Aktion Lieblingslied Gute Technik gegen Geschmacksverirrung
Ob nach Stimmungslage oder Rhythmusgefühl: Software könnte helfen, das Lieblingslied für diesen Sommer zu finden. Wir werfen einen Blick auf ein paar neue Ansätze.
© Spencer Platt/Getty Images

Hier sollte man bereits wissen, was man sucht: Der Virgin Megastore am Times Square in New York City
Was unternehmen die Deutschen, um ihre Laune zu heben, wenn sie unglücklich sind?
Das hatte sich die Zeitschrift Emotion bereits im Jahr 2007 gefragt und eine Studie dazu in Auftrag gegeben. Antwort : Musik hören! Das sagten die Befragten sogar noch häufiger (56 Prozent) als "den Partner sehen" (55 Prozent) oder "Freunde treffen" (54 Prozent). Musik macht nicht nur glücklich. Sie lässt auch das Blut besser fließen , und angeblich sogar Kühe mehr Milch geben. Das einzige Problem: Wie findet man Musik, die einem gefällt? Es muss ja nicht immer Lena sein.
Früher ging man in den Plattenladen oder hoffte auf Mixkassetten von Freunden. Heute gibt es das Internet. Und Programmierer arbeiten an Software, Datenbanken und Algorithmen, die das Suchen nach gefälliger Musik immer einfacher, schneller und treffsicherer machen sollen.
Wohl am bekanntesten ist die Suche in einem Online-Shop wie Amazon. Amazon vergleicht den eigenen Einkauf mit den Bestellungen anderer Kunden, und schlägt dann etwas vor, was diese Menschen auch gekauft haben. Ähnlich funktionieren auch Programme wie Genius von Apple. Wer dieses Feature bei iTunes aktiviert hat, stimmt allerdings zu, dass Apple Informationen über den eigenen Musikkonsum speichert.
Etwas elaborierter und dabei völlig anonym ist ein Blick auf die Music-Map von Seiten wie Gnoosic : Wer hier zum Beispiel eingibt, dass ihm der Sinn nach Musik wie The Notwist steht, erfährt, dass er es auch mal mit Sonic Youth oder Tortoise versuchen sollte, weil die auf der Musiklandkarte direkte Nachbarn sind. Am bekanntesten ist wohl Last.fm , das nach ähnlichen Kriterien funktioniert.
- Datum 02.06.2010 - 12:57 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Auch wenn mancher jetzt die Nase rümpft...aber dafür habe ich Napster für mich entdeckt. Damit meine ich jetzt nicht DRM-Mucke kaufen, sondern einen ganz anderen Ausgangspunkt:
Ich habe mich vor 2 Jahren bei Napster angemeldet (Flat) und seit dem sind meine CD-Käufe wieder angestiegen. Wie das? Für mich ist Napster eher ein bezahltes Vorhören. Ich kann die Sachen runterladen und hören oder über meine Sonos-Anlage streamen. Ich kann legal in einem großen Fundus von Musik stöbern, kann Mogelpackungen erkennen, auf Tipps reagieren oder einfach mal nach dem gehen, was Napster vorschlägt oder andere hören. Und wenn ich das Album ein paar mal gehört habe und merke dass es mir gefällt, kaufe ich es. Und seit dem war kein einziger Fehlkauf mehr dabei. UND: Ich habe meine Musiksammlung immer dabei, da ich - theoretisch - überall wo ein Browser und eine Online-Verbindung ist, mich über meine Zugangsdaten bei Napster einloggen und hören.
Sicherlich - es gibt dort nicht alles, manche Sachen auch nur als 30 Sekunden-Vorschau, aber im großen und ganzen recht viel, und ich habe schon einiges darüber neu kennengelernt...
Nur so als Tipp...
mal mit einem Bericht über lebende Plattenläden - statt jene, die noch tapfer die Fahne hoch halten, mit Sätzen wie "Früher ging man in den Plattenladen" und Bewerbung der mp3 Kultur auch noch tot zu reden?!
"Wie findet man Musik, die einem gefällt?"
Seltsam, dass das heute so schwer sein soll. Oder hat sich das "Problem" der Journalist nur ausgedacht? Soll ja öfter vorkommen... Also, ich wusste immer und weiß noch heute, was ich möchte. Und mein Sohn (21) ebenfalls.
Die erwähnten Vorschläge bei Amazon (ich kaufe dort seit gefühlten 120 Jahren) sind eigentlich immer Nonsense und ähnliche "Vorschlags-Hilfen" werden nicht besser sein.
