Bundespräsidentenwahl In den sozialen Netzwerken fiebern die Menschen mitSeite 2/2

Die Debatten in sozialen Netzwerken prägen generell eher einfache Feindbilder (in diesem Fall heißt das Christian Wulff) und ein generalisiertes Misstrauen gegenüber Eliten und der etablierten Politik.

Aber auch die Linken bekommen ihr Fett ab. Tamar Klompas etwa schreibt auf Facebook : "Habt ihr gehört, was die Linke jetzt sagt? "Wir stimmen im 3. Wahlgang mit SPD und Grünen, wenn sie einen anderen Kandidaten ins Rennen schicken." Das ist doch ohne Worte!"Knuddelkruemel findet: " jeah, #demokratie scheint doch noch zu leben! weiter so! jetzt die irre #linke raus schmeißen und für #gauck stimmen!"  

Fast genauso groß ist derweil das Interesse für die permanent in der Retweet-Schlaufe landenden Fragen an die beiden Kandidaten, welchen Kinofilm sie denn als letztes gesehen haben. Das ist für die Twitterer eben auch eine relevante Form, sich mit Wulff und Gauck auseinanderzusetzen.

Und wie steht es um die gefürchteten Geheimnisverräter ? Abgesehen von ein paar Falschmeldungen und schlechten Scherzen gibt es da bislang keine großen Klagen zu vermelden. Dafür ist sich das Netz inzwischen seiner eigenen Bedeutung als Echtzeit-Medium mehr als bewusst, oder, wie Schubladenschaf fragt: "Ob die ARD bald meldet, dass Twitter meldet, dass die ARD meldet, was twitter meldet?"

 
Leser-Kommentare
  1. Hallo Zeit Redakteure,
    der Link bei
    " oder, wie Schubladenschaf fragt:"
    ist der Link nicht "http://www.twiiter.com/schubladenschaf"
    (denn das ist die falsche Seite),
    sondern Twitter, also http://www.twitter.com/sc...
    Die falsch angegebene Seite wird von Web Of Trust als "Diese Seite hat einen schlechten Ruf." eingestuft.

  2. Die Debatte kennzeichnet lediglich das bekannte, populäre Missverständnis: Dass mehr direkte Demokratie zwangsläufig zu besseren Ergebnissen führe.

    Welch elitäre Arroganz: Ab in die Ecke: schämen
    Und vor allem darüber nachdenken! Habe ich das Wort Demokratie verstanden.

  3. Wenn Internetjunkies, Flashmobs und Piraten für direkte Demokratie stehen, dann kann ich nur noch schreien: Hilfe !

    Der Beginn der Dummokratie und das Ende der Demokratie.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    die haben wir jetzt, oder wäre Ihnen Filzokratie, Scheindemokratie, Eliten-Verschwörungsstaat, oder mediengdestützer Volksverdummungsstaat, Elitärer Selbstbedienungsladen usw. lieber?

    ...Analyse.

    Da merkt man doch gleich, da schreibt einer, der nicht zur "Dummokratie" gehört, nein, hier äußert sich ein ehrlicher Demokrat der alten Schule, der noch nachdenkt, bevor er sich was von sich gibt.

    die haben wir jetzt, oder wäre Ihnen Filzokratie, Scheindemokratie, Eliten-Verschwörungsstaat, oder mediengdestützer Volksverdummungsstaat, Elitärer Selbstbedienungsladen usw. lieber?

    ...Analyse.

    Da merkt man doch gleich, da schreibt einer, der nicht zur "Dummokratie" gehört, nein, hier äußert sich ein ehrlicher Demokrat der alten Schule, der noch nachdenkt, bevor er sich was von sich gibt.

  4. kann mitunter den Nachteil mit sich tragen 2 Unterschiedliche Regierungen gleichzeitig zu haben.
    So könnte ein der Bundesregierung oppositionärer Bundespräsident sozusagen die Demokratie Lahmlegen, indem er Gesetze nicht unterschreibt oder diese verzögert.
    Im Falle großer Inhaltlicher Differenzen, würde die Direktwahl des Bundespräsidenten, deutlich größeres Konfliktpotential bieten, als es in diesem Falle ohnehin der Fall gewesen wäre.

