Social Media Vertuschen schwer gemacht
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Neue Chancen für politische Kampagnen

Doch haben politische Kampagne im Netz auch Schwächen. Zum Beispiel, weil sie sich nur schwer koordinieren lassen, mangelt es ihnen doch an Hierarchien und Ordnungsstrukturen. "Das nimmt auch was an Schlagkraft", sagt Meier. Dennoch lautet sein Fazit: "Sich den Wünschen nach mehr Transparenz zu entziehen, wäre früher für ein Unternehmen wie BP viel einfacher gewesen."

Dem kann Thomas Pleil, der Experte für Unternehmenskommunikation, sich nur anschließen. Er würde Unternehmen gerne beibringen, dass auch sie gewinnen könnten, wenn sie mutiger mit Informationen umgingen. "Das Beispiel Käßmann zeigt doch, dass Ehrlichkeit selbst dann geschätzt wird, wenn sie mit negativen Informationen verbunden ist", sagt Pleil.

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Wie gut es einem Unternehmen gelingt, im Social Web zu kommunizieren, hängt eng mit der eigenen Unternehmenskultur zusammen, ist eine Erkenntnis aus Pleils neuer Studie , die sich "Mehr Wert schaffen" nennt und sich mit B2B-Kommunikation von Unternehmen befasst. Wer auch intern alles kontrollieren wolle, hätte schlechte Chancen, im Sozialen Netz gut aufzutreten. "Man muss seinen Mitarbeitern vertrauen", folgert Pleil. Innerhalb von Unternehmen droht Pressesprechern aber immer noch der Rauswurf, wenn sie zu viel und gar Negatives nach Außen geben.

Richtig war zum Beispiel von BP, dass man nicht gegen den gefakten Twitter-Account vorgegangen sei. "Markenrechtlich hätte man bestimmt juristische Schritte einleiten können", glaubt Pleil. Und Klaus Meier pflichtet bei: "Wenn die Büchse der Pandora erst einmal geöffnet ist, dann bekommt man sie durch harte Gegenmaßnahmen sowieso nicht mehr geschlossen – im Gegenteil." Barbara Streisand hat das erfahren, weswegen das Phänomen heute "Streisand-Effekt" heißt .

Auch Pleil sieht im Netz neue Chancen für die Bürgergesellschaft erwachsen, um politische Ziele zu erreichen. Als besonders gelungen empfindet er etwa die Kooperation von Nichtregierungsorganisationen mit dem Social Web. So nennt er die Logo-Aktion von Greenpeace in Zusammenarbeit mit der Blogosphäre: Greenpeace sei als Marke bereits präsent und schaffe es daher leichter in die traditionellen Medien. Die Kampagne passe gut ins Social Web, weil sie die Leute zum Mitmachen und Kreativsein auffordere. Und sie verknüpfe die Ölkatastrophe langfristig mit einem negativen Markenimage. "Noch wissen wir allerdings nicht, was davon wirklich hängen bleibt", sagt er. "Und wie lange."

Der Humor, der dabei in vielen YouTube-Videos und Guerilla-Aktionen offensichtlich wird, habe aber nicht nur die Funktion, zum Weiterverbreiten anzuregen und möglichst viele Menschen anzusprechen. Er sei auch eine Form der emotionalen Verarbeitung, eine natürliche Reaktion auf die vielen grässlichen Bilder und die tragischen Folgen der Ölpest. "Und auch diese soziale Ventil-Funktion sollte man in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung keineswegs unterschätzen", sagt Pleil.

 
Leser-Kommentare
    • Blin3
    • 09.06.2010 um 19:54 Uhr

    Man könnte meinen, BP hat diesen Unfall absichtlich verursacht.

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    • ddkddk
    • 09.06.2010 um 21:43 Uhr

    Es war jedenfalls Vorsatz.

    Wer Sicherheitsmaßnahmen trotz Warnung aus Geldgier vernachlässigt und so eine Katastrophe in Kauf nimmt, handelt vorsätzlich (dolus eventualis) und muss, jedenfalls nach deutscher Rechtsauffassung, die Folgen für vorsätzliches Handeln tragen.

    • ddkddk
    • 09.06.2010 um 21:43 Uhr

    Es war jedenfalls Vorsatz.

    Wer Sicherheitsmaßnahmen trotz Warnung aus Geldgier vernachlässigt und so eine Katastrophe in Kauf nimmt, handelt vorsätzlich (dolus eventualis) und muss, jedenfalls nach deutscher Rechtsauffassung, die Folgen für vorsätzliches Handeln tragen.

    • joG
    • 09.06.2010 um 20:16 Uhr

    ....der Einem hier nahe legt, dass das so ist:

    "Die Kampagnen gegen BP zeigen: Firmen können sich nicht mehr so leicht aus der Verantwortung stehlen. Von Tina Klopp"

    Hier kommt es Einem so vor, weil fast nie in voller Höhe gehaftet wird und die Staatsanwaltschaft meistens zurück gepfiffen wird. Wir haben uns daran gewöhnt, dass bestochen wird während die Medien nicht berichten. usw...

