Privatsphäre Fischermann googelt Fischermann
Ein Mensch sucht sich selbst im Netz: Warum sich lauter harmlose Daten zu einem erschreckend vollständigen Bild fügen – ein Selbstversuch von Thomas Fischermann.

Man kann sich mithilfe des Internets schon ein ziemlich genaues Bild von Thomas F. machen
Es gibt kein Google-Street-View -Bild vom Wohnhaus des Wirtschaftsredakteurs Thomas F.. Auf irgendeinem Computer des Konzerns mag es schon schlummern, freigeschaltet ist es nicht. Es geht also nicht, dass man unter maps.google.de die Wohnadresse des Redakteurs eintippt, ganz nah heranzoomt und dann sozusagen virtuell vor seiner Haustür steht.
In Amerika ist so etwas schon möglich, und in den kommenden Monaten soll es auch in Deutschland funktionieren. Dann können Menschen vom Bildschirm aus auf die schwere, schwarz gestrichene Eingangstür schauen, sich mit einer kreisenden Mausbewegung drehen, um auf das kleine Architekturbüro zur Linken und das Kosmetikstudio zur Rechten blicken, oder um die stattliche alte Fassade mit ihren Simsen hinaufzublinzeln. Alles, ohne den Sitzplatz vor ihrem Computer zu verlassen.
Das geht natürlich auch anders. Buslinie 48 nehmen, vor dem Haus des Redakteurs aussteigen und auf den Bordstein stellen. Doch wer am Bildschirm sitzt, erfährt mehr als ein Passant.
Googles Einblicke in das Wohnhaus des Redakteurs F. enden nicht vor der Eingangstür. Das Netz ist das Netz: ein weltweites Gedächtnis, das selten etwas vergisst. Google ist Google: Eine Armee aus Rechnern, zusammengespannt, um dieses Gedächtnis zu durchpflügen. Jeder kann sie in Bewegung setzen.
Street View verlässt man mit einem Knopfdruck. Dann schrumpft die schwere schwarze Eingangstür zu einem kleinen Ball zusammen, und wie im Traum schwebt der Google-Benutzer über dem Dach des Gebäudes. In Wahrheit blickt er auf die Aufnahme eines Satelliten oder eines Flugzeugs, und er sieht nun mehr als jeder Passant: eine steinerne Gartenterrasse. Ein rotes Planschbecken. Es sind sehr alte Aufnahmen, aber immerhin.
Innenräume lassen sich nicht betrachten. Dafür bräuchte der Internetsurfer mehr Glück: Eine Wohnung müsste vom Vermieter zur Werbung ins Netz gestellt werden, samt Fotoaufnahmen. Oder irgendwer müsste aus irgendeinem Grund dort ein Foto aufgenommen haben, bei einer Party etwa, um es dann mit einem sogenannten "GeoTag" versehen ins Netz zu laden. GeoTags sind kleine Zusatzangaben zum Foto, die genau beschreiben, wo die Aufnahme entstand. Etliche Kameras fotografieren heute mit GeoTags. Viele Leute laden solche Bilder ins Netz. Im Wohnhaus des Redakteurs F. bislang niemand.
Wenn man mehr erfahren will, steckt man jetzt ein bisschen fest. In den üblichen öffentlichen Online-Telefonbüchern – zum Beispiel dem von der Deutschen Telekom – fehlt eine Suchfunktion, mit der die reale Welt durchaus ausgestattet ist: Man kann die Klingelschilder nicht ablesen. Man kann nicht einfach irgendwo sehen, wer alles in diesem Haus wohnt. Das elektronische Telefonbuch verweigert die Auskunft. Aus Datenschutzgründen ist die Funktion gesperrt.
Es gibt aber eine Menge von Wegen um diese Beschränkung herum. Links und rechts der Onlinesuche erscheinen bald kleine und vermutlich auch anrüchige Angebote, platziert von den automatischen Werbeprogrammen Googles: "Wir finden jeden!" steht da zum Beispiel. Wer darauf klickt, stößt auf kostenpflichtige Angebote, bei der Adressensuche behilflich zu sein. Aha! Google hat inzwischen begriffen, dass jemand vor dem Computer sitzt, der nach Namen und Adressen fahndet!
