Sport und Freizeit: Karten für jedes Hobby
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Auf Skatemap.de tragen Skateboard-Fans interessante Plätze ein
Gerade in den Bereichen Freizeit, Sport und Reise sind Karten-Mashups beliebt. Viele Communitys erlauben ihren Nutzern inzwischen, an Karten mitzuarbeiten. So lassen sich interessante Orte mit Mitstreitern teilen und es wachsen interaktive Reiseführer.
Das EarthAlbum verbindet Google Maps mit den Fotos von Flickr. Wer auf der Karte nach Adressen oder Koordinaten sucht, dem werden dort verortete Flickr-Bilder angezeigt. Der virtuelle Spaziergang mit Google Earth oder Street View wird so ergänzt um individuelle Blickwinkel. Dabei lassen sich mit etwas Glück so manche bizarre Orte in der Nachbarschaft entdecken. Das Modell ist so attraktiv, dass es verschiedene anbieten. Flickr hat inzwischen mit Places einen ähnlichen Dienst gestartet.
360 Cities sammelt ebenfalls Fotos von Orten, konzentriert sich allerdings auf hochwertige Panoramaaufnahmen. Privatpersonen können kostenlos ihre Bilder hochladen und verknüpfen. Professionelle Fotografen und Unternehmen können über einen bezahlten Account die Seite auch als Portfolio benutzen.
Kinder in Berlin ist ein privates Projekt, das Attraktionen für kleine und größere Kinder in der Hauptstadt sammelt. Schwimmbäder und Kletterhallen sind ebenso aufgelistet wie Spielplätze, Ponyhöfe und Mutter-Kind-Cafes. Die Karte ist seit 2008 aktiv und wird regelmäßig aktualisiert. Eine ähnliche, auf ganz Deutschland ausgerichtete Seite findet sich unter Spielplaetze.de . Auch das ein Beispiel, wie aus einer kleinen, privaten Initiative schnell ein nationales Projekt werden kann, das vielen nützt.
Und solche Karten bieten oft die verblüffende Einsicht, dass selten geglaubte Dinge sehr verbreitet sind. Dass Skateboarden mehr als bloß eine Randsportart ist, beweist beispielsweise die Skatemap . Hier sammeln die Nutzer Skateparks aus Deutschland und Europa. Egal ob professionelle Halle oder öffentliche Halfpipe im Park, weit mehr als Tausend Einträge zählt das Verzeichnis bereits. Neben Bildern und Beschreibung können Nutzer die einzelnen Orte zudem kommentieren und sich über Vor- und Nachteile austauschen.
Wer lieber auf zwei Rädern unterwegs ist, wird auf Bikemap fündig. Hier können Hobby-Radfahrer ihre Lieblingsstrecken eintragen und mit anderen teilen. Die Anzahl ist beachtlich: Von der kurzen Rundfahrt durch das eigene Stadtviertel bis zur einhundert Kilometer langen Etappe mit Bergankunft gibt es für jeden Sport- und Radtyp die passende Strecke. Neben privaten sind auch offizielle Events aufgelistet. Bereits gefahrene Strecken lassen sich nach der Anmeldung markieren und speichern.
Wer schließlich vom Sport durstig ist, kann beim Beer Mapping Projekt vorbeischauen. Hier sind Brauereien und offizielle Schankstuben aufgelistet. Jeder Eintrag kann von den Nutzern über die Website oder Facebook bewertet werden. In Deutschland gibt es aktuell 513 Einträge, in den USA sind es mittlerweile fast 7000.
- Datum 11.08.2010 - 11:10 Uhr
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Danke für den Artikel und diese nette Zusammenstellung einiger Kartendienste.
Da aber ein Haufen dieser Dienste über Google-Maps angeboten wird, sollte man darauf hinweisen, dass Google natürlich über die Schnittstellen wacht und somit auch Einfluss darauf nehmen kann, was, wie mit wem zu welchen Konditionen ver-mashed wird.
Wir haben hier eine sehr ähnliche Situation, wie vor gut 15 Jahren bei Dateiformaten. Microsoft konnte seine Wettbewerber im Office-Bereich dadurch vernichten, dass sie im Betriebssystem-Markt ein Quasi-Monopol besaßen und dass die proprietären Dateiformate Interoperabilität zwischen konkurrierenden Anwendungen unmöglich machte.
Wenn wir uns heute die Marktstellung von Google im Internet und die proprietären Schnittstellen z.B. für Kartenanwendungen ansehen, dann ist die Situation absolut vergleichbar.
Speziell bei Geodaten kratzen wir doch nicht einmal an der äußersten Schicht: Jedes Objekt befindet sich irgendwo auf der Welt - besitzt also ein Geodatum, das sich u.U. im Laufe der Zeit verändert. Es steckt unglaublich viel "Musik" da drin, die Metadaten dieser Objekte und relationen von Objekten auf elektronischen Karten abzubilden. Wir stehen hier noch ganz am Anfang einer stürmischen Entwicklung und Google hat alle Chancen der Welt, die Microsoft der Zukunft zu werden.
"Don't be evel" könnte morgen ein Lippenbekenntnis und übermorgen Vergangenheit sein - z.B. wenn sich die Nutzer aus der Google-Abhängigkeit nicht mehr lösen können ..
Y.S.
Dieser Artikel wird von Kai Biermann zitiert ("Wie ich lernte, Street View zu lieben"), um die guten Seiten von Googles neuem Dienst darzulegen. Ich kann beim besten Willen keine Verbindung erkennen. Vertikal nach unten betrachtet finde ich das Anschauungsmaterial auch extrem hilfreich. Horizontal dagegen fehlt mir die Perspektive für Vorteile.
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