    Erinnern Sie sich jedoch an Bhopal? Da waren die strafrechtlichen Urteile mit Bewährungsstrafen vielleicht zu gering und letztlich sind sie erst sehr spät zustande gekommen. Die Firma und damit die Eigentümer aber haben enorm viel bezahlt und die Unternehmung hat dadurch ihre Selbstständigkeit verloren. Erinnern Sie sich an Enron? Erinnern Sie sich an Agnew? In den USA ist man eher gewöhnt, dass auch die Großen bezahlen müssen, wenn sie Gesetze brechen und Andere schädigen.

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    Sonst wären Goldman-Sachs, JP Morgan & Co. mitsamt Rothschilds, Rockefeller und die von denen beherrschten FED bereits lange Geschichte. Aber ausserhalb der Realwirtschaft fällt das auch leichter.

    Natürlich war die Bohrung verdammt risikoreich, noch dazu wenn aus falscher Sparsanmkeit (wohl eher Profitgier) diverse Sicherheitsmaßnahmen aussen vor blieben und Defekte nicht repariert wurden.

    Wenn es denn gekracht hat, ist der Jammer um das Image (und die Kosten) immer groß.

    Irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass Obama auch gerne der Spitze der Bankermafia das Gesäß mit dem Fuß berühren möchte, wie es im Video bzgl. BP-Verantwortlichen gesagt wurde.

    Apropo Video: Liebe ZEIT, der Werbetrailer passt gut zum Thema, aber das eigentlich Video ist doch ein Fake - oder?

    Wiso sieht man da immer wieder einen rothaarigen Schopf im Vordergrund, wenn das alles in 1500 Meter Tiefe sein soll?
    Gibt es da eine Erklärung für? Denn Öl dürfte es nicht sein.

    • joG
    • 10.06.2010 um 2:08 Uhr

    ....Sie beruhigen. Es werden sicher nicht alle verurteilt werden, die in den Banken Gesetze brachen. Auch dort sind nur Menschen und Menschen sind fehlerhaft. Die Wahrscheinlichkeit ist aber recht gut dort drüben, dass die Staatsanwälte, SEC usw das richtig versuchen. Sie dürfen auch. Auch ist ziemlich sicher, dass man bestraft, wenn man die Tat nachweisen kann. Und das fast ohne Ansehen der Person und seiner Stellung. Das sieht man dort immer wieder im Laufe der letzten Jahrzehnte. Ich weiß, das ist hier schwer zu glauben. Aber so ist es.

    Sonst wären Goldman-Sachs, JP Morgan & Co. mitsamt Rothschilds, Rockefeller und die von denen beherrschten FED bereits lange Geschichte. Aber ausserhalb der Realwirtschaft fällt das auch leichter.

    Natürlich war die Bohrung verdammt risikoreich, noch dazu wenn aus falscher Sparsanmkeit (wohl eher Profitgier) diverse Sicherheitsmaßnahmen aussen vor blieben und Defekte nicht repariert wurden.

    Wenn es denn gekracht hat, ist der Jammer um das Image (und die Kosten) immer groß.

    Irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass Obama auch gerne der Spitze der Bankermafia das Gesäß mit dem Fuß berühren möchte, wie es im Video bzgl. BP-Verantwortlichen gesagt wurde.

    Apropo Video: Liebe ZEIT, der Werbetrailer passt gut zum Thema, aber das eigentlich Video ist doch ein Fake - oder?

    Wiso sieht man da immer wieder einen rothaarigen Schopf im Vordergrund, wenn das alles in 1500 Meter Tiefe sein soll?
    Gibt es da eine Erklärung für? Denn Öl dürfte es nicht sein.

    • joG
    • 10.06.2010 um 2:08 Uhr

    ....Sie beruhigen. Es werden sicher nicht alle verurteilt werden, die in den Banken Gesetze brachen. Auch dort sind nur Menschen und Menschen sind fehlerhaft. Die Wahrscheinlichkeit ist aber recht gut dort drüben, dass die Staatsanwälte, SEC usw das richtig versuchen. Sie dürfen auch. Auch ist ziemlich sicher, dass man bestraft, wenn man die Tat nachweisen kann. Und das fast ohne Ansehen der Person und seiner Stellung. Das sieht man dort immer wieder im Laufe der letzten Jahrzehnte. Ich weiß, das ist hier schwer zu glauben. Aber so ist es.

  1. Und was heißt hier vertuschen? Ich habe in dieser Zeitung
    noch keine Aufklärung über den Klimagateskandal gelesen!
    Ich hab hier auch noch nichts über die Bilderberger, jener
    heimlischen Weltregierung, gelesen! Da treffen sich gegenwärtig die Einfluß- und Superreichen in Spanien und was
    berichtet ihr? Nichts! Im gegenteil ganz im Sinne dieser Leute
    werden mit alarmistischen Meldungen die Agenda dieses Vereins verbreitet!

