Betreten verboten
Uns führt das GPS-Gerät als nächstes zu einem Gebäude, das früher gelb gestrichen war: Fensterrahmen ohne Glas, ein alter Waschraum, Polsterstühle, die ihr Inneres ausgespuckt haben. Dort hat es uns Hornesia schon deutlich schwerer gemacht. "Akribisch gucken", mahnt der Profi. Am Ende lesen wir die Koordinaten von einer Kleiderstange im Schrank ab, allerdings musste man an ihr drehen, um die Ziffern zu entdecken. Da muss man erst einmal drauf kommen! Ohne Guide hätten wir fast aufgegeben.
In den folgenden vier Stunden entdecken wir dunkle Keller genauso wie monumentale Wandbilder der Sowjets. Unter unseren Schritten knirschen Glasscherben. Das könnte auch der Anfang zu einem Psychothriller sein. Wir müssen Eisenschränke durchsuchen, klapprige Treppen besteigen, einen Turm erklimmen und manchmal ganz schön lange grübeln, bis wir der Logik von Hornesia auf die Schliche kommen. Die Versteckideen sind immer gewitzt, nie wahllos.
Zwar kann jeder auf der Seite geocaching.com nachgucken, an welchem Längen- und Breitengrad genau unser Cache in Brandenburg versteckt liegt, aber für Außenstehende benennen sollen wir die Gegend keinesfalls, sagt unser Guide, der sich noch nicht einmal mit seinem richtigen Tarnnamen zu erkennen gibt. Sonst könnte jemand von offizieller Seite auf die Idee kommen, das Gelände zu sperren, den Eintrag zu löschen und die anderen Geocacher damit gegen ihn aufbringen. Die Liebhaber der "Lost Places" bewegen sich irgendwo zwischen heimlicher Duldung und rechtlicher Grauzone.
Auch in den Kommentaren zu "Zimmer mit Aussicht" erzählen nicht wenige, dass sie der Wachdienst geschnappt hätte, bevor sie ihre Tour beenden konnten. Wir haben Glück. Und auch bei unserer finalen Kletterei geht alles gut. Der Profi versenkt dann noch einen sogenannten "Travel Bug" in der Findekiste. Den hat er aus seinem letzten Urlaub im Baltikum mitgebracht, und von Geocacher zu Geocacher weitergereicht, reisen diese kleinen Talismane jetzt um die Erde.
Die Welt ist vielleicht kein Ponyhof. Aber ein ziemlich großer Abenteuerspielplatz.
- Datum 09.08.2010 - 12:57 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"Geocacher behalten ihre Lost places gerne für sich" mittlerweile ist dies schon ein sehr populärer Volkssport und selbst die AOK hat darüber berichtet. Mal sehen wie lange es sich der Wachdienst das gefallen lässt, wenn alle Nase lang Geocacherhorden auf das Gelände pilgern. Denn, nicht jeder stellt sich so geschickt an wie Exilhamburger.
Nanu, sammeln wir etwa auch auf fernen Planeten? ;)
So viele Länder gibt es nämlich nicht- sondern "nur" knapp 200, die von der UNO anerkannt sind bzw UN-Staaten sind. (plus Taiwan und Vatikanstaat sind es zur Zeit insg. 194, soweit ich weiß :) )
zumindest gibt es dort ein Cache. Wer weiss wo es noch welche gibt. Allerdings muss man aufpassen, dass nicht zuviel Geomüll produziert werden. Z.B. kann es lästig werden, wenn Städte und Wälder sinnfrei mit Filmdosen zugkleistert werden.
zumindest gibt es dort ein Cache. Wer weiss wo es noch welche gibt. Allerdings muss man aufpassen, dass nicht zuviel Geomüll produziert werden. Z.B. kann es lästig werden, wenn Städte und Wälder sinnfrei mit Filmdosen zugkleistert werden.
zumindest gibt es dort ein Cache. Wer weiss wo es noch welche gibt. Allerdings muss man aufpassen, dass nicht zuviel Geomüll produziert werden. Z.B. kann es lästig werden, wenn Städte und Wälder sinnfrei mit Filmdosen zugkleistert werden.
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