Apple Adidas zieht iAd-Kampagne zurück

Apples Werbeplattform iAd möchte den Markt der mobilen Werbung aufmischen. Doch Kontrollpolitik, langsame Umsetzung und hohe Kosten vergraulen die ersten Partner.

Steve Jobs bei der Vorstellung der iAd-Werbeplattform im April 2010

Steve Jobs bei der Vorstellung der iAd-Werbeplattform im April 2010

In der Branche ist man sich sicher: Mobile Werbung ist ein Markt der Zukunft, egal ob auf Tablet-PCs, Smartphones oder E-Reader. Bislang dominierte Google diesen Markt, doch zum ersten Juli startete Apple mit iAd seine eigene Werbeplattform für iPhone- und iPad-Geräte. Wirtschaftsanalysten glauben, dass Apple damit bereits zum Ende des Jahres einen ähnlich hohen Marktanteil wie Google erlangen könnte.

Könnte. Denn einen großen Werbepartner ist Apple nun möglicherweise los. Wie das Wirtschaftsportal Business Insider unter Berufung auf zwei anonyme Quellen berichtet, hat der deutsche Sportartikelhersteller Adidas soeben eine 10 Millionen US-Dollar Kampagne zurückgezogen . Der vermeintliche Grund: Apple habe bereits zum dritten Mal das kreative Konzept der Werbekampagne zurückgewiesen. Adidas möchte auf Nachfrage von ZEIT ONLINE die Gerüchte nicht kommentieren. Auch bei Apple schweigt man.

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Ganz überraschend käme die Entscheidung von Adidas nicht. Denn auch andere iAd-Kunden zeigten sich bereits unzufrieden mit Apples Kontrollpolitik. Schon im August zog der französische Modekonzern Chanel seine Kampagne aus ganz ähnlichen Gründen zurück. Yahoo-Chefin Carol Bartz bezweifelte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters den längerfristigen Erfolg der Werbeplattform. Werbeagenturen würden sich nicht der Kontrolle Apples unterwerfen, sagte Bartz.

Im April hatte Apple-Chef Steve Jobs iAd der Öffentlichkeit präsentiert. Die interaktive Werbeplattform ermöglicht den Entwicklern von iPhone- und iPad-Apps, Werbung in ihre Programme einzubauen. Die Nutzer der Apps bekommen die Werbung schließlich in Form von Werbebannern angezeigt, die sich auf Fingerdruck innerhalb der App vergrößern und schließen lassen. Schon kurz nach der Vorstellung gab es Kritik, da Apple mit neuen Lizenzbedingungen andere Werbeanbieter auf iOS-Geräten ausschloss .

Leser-Kommentare
  1. Möglicherweise lächelt da auch nur die Siegesgöttin aus der griechischen Mythologie um die Ecke.
    Ich halte es nicht für abwegig, daß Nike, womit Apple auf iPod Ebene schon lange zusammen arbeitet, da sein Veto eingelegt hat.
    Und das die Amis sich untereinander gegen einen europäischen Hersteller eher helfen, scheint wahrscheinlich.
    So wie der DFB das weitaus bessere Angebot von Nike zugunsten einer weiteren Werbepartnerschaft mit Adidas abgelehnt hat.

  2. Apple versucht mit seiner Politik geschlossener Systeme, die sich bei ipod und iphone bewährt hat, die ganz große Kasse zu machen. Die restriktive Vorgehensweise stieß doch seit langer Zeit schon viele Nutzer sauer auf.

    Nun könnte dieses Ereignis die Ankündigung sein, dass die großen Zeiten dieser Politik endgültig vorbei sind und auch die selbstgefällige Apple endlich ordentlich Gegendruck bekommt. Dem Markt sei Dank.

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    ...gerade im iPod-Bereich nicht verstehe dass User diese Gängelung immer wieder mit sich machen lassen. Denn gerade in dem Bereich gibt es nun wahrlich genügend bessere Geräte. Vielleicht sollte der User mal nicht mit der Masse mitlaufen oder nur weil er schon einen Mac hat auch den Player dazu kaufen sondern such vorher informieren, welche Geräte es am Markt gibt und auch mal testen...