Zu diesen Angeboten gehört, dass man eine sogenannte Telefonbuch-CD kaufen soll. Mit solchen CDs können Computerkundige so lange herumtricksen, bis sie die gewünschte Art der Suche ausführen können: Wer wohnt alles in diesem Haus? Eigentlich ist das auch auf diesen CDs gesperrt. Solche Suchen seien verboten, raunt es in den einschlägigen Foren und Chatroomseiten, es sei zumindest gegen die Geschäftsbedingungen der Hersteller der CDs. Ob sich wohl jedermann darum schert?
Der Redakteur F. ist sowieso nicht dadurch geschützt. Er hat gelegentlich und nicht nur einmal auf einer öffentlichen Webseite und in Chats gesagt: Hallo, ich bin der Redakteur F., und hier wohne ich. Das Netz vergisst es nicht. Es weiß: Der Redakteur F. wohnt irgendwo hinter der schweren, schwarzen Eingangstür.
Von diesem Punkt an ist es ein Kinderspiel, mehr zu erfahren. Mit ein paar Klicks findet man seine private Telefonnummer heraus (das Telefon steht in einem Schrank und wird quasi nie benutzt, aber rufen Sie ruhig an). Noch ein paar Klicks, und man findet seine dienstliche E-Mail-Adresse. Das reicht, um in Suchmaschinen wie Google oder 123people.de oder Metacrawler seitenweise Informationen über den Redakteur F. aufzurufen.
Leider alles ein bisschen langweilig. Aber jede Menge Informationen.
Der Redakteur F. hat viele Artikel in der ZEIT geschrieben (Kunststück). Er hat einen Wunschzettel auf Amazon, wonach er gerne den Speicher seines Apple-Notebook "MacBook Pro" aufrüsten würde (na ja, der gehört eigentlich seiner Frau). Im bevorstehenden Urlaub möchte er den Roman Sea of Poppies von Amitav Ghosh lesen. Er hat eine Handvoll Namensvetter im Netz, das stört eher bei der Suche, doch den richtigen Fischermann von den falschen zu trennen ist nicht schwer: Man kennt ja F.s Adresse.
F. hat 2003 ein Buch veröffentlicht, von dem 22 gebrauchte Restexemplare für 0.01 Euro das Stück erstanden werden können. Manche Käufer haben es aufmerksam und mit Gewinn gelesen ("Gelbe Textmarker-Markierungen vorhanden!"). Es gibt Leute, die nennen ihn Tom. Seine dienstliche Nummer findet sich auf einer Webseite zur Vermittlung von Rednern und Moderatoren, ebenso eine Fülle von Veranstaltungen samt Datum, Uhrzeit, Ort und Fotos, wo F. schon aufgetreten ist. Er spricht Englisch und Portugiesisch, sein Lebenslauf steht zum Download bereit. Er ist der Cheftexter einer englischsprachigen Humor-Webseite, die seit 2001 keinen neuen Witz veröffentlicht hat. Er hat eine liberale Einstellung zum Kopieren von Musikdateien. Abitur machte er 1988 in 50181 Bedburg an der Erft. In den achtziger Jahren programmierte sein Softwarelabel namens Interface Software ein Atari-Computerspiel namens Spaceball .
Man stößt, wenn man noch weiter klickt, irgendwann auf F.s private E-Mail-Adressen. Solche von heute und solche von früher. Wenn man diese wiederum in die Suchmaschine füttert, lernt man noch vielmehr über ihn, zum Beispiel über seine Käufe bei Internet-Auktionen oder Wortmeldungen in dem Internetforum Cable Asylum , wo es um die optimale Verlötung hochwertiger Stereokabel geht. Man zieht aus all dem seine Schlüsse. Vielleicht findet man, dass F. kein rasantes Leben voller Abenteuer führt.
Aber darum geht es ja auch nicht. Es erschrickt einfach, was man durch die schlichte Kombination von Daten im Netz erfährt – über einen Ort, und über die Menschen, die dort wohnen.