    Dies bedeutet nicht, dass diese Direktwahl generell schlechter ist, als das jetzige System- doch es hat auch den oben erwähnten Nachteil- zumindest mit der aktuellen Verfassung, wo es beispielsweise schwierig ist den Bundespräsidenten abzusetzen (wie durch eine Anklage beim Bundesverfassungsgericht).

    Ein weitere Nachteil ist möglicherweise die Sicht aus dem Ausland, wo es sich als problematisch erweisen könnte, wenn die Außenpolitische Position des repräsentativen Staatsoberhaupts der BRD sich stark mit der des Außenministers unterscheidet.

    Allerdings überwiegen trotzdem die Vorteile einer Direktwahl, jedoch müssen deren Nachteile jederzeit im Auge behalten werden.

  5. die haben wir jetzt, oder wäre Ihnen Filzokratie, Scheindemokratie, Eliten-Verschwörungsstaat, oder mediengdestützer Volksverdummungsstaat, Elitärer Selbstbedienungsladen usw. lieber?

  6. ...Analyse.

    Da merkt man doch gleich, da schreibt einer, der nicht zur "Dummokratie" gehört, nein, hier äußert sich ein ehrlicher Demokrat der alten Schule, der noch nachdenkt, bevor er sich was von sich gibt.

  7. Wei in Hessen bei Koch, wie in Weimar. Widerlich.

    Gauck hatte recht: Die LINKE ist politikunfähig, das sie immer nur der Mehrheitsbeschaffer für den rechten Rand ist.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Mitte schafft die Mehrheiten für den rechten Rand, indem sie diesen als "kleineres Übel" zu hofieren pflegt.

    Wer ist denn z.B. Frau Ypsilanti in den Rücken gefallen, als sie Koch abwählen wollte? Die Linke sicher nicht.

    Was man den Linken "vorwerfen" kann, ist, daß sie Politik mit Prinzipien macht. Doch genau dafür werden sie gewählt.

    Die Mitte hingegen hat nur ein Prinzip: Immer das Gegenteil von dem zu wollen, was die Linken wollen, selbst wenn man es kurz zuvor noch selbst gewollt hat. Sowas heißt dann "politikfähig". Für mich heißt das: unwählbar.

    • HLWT
    • 01.07.2010 um 6:22 Uhr

    Die LINKE hat alles richtig gemacht! Ich werde sie weiter wählen trotz des Wutgeheuls von Schulz und Thierse. Gut das mir der egozentrische Spalter Gauck erspart bleibt, so daß mich nicht täglich ärgern muß, dieser Heuchler!!!!!

    Die Mitte schafft die Mehrheiten für den rechten Rand, indem sie diesen als "kleineres Übel" zu hofieren pflegt.

    Wer ist denn z.B. Frau Ypsilanti in den Rücken gefallen, als sie Koch abwählen wollte? Die Linke sicher nicht.

    Was man den Linken "vorwerfen" kann, ist, daß sie Politik mit Prinzipien macht. Doch genau dafür werden sie gewählt.

    Die Mitte hingegen hat nur ein Prinzip: Immer das Gegenteil von dem zu wollen, was die Linken wollen, selbst wenn man es kurz zuvor noch selbst gewollt hat. Sowas heißt dann "politikfähig". Für mich heißt das: unwählbar.

    • HLWT
    • 01.07.2010 um 6:22 Uhr

    Die LINKE hat alles richtig gemacht! Ich werde sie weiter wählen trotz des Wutgeheuls von Schulz und Thierse. Gut das mir der egozentrische Spalter Gauck erspart bleibt, so daß mich nicht täglich ärgern muß, dieser Heuchler!!!!!

  8. Die Mitte schafft die Mehrheiten für den rechten Rand, indem sie diesen als "kleineres Übel" zu hofieren pflegt.

    Wer ist denn z.B. Frau Ypsilanti in den Rücken gefallen, als sie Koch abwählen wollte? Die Linke sicher nicht.

    Was man den Linken "vorwerfen" kann, ist, daß sie Politik mit Prinzipien macht. Doch genau dafür werden sie gewählt.

    Die Mitte hingegen hat nur ein Prinzip: Immer das Gegenteil von dem zu wollen, was die Linken wollen, selbst wenn man es kurz zuvor noch selbst gewollt hat. Sowas heißt dann "politikfähig". Für mich heißt das: unwählbar.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service