auto kaufen will, klingt banal. Doch darin liegt die Zukunft der Suche – Verhalten erkennen und erklären. Vordergründig, um bessere Suchergebnisse auswerfen zu können. Doch möglich ist damit noch viel mehr .
- Datum 28.06.2010 - 17:48 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Diese Entwicklung zielt darauf ab, dass man einer Suchmaschiene normal sagen kann, was man sucht. Allerdings ist das ja wie beschrieben sehr komplex. Ich denke, die meisten jungen Leute kommen mit der Art wie man google derzeit zu befragen hat klar und werden alt sein, bis die Suchmaschiene längere Fragen besser beantwortet als kurze Stichworte. Ich finde Wolfram|Alpha super und beeindruckend, aber in Bezug auf die versprochene Zukunftsvision ist der Entwicklungsstand lächerlich.
Warum will man dem Sucher die Arbeit mit aller Kraft abnehmen, wie man die Maschiene verwenden kann?
Ich würde mir lieber weiterführende Optionen wünschen, wie ich meine Suche beeinflussen kann. Dabei würden auch weniger Daten gesammelt, es wär einfacher und man würde auch nicht nur den kleinsten gemeinsamen Nenner des Mainstream an Meinungen im Internet finden, was wie ich denke auch ein zentrales Problem monopoler Suchmaschienen ist.
Eben zB wie Wolfram|Alpha, mathematische Suchen waren vorher nahezu sinnlos, jetzt bekomme ich schnelle Übersichten zB zu einer Formel und habe auch Optionen mir die Berechnung einzelner Ergebnisse anzeigen zu lassen. Wobei die eigentliche Option das verwenden dieser Suche und nicht einer anderen, bei bestimmten Fragen, zu verwenden.
Das hat mir gerade noch gefehlt, dass egal welche Suchmaschine statt mir entscheidet, was ich eigentlich suche.
Was ist so kompliziert daran, mehr als ein Wort in das Suchfeld zu tippen? Aber eben Schlüsselwörter.
in Richtung der künstlichen Intelligenz. Ich finde diese Entwicklung interessant, aber nicht ungewöhnlich. Jeder versucht natürlich sein Produkt zu verbessern und mehr Marktanteile zu bekommen. Das Prinzip mit seinem Computer sprechen zu können ist ja nicht neu. So werden auch Programmiersprachen immer weiter dahin entwickelt, dass man mehr mit dem Computer "sprechen" kann. In meinen Augen läuft das Ganze auf eine Symbiose heraus. Die bereits angesprochene Spracheingabe wird auch nicht mehr lange dauern, wenn man sich mal die Navigation auf dem Nexus One ansieht.
Ich frage mich nur was zuerst kommt. Werden wir erst mit dem Computer sprechen können oder lernt der Computer vorher unsere Emotionen zu verstehen. Denkbar wäre da eine Gesichtserkennung über eine Webcam. Wenn der User dann unzufriedene Emotionen zeigt lernt der Computer, dass irgendwas nicht stimmt - z.B. die Suchanfrage bringt nicht das gewünscht Ergebnis. Wir müssen bei dieser Entwicklung nur immer überlegen, ob wir nach Vernunft oder nach Verstand handeln. Ich hoffe auf die Vernunft!
"Stefan Weitz, Director, Bing Search "'Fox elegantly explains how search is an essential component of any business' marketing strategy""(Vanessa Fox, Marketing in the Age of Google: Your Online Strategy Is Your Business Strategy, Hoboken 2010, Seite iii).Wenn Sie die Kongressakten des Scandinavian Workshop on Algorithm Theory konsultieren, werden sie feststellen, dass nach 1963 überhaupt keine einzige neue Rechenregel gefunden wurde.
RE:"Stefan Weitz ist bei Microsoft zuständig für Bing und verantwortet als "Director Search" die Entwicklung der Microsoft-Suche. Er glaubt, dass sich die Algorithmen in den kommenden Jahren stark verändern werden, ja dass sie es geradezu müssen"(loc. cit. supra).
ist mit Stefan Weitz nicht eigentlich Marlon Brando gemeint ? und mit dieser Angabe "Gleichzeitig geben aber mehr als 70 Prozent an, sie seien mit der Suche generell zufrieden. Da stimmt doch irgendetwas nicht!"
da war doch wohl auch eher was anderes gemeint.