Dabei ist die schlichte Suche, wie sie hier beschrieben wird, das Googeln, nichts im Vergleich zu dem, was eines Tages möglich sein soll. Schon heute schicken ja Handys pausenlos die Ortungsdaten ihrer Benutzer an Rechnerzentralen, und die ersten Dienste sind schon da, mit denen man diese Information freiwillig und ebenso pausenlos der Öffentlichkeit preisgeben kann. Alles davon wird gesammelt und zu kommerziellen Zwecken ausgewertet, mehr und mehr wird öffentlich: Präferenzen für Filme und Musik und Restaurants und die Verweildauer vor bestimmten Schaufenstern und der Besuch bestimmter Adressen im Netz und in der Stadt. Die Welt kann dann wissen, wenn der Redakteur F. mal nicht zuhause ist.
Bisher geht diese Echtzeit-Transparenz in den sozialen Netzwerken am weitesten. Karriereportale wie Xing und LinkedIn, virtuelle Treffpunkte wie SecondLife, MySpace und Facebook. Die paar Klicks und die paar Suchanfragen von vorhin haben ergeben, dass der Redakteur F. selbst eine Reihe solcher Dienste abonniert, Facebook zum Beispiel. Dort chattet er mit vielen Freunden, trifft Verabredungen, tauscht private Fotos aus und vertrödelt generell viel Zeit.
Es wird nicht jedermann enttäuschen, aber: Man kommt nicht leicht ran an F.s Geplapper. Es gibt Hacker, die angeblich ein paar Tricks kennen, aber für Normalnutzer gilt: F. hat bei Facebook Einstellungen vorgenommen, die seine privaten Daten vor Unbekannten schützen, und dabei bleibt es erstmal. Man könnte sein Passwort knacken, um Zugang zu erhalten, aber das ist reichlich illegal. Außerdem hat sich F.s Passwort bei Facebook – toi, toi, toi – bislang als recht sicher erwiesen.
Aber F. hat, das kriegen Sie raus, 119 Freunde auf Facebook. Jeder dieser Freunde kann sehen, was F. so schreibt.
Berichtigung: Jeder, der sich unter dem Namen eines dieser Freunde und mit dem entsprechenden Passwort anmeldet, kann sehen, was F. so schreibt. Ob wirklich alle Freunde von F. sichere Passwörter haben ... ?
- Datum 18.08.2010 - 12:53 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Das Problem der Daten im Netz ist altbekannt - am einfachsten ist es wenn man schon auf Seiten wie Facebook ist einfach keine Informationen hineinstellen - die die einen Kennen oder im gleichen (Mathe-)Kurs an der Uni sind können ja fragen.
Somit gibt es wenig - hmm - "Datenmüll" - der auf Rückschlüsse führen könnte.
Auf einer Webseite kann man das Bild erstellen das man von sich im Internet auffindbar haben will - zum Beispiel Photographie als Hobby - so hat man eine Kontrolle über das was man über sich preisgibt.
Was hier nur indirekt angesprochen wird - und mehr betont werden sollte ist die "Spur" die man sonst hinterlässt.
Foren oder Produktbewertungen - über Facebook kann man über mich nichts rausfinden was nicht eh öffentlich ist - aber wer meine Forenbeiträge ließt kann sich durchaus ein Bild von mir machen... und da liegt die Gefahr für die meisten Leute - OK, bei mir kommt am Ende "Nerd" raus - nicht unbedingt schlecht, vor allem als Mathestudent - aber für manche Leute könnte so etwa durchaus viel aufschlussreicher sein.
Ganz so einfach ist das mit dem Datenmüll doch nicht, Herr DetlevCM. Jedenfalls nicht für Leute, die sich in irgendeiner Form sozial/sportlich/künstlerisch engagieren: in einem Verein, einer Bürgerinitiative, einem Förderkreis oder einer Freizeitgruppe. Da gibt es Veranstaltungen, Wettbewerbe, ein Interview mit der Tageszeitung. Im Interesse der Gruppe/Vereinigung müssen Sie mitmachen. Und nicht immer werden Sie überhaupt gefragt, ob Sie mit einer Veröffentlichung des Bildes einverstanden sind - bzw. nicht immer merken Sie überhaupt, dass Ihr Konterfei ins Netz kommt. Zum Beispiel, wenn ein Vereinskamerad ein Foto auf seiner Privatwebsite einstellt, mit der Bildunterschrift: von li. nach re.: DetlevCM, Max Mustermann und ich nach unserem wilden Gelage auf der Berghütte.....
