Google hat von anderen Konzernen gelernt. Apple zum Beispiel schafft es immer wieder, vor wichtigen Produktankündigungen die Technik-Welt durch gezielte Informationslecks in Spannung zu versetzen. Diesmal hat Google ein neues Feature angekündigt. Die Vorfreude auf das neue Produkt sollte damit erhöht werden, dass es vorab ein paar Spielereien mit dem Google-Logo auf der Startseite der Suchmaschine gab.

Die Suchmaschine ist inzwischen einer der meistgenutzten Dienste überhaupt. "Und damit sind nicht nur Dienste im Internet gemeint", mit dieser Einleitung startete Marissa Mayer, Google Vice-President of Search Products, die Präsentation von Instant Search , dem neuen Feature also, das ihrer Meinung nach einen fundamentalen Wandel für die Nutzer bedeuten wird.

Google hat sich die Geschwindigkeit einer üblichen Google-Anfrage angeschaut und Verbesserungspotenzial gesehen: Neun Sekunden braucht der Nutzer üblicherweise für eine Eingabe in die Suchmaske. Nahezu minimal sind die Verarbeitungszeiten auf den Google-Servern und der Daten-Transport durch die Netze. Und 15 Sekunden dauert es im Schnitt, bis der Nutzer das Suchergebnis gefunden hat, das er ursprünglich finden wollte.

Google arbeitet schon lange daran, die Suche zu beschleunigen, etwa mit Google Suggestion: Hier werden Vorschläge gemacht, welche Wendung mit dem gleichen Wortanfang von anderen Nutzern am häufigsten gesucht wurde. Mit Instant Search braucht der Nutzer für die Auswahl nicht einmal mehr auf den Suchknopf oder die "Enter-Taste" zu drücken – die Ergebnisse erscheinen sofort auf der Seite. Sie werden sogar schon angezeigt, noch während er tippt. Und zwar nach der statistischen Wahrscheinlichkeit, dass genau der bestimmte Begriff gemeint war.

Zwei bis fünf Sekunden will das Feature pro Suche einsparen. Die vorgeschlagenen Vervollständigungen werden in grauer Schrift angezeigt, man kann also sofort aufhören zu tippen, taucht die geforderte Wendung dabei auf. Was eben –  logisch – recht wahrscheinlich ist. "Diese Änderung wird im Nachhinein so offensichtlich erscheinen, dass man sich im Rückblick gar nicht mehr vorstellen können wird, dass Suchen jemals anders funktioniert hat", sagt Ben Gomes, der für die technische Seite von Instant Search zuständig ist.

Instant Search soll ab sofort verfügbar sein, auch für Nutzer in Deutschland, Italien, Spanien und Russland, andere Länder sollen folgen. Der Nutzer muss dafür einen der folgenden Browser verwenden: Chrome v5/6, Firefox v3, Safari v5 oder den Internet Explorer v8. Und sich mit einem Google-Konto anmelden.