Ich meine, ich weiß nicht, ist mit Suchfeld auch tatsächlich Suchfeld gemeint ? Ich denke der Computer meint was anderes, der wird das auch ohne Schlüsselwort finden. Wenn er meint.
Der soll doch erst mal hinschreiben was er eigentlich mit Suchfeld meint. Das kann er seinem Programmierer erzählen, daß Suchfeld gemeint ist wo Suchfeld steht.
Was glaubt denn der, was wir meinen, wenn wir so was lesen ?
Was der sich einbildet, das fühlt nicht mal Jürgen Klinsmann, wenn er spürt was eine Mannschaft empfindet die nicht weiß wie sie sich gerade fühlt, wenn Kommentatoren wisssen zu galuben, was sie meinen.
Immer wenn der Computer versucht herauszufinden was man meint, dann geht das schief. Beispiel automatische Korrektur in Microsoft Produkten. Und es nervt!
Allgemein kann man wohl sagen, dass die Einfachheit, die angeblich mit der höheren Computerintelligenz kommen soll, erkauft wird mit Unschärfe und dem Verlust der Kontrolle durch den Benutzer.
Das was den Erfolg des Computers ausgemacht hat bisher, die Genauigkeit, Klarheit geht verloren. Es wird versucht etwas menschähnliches daraus zu machen, was natürlich ein Fehler in der Richtung ist. Denn Computer sind Computer und sollten es auch bleiben.
Ich möchte eine Maschine bedienen und nicht mit einem menschähnlichen Ding auf der Intelligenzstufe eines 2-jährigen sprechen.
der aber noch Schwachpunkte hat. Was der Liebe Herr Weitz meines erachtens außen vor lässt, ist die tatsache das die Generation Internet immer älter wird, sprich leute die bestimmte Verhalten von klein auf gelernt haben, unter anderem auch das Suchen mit Stich- oder Schlagwörtern. Ich weiß ja nicht wie es den anderen geht, aber ich komme mit dieser Form der Suche sehr gut zurecht, zum teil habe ich sogar mehr Probleme das was ich Suche in einer spezifischen Frage zu formulieren, als es in Schlagwörtern auszudrücken. Außerdem finde ich in gut 90 % aller Fälle das was ich suche.
Was die intelligenten Maschinen angeht, sollte man nicht nach dem "ob" fragen sondern viel mehr nach dem "wann". Zumindest wenn man die Zeichen der Zeit richtig erkennt werden wir wahrscheinlich in den nächsten 50 - 100 Jahren soweit sein "denkende" Maschinen zu bauen. Spätestens mit dem Quanten-Computer wird sich die Entwicklung in dieser richtung rasant beschleunigen. Spätestens dann sollte man sich fragen in wie weit man einem denkenden vielleicht sogar fühlenden künstlichen Wesen Rechte einräumt. Aber im Augenblick ist das noch science fiction.
Fragen zu beantworten ist enorm schwierig, dazu muss man sie nämlich tatsächlich verstehen. Neben einem sehr guten Model der Sprache braucht man dazu auch noch ein Model der Realität, weil Sprache eben nur in diesem Kontext funktioniert. Ist die Frage verstanden, muss die Antwort auch noch aus Dokumenten abgeleitet werden. Das ist alles heute immer noch mehr oder weniger Science Fiction.
Man kann natürlich versuchen, aus Fragen Stichwörter zu extrahieren und evtl einen gewissen Kontext und danach Dokumente zu suchen. Aber was hat das schon für Vorteile für den erfahrenen Anwender.
Was sicher gemacht werden wird und wahrscheinlich auch schon wird, ist mehr Beziehungen zwischen Schlüsselwörtern und den Kontext in dem sie auftreten zu berücksichtigen. Mit solchen Techniken verstehen Computer auch nichts vom Inhalt, es wird aber mehr Information über den Inhalt eines Dokuments berücksichtigt, als wenn man einfach nur die Häufigkeit von Schlüsselwörtern berücksichtigt.
Witzig finde ich die Beispiele, wo am Sucherverhalten erkannt werden soll, ob jemand Krebs hat. Das funktioniert, wenn er es schon weiß, und entsprechend danach sucht. Und dann sucht er vielleicht einfach wegen eines Bekannten. Noch Witziger ist das Beispiel mit dem Partner.
Es gibt diesen Glauben, dass man alles statistisch vorhersagen kann, wenn man nur genügend Datenmüll miteinander verrechnet. Das ist ein Irrglaube.
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