Ab und zu sich selbst ergoogeln schadet bestimmt nicht! Bietet nich sogar web.de einen kostenpflichtigen Dienst zur Überwachung solcher Einträge an? Vielleicht benötigen wir in zehn, fünfzehn Jahren alle so einen Dienst.
….ist sicherheitsrelevant; es ist die pervertierte Datensammelwut und die Verknüpfung von persönlichen und sogar intimen Daten.
Die explosionsartige Verbreitung von Scripts (Trackern), selbst auf privaten Homepages – für 'nen schnellen Euro erlauben einige Betreiber Alles - ist äußerst bedenklich. Die IP und sämtliche, angeklickte Links werden gespeichert und verknüpft. (IP-Identschutz wie in Deutschland ist auf amerikanischen Servern eine Farce)
"Google" weiß, welche Pornos Sie bevorzugt betrachten und bei welchen Online-Shops Sie was kaufen und welche Zahlungsweise Sie präferieren!
Selbst auf der Seite für die Unkenntlichmachung des eigenen Hauses auf der Google-Seite tummeln sich sämtliche, hauseigene Scripts!!!
Der Datenschutz in vielen Ländern und die Sicherheitsbestimmungen sind nur rudimentär vorhanden. Der einzige Bereich mit extremen Sicherheitsvorkehrungen betrifft
die unternehmenseigenen Daten.
Was glauben Sie ist der Sinn von Empfehlungen auf diesen pseudo-sozialen Netzwerken?
Wozu dient das Prozedere bei der Beantragung einer "Google-Email Adresse"?
Wenn Google, fernab vom Deutschen Datenschutz die Brieftasche öffnet, beginnen amerikanische Server von "sozialen Netzwerken" eine schier unglaubliche Dateninkontinenz zu entwicklen.
Was kann; nein, was muss man tun?
NoScript, Ghostery, Adblock unter Firefox installieren und für extrem sicherheitsbewusste Nutzer zusätzlich noch das "Vidalia Bundle" (anonym mit Tor-Proxies)
Statt Google kann man auch Ixquick – die Suchmaschine ist weitgehend nicht moderiert und speichert KEINE IP's – nutzen. Sie bietet sogar das anonyme Anklicken von Suchergebnissen über den eigenen Proxy-Server.
Für echte Paranoiker gibt es "Xpud".
Man startet den Rechner von einer schreibgeschützen Xpud-DVD/CD. Das Betriebssystem bleibt 'runtergefahren/wird nicht benötigt und man ist in ca. 10 Sek. Online.
Don't be evil.
Ganz so einfach ist das mit dem Datenmüll doch nicht, Herr DetlevCM. Jedenfalls nicht für Leute, die sich in irgendeiner Form sozial/sportlich/künstlerisch engagieren: in einem Verein, einer Bürgerinitiative, einem Förderkreis oder einer Freizeitgruppe. Da gibt es Veranstaltungen, Wettbewerbe, ein Interview mit der Tageszeitung. Im Interesse der Gruppe/Vereinigung müssen Sie mitmachen. Und nicht immer werden Sie überhaupt gefragt, ob Sie mit einer Veröffentlichung des Bildes einverstanden sind - bzw. nicht immer merken Sie überhaupt, dass Ihr Konterfei ins Netz kommt. Zum Beispiel, wenn ein Vereinskamerad ein Foto auf seiner Privatwebsite einstellt, mit der Bildunterschrift: von li. nach re.: DetlevCM, Max Mustermann und ich nach unserem wilden Gelage auf der Berghütte.....
Ab und zu sich selbst ergoogeln schadet bestimmt nicht! Bietet nich sogar web.de einen kostenpflichtigen Dienst zur Überwachung solcher Einträge an? Vielleicht benötigen wir in zehn, fünfzehn Jahren alle so einen Dienst.
….ist sicherheitsrelevant; es ist die pervertierte Datensammelwut und die Verknüpfung von persönlichen und sogar intimen Daten.
Die explosionsartige Verbreitung von Scripts (Trackern), selbst auf privaten Homepages – für 'nen schnellen Euro erlauben einige Betreiber Alles - ist äußerst bedenklich. Die IP und sämtliche, angeklickte Links werden gespeichert und verknüpft. (IP-Identschutz wie in Deutschland ist auf amerikanischen Servern eine Farce)
"Google" weiß, welche Pornos Sie bevorzugt betrachten und bei welchen Online-Shops Sie was kaufen und welche Zahlungsweise Sie präferieren!
