Bislang umfasst die Website nur Zahlen des Bundes, Länder- und Gemeindehaushalte sollen folgen © screenshot: bund.offenerhaushalt.de

ZEIT ONLINE: An wen richtet sich Ihr Projekt " offener haushalt "?

Daniel Dietrich: Zum einen wollen wir grundsätzlich aufzeigen, was mit einer Aufarbeitung von öffentlichen Daten möglich ist. Dann ist es ein Recherche-Tool: Zum einen für den interessierten Bürger, vor allem aber für Journalisten und Nicht-Regierungsorganisationen. Sie finden die Informationen bei uns viel leichter als im traditionell veröffentlichten Haushalt. Und sie können auch direkt darauf verlinken. Jeder Posten hat eine eigene URL.

ZEIT ONLINE : Klingt noch nicht sehr aufsehenerregend ...

Dietrich : Die Daten stehen ja in verschiedenen Formaten zur Verfügung, was es einfacher macht, sie mit bestimmten Programmen auszuwerten. Man kann sie etwa ins Verhältnis setzen zu Bestandsdaten, zur Bevölkerungsentwicklung, zur Gesundheitspolitik, zu Fördergeldern. 

ZEIT ONLINE : Warum sollte man das tun wollen?

Dietrich: Um auf bestimmte Zusammenhänge hinzuweisen. Vorbildcharakter hat da zum Beispiel das Projekt Farmsubsidy . Durch diese Website wurde das erste Mal transparent, welche Unternehmen am meisten von den Agrarsubventionen der Europäischen Union profitieren. Spannend wäre für Deutschland zum Beispiel eine genauere Analyse, welche Subventionen an welche Unternehmen fließen.