Der Internet-Telefonanbieter Skype will an die Börse. Das Unternehmen plant, in einem ersten Schritt Anteile von bis zu 100 Millionen Dollar an der Technologiebörse Nasdaq in New York auszugeben. Den genauen Zeitpunkt und weitere Details ließ die Firma vorerst offen. Die Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan sollen den Börsengang begleiten.

Skype wurde im Jahr 2003 gegründet. Zwei Jahre später übernahm das Auktionshaus Ebay das Unternehmen für 2,6 Milliarden Dollar. Das Investment erwies sich als glücklos: Die Internettelefonie erreichte nicht die Bedeutung, die sich Ebay erhofft hatte. Skype schrieb rote Zahlen.

Im vergangenen Jahr verkaufte Ebay 70 Prozent der Anteile des Unternehmens an eine Investorengruppe um den Internetpionier und Netscape-Gründer Marc Andreessen. Nun geben die neuen Eigner einen Teil ihrer Anteile ab, um frisches Geld in die Kasse zu bekommen.

Skype konnte die Zahl seiner Nutzer zuletzt kräftig steigern: bis Ende Juni auf 560 Millionen. Da auch die Zahl der zahlenden Kunden zulegte, verbesserte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um rund ein Viertel auf 406 Millionen Dollar. Der Gewinn sank aber wegen Belastungen aus dem Verkauf um 42 Prozent auf rund 13 Millionen Dollar.