Selbst auf der Seite für die Unkenntlichmachung des eigenen Hauses auf der Google-Seite tummeln sich sämtliche, hauseigene Scripts!!!
Der Datenschutz in vielen Ländern und die Sicherheitsbestimmungen sind nur rudimentär vorhanden. Der einzige Bereich mit extremen Sicherheitsvorkehrungen betrifft
die unternehmenseigenen Daten.
Was glauben Sie ist der Sinn von Empfehlungen auf diesen pseudo-sozialen Netzwerken?
Wozu dient das Prozedere bei der Beantragung einer "Google-Email Adresse"?
Wenn Google, fernab vom Deutschen Datenschutz die Brieftasche öffnet, beginnen amerikanische Server von "sozialen Netzwerken" eine schier unglaubliche Dateninkontinenz zu entwicklen.
Was kann; nein, was muss man tun?
NoScript, Ghostery, Adblock unter Firefox installieren und für extrem sicherheitsbewusste Nutzer zusätzlich noch das "Vidalia Bundle" (anonym mit Tor-Proxies)
Statt Google kann man auch Ixquick – die Suchmaschine ist weitgehend nicht moderiert und speichert KEINE IP's – nutzen. Sie bietet sogar das anonyme Anklicken von Suchergebnissen über den eigenen Proxy-Server.
Für echte Paranoiker gibt es "Xpud".
Man startet den Rechner von einer schreibgeschützen Xpud-DVD/CD. Das Betriebssystem bleibt 'runtergefahren/wird nicht benötigt und man ist in ca. 10 Sek. Online.
Don't be evil.
langsam aber sicher wirds mir auch zuviel. bin eigentlich schon lange dabei, im internet. und nutze auch 2 social network plattformen aber jetzt mit diesem geo-tag krams und street view (auch wenns schon andere anbieter dort gibt, die aber keine sau kennt), wirds mir doch ein wenig unheimlich.
gabs da nicht mal das programm "thor"??
was ist denn damit? damals, so hab ichs in erinnerung war das noch sehr roh und kompliziert.
einen bericht über das geschickte verschleiern von spuren (ohne gleich den stecker zu ziehen) würd ich mir mal wünschen.
das dürfte es immer noch geben - allerdings ist es langsam und unterstützt nicht alles - zum Beispiel Flash Videos (zumindest als ich einmal damit gespielt habe - vor etwa 2-3 Jahren)
Ich muss ihnen aber zustimmen - Geotags sind etwas viel - zumindest automatische - keines meiner Geräte hat GPS :)
TOR - The Onion Router gibt es immernoch. Hier: http://www.torproject.org/
Auch lässt es sich inzwischen einfach bedienen, langsam aber ist es noch immer. Und es nutzt Ihnen im Zweifel bei dem hier beschriebenen Problem nichts.
TOR verschleiert nur Ihre IP-Adresse, wenn Sie im Web surfen. Der Betreiber der Seite kann also nicht sehen, wer da ankommt. Informationen, die Sie irgendwo hinterlassen, indem Sie sie in Formulare eintragen etc., werden davon nicht berührt.
Beste Grüße
Kai Biermann
das dürfte es immer noch geben - allerdings ist es langsam und unterstützt nicht alles - zum Beispiel Flash Videos (zumindest als ich einmal damit gespielt habe - vor etwa 2-3 Jahren)
Ich muss ihnen aber zustimmen - Geotags sind etwas viel - zumindest automatische - keines meiner Geräte hat GPS :)
TOR - The Onion Router gibt es immernoch. Hier: http://www.torproject.org/
Auch lässt es sich inzwischen einfach bedienen, langsam aber ist es noch immer. Und es nutzt Ihnen im Zweifel bei dem hier beschriebenen Problem nichts.
TOR verschleiert nur Ihre IP-Adresse, wenn Sie im Web surfen. Der Betreiber der Seite kann also nicht sehen, wer da ankommt. Informationen, die Sie irgendwo hinterlassen, indem Sie sie in Formulare eintragen etc., werden davon nicht berührt.