... das ist nun mal so. Ich bin ein großer Musikliebhaber und bin da ziemlich breit aufgestellt. Das Internet ist das absolut passende Medium um Musik zu vertreiben. Ich habe bereits so unglaublich viel Neues kennengelernt, das hätte ich in einem konventionellen Plattenladen nicht geschafft. Das ist eigentlich sehr schade, weil ich Plattenläden ziemlich cool finde. Musik ist nun mal eine Stimmungssache und steht und fällt mit der eigenen Laune. Wenn man dann da vor einem Plattenregal steht, ist die passende Neugierde und Interesse nicht immer abrufbereit.
Hört man hingegen entspannt seine eigene Musiksammlung und bekommt dezenz Vorschläge beigemischt, horcht man gelegentlich auf und macht sich eine Notiz. Genial!
Schön wäre es, wenn Plattenläden diese Tatsache gewinnbringend einsetzen könnten. Da gilt es ein Fuß in die Tür zu kriegen und irgendwie mitzuspielen. Schwierig, aber machbar glaube ich.
@papamax: Wenn sie wirklich immer schon wussten, was sie wollten, behaupte ich mal, sie würden gar nicht wissen, welche Perlen da draussen schlummern. Ich wusste vorher auch immer was ich wollte, ich hatte so meine Strategie an neue Musik zu kommen. Das war auch sehr ergiebig. Aber mit dem Internet bekommt man Sachen vorgespielt, die man sonst einfach nicht hört und kennenlernt. Und darunter sind verdammt gute sachen bei. Meine Empfehlung: Einfach mal ausprobieren und gucken ob es wirkt.
Neues kennenzulernen kann unglaublich bereichern!
Allerdings gibt es einen großen Unterschied, zumindest was meine Erfahrungen mit meiner Musik angeht.
Plattenläden haben meist nur die gute Musik, schlechte Musik findet man da eher selten.
Ich suche z.b. auch im Internet, aber 30 Sekunden vorhören bei einer Lied-Dauer von 6min-9min ist ein Witz.
Woher soll ich denn in den 30 Sekunden wissen wie sich das Lied weiterentwickelt...da hilft dann nur schwarz laden, gefällts einem, kaufen, ansonsten löschen.
Das Internet trägt (leider) auch dazu bei, das es mehr Musik gibt, aber dieses Mehr an Musik macht die fehlende Qualität nicht wett.
Ich sags mal so, heute kann jeder mit einem PC Musik machen.
Allerdings gibt es einen großen Unterschied, zumindest was meine Erfahrungen mit meiner Musik angeht.
Plattenläden haben meist nur die gute Musik, schlechte Musik findet man da eher selten.
Ich suche z.b. auch im Internet, aber 30 Sekunden vorhören bei einer Lied-Dauer von 6min-9min ist ein Witz.
Woher soll ich denn in den 30 Sekunden wissen wie sich das Lied weiterentwickelt...da hilft dann nur schwarz laden, gefällts einem, kaufen, ansonsten löschen.
Das Internet trägt (leider) auch dazu bei, das es mehr Musik gibt, aber dieses Mehr an Musik macht die fehlende Qualität nicht wett.
Ich sags mal so, heute kann jeder mit einem PC Musik machen.
Es ist ja ganz schön, dass das Thema aufgegriffen wird, aber könnte es bitte nicht nur an der Oberfläche kratzen und nebenbei Werbung sein!? Wie stehts mit der Gleichschaltung der Massen durch Software? Selbst weniger Entscheidungen treffen zu müssen dadurch das die Kompexität durch Algorithmen reduziert wird? Das ist ein riesiges Feld, das etwas Kritik und Information über den Tellerrand vertragen könnte. Danke und Grüße Spo
lev manovich bietet dazu spannende Perpektiven auf das Thema: http://www.manovich.net/ ..teilweise auch ganze Bücher zum download - z.B.: "Softbook".
grüße
"Nur weil man gerne Metal hört, mag man nicht jeden Song von AC/DC"
AC/DC ist kein Metal, sondern Hard Rock. :-)
Allerdings gibt es einen großen Unterschied, zumindest was meine Erfahrungen mit meiner Musik angeht.
Plattenläden haben meist nur die gute Musik, schlechte Musik findet man da eher selten.
Ich suche z.b. auch im Internet, aber 30 Sekunden vorhören bei einer Lied-Dauer von 6min-9min ist ein Witz.
Woher soll ich denn in den 30 Sekunden wissen wie sich das Lied weiterentwickelt...da hilft dann nur schwarz laden, gefällts einem, kaufen, ansonsten löschen.
Das Internet trägt (leider) auch dazu bei, das es mehr Musik gibt, aber dieses Mehr an Musik macht die fehlende Qualität nicht wett.
Ich sags mal so, heute kann jeder mit einem PC Musik machen.
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