Auffälligste Neuerung auf twitter.com ist die Größe der rechten Spalte. Auf der werden diejenigen angezeigt, die einem folgen, außerdem Listen und Favoriten. Diese Spalte ist nun erheblich breiter und bietet Platz für die entscheidenden Erweiterungen: einfachere Interaktion mit anderen Twitter-Nutzern und bessere Handhabung von Links auf Fotos und Videos.

Wenn ein Tweet einen Link auf beispielsweise ein Video von YouTube enthält, öffnet sich dieses Video in der rechten Spalte und nicht mehr in einem neuen Fenster des Browsers. Das gilt auch für Fotos von Seiten wie Flickr und Twitpic. Twitter hat dafür Abkommen mit insgesamt 16 Betreibern getroffen.

Das gleiche Prinzip verwendet Twitter für die sogenannten Hashtags, Schlagworte in Tweets, die mit dem Zeichen # markiert sind und somit die Suche erleichtern. Auch sie erscheinen in der rechten Spalte. Damit bindet Twitter fremde Inhalte direkt ein, wie es auch das Netzwerk Facebook tut, um die Nutzer auf seinen eigenen Seiten zu halten.

Nach eigenen Angaben hat Twitter weltweit 160 Millionen Nutzer. Täglich kämen 370.000 neue hinzu, hieß es bei der Vorstellung des Relaunches .

Bleiben die Nutzer länger auf der Seite als bisher, erhöht dies die Möglichkeiten Werbung zu verkaufen. Genau das bewertet der amerikanische Blogger Peter Kafka kritisch. Twitter würde zu einer Medien-Seite ähnlich wie Facebook, wo die Leute eher Inhalte konsumierten, wo sie aber nicht mehr miteinander agierten.

Unterhaltungen auf Twitter werden mit der Überarbeitung übersichtlicher. Wenn ein Twitterer einem anderen antwortet, erscheint im Text ein kleines Symbol. Klickt man darauf, wird die gesamte Konversation der beiden in der breiten rechten Spalte angezeigt.