Beste Grüße
Kai Biermann
das dürfte es immer noch geben - allerdings ist es langsam und unterstützt nicht alles - zum Beispiel Flash Videos (zumindest als ich einmal damit gespielt habe - vor etwa 2-3 Jahren)
Ich muss ihnen aber zustimmen - Geotags sind etwas viel - zumindest automatische - keines meiner Geräte hat GPS :)
Die Suche hat - wie auch bei mir - so gut wie gar nichts ergeben. Und das, obwohl der Mann quasi öffentlich arbeitet. Woher kommt also die ganze Panik um den Datenschutz? Vermutlich ereilt die ältere Generation hinsichtlich moderner Vernetzung genau dieselben Gefühle, die das erst kürzlich entdeckte Dschungelvolk hinsichtlich des anfliegenden Hubschraubers bekam. Angst vor einer Technik, die es nicht kennt.
Ich habe das gleiche simple Experiment wie Herr Fischermann gemacht, mit dem gleichen Resultat. Sie haben natuerlich recht, dass man nur das im Netz finden kann, was vorher hineingegeben wurde. Und da ist vielen Leuten (einschliesslich mir) gar nicht immer bewusst, wieviel sie von sich preisgeben. Hier fuellt man mal eine Liste mit seinen Hobbys aus, da nur mal die Adresse, dort ein Forenbeitrag usw. usf.Fotos von Konferenzen und Tagungen sind im Netz, wo ich drauf zu sehen bin. Und auf 123people taucht ein alter, nie geloeschter Amazon Wunschzettel auf (gut, dass ich mir nie Pornos oder Horrorfilme gewuenscht hab .....) Nix Spektakulaeres, nix Illegales, ganz normales Netz. Trotzdem in gewisser Weise erschreckend.
Wenn man diese freiwillige Informationspreisgabe mit dem Hype um Volkszaehlungen vergleicht ... Irgendwie machen wir uns unser '1984' selber - etwas plakativ gesagt.
dass im Netz natuerlich auch das steht, was andere (!) ueber einen eingeben. Es ist sehr sehr leicht, per internet eine andere Person schlechtzumachen - dabei selbst relativ anonym bleibend (z.B. wenn man einen Forenbeitrag verfasst, zu dem man sich mit einer anonymen emailadresse von einem Internetcafe aus registriert). Das Opfer erfaehrt davon moeglicherweise gar nichts- oder erst viel viel spaeter, wenn es sich selbst einmal googelt.
Ausserdem kann es ja durchaus sein, dass man heute der Ansicht ist, hinter Forenbeitrag x 100% zu stehen und dass das ruhig jeder lesen kann. 5 Jahre spaeter kann einem derselbe Beitrag aber wahnsinnig peinlich sein. Dann aber wird er von jedem Personengoogler immer noch wiedergefunden.
Ich habe das gleiche simple Experiment wie Herr Fischermann gemacht, mit dem gleichen Resultat. Sie haben natuerlich recht, dass man nur das im Netz finden kann, was vorher hineingegeben wurde. Und da ist vielen Leuten (einschliesslich mir) gar nicht immer bewusst, wieviel sie von sich preisgeben. Hier fuellt man mal eine Liste mit seinen Hobbys aus, da nur mal die Adresse, dort ein Forenbeitrag usw. usf.Fotos von Konferenzen und Tagungen sind im Netz, wo ich drauf zu sehen bin. Und auf 123people taucht ein alter, nie geloeschter Amazon Wunschzettel auf (gut, dass ich mir nie Pornos oder Horrorfilme gewuenscht hab .....) Nix Spektakulaeres, nix Illegales, ganz normales Netz. Trotzdem in gewisser Weise erschreckend.
Wenn man diese freiwillige Informationspreisgabe mit dem Hype um Volkszaehlungen vergleicht ... Irgendwie machen wir uns unser '1984' selber - etwas plakativ gesagt.
dass im Netz natuerlich auch das steht, was andere (!) ueber einen eingeben. Es ist sehr sehr leicht, per internet eine andere Person schlechtzumachen - dabei selbst relativ anonym bleibend (z.B. wenn man einen Forenbeitrag verfasst, zu dem man sich mit einer anonymen emailadresse von einem Internetcafe aus registriert). Das Opfer erfaehrt davon moeglicherweise gar nichts- oder erst viel viel spaeter, wenn es sich selbst einmal googelt.