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    der "The Guardian" hat jemanden nach Sitges geschickt um über die Bilderberger Konferenz zu berichtet soweit das möglich war. Hier zur Einstimmung einige Teilnehmerphotos eines nicht zu vernachlässigenden Treffens...
    http://www.guardian.co.uk...
    Dafür sind die Teilnehmer tatsächlich zu "wichtig". Welchen Wert die einzelnen Teilnehmer nun etwa der festigung oder sogar stärkung Demokratischer Strukturen beimessen oder was die über die immer pervertierten Sozialen Ungleichheiten mutmassen... Solche Fragen hören sich im Kontext dieser Leute schon fast lächerlich naiv an...dabei heraus kommt dann wohl sowas wie die letzten Sparpackete versus der Bankenrettungsmilliarden der aktuellen "Regierung".

    Herr Joffe war definitiv schon da, Herr di Lorenzo auch und diesmal ist es wohl ein Herr Matthes - jedenfalls nach der mir vorliegenden Liste, über deren Wahrheitsgehalt ich mir kein Urteil erlauben möchte.

    Aber irgendwie sind von allen "wichtigen" Medien die "Spitzen" dabei. Irgendwer muss doch dem meinungsbildenen Fußvolk verklickern, was demnächst enVogue oder Tabu ist, damit der Plebs bestimmte Geschehnisse "richtig" einsortieren kann.

    Was die mit Herrn Koch diesmal vorhaben, werden wir wohl bald erleben.
    Vielleicht kommt er bald als brutalsmöglicher Retter aus dem "Off" und übernimmt im Handstreich "Muttis" Sessel (vielleicht gar mit Herrn Merz unterm Arm) nach der mißglückten Bundespräsidentenwahl?

    Aber egal - irgendwas wunderliches wird wieder passieren. War doch immer so nach jedem Meeting des Vereins.

    der "The Guardian" hat jemanden nach Sitges geschickt um über die Bilderberger Konferenz zu berichtet soweit das möglich war. Hier zur Einstimmung einige Teilnehmerphotos eines nicht zu vernachlässigenden Treffens...
    http://www.guardian.co.uk...
    Dafür sind die Teilnehmer tatsächlich zu "wichtig". Welchen Wert die einzelnen Teilnehmer nun etwa der festigung oder sogar stärkung Demokratischer Strukturen beimessen oder was die über die immer pervertierten Sozialen Ungleichheiten mutmassen... Solche Fragen hören sich im Kontext dieser Leute schon fast lächerlich naiv an...dabei heraus kommt dann wohl sowas wie die letzten Sparpackete versus der Bankenrettungsmilliarden der aktuellen "Regierung".

    Herr Joffe war definitiv schon da, Herr di Lorenzo auch und diesmal ist es wohl ein Herr Matthes - jedenfalls nach der mir vorliegenden Liste, über deren Wahrheitsgehalt ich mir kein Urteil erlauben möchte.

    Aber irgendwie sind von allen "wichtigen" Medien die "Spitzen" dabei. Irgendwer muss doch dem meinungsbildenen Fußvolk verklickern, was demnächst enVogue oder Tabu ist, damit der Plebs bestimmte Geschehnisse "richtig" einsortieren kann.

    Was die mit Herrn Koch diesmal vorhaben, werden wir wohl bald erleben.
    Vielleicht kommt er bald als brutalsmöglicher Retter aus dem "Off" und übernimmt im Handstreich "Muttis" Sessel (vielleicht gar mit Herrn Merz unterm Arm) nach der mißglückten Bundespräsidentenwahl?

    Aber egal - irgendwas wunderliches wird wieder passieren. War doch immer so nach jedem Meeting des Vereins.

  2. schön, dass sie ganz latent darauf hinweisen, dass aral eine BP tochter ist!

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    ...wir boykotieren! :-)

    ...wir boykotieren! :-)

  3. ...wir boykotieren! :-)

    Antwort auf "schleichwerbung"
  4. der "The Guardian" hat jemanden nach Sitges geschickt um über die Bilderberger Konferenz zu berichtet soweit das möglich war. Hier zur Einstimmung einige Teilnehmerphotos eines nicht zu vernachlässigenden Treffens...
    http://www.guardian.co.uk...
    Dafür sind die Teilnehmer tatsächlich zu "wichtig". Welchen Wert die einzelnen Teilnehmer nun etwa der festigung oder sogar stärkung Demokratischer Strukturen beimessen oder was die über die immer pervertierten Sozialen Ungleichheiten mutmassen... Solche Fragen hören sich im Kontext dieser Leute schon fast lächerlich naiv an...dabei heraus kommt dann wohl sowas wie die letzten Sparpackete versus der Bankenrettungsmilliarden der aktuellen "Regierung".

    • Klaue
    • 09.06.2010 um 21:18 Uhr

    Angeblich war noch nie jemand da ;)

    • ddkddk
    • 09.06.2010 um 21:43 Uhr

    Es war jedenfalls Vorsatz.

    Wer Sicherheitsmaßnahmen trotz Warnung aus Geldgier vernachlässigt und so eine Katastrophe in Kauf nimmt, handelt vorsätzlich (dolus eventualis) und muss, jedenfalls nach deutscher Rechtsauffassung, die Folgen für vorsätzliches Handeln tragen.

    Antwort auf "Übertrieben"

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