    ...gerade im iPod-Bereich nicht verstehe dass User diese Gängelung immer wieder mit sich machen lassen. Denn gerade in dem Bereich gibt es nun wahrlich genügend bessere Geräte. Vielleicht sollte der User mal nicht mit der Masse mitlaufen oder nur weil er schon einen Mac hat auch den Player dazu kaufen sondern such vorher informieren, welche Geräte es am Markt gibt und auch mal testen...

  3. ...gerade im iPod-Bereich nicht verstehe dass User diese Gängelung immer wieder mit sich machen lassen. Denn gerade in dem Bereich gibt es nun wahrlich genügend bessere Geräte. Vielleicht sollte der User mal nicht mit der Masse mitlaufen oder nur weil er schon einen Mac hat auch den Player dazu kaufen sondern such vorher informieren, welche Geräte es am Markt gibt und auch mal testen...

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    • Talor
    • 06.10.2010 um 23:50 Uhr

    Mir ist kein weiterer Smartphoneverschnitt mit 64GB Speicher bekannt.

    Und zumindest in meinem Umfeld haben 2 von 3 Leuten ihr iPhone/iPod Touch "gejailbroken".

    • Talor
    • 06.10.2010 um 23:50 Uhr

    Mir ist kein weiterer Smartphoneverschnitt mit 64GB Speicher bekannt.

    Und zumindest in meinem Umfeld haben 2 von 3 Leuten ihr iPhone/iPod Touch "gejailbroken".

  4. Irgendwie beruht der ganze Erfolg von dem Verein auf Marketing (ist in der Tat sehr gut) und einer quasi religiösen Verehrung eines S.J. und seiner Produkte. Ein "alles ganz nett, aber für mich zu teuer" reicht aus, um in manchen Foren bereits als Apple-Hasser und S.J.-Basher bezeichnet zu werden.

    Bei dem Preis würde ich auch eine schnelle Umsetzung meiner Werbung ein gewisses Mitspracherecht erwarten, nicht umgekehrt. Immerhin ist es aber recht erfrischend zu sehen, dass die religiöse Verehrung auch gewisse Grenzen hat ...

    • Talor
    • 06.10.2010 um 23:50 Uhr

    Mir ist kein weiterer Smartphoneverschnitt mit 64GB Speicher bekannt.

    Und zumindest in meinem Umfeld haben 2 von 3 Leuten ihr iPhone/iPod Touch "gejailbroken".

    Antwort auf "Wobei ich..."
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    Weil Sie sich nicht informiert haben?

    Wenn es ums reine Abspielen geht wäre es z.B. ein Cowon D2 . Intern 32GB und mit Karten aufrüstbar. Somit ist man nicht auf 64GB limietert. Klanglich im Welten besser als der iPod. Oder was wäre mit dem J3 von Cowon? Auf 32GB und per Micro-SD-Karten erweiterbar. Zudem eignet er sich auch noch zum abspielen von Video-Clips. Zudem habe ich bei diesen Geräten direkten Einfluss auf den Klang und muss nicht für jede Einstellung mühelig per iTunes ein Preset erstellen.

    Und es gibt sicherlich noch mehr bessere Geräte. Wie Sie sehen gibt es genügend alternativen...

    Klar, wenn ich ein Gerät mit einem großen Protz-Faktor haben möchte, dann ist ein iPod sicherlich das richtige. Wenn ich aber einen vernünftigen Klang haben möchte und das alleine mir wichtig ist, dann ist ein iPod das absolut falscheste Gerät...

    • Talor
    • 11.10.2010 um 17:17 Uhr

    Weder D2 noch J3 haben Wifi, das war zumindest in meinem Fall ein Kaufgrund, deshalb habe ich auch "Smartphoneverschnitt" geschrieben.

    Der bessere Klang ist natürlich ein Argument, der interessiert nur den 08/15-Musikhörer so gut wie nicht.