Ausserdem kann es ja durchaus sein, dass man heute der Ansicht ist, hinter Forenbeitrag x 100% zu stehen und dass das ruhig jeder lesen kann. 5 Jahre spaeter kann einem derselbe Beitrag aber wahnsinnig peinlich sein. Dann aber wird er von jedem Personengoogler immer noch wiedergefunden.
Ganz so einfach ist das mit dem Datenmüll doch nicht, Herr DetlevCM. Jedenfalls nicht für Leute, die sich in irgendeiner Form sozial/sportlich/künstlerisch engagieren: in einem Verein, einer Bürgerinitiative, einem Förderkreis oder einer Freizeitgruppe. Da gibt es Veranstaltungen, Wettbewerbe, ein Interview mit der Tageszeitung. Im Interesse der Gruppe/Vereinigung müssen Sie mitmachen. Und nicht immer werden Sie überhaupt gefragt, ob Sie mit einer Veröffentlichung des Bildes einverstanden sind - bzw. nicht immer merken Sie überhaupt, dass Ihr Konterfei ins Netz kommt. Zum Beispiel, wenn ein Vereinskamerad ein Foto auf seiner Privatwebsite einstellt, mit der Bildunterschrift: von li. nach re.: DetlevCM, Max Mustermann und ich nach unserem wilden Gelage auf der Berghütte.....
Ab und zu sich selbst ergoogeln schadet bestimmt nicht! Bietet nich sogar web.de einen kostenpflichtigen Dienst zur Überwachung solcher Einträge an? Vielleicht benötigen wir in zehn, fünfzehn Jahren alle so einen Dienst.
Sicherlich haben sie da Recht - andererseits muss man dann auch fragen:
Muss ein Photo - auch aus einem Verein - das einen zum Beispiel bei einer Party zeigt im Netz stehen? Nein - auch Vereinsphotos können jemanden in einem positiven Licht darstellen - und zwar dann wenn sie unpersönlich sind - ich kann selbst Fußball nicht ausstehen - aber nehmen wir als Beispiel ein Photo der Mannschaft das Person X zeigt - das wäre ja nicht negativ.
Und wenn jemand einem Verein angehört der Trinkgelage in Netz stellt dann sollte sich diese Person fragen ob sie diesem Verein überhaupt angehören will.
Und wenn einem die Unterschrift nicht gefällt - man kann sicherlich immer den Anbieter um eine Korrektur bitten - oder darum bitten dass das Bild entfernt wird.
Sicherlich haben sie da Recht - andererseits muss man dann auch fragen:
Muss ein Photo - auch aus einem Verein - das einen zum Beispiel bei einer Party zeigt im Netz stehen? Nein - auch Vereinsphotos können jemanden in einem positiven Licht darstellen - und zwar dann wenn sie unpersönlich sind - ich kann selbst Fußball nicht ausstehen - aber nehmen wir als Beispiel ein Photo der Mannschaft das Person X zeigt - das wäre ja nicht negativ.
Und wenn jemand einem Verein angehört der Trinkgelage in Netz stellt dann sollte sich diese Person fragen ob sie diesem Verein überhaupt angehören will.
Und wenn einem die Unterschrift nicht gefällt - man kann sicherlich immer den Anbieter um eine Korrektur bitten - oder darum bitten dass das Bild entfernt wird.
Gut dass es Antidiskriminierungsgesetze gibt, aber wie wird kontrolliert ob ein Arbeitgeber nicht aufgrund des politischen Engagements eines potentiellen Arbeitnehmers, welches er anhand einer Gesichtserkennung in einem Youtube-Video von z.B. einer Anti-Atom-Demonstration, diesen nicht zum Vorstellungsgespräch einläd?
Ich glaube nicht, dass wir die Technik stoppen können. Daher denke ich, dass es realistischer ist eine offene freie Gesellschaft zu fordern und fördern. Wenn schon denn schon. Und das bedeutet auch die Mächtigen haben keine Privatssphäre verdient.
Oder ließe sich ein Verbot von Gesichtserkennungssoftware durchsetzen? Würden sich Personalabteilungen und Polizei daran halten?
springt auf den Zug der Hysterie auf und scheint dabei nicht unbedingt über eine allzu große Datenkompetenz zu verfügen (auch das Programmieren von Atari-Klassikern scheint da nicht geholfen zu haben). Wer sich mit seiner Adresse in Telefonbüchern vermerken lässt (auch die CDs haben da keine tollen besseren größeren Datensätze), der muss sich nicht darüber wundern, dass man ihn findet. Ansonsten muss man sich als im Netz präsenter Journalist und Unternehmer damit abfinden, dass Gewisse Daten über einen abrufbar sind, schließlich verdient man damit ja auch sein Geld und die benötigte Credebility. Die dienstliche Email-Adresse würde ich übrigens auf gar keinen Fall für Portale wie Facebook etc. verwenden (dafür hab ich ne anonyme Spam-Adresse). Wer wenig von sich preis gibt und darauf achtet unterschiedliche Portale nicht miteinander zu verknüpfen, brav Spam-Adressen für diverse Services benutzt, der hat auch nicht mehr zu befürchten als im analogen Zeitalter.
Zur Recherche über sensible Daten, sei übrigens Maltego empfohlen, ein wirklich beeindruckendes Tool, aber auch nur dann, wenn sich jemand so naiv verhält, wie der Herr Fischermann.
Sicherlich haben sie da Recht - andererseits muss man dann auch fragen:
Muss ein Photo - auch aus einem Verein - das einen zum Beispiel bei einer Party zeigt im Netz stehen? Nein - auch Vereinsphotos können jemanden in einem positiven Licht darstellen - und zwar dann wenn sie unpersönlich sind - ich kann selbst Fußball nicht ausstehen - aber nehmen wir als Beispiel ein Photo der Mannschaft das Person X zeigt - das wäre ja nicht negativ.
Und wenn jemand einem Verein angehört der Trinkgelage in Netz stellt dann sollte sich diese Person fragen ob sie diesem Verein überhaupt angehören will.
Und wenn einem die Unterschrift nicht gefällt - man kann sicherlich immer den Anbieter um eine Korrektur bitten - oder darum bitten dass das Bild entfernt wird.
Wenn sie nicht den eigenen Namen suchen sondern versuchen einen Menschen auswählen von dem sie den Namen und den Wohnort wissen und der zwischen 16 und 25 Jahre alt ist wird es schon anders.
Ich habe auf Grund dieses mit einem Bekannten jetzt mal gemacht. Suchdauer 5 min. Ich weiß das er Musik macht und welche Richtung, Sportlich aktiv und und ist Amateur Schauspieler. Für diese angaben war ich nicht mal auf den angezeigten Webseiten bin nur auf googel geblieben.
Nicht der Staat ist hier der Daten abschöpft, die sind zugegebenermaßen zu dünn. Aber Arbeitgeber, Geschäftspartner (auch zukünftige), Stalker usw können von den hinterlassenen Daten genug herauslesen.
Wie soll man aber verhindern das der Name nicht auftaucht? Das geht wenn man aktiv ist nicht. Sonst müsste jede Teilnehmerliste eines Sportwettkampfes eine Datenschutzerklärung haben usw.
Wenn sie nicht den eigenen Namen suchen sondern versuchen einen Menschen auswählen von dem sie den Namen und den Wohnort wissen und der zwischen 16 und 25 Jahre alt ist wird es schon anders.
Ich habe auf Grund dieses mit einem Bekannten jetzt mal gemacht. Suchdauer 5 min. Ich weiß das er Musik macht und welche Richtung, Sportlich aktiv und und ist Amateur Schauspieler. Für diese angaben war ich nicht mal auf den angezeigten Webseiten bin nur auf googel geblieben.
Nicht der Staat ist hier der Daten abschöpft, die sind zugegebenermaßen zu dünn. Aber Arbeitgeber, Geschäftspartner (auch zukünftige), Stalker usw können von den hinterlassenen Daten genug herauslesen.
Wie soll man aber verhindern das der Name nicht auftaucht? Das geht wenn man aktiv ist nicht. Sonst müsste jede Teilnehmerliste eines Sportwettkampfes eine Datenschutzerklärung haben usw.
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