    Ich will hier gar keine Lanze für Apple brechen, ich verstehe nur die Ignoranz der anderen Hersteller nicht, die ja wirklich problemlos tolle Alternativen (auch zum 160GB iPod zB!) anbieten könnten aber es anscheinend seit Jahren nicht wollen.

    Weil Sie sich nicht informiert haben?

    Wenn es ums reine Abspielen geht wäre es z.B. ein Cowon D2 . Intern 32GB und mit Karten aufrüstbar. Somit ist man nicht auf 64GB limietert. Klanglich im Welten besser als der iPod. Oder was wäre mit dem J3 von Cowon? Auf 32GB und per Micro-SD-Karten erweiterbar. Zudem eignet er sich auch noch zum abspielen von Video-Clips. Zudem habe ich bei diesen Geräten direkten Einfluss auf den Klang und muss nicht für jede Einstellung mühelig per iTunes ein Preset erstellen.

    Und es gibt sicherlich noch mehr bessere Geräte. Wie Sie sehen gibt es genügend alternativen...

    Klar, wenn ich ein Gerät mit einem großen Protz-Faktor haben möchte, dann ist ein iPod sicherlich das richtige. Wenn ich aber einen vernünftigen Klang haben möchte und das alleine mir wichtig ist, dann ist ein iPod das absolut falscheste Gerät...

    • Talor
    • 11.10.2010 um 17:17 Uhr

    Weder D2 noch J3 haben Wifi, das war zumindest in meinem Fall ein Kaufgrund, deshalb habe ich auch "Smartphoneverschnitt" geschrieben.

    Der bessere Klang ist natürlich ein Argument, der interessiert nur den 08/15-Musikhörer so gut wie nicht.

    Ich will hier gar keine Lanze für Apple brechen, ich verstehe nur die Ignoranz der anderen Hersteller nicht, die ja wirklich problemlos tolle Alternativen (auch zum 160GB iPod zB!) anbieten könnten aber es anscheinend seit Jahren nicht wollen.

  5. Weil Sie sich nicht informiert haben?

    Wenn es ums reine Abspielen geht wäre es z.B. ein Cowon D2 . Intern 32GB und mit Karten aufrüstbar. Somit ist man nicht auf 64GB limietert. Klanglich im Welten besser als der iPod. Oder was wäre mit dem J3 von Cowon? Auf 32GB und per Micro-SD-Karten erweiterbar. Zudem eignet er sich auch noch zum abspielen von Video-Clips. Zudem habe ich bei diesen Geräten direkten Einfluss auf den Klang und muss nicht für jede Einstellung mühelig per iTunes ein Preset erstellen.

    Und es gibt sicherlich noch mehr bessere Geräte. Wie Sie sehen gibt es genügend alternativen...

    Klar, wenn ich ein Gerät mit einem großen Protz-Faktor haben möchte, dann ist ein iPod sicherlich das richtige. Wenn ich aber einen vernünftigen Klang haben möchte und das alleine mir wichtig ist, dann ist ein iPod das absolut falscheste Gerät...

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    D2 Plus heißen. Das Plus-Zeichen wird hier anscheinend gelöscht...

    D2 Plus heißen. Das Plus-Zeichen wird hier anscheinend gelöscht...

  6. D2 Plus heißen. Das Plus-Zeichen wird hier anscheinend gelöscht...

    • Talor
    • 11.10.2010 um 17:17 Uhr
    8. und so

    Weder D2 noch J3 haben Wifi, das war zumindest in meinem Fall ein Kaufgrund, deshalb habe ich auch "Smartphoneverschnitt" geschrieben.

    Der bessere Klang ist natürlich ein Argument, der interessiert nur den 08/15-Musikhörer so gut wie nicht.

    Ich will hier gar keine Lanze für Apple brechen, ich verstehe nur die Ignoranz der anderen Hersteller nicht, die ja wirklich problemlos tolle Alternativen (auch zum 160GB iPod zB!) anbieten könnten aber es anscheinend seit Jahren nicht wollen.

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